Ein Wintereinbruch hat die Schweiz erreicht und bringt ergiebigen Schneefall mit sich. Die Schneefallgrenze sinkt dabei deutlich, was vor allem in den Alpen zu erheblichen Neuschneemengen führt. Meteorologen warnen vor Einschränkungen im Verkehr und einer erhöhten Lawinengefahr.

Hintergrund: Was beeinflusst die Schneefallgrenze?
Die Schneefallgrenze ist diejenige Höhe, bis zu der Niederschlag als Schnee fällt. Sie wird maßgeblich von der Temperatur in der Atmosphäre beeinflusst. Je kälter die Luft, desto tiefer liegt die Schneefallgrenze. Weitere Faktoren sind die Luftfeuchtigkeit und die Windverhältnisse. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Niederschlag erhöht. In den Bergen spielt zudem die Exposition eine Rolle. Nordhänge sind in der Regel kälter als Südhänge, was sich ebenfalls auf die Schneefallgrenze auswirken kann. (Lesen Sie auch: Chaos in Lausanne: Feuer legt CFF-Bahnverkehr lahm)
Aktuelle Entwicklung: Bis zu einem Meter Neuschnee erwartet
Die SRF Meteo meldet für die kommenden Tage turbulentes Wetter in der Schweiz. Ursache ist eine starke nordwestliche Strömung vom Atlantik, die feuchte Luft in die Alpen führt. Bis Mittwoch wird oberhalb von 1500 Metern mit 70 bis 100 Zentimetern Neuschnee gerechnet. Lokal sind sogar bis zu einem Meter Neuschnee möglich. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei 400 bis 600 Metern, steigt aber in der Nacht auf Montag auf 1100 bis 1500 Meter. Am Abend und in der Nacht auf Dienstag sinkt sie wieder auf 600 Meter. Im Flachland liegen die Höchsttemperaturen um die 7 Grad.
Schneefallwarnung und Lawinengefahr
Meteo Schweiz hat für mehrere Regionen der Schweiz eine Schneefallwarnung der Stufe 3 herausgegeben. Diese gilt vor allem für die Gebiete oberhalb von 1500 Metern. Wie 20 Minuten berichtet, sind vor allem die Regionen im Osten der Schweiz, die Innerschweiz sowie einige Gebiete im Westen betroffen. Aufgrund der großen Neuschneemengen steigt zudem die Lawinengefahr erheblich. Stephanie Westerhuis von SRF Meteo warnt vor allem vor der Gefahr von spontanen Lawinenabgängen in exponierten Lagen. (Lesen Sie auch: Zug entgleist in Goppenstein: Mehrere Verletzte befürchtet)
Auswirkungen auf den Verkehr
Der ergiebige Schneefall kann zu erheblichen Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr führen. Besonders betroffen sind Bergstraßen und Passstrecken. Autofahrer sollten ihre Fahrweise den winterlichen Bedingungen anpassen und ausreichend Winterausrüstung mitführen. Auch im Bahnverkehr kann es zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Reisende sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Schneefallgrenze und Klimawandel
Die Schneefallgrenze ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel. Steigende Temperaturen führen dazu, dass die Schneefallgrenze in höhere Lagen steigt. Dies hat weitreichende Folgen für den Wintertourismus, die Wasserversorgung und die Ökosysteme in den Alpen. Studien zeigen, dass die Schneefallgrenze in den letzten Jahrzehnten bereits deutlich angestiegen ist und sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen wird. Dies führt zu kürzeren Wintern, weniger Schnee und einer stärkeren Abhängigkeit von künstlicher Beschneiung in den Skigebieten. (Lesen Sie auch: Polizeiruf 110 der Wanderer: "Der " –…)
Was bedeutet das für den Wintertourismus?
Der Wintereinbruch mit viel Neuschnee ist für den Wintertourismus in der Schweiz eine willkommene Nachricht. Nach einem eher schneearmen Start in die Saison können sich die Skigebiete nun über gute Schneeverhältnisse freuen. Allerdings birgt der viele Schnee auch Gefahren, insbesondere durch die erhöhte Lawinengefahr. Die Betreiber von Skigebieten sind gefordert, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten und die Pisten entsprechend zu präparieren. Langfristig stellt der Klimawandel jedoch eine große Herausforderung für den Wintertourismus dar. Die Skigebiete müssen sich an die veränderten Bedingungen anpassen und neue Angebote entwickeln, um auch in Zukunft attraktiv zu bleiben.

Die Rolle der Meteorologie
Die Meteorologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorhersage von Schneefall und der Beurteilung der Lawinengefahr. Moderne Wettermodelle ermöglichen es, die Entwicklung der Schneefallgrenze und die zu erwartenden Neuschneemengen relativ genau vorherzusagen. Diese Informationen sind wichtig für die Planung von Winteraktivitäten, die Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse und die Anpassung an den Klimawandel. Der Meteo Schweiz betreibt ein dichtes Messnetz und stellt der Öffentlichkeit umfangreiche Informationen zur Verfügung. (Lesen Sie auch: Ramadan 2026: Starttermin steht fest – Was…)
Häufig gestellte Fragen zur Schneefallgrenze
Häufig gestellte Fragen zu schneefallgrenze
Was genau versteht man unter der Schneefallgrenze?
Die Schneefallgrenze bezeichnet die Höhe, bis zu der Niederschlag in Form von Schnee fällt. Oberhalb dieser Grenze geht der Niederschlag als Schnee, unterhalb als Regen oder Schneeregen nieder. Die Schneefallgrenze ist ein wichtiger Faktor für Wintersport und die Wasserversorgung.
Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Schneefallgrenze?
Die wichtigsten Faktoren, die die Höhe der Schneefallgrenze beeinflussen, sind die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Windverhältnisse. Auch die geografische Lage und die Exposition der Hänge spielen eine Rolle. Je kälter die Luft, desto tiefer liegt die Schneefallgrenze.
Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Schneefallgrenze aus?
Der Klimawandel führt zu steigenden Temperaturen, was wiederum dazu führt, dass die Schneefallgrenze in höhere Lagen steigt. Dies hat negative Auswirkungen auf den Wintertourismus, die Wasserversorgung und die Ökosysteme in den Alpen. Die Winter werden kürzer und schneearmer.
Welche Regionen in der Schweiz sind aktuell von dem Schneefall betroffen?
Besonders betroffen von dem aktuellen Schneefall sind die Regionen im Osten der Schweiz, die Innerschweiz sowie einige Gebiete im Westen. In diesen Gebieten wird oberhalb von 1500 Metern mit bis zu einem Meter Neuschnee gerechnet, wie Blick berichtet.
Mit welchen Einschränkungen muss man aufgrund des Schneefalls rechnen?
Aufgrund des ergiebigen Schneefalls kann es zu Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr kommen. Besonders auf Bergstraßen und Passstrecken ist Vorsicht geboten. Zudem steigt die Lawinengefahr, weshalb Wintersportler und Anwohner in den betroffenen Gebieten besonders vorsichtig sein sollten.
