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Das Polizeipräsidium Unterfranken ist die zentrale Sicherheitsbehörde für den bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken mit Sitz in Würzburg. Es ist für die Sicherheit von rund 1,3 Millionen Menschen auf einer Fläche von über 8.500 Quadratkilometern zuständig und steht seit April 2026 unter neuer Leitung. Aktuelle Ereignisse wie der jüngste Blitzmarathon und Fahndungen rücken die Arbeit der Beamten in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Zuständigkeit: Das Polizeipräsidium Unterfranken ist für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken verantwortlich, der die Regionen Bayerischer Untermain, Main-Rhön und Mainfranken umfasst.
- Neuer Leiter: Seit dem 1. April 2026 ist Stefan Weis der neue Polizeipräsident und folgt damit auf Detlev Tolle, der in den Ruhestand verabschiedet wurde.
- Mitarbeiter: Rund 2.700 Polizeibeamte und knapp 500 weitere Beschäftigte sorgen für die Sicherheit der Bürger in der Region.
- Sitz: Die Zentrale des Präsidiums befindet sich in der Frankfurter Straße 79 in 97082 Würzburg.
- Aktueller Fall: Am 18. April 2026 wurde eine Öffentlichkeitsfahndung nach einer 13-jährigen Vermissten aus dem Landkreis Aschaffenburg eingeleitet.
- Verkehrssicherheit: Beim bayernweiten Blitzmarathon im April 2026 wurden in Unterfranken 525 Geschwindigkeitsverstöße bei rund 30.000 gemessenen Fahrzeugen festgestellt.
Das Polizeipräsidium Unterfranken ist am 18.04.2026 eine zentrale Säule der Sicherheitsarchitektur in Nordbayern und als Landesmittelbehörde direkt dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration unterstellt. Mit seinem Hauptsitz in Würzburg koordiniert es die polizeiliche Arbeit in einem weitläufigen Gebiet, das von Aschaffenburg bis an die Grenzen Thüringens reicht. Die täglichen Herausforderungen reichen von der Verkehrssicherheitsarbeit bis zur Bekämpfung schwerer Kriminalität.
Organisation und Aufgaben des Polizeipräsidiums Unterfranken
Die Struktur des Polizeipräsidiums Unterfranken ist darauf ausgelegt, effizient und bürgernah agieren zu können. An der Spitze steht der Polizeipräsident, dem das Präsidialbüro sowie die Abteilungen für Einsatz und Polizeiverwaltung direkt unterstellt sind. Die Abteilung Einsatz ist beispielsweise für die Planung von Großeinsätzen, die Koordinierung der Verbrechensbekämpfung und die Verkehrssicherheitsarbeit zuständig. Alle Notrufe aus der Region laufen in der Einsatzzentrale zusammen, die den Einsatz der Kräfte zentral steuert.
Insgesamt sorgen rund 2.700 Polizeibeamtinnen und -beamte, von denen etwa 520 bei der Kriminalpolizei tätig sind, für die Sicherheit. Unterstützt werden sie von knapp 500 zivilen Beschäftigten in Verwaltung, Logistik und IT sowie über 160 Mitgliedern der Sicherheitswacht. Diese Struktur ermöglicht es dem Polizeipräsidium Unterfranken, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken.
Führungswechsel April 2026: Stefan Weis ist neuer Polizeipräsident
Ein bedeutendes Ereignis für das Polizeipräsidium Unterfranken war der Amtswechsel an der Spitze im Frühjahr 2026. Zum 1. April 2026 übernahm Stefan Weis das Amt des Polizeipräsidenten von Detlev Tolle, der nach über 46 Dienstjahren in den Ruhestand ging. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann würdigte Tolle als eine Führungskraft, die auf eine herausragende Polizeikarriere zurückblicken könne.
Der neue Präsident, Stefan Weis, gilt als erfahrener Polizeibeamter und ausgewiesener Einsatzexperte, der seinen Beruf «von der Pike auf gelernt» hat. Der gebürtige Unterfranke war zuvor in verschiedenen leitenden Funktionen tätig, unter anderem im Innenministerium und als Vizepräsident der Bereitschaftspolizei. Seine Ernennung soll die Kontinuität und hohe Qualität der Polizeiarbeit in der Region sicherstellen.
Aktuelle Einsätze und Meldungen des Polizeipräsidiums Unterfranken
Die Arbeit des Polizeipräsidiums ist vielfältig und oft im Fokus der regionalen Berichterstattung. Ein aktuelles Beispiel ist eine Öffentlichkeitsfahndung vom 18. April 2026 nach einer 13-jährigen Vermissten aus Bessenbach im Landkreis Aschaffenburg. Das Mädchen war nach einem Kinobesuch nicht am vereinbarten Treffpunkt erschienen, was eine intensive Suche auslöste. Solche Fälle zeigen die unmittelbare Verantwortung der Polizei für das Wohl der Bürger.
Ein weiteres Thema, das die Öffentlichkeit bewegt, ist die Verkehrssicherheit. Erst kürzlich zog das Polizeipräsidium Unterfranken Bilanz zum bayernweiten Blitzmarathon. An 110 Messstellen wurden rund 30.000 Fahrzeuge kontrolliert, wobei 525 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet wurden. Der traurige Höchstwert war ein Autofahrer, der mit 134 km/h statt der erlaubten 80 km/h gemessen wurde. Aktionen wie diese sind Teil der präventiven Arbeit, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken. Im Jahr 2025 wurden allein in Unterfranken 683 Personen bei Geschwindigkeitsunfällen verletzt. Für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist auch der Großeinsatz der Polizei bei der Explosion in Völklingen ein Beispiel für die herausfordernde Arbeit der Beamten.
Zuständigkeitsbereich und Dienststellen
Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Unterfranken ist deckungsgleich mit dem Regierungsbezirk Unterfranken. Er erstreckt sich über eine Fläche von 8.532 Quadratkilometern mit rund 1,3 Millionen Einwohnern. Um diese große Region effektiv zu betreuen, ist das Präsidium in mehrere Dienststellen untergliedert. Dazu gehören 21 Polizeiinspektionen, diverse Kriminal- und Verkehrspolizeiinspektionen sowie zwei Polizeistationen in Gemünden und Bad Königshofen.
Diese dezentrale Struktur stellt sicher, dass die Polizei vor Ort präsent und ansprechbar ist. Die genauen Adressen und Kontaktinformationen der Dienststellen sind über das BayernPortal, eine offizielle Seite des Freistaates Bayern, abrufbar. Von Aschaffenburg über Würzburg und Schweinfurt bis nach Bad Neustadt an der Saale sind die Inspektionen verteilt, um schnelle Reaktionszeiten zu gewährleisten. Die Arbeit der Polizei wird auch durch gesellschaftliche Ereignisse beeinflusst, wie der Bundespresseball 2026, der hohe Sicherheitsvorkehrungen erfordert.
Prävention und Bürgerkontakt
Neben der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr legt das Polizeipräsidium Unterfranken großen Wert auf Präventionsarbeit und den direkten Kontakt zur Bevölkerung. Über seine Social-Media-Kanäle auf Facebook, Instagram, X (ehemals Twitter) und seit Neuestem auch WhatsApp informiert das Präsidium aktiv über seine Arbeit, gibt Sicherheitstipps und warnt vor aktuellen Gefahren wie Betrugsmaschen. Diese direkte Kommunikation ist ein wichtiger Baustein, um das Vertrauen in die Polizei zu stärken.
Zudem bietet die Polizei Beratungsstellen zu Themen wie Einbruchschutz oder Sicherheit im Internet an. Die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und den über 160 ehrenamtlichen Mitgliedern der Sicherheitswacht in 31 Städten und Gemeinden ist ein weiterer Pfeiler der Sicherheitsstrategie in Unterfranken. Die offizielle Webseite der Bayerischen Polizei bietet hierzu umfassende Informationen.
Tabelle: Das Polizeipräsidium Unterfranken in Zahlen
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Zuständige Fläche | 8.532 km² | Polizei Bayern |
| Einwohner im Zuständigkeitsbereich | ca. 1,3 Millionen | Polizei Bayern |
| Polizeibeamte | ca. 2.700 | Polizei Bayern |
| Beschäftigte (gesamt) | ca. 3.200 | Polizei Bayern |
| Polizeipräsident | Stefan Weis (seit 01.04.2026) | Bayerisches Innenministerium |
| Anzahl Polizeiinspektionen | 21 | WürzburgWiki |
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wer leitet das Polizeipräsidium Unterfranken?
Seit dem 1. April 2026 ist Stefan Weis der amtierende Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken. Er folgte auf Detlev Tolle.
Für welches Gebiet ist das Polizeipräsidium Unterfranken zuständig?
Das Polizeipräsidium ist für den gesamten bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken zuständig. Dies umfasst eine Fläche von rund 8.532 Quadratkilometern und die Regionen Bayerischer Untermain, Main-Rhön sowie Mainfranken.
Wo befindet sich der Hauptsitz des Polizeipräsidiums Unterfranken?
Der Hauptsitz befindet sich in der Frankfurter Straße 79 in 97082 Würzburg.
Wie viele Mitarbeiter hat die Polizei in Unterfranken?
Für die Sicherheit sorgen rund 2.700 Polizeibeamtinnen und -beamte sowie knapp 500 weitere Beschäftigte in Verwaltung und Logistik.
Wie kann ich das Polizeipräsidium Unterfranken bei einem Notfall erreichen?
In dringenden Notfällen wählen Sie immer die Notrufnummer 110. Für nicht-dringende Anliegen erreichen Sie das Präsidium unter der Telefonnummer +49 931 457-0.
Fazit
Das Polizeipräsidium Unterfranken ist eine moderne und leistungsfähige Behörde, die für die Sicherheit von über einer Million Menschen in einer großen und vielfältigen Region verantwortlich ist. Mit dem neuen Polizeipräsidenten Stefan Weis an der Spitze stellt sich das Präsidium den aktuellen Herausforderungen von der Kriminalitätsbekämpfung bis zur Verkehrsprävention. Die transparente Kommunikation und der enge Bürgerkontakt sind dabei entscheidende Faktoren, um das hohe Sicherheitsniveau in Unterfranken auch in Zukunft zu gewährleisten.
Social Media Snippets
Facebook/Instagram: Neues Gesicht an der Spitze des Polizeipräsidiums Unterfranken! Seit April 2026 leitet Stefan Weis die Geschicke der unterfränkischen Polizei. Wir haben alle Fakten zur Organisation, aktuellen Einsätzen und den Aufgaben der rund 3.200 Mitarbeiter. #Polizei #Unterfranken #Würzburg #Sicherheit #StefanWeis
Twitter/X: Führungswechsel bei der Polizei Unterfranken: Stefan Weis ist neuer Polizeipräsident. Was bedeutet das für die Region? Alle Infos zu Zuständigkeit, aktuellen Fällen wie der Vermisstensuche im LKR Aschaffenburg & der Bilanz des #Blitzmarathon. #Unterfranken #PolizeiBayern