Der geplante Buckelwal Transport von der Ostsee in die Nordsee verzögert sich. Ursprünglich für Dienstag geplant, wird der Transport des gestrandeten Wals nun später stattfinden. Das Tier soll in einem Stahlbecken überführt werden, um ihm den Weg in tiefere Gewässer zu ermöglichen.

Die wichtigsten Fakten
- Der Buckelwal strandete vor der Insel Poel in der Ostsee.
- Ein Transport in die Nordsee ist geplant, um dem Tier zu helfen.
- Der Transport soll in einem speziell angefertigten Stahlbecken erfolgen.
- Umweltminister Till Backhaus (SPD) besuchte den Wal persönlich.
Die Lage des gestrandeten Buckelwals
Der Buckelwal, ein junges Männchen, war vor der Ostseeinsel Poel gestrandet. Das Tier befand sich in flachem Wasser und war geschwächt. Versuche, den Wal zurück ins tiefe Wasser zu bewegen, waren zunächst gescheitert. Die Situation des Wals erregte große Aufmerksamkeit, und es wurde eine private Initiative gegründet, um dem Tier zu helfen. Der Stern berichtete über die Schwierigkeiten bei der Rettung des Wals.
Buckelwale sind in der Ostsee selten. Normalerweise leben sie in den Weltmeeren und kommen nur gelegentlich in die Ostsee. (Lesen Sie auch: Gestrandeter Buckelwal: Neuer Trubel für den Wal:…)
Der Plan: Transport in einem Stahlbecken
Um den Wal zu retten, wurde ein ungewöhnlicher Plan entwickelt: Der Buckelwal sollte in ein Stahlbecken gesperrt und dann mit einem Lastkahn in die Nordsee transportiert werden. Dort sollte er in seinem natürlichen Lebensraum freigelassen werden. Die Idee war, dem geschwächten Tier den langen Weg durch die Ostsee zu ersparen und ihm eine schnellere Rückkehr in die Nordsee zu ermöglichen. Der Transport mit der sogenannten Barge sollte ursprünglich am Dienstag stattfinden, verzögert sich nun aber.
Wie funktioniert der Transport konkret?
Der rund zwölf Meter lange Walbulle soll in eine Art stählernes Aquarium gesperrt und tagelang bis in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee oder sogar in den Atlantik transportiert werden. Vor Poel soll noch die Zufahrt vom Wal bis in die tiefere Fahrrinne verbreitert werden. «Wir sind da noch beim Arbeiten, beim Spülen, Saugen.», so Tauchunternehmer Fred Babbel.
Politisches Interesse und Unterstützung
Auch die Politik zeigte großes Interesse an dem Schicksal des Buckelwals. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) besuchte das Tier mehrfach und informierte sich über die Rettungsmaßnahmen. Laut Backhaus wurde das Tier von der Initiative weiterhin als transportfähig eingestuft. «Er wird von heute auf morgen jedenfalls nicht sterben.», so Backhaus. Das Go für das neue Vorhaben der Initiative war von Backhaus am Samstag verkündet worden. Das Konzept werde geduldet – die Verantwortung liege weiterhin bei der privaten Initiative. (Lesen Sie auch: Gestrandeter Buckelwal: Viel Wal-Drama in Deutschland -…)
Die Verantwortung für den Transport und das Wohlergehen des Wals liegt weiterhin bei der privaten Initiative.
Kritik und Bedenken
Trotz der Bemühungen gab es auch Kritik an dem geplanten Transport. Tierschützer äußerten Bedenken, dass der Stress des Transports dem Tier schaden könnte. Es wurde auch die Frage aufgeworfen, ob der Wal in der Nordsee überhaupt überleben könnte, da er möglicherweise nicht an die dortigen Bedingungen angepasst ist. Es ist wichtig, die potenziellen Risiken für das Tierwohl abzuwägen. Wie der NABU betont, sollte das Wohl des Tieres oberste Priorität haben.
Welche Risiken birgt der Transport für den Wal?
Der Transport in einem Stahlbecken über eine längere Strecke kann für den Wal stressig sein. Es besteht die Gefahr, dass das Tier während des Transports verletzt wird oder dass es durch den Stress geschwächt wird. Zudem ist unklar, ob der Wal nach dem Transport in der Nordsee überleben kann, da er möglicherweise nicht an die dortigen Bedingungen angepasst ist. Die Entscheidung für den Transport wurde nach sorgfältiger Abwägung der Risiken getroffen. (Lesen Sie auch: Buckelwal Rettung: Plan für Transport in die…)
Was bedeutet das für Bürger?
Der Fall des gestrandeten Buckelwals hat viele Menschen berührt und das Bewusstsein für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner geschärft. Er zeigt, wie wichtig es ist, sich für den Schutz von Walen und anderen Meerestieren einzusetzen. Der Fall verdeutlicht auch, dass der Schutz der Meere eine Aufgabe ist, die uns alle betrifft. Die private Initiative zeigt, was durch bürgerliches Engagement erreicht werden kann. Es ist wichtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv für den Schutz der Umwelt einsetzen.

Die nächsten Schritte
Das Team der Initiative arbeitet weiterhin an den Vorbereitungen für den Buckelwal Transport. Der genaue Zeitpunkt des Transports ist noch unklar. Es wird erwartet, dass der Wal in den kommenden Tagen in die Nordsee gebracht wird. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Wal in der Nordsee ein neues Zuhause finden wird. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa meldet, werden die Vorbereitungen mit großer Sorgfalt getroffen, um das Risiko für das Tier zu minimieren.
Die Bundesregierung setzt sich für den Schutz der Meere ein.
Der Fall des Buckelwals verdeutlicht die Notwendigkeit, sich für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner einzusetzen. Der geplante Buckelwal Transport ist ein ungewöhnliches, aber möglicherweise lebensrettendes Unterfangen für das gestrandete Tier.
(Lesen Sie auch: Buckelwal Poel: Gestrandeter: Backhaus: Go)



