Die Schweizer Warenhauskette Manor schliesst drei Warenhäuser in Delémont (Delsberg), Wohlen und Sargans. Die Schliessungen sollen voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2027 erfolgen und betreffen rund 100 Angestellte. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit notwendigen Investitionen in die Liegenschaften, die sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen würden.

Hintergrund und Kontext der Schliessungen
Manor ist eine der grössten Warenhausketten der Schweiz und blickt auf eine lange Tradition zurück. Das Unternehmen betreibt zahlreiche Filialen in der ganzen Schweiz und bietet ein breites Sortiment an Produkten an, von Mode über Lebensmittel bis hin zu Haushaltswaren. Die nun angekündigten Schliessungen von drei Warenhäusern sind ein Zeichen für den Wandel im Detailhandel, der durch den zunehmenden Online-Handel und veränderte Konsumgewohnheiten geprägt ist. Viele traditionelle Warenhäuser stehen unter Druck und müssen sich neu erfinden, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Aktuelle Entwicklung: Manor schliesst drei Warenhäuser
Am 17. März 2026 gab Manor bekannt, dass die Warenhäuser in Delémont, Wohlen und Sargans geschlossen werden sollen. Wie SRF berichtet, seien für die Liegenschaften in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erforderlich, um bauliche Vorgaben zu erfüllen und den Betrieb langfristig sicherzustellen. Diese Investitionen wären laut Manor wirtschaftlich nicht verhältnismässig. Von der Schliessung in Sargans ist nicht nur das Warenhaus betroffen, sondern auch der Lebensmittelsupermarkt und das Manora Restaurant. (Lesen Sie auch: Sporting – Bodø/glimt: gegen: Borges fordert "fast)
Manor hat angekündigt, die betroffenen Angestellten bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu unterstützen. Es soll eine Konsultationsphase mit den Angestelltenvertretungen geben. Ein Sozialplan kommt laut einem Manor-Sprecher nicht zur Anwendung. Manor habe aber in den umliegenden Warenhäusern einen Einstellungsstopp verhängt, sodass ein Teil der betroffenen Mitarbeiter über eine Weiterbeschäftigung in anderen Warenhäusern aufgefangen werden könnte.
Reaktionen und Einordnung
Die Ankündigung der Schliessungen hat in den betroffenen Regionen für Besorgnis gesorgt. Politiker und Wirtschaftsverbände äusserten sich betroffen über den Verlust von Arbeitsplätzen und die Auswirkungen auf die lokalen Wirtschaften. Die Schliessungen sind ein weiterer Rückschlag für den stationären Handel, der ohnehin schon mit grossen Herausforderungen zu kämpfen hat. Die betroffenen Gemeinden müssen nun nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für die frei werdenden Liegenschaften suchen.
Die Gewerkschaften kritisierten, dass kein Sozialplan zur Anwendung kommt. Sie fordern von Manor, dass die Angestellten angemessen entschädigt werden und Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen erhalten. Es wird erwartet, dass die Konsultationsphase mit den Angestelltenvertretungen intensiv geführt wird. (Lesen Sie auch: Scott Mctominay: Manchester United bereut Verkauf an…)
Manor schliesst drei Warenhäuser: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Schliessungen der drei Warenhäuser zeigen, dass sich der Detailhandel in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Der Online-Handel gewinnt immer mehr an Bedeutung, und die Konsumenten verändern ihr Einkaufsverhalten. Traditionelle Warenhäuser müssen sich an diese Veränderungen anpassen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Dies bedeutet, dass sie neue Konzepte entwickeln, ihre Online-Präsenz ausbauen und ihr Sortiment an die Bedürfnisse der Kunden anpassen müssen.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Rolle der Innenstädte. Warenhäuser sind oft wichtige Ankerpunkte in den Innenstädten und tragen zur Attraktivität bei. Wenn Warenhäuser schliessen, kann dies negative Auswirkungen auf die gesamte Innenstadt haben. Es ist daher wichtig, dass die betroffenen Gemeinden und Städte gemeinsam mit den Eigentümern der Liegenschaften nach neuen Nutzungsmöglichkeiten suchen, die die Innenstädte beleben und attraktiv halten. Denkbar sind beispielsweise Wohnungen, Büros, kulturelle Einrichtungen oder innovative Einzelhandelskonzepte.
Die Schweizer Regierung setzt sich für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz ein. Dazu gehört auch die Förderung des Detailhandels und die Unterstützung von Unternehmen bei der Anpassung an den digitalen Wandel. Es bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Regionen und Unternehmen die Herausforderungen meistern und neue Perspektiven entwickeln können. (Lesen Sie auch: Babyboomer Häuser Immobilien: -: Immobilienmarkt)
Ausblick
Die Schliessungen der Manor-Warenhäuser sind ein Warnsignal für den Schweizer Detailhandel. Es ist wichtig, dass die Unternehmen die Zeichen der Zeit erkennen und sich rechtzeitig an die veränderten Marktbedingungen anpassen. Nur so können sie langfristig erfolgreich sein und Arbeitsplätze sichern. Die betroffenen Angestellten und Gemeinden müssen unterstützt werden, um die negativen Auswirkungen der Schliessungen zu minimieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Eine Tabelle der betroffenen Filialen:
| Filiale | Kanton | Geplante Schliessung | Betroffene Mitarbeiter (ca.) |
|---|---|---|---|
| Delémont | Jura | 1. Quartal 2027 | 30 |
| Wohlen | Aargau | 1. Quartal 2027 | 35 |
| Sargans | St. Gallen | 1. Quartal 2027 | 35 |
Häufig gestellte Fragen zu manor schliesst drei warenhäuser
Warum schliesst Manor drei Warenhäuser in der Schweiz?
Manor begründet die Schliessungen mit notwendigen Investitionen in die Liegenschaften, die sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen würden. Die baulichen Vorgaben erfordern erhebliche Investitionen, um den Betrieb langfristig sicherzustellen. Das Unternehmen hat entschieden, diese Investitionen nicht zu tätigen. (Lesen Sie auch: Babyboomer Häuser Immobilien: -: Immobilienmarkt vor großem)
Welche Warenhäuser von Manor sind von den Schliessungen betroffen?
Von den Schliessungen betroffen sind die Manor-Warenhäuser in Delémont (Kanton Jura), Wohlen (Kanton Aargau) und Sargans (Kanton St. Gallen). Die Schliessungen sollen voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2027 erfolgen. In Sargans sind auch der Supermarkt und das Restaurant betroffen.
Wie viele Mitarbeiter sind von den Schliessungen bei Manor betroffen?
Insgesamt sind von den Schliessungen der drei Manor-Warenhäuser rund 100 Mitarbeiter betroffen. Manor hat angekündigt, die betroffenen Angestellten bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu unterstützen. Es soll auch geprüft werden, ob Mitarbeiter in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden können.
Gibt es einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter von Manor?
Laut einem Manor-Sprecher kommt kein Sozialplan zur Anwendung. Manor hat aber in den umliegenden Warenhäusern einen Einstellungsstopp verhängt, sodass ein Teil der betroffenen Mitarbeiter über eine Weiterbeschäftigung in anderen Warenhäusern aufgefangen werden könnte. Die Gewerkschaften fordern einen Sozialplan.
Welche Auswirkungen haben die Schliessungen auf die betroffenen Regionen?
Die Schliessungen der Manor-Warenhäuser sind ein Rückschlag für die betroffenen Regionen. Sie bedeuten den Verlust von Arbeitsplätzen und können negative Auswirkungen auf die lokalen Wirtschaften haben. Zudem verlieren die Innenstädte wichtige Ankerpunkte, was die Attraktivität der gesamten Innenstadt beeinträchtigen kann.
Wie reagiert Manor auf den Wandel im Detailhandel?
Manor befindet sich wie andere Warenhausketten in einem Transformationsprozess. Das Unternehmen versucht, sich an die veränderten Konsumgewohnheiten und den zunehmenden Online-Handel anzupassen. Dazu gehört die Entwicklung neuer Konzepte, der Ausbau der Online-Präsenz und die Anpassung des Sortiments.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
