Der tragische hauseinsturz görlitz festnahmen am 18. Mai forderte drei Menschenleben. Nun wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, denen vorgeworfen wird, Rohrleitungen in dem Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße 21 manipuliert zu haben, was zum Einsturz geführt haben könnte. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.

Einsatz-Übersicht
- Datum/Uhrzeit: 18. Mai (Einsturz), Sonntagabend (Festnahmen)
- Ort: Görlitz, James-von-Moltke-Straße 21
- Art des Einsatzes: Hauseinsturz mit Todesfolge, Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion
- Beteiligte Kräfte: Polizei, Staatsanwaltschaft
- Verletzte/Tote: 3 Tote
- Sachschaden: Mehrfamilienhaus komplett zerstört
- Ermittlungsstand: Zwei Festnahmen, Verdacht auf Manipulation von Rohrleitungen, Zeugenaufruf aktiv
- Zeugenaufruf: Ja, mit Belohnung von 5.000 Euro
Ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße 21 in Görlitz stürzt ein, drei Menschen kommen ums Leben.
Zwei Männer sind im Bereich des späteren Unglücksortes unterwegs, offenbar auf der Suche nach Diebesgut.
Das Wohngebäude kollabiert, was zu einem großen Trümmerfeld führt und Rettungsmaßnahmen erschwert. (Lesen Sie auch: Rohrleitungen manipuliert?: Zwei Festnahmen nach Hauseinsturz mit…)
Polizei und Staatsanwaltschaft geben die Festnahme von zwei mutmaßlichen Buntmetalldieben bekannt.
Die Ermittlungen dauern an und gestalten sich aufgrund des Trümmerfeldes schwierig. Die Polizei sucht weiterhin aktiv nach Zeugen.
Was ist bisher bekannt zum Hauseinsturz in Görlitz?
Der verheerende Hauseinsturz am 18. Mai in Görlitz, bei dem drei Menschen ihr Leben verloren, hat nun eine entscheidende Wendung genommen. Zwei Männer, ein 27-jähriger polnischer und ein 33-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, wurden festgenommen und stehen unter dem dringenden Verdacht, die Katastrophe mitverursacht zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, Rohrleitungen im Gebäude beschädigt oder manipuliert zu haben, um Buntmetalle zu entwenden. Die Ermittlungsbehörden prüfen, ob diese Handlungen den Einsturz des Mehrfamilienhauses auslösten.
Laut Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Görlitzer Polizei, waren die beiden Tatverdächtigen bereits wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft, als der Verdacht im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz aufkam. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung sind komplex und noch nicht abgeschlossen. Erste Berichte über die Festnahmen wurden durch die MDR-Sendung „Kripo live“ veröffentlicht, auf die sich auch Stern bezog. (Lesen Sie auch: Annaberg Sprengsatz Explodiert vor Wohnhaus: Polizei Ermittelt)
Die Ermittlungen: Verdacht auf Buntmetalldiebstahl und Rohrleitungsmanipulation
Die Polizei und Staatsanwaltschaft Görlitz gehen davon aus, dass die beiden Festgenommenen am Nachmittag des 18. Mai im Umfeld der James-von-Moltke-Straße 21 unterwegs waren, um «stehlenswertes Gut» zu finden. Ihr Fokus lag dabei auf Fahrrädern, Schrott und insbesondere Buntmetallen. Im Zuge ihrer Suche sollen sie diverse Haustüren geprüft und sich schließlich Zutritt zu dem später eingestürzten Gebäude verschafft haben.
Die Bergung und Untersuchung eines eingestürzten Gebäudes ist äußerst komplex. Das Trümmerfeld muss zunächst gesichert und geräumt werden, bevor die eigentliche Spurensuche in tiefer liegenden Bereichen, wie den Kellerräumen, beginnen kann. Dies erschwert und verzögert die Ermittlungen erheblich, da wichtige Beweismittel unter den Trümmern liegen könnten.
Was genau nach dem Betreten des Hauses geschah, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Es wird vermutet, dass die Beschädigung oder Manipulation von Rohrleitungen im Keller oder anderen Bereichen des Gebäudes eine entscheidende Rolle für dessen Stabilität gespielt haben könnte. Die Tatsache, dass die Begehung der Kellerräume aufgrund des Einsturzes noch nicht möglich ist, macht die Beweissicherung besonders herausfordernd für die Ermittler der Polizeidirektion Görlitz.

Hintergrund: Die Gefahr von Buntmetalldiebstahl für die Bausubstanz
Der Diebstahl von Buntmetallen, wie Kupferleitungen oder Messingarmaturen, ist ein wiederkehrendes Problem, insbesondere in leerstehenden oder ungesicherten Gebäuden. Auch wenn es sich meist um Sachschäden handelt, zeigt der Fall in Görlitz auf drastische Weise das potenzielle Risiko für die Bausubstanz und die Sicherheit von Menschen. Das Entfernen tragender oder stabilisierender Elemente, wie etwa Wasser- oder Gasleitungen, kann die Statik eines Gebäudes ernsthaft beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu einem Einsturz führen. Solche Handlungen werden daher nicht nur als einfacher Diebstahl, sondern bei entsprechenden Folgen auch als schwere Straftaten wie das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion oder fahrlässige Tötung gewertet. (Lesen Sie auch: Rote Kobolde: Seltene Blitze über Tibet Erstmals…)
Zeugenaufruf und die Suche nach Hinweisen
Die Ermittler sind dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um den genauen Tathergang am 18. Mai rekonstruieren zu können. Die James-von-Moltke-Straße ist eine stark frequentierte Achse, die das Görlitzer Stadtzentrum mit den südlichen Stadtteilen verbindet. Es wird davon ausgegangen, dass viele Menschen, darunter auch Touristen, an diesem Tag die Straße passiert haben.
Die Polizei hat eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Aufklärung der Geschehnisse und zur Überführung der Täter führen. Zeugen, die die beiden Tatverdächtigen am 18. Mai im Umfeld der James-von-Moltke-Straße 21 gesehen haben oder andere relevante Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Konkrete Kontaktinformationen wurden in der Ursprungsmeldung nicht genannt, weshalb auf die allgemeinen Kontaktwege der Polizei Görlitz verwiesen wird.
Häufig gestellte Fragen
Wer sind die festgenommenen Personen im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz in Görlitz?
Es handelt sich um einen 27-jährigen polnischen und einen 33-jährigen afghanischen Staatsangehörigen. Beide waren bereits vor dieser Tat in anderer Sache in Untersuchungshaft und wurden nun im Kontext des Hauseinsturzes erneut in Gewahrsam genommen.
Warum ist die Aufklärung des Hauseinsturzes so schwierig?
Der Einsturz hat ein großes Trümmerfeld hinterlassen, das aufwendig gesichert und geräumt werden muss. Dies erschwert den Zugang zu den Kellerräumen und anderen Bereichen, die für die Spurensicherung und die Rekonstruktion des Tathergangs entscheidend sind. (Lesen Sie auch: Kooperation Studie: Menschen Sind Kooperativer als Gedacht)