Die Rettung des vor Wismar gestrandeten Buckelwals soll durch einen neuen, privat finanzierten Versuch erfolgen. Ziel ist es, das Tier mit Luftkissen anzuheben, auf Pontons zu lagern und in die Nordsee zu transportieren, um ihm dort die Rückkehr in den Atlantik zu ermöglichen. Die Aktion wird von einer privaten Initiative getragen und vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns unterstützt.

Auf einen Blick
- Privatinitiative plant Rettung des gestrandeten Buckelwals.
- Einsatz von Luftkissen und Pontons für den Transport.
- Ziel ist die Freilassung des Wals in der Nordsee/Atlantik.
- Bundespräsident Steinmeier informierte sich vor Ort über die Situation.
Buckelwal Rettung: Wie soll der Transport ablaufen?
Der Transport des Buckelwals soll durch das Unterbringen von Luftkissen unter dem Tier und das Wegspülen von Schlick erfolgen. Anschließend soll der Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und mit einem Schlepper in die Nordsee und schließlich in den Atlantik gezogen werden, wo er freigelassen werden soll. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns begleitet die Aktion.
Überraschende Wende in der Entscheidung zur Buckelwal Rettung
Nachdem Experten zunächst davon abrieten, den geschwächten Buckelwal zu retten und ihn stattdessen in Würde sterben lassen wollten, kam es zu einer überraschenden Wende. Eine private Initiative unter der Leitung des Mediamarkt-Gründers Walter Gunz und der Unternehmerin Karin Walter-Mommert präsentierte ein Konzept zur Rettung des Tieres, das vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns unterstützt wird. Diese Initiative trägt nun die Verantwortung für die Umsetzung der Rettungsaktion.
Die Entscheidung zur Rettung des Wals fiel nach öffentlichem Druck und der Zusage privater Unterstützung. Zuvor hatten Experten die Erfolgsaussichten als gering eingeschätzt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Spektakuläre Rettung in die Nordsee…)
Wer sind die Initiatoren der Rettungsaktion?
Hinter der Rettungsaktion stehen der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert. Gunz betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass ohne den Rettungsversuch der Wal in jedem Fall sterben werde. Walter-Mommert ist aus dem Pferdesport bekannt. Beide bringen unternehmerisches Know-how und finanzielle Mittel in die Aktion ein. Die Initiative arbeitet eng mit dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns zusammen.
Bundespräsident Steinmeier informierte sich in Stralsund
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte Stralsund, um sich mit Experten über die Situation des gestrandeten Buckelwals auszutauschen. Der Besuch fand im Rahmen der Reihe «Ortszeit Deutschland» statt, mit der Steinmeier Eindrücke abseits der Metropolen sammeln möchte. Steinmeier führte seine Amtsgeschäfte drei Tage lang von Stralsund aus. Der Austausch mit den Experten diente dazu, sich ein umfassendes Bild von der Lage und den geplanten Maßnahmen zu machen.
Der Besuch des Bundespräsidenten unterstreicht die nationale Bedeutung des Falls und die Anteilnahme der Bevölkerung am Schicksal des Wals.
Was bedeutet das für Bürger?
Die Rettungsaktion des Buckelwals hat vor allem symbolische Bedeutung für den Naturschutz und das Engagement von Privatpersonen. Sie zeigt, dass auch scheinbar aussichtslose Situationen durch Initiative und Zusammenarbeit positiv beeinflusst werden können. Für die Bürger in der Region bedeutet dies auch eine erhöhte Aufmerksamkeit für den Zustand der Ostsee und die Notwendigkeit, den Lebensraum der Meerestiere zu schützen. Die Aktion kann als Anstoß für weitere Naturschutzprojekte dienen. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Steinmeier Informiert sich über Rettung)
Politische Perspektiven zur Rettungsaktion
Die Rettungsaktion wird von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns unter Umweltminister Till Backhaus (SPD) unterstützt. Backhaus betonte die Notwendigkeit, alles zu versuchen, um dem Tier zu helfen. Kritische Stimmen aus der Opposition könnten die hohen Kosten und die geringen Erfolgsaussichten der Aktion bemängeln und alternative Strategien fordern. Einige Naturschutzorganisationen könnten die Aktion begrüßen, aber gleichzeitig auf die Notwendigkeit hinweisen, die Ursachen für die Strandung von Walen zu bekämpfen, wie beispielsweise die Verschmutzung der Meere und die Auswirkungen des Schiffsverkehrs. Die NABU setzt sich beispielsweise für einen besseren Schutz der Meeresumwelt ein.
Zeitlicher Ablauf der geplanten Rettungsaktion
Die Rettungsaktion soll kurzfristig beginnen. Geplant ist, dass der Transport des Wals aus der Region am Freitag beginnen könnte, so Umweltminister Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons, auf denen der Wal gelagert wird, bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen. Der genaue Zeitplan hängt von den Wetterbedingungen und dem Zustand des Wals ab. Die Vorbereitungen für den Transport, wie das Anbringen der Luftkissen und das Wegspülen des Schlicks, sollen unmittelbar aufgenommen werden.
Der WWF setzt sich für den Schutz der Wale und ihrer Lebensräume ein. Die Organisation weist darauf hin, dass Wale durch menschliche Aktivitäten wie Schiffsverkehr, Fischerei und Verschmutzung bedroht sind.
| Fakt | Details |
|---|---|
| Ort der Strandung | Vor der Insel Poel bei Wismar |
| Wassertiefe | Etwa 1,50 Meter |
| Initiatoren der Rettung | Walter Gunz und Karin Walter-Mommert |
| Transportziel | Nordsee und Atlantik |
Wie Stern berichtet, soll die Rettungsaktion unter strenger Beobachtung von Experten stattfinden.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde zunächst von einer Rettung des Buckelwals abgeraten?
Experten rieten zunächst von einer Rettung ab, da der Wal bereits geschwächt und krank war. Sie befürchteten, dass der Stress einer Rettungsaktion den Zustand des Tieres weiter verschlechtern und letztendlich zum Tod führen könnte.
Welche Risiken birgt die geplante Rettungsaktion für den Buckelwal?
Die Rettungsaktion birgt Risiken durch den Stress des Anhebens, des Transports und der veränderten Umgebung. Es besteht die Gefahr von Verletzungen oder einer weiteren Schwächung des Tieres, was seine Überlebenschancen verringern könnte.
Wer trägt die Kosten für die aufwendige Buckelwal Rettung?
Die Kosten für die Rettungsaktion werden von der privaten Initiative unter der Leitung von Walter Gunz und Karin Walter-Mommert getragen. Die genaue Höhe der Kosten ist nicht bekannt, dürfte aber erheblich sein.
Was passiert, wenn die Rettungsaktion des Buckelwals scheitert?
Sollte die Rettungsaktion scheitern, würde der Wal wahrscheinlich an den Folgen seiner Schwächung und Krankheit sterben. In diesem Fall würde versucht, dem Tier einen möglichst schmerzlosen Tod zu ermöglichen. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für den Schutz von Wildtieren ein. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Rettung Gescheitert – Was Nun…)
Welche Rolle spielt das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern bei der Rettung?
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Rettungsaktion logistisch und fachlich. Es trägt jedoch nicht die finanzielle Verantwortung, sondern stellt sicher, dass die Aktion unter Berücksichtigung des Tierschutzes und der Umweltauflagen durchgeführt wird.
Die geplante Rettungsaktion des Buckelwals vor Wismar ist ein ambitioniertes Vorhaben, das von privater Initiative und staatlicher Unterstützung getragen wird. Ob die Rettung gelingt, bleibt abzuwarten. Der Fall verdeutlicht aber die Verantwortung des Menschen für den Schutz der Meeresumwelt und die Notwendigkeit, die Ursachen für die Strandung von Walen zu bekämpfen.




