Wer einen nachsendeauftrag drittanbieter in Anspruch nimmt, um seine Post bei einem Umzug oder vorübergehenden Ortswechsel an die neue Adresse weiterleiten zu lassen, sollte genau aufpassen, bei wem er diesen Service bucht. Denn neben der Deutschen Post gibt es zahlreiche Drittanbieter, die oft höhere Gebühren verlangen und deren Seriosität fragwürdig ist. Die Verbraucherzentrale warnt vor diesen Abzockmaschen.

Produktwarnung
- Vorsicht vor unseriösen Drittanbietern bei Nachsendeaufträgen.
- Verbraucher zahlen oft deutlich mehr als bei der Deutschen Post.
- Prüfen Sie genau, bei wem Sie den Nachsendeauftrag abschließen.
- Achten Sie auf versteckte Kosten und lange Vertragslaufzeiten.
Nachsendeauftrag über Drittanbieter: Die Masche
Viele Verbraucher, die einen Nachsendeauftrag online beauftragen möchten, landen ungewollt auf den Seiten von Drittanbietern. Diese Anbieter nutzen oft irreführende Werbung und Suchmaschinenoptimierung, um in den Suchergebnissen vor der offiziellen Seite der Deutschen Post zu erscheinen. Wer nicht genau hinsieht, schließt schnell einen Vertrag mit einem solchen Vermittler ab – und zahlt drauf.
Wie Stern berichtet, können die Kosten für einen Nachsendeauftrag bei Drittanbietern deutlich höher liegen als bei der Deutschen Post selbst. Teilweise werden über 100 Euro mehr verlangt. Die Verbraucherzentrale kritisiert diese Praxis als Abzocke und rät Verbrauchern, genau zu prüfen, bei wem sie den Nachsendeauftrag abschließen.
Achten Sie bei der Online-Buchung eines Nachsendeauftrags auf das Impressum und die AGB des Anbieters. Ist der Anbieter nicht eindeutig als Drittanbieter erkennbar, sollten Sie misstrauisch werden. (Lesen Sie auch: Verbraucherzentrale warnt: Über 100 Euro zu viel:…)
Warum sind die Drittanbieter so teuer?
Die höheren Preise der Drittanbieter lassen sich oft durch intransparente Gebührenstrukturen und versteckte Kosten erklären. Einige Anbieter locken zunächst mit günstigen Angeboten, verlangen dann aber hohe Bearbeitungsgebühren oder schließen langfristige Verträge ab, die schwer zu kündigen sind. Zudem bieten einige Drittanbieter Zusatzleistungen an, die der Kunde gar nicht benötigt, aber teuer bezahlt.
Ein weiterer Grund für die höheren Preise ist, dass die Drittanbieter oft selbst Dienstleistungen der Deutschen Post in Anspruch nehmen, um die Nachsendung durchzuführen. Sie fungieren also als Zwischenhändler und schlagen auf den Preis noch eine eigene Provision auf. Verbraucher zahlen somit doppelt: Einmal für die Dienstleistung des Drittanbieters und einmal für die eigentliche Nachsendung durch die Deutsche Post.
Wie erkenne ich einen unseriösen Drittanbieter?
Es gibt einige Anzeichen, die auf einen unseriösen Drittanbieter hindeuten können. Dazu gehören:
- Eine unübersichtliche Webseite mit wenig Informationen über das Unternehmen
- Fehlendes oder unvollständiges Impressum
- Aggressive Werbung und Lockangebote
- Intransparente Gebührenstrukturen und versteckte Kosten
- Lange Vertragslaufzeiten und schwierige Kündigungsbedingungen
- Zusatzleistungen, die ungefragt angeboten werden
- Negative Bewertungen und Beschwerden im Internet
Was können Verbraucher jetzt tun?
Verbraucher, die ungewollt einen Nachsendeauftrag bei einem Drittanbieter abgeschlossen haben, sollten folgende Schritte unternehmen: (Lesen Sie auch: Mann Ertrunken Elbe: Tragischer Badeunfall in Hamburg)
- Prüfen Sie den Vertrag: Lesen Sie die Vertragsbedingungen genau durch und achten Sie auf versteckte Kosten und Kündigungsfristen.
- Widersprechen Sie dem Vertrag: Wenn Sie den Vertrag kurzlich abgeschlossen haben, können Sie ihn möglicherweise widerrufen. Informieren Sie sich über Ihr Widerrufsrecht und senden Sie dem Anbieter einen schriftlichen Widerruf.
- Kündigen Sie den Vertrag: Wenn ein Widerruf nicht mehr möglich ist, kündigen Sie den Vertrag fristgerecht. Achten Sie auf die Kündigungsbedingungen und senden Sie die Kündigung schriftlich per Einschreiben.
- Fordern Sie eine Erstattung: Wenn Sie bereits zu viel bezahlt haben, fordern Sie den Differenzbetrag vom Anbieter zurück. Setzen Sie dem Anbieter eine Frist zur Zahlung.
- Beschweren Sie sich: Wenn der Anbieter nicht reagiert oder die Erstattung verweigert, beschweren Sie sich bei der Verbraucherzentrale oder einer anderen Verbraucherschutzorganisation.
Die Verbraucherzentralen bieten eine umfassende Beratung und Unterstützung für Verbraucher, die Opfer von Abzockmaschen geworden sind. Auf der Webseite der Verbraucherzentrale finden Sie weitere Informationen und Hilfestellungen.
Wie buche ich einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post?
Um sicherzustellen, dass Sie Ihren Nachsendeauftrag direkt bei der Deutschen Post buchen, sollten Sie folgende Tipps beachten:
- Gehen Sie direkt auf die Webseite der Deutschen Post: www.deutschepost.de
- Achten Sie auf das offizielle Logo und den Namen der Deutschen Post.
- Vergleichen Sie die Preise und Leistungen der Deutschen Post mit denen anderer Anbieter.
- Lesen Sie die Vertragsbedingungen genau durch, bevor Sie den Auftrag abschließen.
- Bezahlen Sie den Auftrag sicher und bequem per Lastschrift oder Kreditkarte.
Die Deutsche Post bietet verschiedene Optionen für die Nachsendung an, darunter die temporäre Nachsendung für Urlaubsreisen und die dauerhafte Nachsendung bei Umzügen. Wählen Sie die Option, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.
Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag eigentlich?
Ein Nachsendeauftrag sorgt dafür, dass Ihre Post, auch Briefe und Pakete, an Ihre neue Adresse weitergeleitet wird. Dies ist besonders wichtig bei einem Umzug, um sicherzustellen, dass Sie keine wichtigen Dokumente oder Benachrichtigungen verpassen. Der Nachsendeauftrag kann für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft eingerichtet werden. Die Deutsche Post bietet verschiedene Tarife und Optionen an, die sich nach der Dauer und dem Umfang der Nachsendung richten. (Lesen Sie auch: Mann Elbe Ertrunken: 29-Jähriger Stirbt bei Spaziergang…)
Fakten zum Nachsendeauftrag
| Fakt | Details |
|---|---|
| Anbieter | Deutsche Post und diverse Drittanbieter |
| Kosten | Deutlich höhere Kosten bei Drittanbietern möglich |
| Vertragslaufzeit | Oft lange Vertragslaufzeiten bei Drittanbietern |
| Widerrufsrecht | 14-tägiges Widerrufsrecht bei Online-Abschluss |
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein nachsendeauftrag drittanbieter und wie unterscheidet er sich von der Deutschen Post?
Ein Nachsendeauftrag eines Drittanbieters ist ein Service, der von Unternehmen angeboten wird, die nicht die Deutsche Post sind. Diese Drittanbieter vermitteln oft Nachsendeaufträge, verlangen aber häufig höhere Gebühren und bieten möglicherweise weniger transparente Vertragsbedingungen als die Deutsche Post.
Wie kann ich sicherstellen, dass ich meinen Nachsendeauftrag direkt bei der Deutschen Post abschließe?
Um sicherzustellen, dass Sie direkt bei der Deutschen Post buchen, besuchen Sie die offizielle Webseite der Deutschen Post und achten Sie auf das offizielle Logo. Vermeiden Sie es, über Suchmaschinen auf vermeintlich günstige Angebote zu klicken, da diese oft zu Drittanbietern führen. (Lesen Sie auch: Hamburg Gefängnis Vorfall: Häftlinge Greifen Mitarbeiter)
Welche Kosten entstehen bei einem Nachsendeauftrag über einen Drittanbieter im Vergleich zur Deutschen Post?
Die Kosten können bei Drittanbietern deutlich höher sein. Laut Stern können Verbraucher über 100 Euro mehr bezahlen. Es ist ratsam, die Preise und Leistungen genau zu vergleichen, bevor man einen Vertrag abschließt.
Was soll ich tun, wenn ich bereits einen Nachsendeauftrag bei einem unseriösen Drittanbieter abgeschlossen habe?
Prüfen Sie den Vertrag, widerrufen Sie ihn falls möglich, kündigen Sie ihn fristgerecht und fordern Sie eine Erstattung zu viel gezahlter Gebühren. Beschweren Sie sich bei der Verbraucherzentrale, wenn der Anbieter nicht reagiert.
Welche Alternativen gibt es zum Nachsendeauftrag, um meine Post bei einem Umzug zu erhalten?
Neben dem Nachsendeauftrag können Sie Freunde oder Familie bitten, Ihre Post entgegenzunehmen, oder einen Postfachservice nutzen. Informieren Sie außerdem alle wichtigen Absender über Ihre neue Adresse, um sicherzustellen, dass Ihre Post direkt an die richtige Adresse gesendet wird.
Die Warnung der Verbraucherzentrale verdeutlicht die Notwendigkeit, bei der Buchung eines Nachsendeauftrags genau hinzusehen. Ein nachsendeauftrag drittanbieter mag auf den ersten Blick verlockend erscheinen, doch die versteckten Kosten und intransparenten Bedingungen können schnell zu einer teuren Überraschung führen. Verbraucher sollten daher stets die offizielle Webseite der Deutschen Post nutzen und sich vor unseriösen Anbietern schützen.
Test.de bietet ebenfalls hilfreiche Informationen zum Thema Umzug und Nachsendeservice. Es ist wichtig, sich umfassend zu informieren, um die beste und kostengünstigste Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Biallo.de bietet eine Übersicht über die Kosten und Fristen von Nachsendeaufträgen.
Wie Stern berichtet, sollten Verbraucher besonders aufmerksam sein, um nicht Opfer von Abzockmaschen zu werden.




