Nach dem tragischen Hauseinsturz in Görlitz, bei dem Mitte Mai drei Menschen ums Leben kamen, wurden zwei Männer festgenommen. Sie stehen im Verdacht, die Rohrleitungen des Gebäudes manipuliert zu haben, was zum Einsturz führte. Gegen sie wird wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung ermittelt. Hauseinsturz Görlitz Festnahmen steht dabei im Mittelpunkt.

Das ist passiert
- Mitte Mai stürzte ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße 21 in Görlitz ein, drei Menschen starben.
- Zwei mutmaßliche Buntmetalldiebe wurden festgenommen und stehen unter dringendem Tatverdacht.
- Ihnen wird vorgeworfen, Rohrleitungen im Gebäude beschädigt oder manipuliert zu haben.
- Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht der fahrlässigen Tötung und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.
| Feld | Details |
|---|---|
| Datum/Uhrzeit des Einsturzes | 18. Mai, später Nachmittag |
| Datum der Festnahmen | Anfang Juni (Sonntagabend der Meldung) |
| Ort | James-von-Moltke-Straße 21, Görlitz |
| Art des Einsatzes/Verdachts | Hauseinsturz, Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung, Buntmetalldiebstahl |
| Beteiligte Kräfte | Polizei Görlitz, Staatsanwaltschaft Görlitz |
| Verletzte/Tote | 3 Tote |
| Sachschaden | Mehrfamilienhaus komplett zerstört (hoher Sachschaden) |
| Ermittlungsstand | Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft, Ermittlungen dauern an, Zeugenaufruf |
| Zeugenaufruf | Ja, Belohnung 5.000 Euro |
Zwei Männer sind auf der Suche nach «stehlenswertem Gut» im Bereich der James-von-Moltke-Straße unterwegs. Sie prüfen Haustüren auf Zugang und verschaffen sich Zutritt zum späteren Unglückshaus.
Das Gebäude in der James-von-Moltke-Straße 21 stürzt ein. Drei Bewohner kommen dabei ums Leben. (Lesen Sie auch: Rohrleitungen manipuliert?: Zwei Festnahmen nach Hauseinsturz mit…)
Umfangreiche Bergungs- und Ermittlungsarbeiten beginnen am Trümmerfeld. Die Begehung der Kellerräume ist aufgrund der Zerstörung zunächst nicht möglich.
Zwei Männer werden festgenommen. Es handelt sich um einen 27-jährigen polnischen und einen 33-jährigen afghanischen Staatsangehörigen. Sie sitzen bereits wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft.
Was ist bisher bekannt?
Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die beiden festgenommenen Tatverdächtigen am Nachmittag des 18. Mai das Umfeld des Hauses in der James-von-Moltke-Straße 21 in Görlitz nach Diebesgut absuchten. Ihr Fokus lag auf Fahrrädern, Schrott und insbesondere Buntmetallen. Dabei gelangten sie auch in das später eingestürzte Mehrfamilienhaus und sollen dort Rohrleitungen beschädigt oder manipuliert haben. Die genauen Geschehnisse nach dem Betreten des Hauses sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen, die durch das Trümmerfeld erschwert werden. Die Männer, ein 27-jähriger Pole und ein 33-jähriger Afghane, befinden sich bereits in Untersuchungshaft, wie Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Görlitzer Polizei, in der MDR-Sendung „Kripo live“ bestätigte. (Lesen Sie auch: Annaberg Sprengsatz Explodiert vor Wohnhaus: Polizei Ermittelt)
Der Diebstahl von Buntmetallen wie Kupfer oder Messing ist in Deutschland ein wiederkehrendes Problem, das oft auf Infrastruktur wie Bahnstrecken, Baustellen oder eben leerstehende Gebäude abzielt. Die Täter versuchen, die Metalle als Schrott zu verkaufen, und verursachen dabei nicht selten erhebliche Schäden oder Gefahren.
Hintergrund der Ermittlungen: Buntmetalldiebstahl als Motiv?
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht, dass die beiden Männer in der James-von-Moltke-Straße auf der Suche nach verwertbaren Materialien wie Buntmetallen waren und dabei die Rohrleitungen des Gebäudes beschädigten. Diese Beschädigungen könnten ursächlich für den späteren Hauseinsturz in Görlitz gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Görlitz ermittelt in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung. Dieser rechtliche Rahmen deutet auf die Schwere der Vorwürfe hin, die sich aus den mutmaßlichen Handlungen der Verdächtigen ergeben.
Die beiden Männer, die nach einer Meldung von Stern festgenommen wurden, waren bereits „in anderer Sache“ in Untersuchungshaft, was auf eine bekannte kriminelle Vergangenheit hindeuten könnte. Die Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten eng zusammen, um die genauen Abläufe vor dem Einsturz und die Rolle der Beschuldigten lückenlos aufzuklären. Der Zugang zu den Kellerräumen, die möglicherweise wichtige Spuren enthalten, ist aufgrund der Zerstörung noch immer erschwert. (Lesen Sie auch: Rote Kobolde: Seltene Blitze über Tibet Erstmals…)

Zeugenaufruf und Belohnung: Wer hat die Verdächtigen gesehen?
Die Görlitzer Polizei hat einen dringenden Zeugenaufruf gestartet und eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Gesucht werden Personen, die die beiden Tatverdächtigen am 18. Mai im Umfeld der James-von-Moltke-Straße in Görlitz beobachtet haben. Die Straße ist bekannt für ihr hohes Verkehrsaufkommen und wird von vielen Fußgängern genutzt, da sie das Stadtzentrum mit südlichen Stadtteilen verbindet. Auch Touristen könnten wichtige Beobachtungen gemacht haben. Jeder Hinweis, auch wenn er auf den ersten Blick unwichtig erscheint, kann für die Aufklärung des tragischen Unglücks von Bedeutung sein. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen oder direkt die Polizei Sachsen.
Häufig gestellte Fragen
Was geschah bei dem Hauseinsturz in Görlitz?
Am 18. Mai stürzte ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße 21 in Görlitz ein, wobei drei Menschen ums Leben kamen. Die genaue Ursache wird noch ermittelt, jedoch besteht der Verdacht, dass Diebe Rohrleitungen manipuliert haben.
Wer wurde im Zusammenhang mit dem Unglück festgenommen?
Zwei Männer, ein 27-jähriger polnischer und ein 33-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, wurden festgenommen. Sie waren bereits wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft und stehen nun im Verdacht, den Einsturz verursacht zu haben. (Lesen Sie auch: Kooperation Studie: Menschen Sind Kooperativer als Gedacht)