Marie-Agnes Strack-Zimmermann steht im Februar 2026 erneut im Fokus der deutschen und europäischen Politik. Die FDP-Politikerin und Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament sorgt mit ihren Forderungen nach Europol-Ermittlungen im Epstein-Skandal und ihrer skeptischen Haltung zu einem europäischen Atomschutzschirm für Schlagzeilen.
Das Wichtigste in Kürze
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament und prägt maßgeblich die europäische Verteidigungspolitik.
- Nach neuen Enthüllungen um Jeffrey Epstein fordern führende EU-Parlamentarier eine europaweite Aufarbeitung, wobei Strack-Zimmermann auf die Einbindung von Europol drängt.
- Sie reagierte skeptisch auf die Forderung nach einem europäischen Atomschutzschirm und bezeichnete diesen als «kurz- bis mittelfristig schwer umsetzbar».
- Im Januar 2026 forderte Strack-Zimmermann den Abzug der deutschen Goldreserven aus den USA, da rund 37 Prozent in New York lagern.
- Seit Juli 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments, nachdem sie zuvor von 2017 bis 2024 im Bundestag saß.
- Am 13. Februar 2026 nimmt sie an der Münchner Sicherheitskonferenz teil.
- Geboren am 10. März 1958 in Düsseldorf, ist sie seit 2019 Mitglied des Bundesvorstands der FDP.
Europol-Ermittlungen im Epstein-Skandal: Strack-Zimmermanns neueste Forderung
Am 10. Februar 2026 positionierte sich Strack-Zimmermann klar zum Epstein-Skandal. Die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament drängt auf die Einbindung von Europol und EU-Geldwäschebehörden, die «vorhandene Erkenntnisse umgehend und systematisch auswerten» sollten. Die FDP-Politikerin sieht in den Enthüllungen ein sicherheitspolitisches Risiko für Europa.
Für Strack-Zimmermann ist klar: Der Fall Epstein habe sicherheitspolitische Relevanz, und sollten politische Entscheider durch «Kompromittierung und Erpressung» beeinflusst worden sein, handle es sich um ein Risiko für die Stabilität demokratischer Systeme. Besonders warnte sie vor gezielten Einflussoperationen autoritärer Regime.
Anlass für die Forderung sind neue Dokumente, die Verbindungen Epsteins zu früheren europäischen Spitzenpolitikern offenlegen, darunter der frühere britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson. Die Aufarbeitung des Skandals erfordere laut Strack-Zimmermann eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit europäischer Behörden.
Skepsis gegenüber europäischem Atomschutzschirm
Anfang Februar 2026 äußerte sich Strack-Zimmermann skeptisch zu den Plänen für einen europäischen Atomschutzschirm. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament reagierte skeptisch auf die Forderung des EVP-Vorsitzenden Manfred Weber und erklärte: «Mal so eben einen eigenen europäischen nuklearen Schirm aufzubauen, klingt gut, ist aber kurz- bis mittelfristig schwer umsetzbar.»
Die FDP-Politikerin betonte stattdessen: «Unsere primäre Aufgabe ist es, unter Hochdruck die konventionelle und Cyberabwehr aufzubauen» und ergänzte, Europa müsse zukünftig innerhalb der NATO deutlich mehr liefern. Ihre Position zeigt eine pragmatische Herangehensweise an die europäische Verteidigungspolitik, die realistische Zeitrahmen und konkrete Umsetzungsschritte in den Vordergrund stellt.
Goldreserven-Debatte und Trump-Kritik
Im Januar 2026 sorgte Strack-Zimmermann mit einer weiteren kontroversen Forderung für Aufsehen. Sie drängte auf einen Abzug der deutschen Goldreserven aus den USA und erklärte: «In einer Zeit wachsender globaler Unsicherheiten und unter der unberechenbaren US-Politik von Präsident Trump ist es nicht länger vertretbar, dass rund 37 Prozent der deutschen Goldreserven, mehr als 1230 Tonnen, in Tresoren der Federal Reserve in New York lagern.»
Es handelt sich dabei um Gold im Wert von 164 Milliarden Euro, wobei Deutschland zwar rechtlich Eigentümer ist, aber keine uneingeschränkte physische Kontrolle ausüben kann. Die FDP-Politikerin forderte die Bundesregierung auf, einen klaren Zeitplan zur vollständigen Rückführung vorzulegen. Allerdings stieß diese Forderung auf Widerstand: Bundesbankpräsident Joachim Nagel lehnt eine weitere Verlagerung aktuell ab.
Karriere und politischer Werdegang von Strack-Zimmermann
Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist eine deutsche FDP-Politikerin, die am 10. März 1958 in Düsseldorf zur Welt kam und in Meerbusch aufwuchs. Nach dem Abitur 1978 studierte sie Publizistik, Politikwissenschaften und Germanistik in München. Ihre Promotion zum Dr. phil. erfolgte 1986 mit einer Arbeit über die USA-Berichterstattung im ZDF, danach war sie 20 Jahre als Verlagsrepräsentantin des Nürnberger Jugendbuchverlags Tessloff tätig.
1999 wechselte sie in die aktive Politik in der FDP, und 2004 wurde Strack-Zimmermann Mitglied im Rat der Stadt Düsseldorf. Von 2008 bis 2014 diente sie als Erste Bürgermeisterin von Düsseldorf und stellvertretende Oberbürgermeisterin. Von 2017 bis 2024 war sie Mitglied des Deutschen Bundestags aus Nordrhein-Westfalen, wo sie den Verteidigungsausschuss leitete.
Seit Juli 2024 ist Marie-Agnes Strack-Zimmermann Mitglied des Europäischen Parlaments. Im Parlament leitet sie seitdem den Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung und ist außerdem Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Sie ist eine der profiliertesten Stimmen in der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.
Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Ein wichtiger Termin für Strack-Zimmermann steht am 13. Februar 2026 an: Die Leiterin der FDP-Delegation im Europäischen Parlament nimmt an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Die Konferenz gilt als eine der wichtigsten internationalen Plattformen für sicherheitspolitische Debatten und bietet Strack-Zimmermann die Gelegenheit, ihre Positionen zur europäischen Verteidigung und transatlantischen Zusammenarbeit zu präsentieren.
Bei der Konferenz werden voraussichtlich Themen wie die NATO-Strategie, die Ukraine-Krise, die europäische Verteidigungsfähigkeit und die transatlantischen Beziehungen unter der Trump-Administration im Mittelpunkt stehen. Ähnlich wie andere deutsche Politiker wird Strack-Zimmermann ihre Expertise zu sicherheitspolitischen Herausforderungen einbringen.
Privatleben und persönliche Hintergründe
Strack-Zimmermann ist katholisch, Motorradfahrerin und verheiratet mit dem 17 Jahre älteren ehemaligen Langenscheidt-Verlagsvertreter Horst Strack-Zimmermann. Das Paar hat drei erwachsene Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, sowie drei Enkelkinder. Sie wohnt in Düsseldorf und Berlin. Die Politikerin ist bekannt für ihre direkte Art und ihre klaren Positionierungen in der Verteidigungspolitik.
Ihre politische Karriere ist geprägt von ihrem Engagement für eine starke europäische Verteidigung und transatlantische Zusammenarbeit. Als eine der wenigen weiblichen Stimmen in der Verteidigungspolitik hat sie sich national und international Respekt erarbeitet. Im Gegensatz zu Reality-TV-Formaten konzentriert sich Strack-Zimmermann auf ernsthafte politische Arbeit und sicherheitspolitische Expertise.
Aktuelle politische Positionen und Kontroversen
| Thema | Position Strack-Zimmermann | Datum | Reaktionen |
|---|---|---|---|
| Epstein-Skandal | Forderung nach Europol-Ermittlungen und EU-weiter Aufarbeitung | 10. Februar 2026 | Unterstützung von EU-Abgeordneten, teils kritische Stimmen |
| Europäischer Atomschutzschirm | Skeptisch, fordert Fokus auf konventionelle und Cyberabwehr | 2. Februar 2026 | Kontroverse Debatte mit EVP-Vorsitzendem Weber |
| Deutsche Goldreserven | Rückholung aus den USA gefordert | 23. Januar 2026 | Ablehnung durch Bundesbankpräsident Nagel |
| NATO-Strategie | Europa muss mehr Verantwortung übernehmen | Januar 2026 | Breite Zustimmung in verteidigungspolitischen Kreisen |
| Münchner Sicherheitskonferenz | Teilnahme als FDP-Delegationsleiterin | 13. Februar 2026 | Hohe Erwartungen an ihre Beiträge |
Strack-Zimmermanns Rolle im EU-Parlament
Im Parlament leitet Strack-Zimmermann den Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung, ist Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Teil der Delegationen zur NATO-Parlamentarierversammlung sowie zum Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Chile. Diese Positionen unterstreichen ihre zentrale Rolle in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Ihre Wahl zur Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Juli 2024 war nicht unumstritten. Strack-Zimmermann hatte zuvor Kritik auf sich gezogen, weil sie und die vier anderen FDP-Abgeordneten öffentlich erklärt hatten, nicht für eine zweite Amtszeit von Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin gestimmt zu haben, weshalb teilweise vermutet wurde, dass EVP-Abgeordnete gegen ihre Wahl sein könnten. Dennoch setzte sie sich durch und prägt seitdem die europäische Verteidigungsagenda maßgeblich mit.
Die FDP-Politikerin arbeitet eng mit internationalen Partnern zusammen und gilt als eine der führenden Expertinnen für transatlantische Beziehungen. Laut Wikipedia hat sie sich besonders für eine feministische Außenpolitik eingesetzt und war 2023 eine der Initiatorinnen einer fraktionsübergreifenden Gruppe zu diesem Thema.
Häufig gestellte Fragen zu Strack-Zimmermann
Wer ist Marie-Agnes Strack-Zimmermann?
Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist eine deutsche FDP-Politikerin, geboren am 10. März 1958 in Düsseldorf. Seit Juli 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung. Zuvor war sie von 2017 bis 2024 Mitglied des Bundestags und leitete dort den Verteidigungsausschuss.
Welche Position vertritt Strack-Zimmermann zum Epstein-Skandal?
Im Februar 2026 forderte Strack-Zimmermann eine europaweite Aufarbeitung des Epstein-Skandals durch Europol und EU-Geldwäschebehörden. Sie sieht in möglichen Verstrickungen europäischer Politiker ein sicherheitspolitisches Risiko und warnt vor Einflussoperationen autoritärer Regime.
Warum fordert Strack-Zimmermann die Rückholung deutscher Goldreserven?
Im Januar 2026 forderte sie den Abzug von rund 1230 Tonnen Gold aus den USA, da unter der Trump-Administration die physische Kontrolle über diese Vermögenswerte im Wert von 164 Milliarden Euro als Risiko eingeschätzt wird. Der Bundesbankpräsident lehnt diese Forderung jedoch ab.
Welche Rolle spielt Strack-Zimmermann in der europäischen Verteidigungspolitik?
Als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament ist sie eine der wichtigsten Stimmen in der europäischen Verteidigungspolitik. Sie setzt sich für eine stärkere konventionelle und Cyberabwehr ein und fordert, dass Europa innerhalb der NATO mehr Verantwortung übernimmt.
Was ist Strack-Zimmermanns Haltung zu einem europäischen Atomschutzschirm?
Sie steht einem europäischen Atomschutzschirm skeptisch gegenüber und bezeichnet ihn als «kurz- bis mittelfristig schwer umsetzbar». Stattdessen plädiert sie für den prioritären Ausbau konventioneller Verteidigungsfähigkeiten und der Cyberabwehr.
Nimmt Strack-Zimmermann an der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 teil?
Ja, am 13. Februar 2026 nimmt sie als Leiterin der FDP-Delegation im Europäischen Parlament an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, einer der wichtigsten internationalen Plattformen für sicherheitspolitische Debatten.
Welche Ausbildung hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann?
Sie studierte Publizistik, Politikwissenschaften und Germanistik in München und promovierte 1986 mit einer Arbeit über die USA-Berichterstattung im ZDF. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete sie 20 Jahre als Verlagsrepräsentantin für den Tessloff-Verlag.
Fazit: Strack-Zimmermann als zentrale Figur der europäischen Sicherheitspolitik
Marie-Agnes Strack-Zimmermann bleibt auch im Februar 2026 eine der prägenden Stimmen in der europäischen und deutschen Sicherheitspolitik. Ihre Forderungen nach Europol-Ermittlungen im Epstein-Skandal, ihre skeptische Haltung zum europäischen Atomschutzschirm und ihr Engagement für eine stärkere europäische Verteidigung zeigen ihre konsequente Linie: pragmatisch, sicherheitsorientiert und europäisch ausgerichtet. Während andere Themen die Schlagzeilen dominieren, konzentriert sich Strack-Zimmermann auf die langfristigen strategischen Herausforderungen Europas.
Als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament hat sie eine Schlüsselposition inne, von der aus sie die europäische Verteidigungsagenda maßgeblich mitgestalten kann. Ihre direkte Kommunikation und ihre klaren Positionierungen machen sie zu einer markanten Persönlichkeit, die polarisiert, aber auch respektiert wird. Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit ihre Forderungen – von der Epstein-Aufarbeitung bis zur Goldreserven-Rückholung – politisch umgesetzt werden.
Mit ihrer Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar 2026 unterstreicht Strack-Zimmermann ihre Rolle als wichtige Stimme in transatlantischen und europäischen Sicherheitsfragen. In einer Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheiten und angesichts der Herausforderungen durch die Trump-Administration bleibt sie eine unverzichtbare Akteurin für die Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit.