Amazon will mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Globalstar den Ausbau seines eigenen Satelliten-Internetdienstes beschleunigen. Der Online-Handelsriese bietet den Globalstar-Anteilseignern 90 Dollar pro Aktie und will so mit dem Satellitennetzwerk Leo mit Starlink von Elon Musks SpaceX konkurrieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Amazon plant den Kauf von Globalstar, um sein Satelliten-Internetprojekt Leo voranzutreiben.
- Das Angebot beträgt 90 Dollar pro Aktie für Globalstar-Anteilseigner.
- Leo soll eine Konkurrenz zu Starlink von Elon Musks SpaceX darstellen.
- Die Satelliten von Globalstar sollen Satellitenkommunikation direkt auf Nutzergeräte ermöglichen.
| PRODUKT: | Satelliten-Internetdienst Leo (Project Kuiper), Amazon |
| HERSTELLER: | Amazon |
| PREIS: | Noch nicht verfügbar |
| VERFÜGBARKEIT: | In Entwicklung |
| PLATTFORM: | Satellitennetzwerk |
| BESONDERHEITEN: | Direkte Satellitenkommunikation auf Nutzergeräte ohne zusätzliche Empfänger geplant. |
Was steckt hinter Amazons Interesse an Globalstar?
Amazon plant, mit dem Erwerb von Globalstar sein Projekt Leo, einen Satelliten-Internetdienst, zu beschleunigen. Durch die Nutzung der Globalstar-Satelliten und deren Frequenzen will Amazon in der Lage sein, Satellitenkommunikation direkt auf Endgeräte der Nutzer zu bringen, ohne dass diese zusätzliche Empfangsgeräte benötigen. Dieser Schritt ist ein direkter Angriff auf den Markt, den bisher vor allem Starlink von Elon Musk dominiert.
Der Wettlauf im All: Amazon gegen Starlink
Der Markt für satellitenbasiertes Internet ist hart umkämpft. Elon Musks Starlink hat bereits Tausende von Satelliten im Orbit und bietet seine Dienste unter anderem Fluggesellschaften an, um Passagieren schnelles Internet zu ermöglichen. Amazons Leo-Satellitennetzwerk, auch bekannt als Project Kuiper, befindet sich noch im Aufbau. Der Kauf von Globalstar würde Amazon einen erheblichen Vorsprung verschaffen, da das Unternehmen sofort auf eine bestehende Infrastruktur und Frequenzen zugreifen könnte. Wie Stern berichtet, bietet Amazon den Globalstar-Anteilseignern 90 Dollar pro Aktie oder 0,32 eigene Papiere im Wert von bis zu 90 Dollar. (Lesen Sie auch: Wettlauf im All: Amazon will Satellitenfirma Globalstar…)
Satelliten-Internet funktioniert, indem Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) Signale an Bodenstationen und Endgeräte senden. Diese Technologie ermöglicht Internetzugang auch in entlegenen Gebieten, in denen herkömmliche Breitbandverbindungen nicht verfügbar sind.
Wie funktioniert Satelliten-Internet in der Praxis?
Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer abgelegenen Hütte in den Bergen ohne Mobilfunkempfang. Mit einem Satelliten-Internetdienst wie Leo oder Starlink benötigen Sie lediglich eine kleine Antenne, die auf den Himmel ausgerichtet ist. Diese Antenne empfängt Signale von den Satelliten, die um die Erde kreisen, und wandelt diese in eine Internetverbindung um. Die Daten werden dann über ein Modem an Ihre Geräte weitergeleitet. So können Sie auch mitten in der Wildnis E-Mails abrufen, Videos streamen oder Videokonferenzen abhalten. Die heise.de Redaktion bietet einen guten Überblick über die technischen Aspekte von Satelliteninternet.
Welche Vorteile bietet die direkte Satellitenkommunikation?
Die direkte Satellitenkommunikation, die Amazon mit Globalstar anstrebt, würde den Bedarf an speziellen Empfangsgeräten reduzieren. Zukünftig könnten Smartphones, Tablets oder Laptops direkt mit den Satelliten kommunizieren, was die Nutzung von Satelliten-Internet deutlich vereinfachen würde. Dies könnte insbesondere für Notfallsituationen oder in Gebieten mit schlechter Infrastruktur von großem Vorteil sein. (Lesen Sie auch: The Rookie Staffel 9 kommt! und es…)
Vorteile und Nachteile
Der Einstieg von Amazon in den Satelliten-Internetmarkt bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Einerseits könnte der Wettbewerb mit Starlink zu niedrigeren Preisen und besseren Dienstleistungen für die Verbraucher führen. Andererseits sind die hohen Investitionskosten und die technischen Herausforderungen beim Aufbau eines globalen Satellitennetzwerks nicht zu unterschätzen.
Die Übernahme von Globalstar durch Amazon könnte ein Geschäft im Wert von über elf Milliarden Dollar bedeuten. Das Angebot von 90 Dollar pro Aktie stellt einen Aufschlag von mehr als 23 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag dar.
Amazon Globalstar: Die Konkurrenz schläft nicht
Neben Starlink gibt es weitere Akteure im Satelliten-Internetmarkt, wie OneWeb und Telesat. Diese Unternehmen verfolgen ähnliche Ziele, nämlich die Bereitstellung von Breitband-Internet über Satelliten. Der Wettbewerb in diesem Bereich ist intensiv, und es bleibt abzuwarten, wer sich letztendlich durchsetzen wird. Die International Telecommunication Union (ITU) veröffentlicht regelmäßig Statistiken und Berichte zur globalen Konnektivität. (Lesen Sie auch: Outdoor Lautsprecher im Test: Welcher Sound Passt…)

So geht es weiter
Die Übernahme von Globalstar durch Amazon steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Globalstar-Aktionäre. Wenn der Deal zustande kommt, wird Amazon einen bedeutenden Schritt in Richtung des Aufbaus seines Satelliten-Internetdienstes Leo machen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich der Markt weiterentwickelt und welche Technologien sich letztendlich durchsetzen werden.
Fazit
Der Einstieg von Amazon in den Satelliten-Internetmarkt mit dem geplanten Kauf von Globalstar zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, große Summen zu investieren, um in diesem zukunftsträchtigen Bereich Fuß zu fassen. Der Wettbewerb mit Starlink und anderen Anbietern wird die Entwicklung von Satelliten-Internet vorantreiben und möglicherweise zu besseren und günstigeren Dienstleistungen für die Verbraucher führen. Die technologischen Fortschritte in diesem Bereich versprechen eine Zukunft, in der Breitband-Internet überall verfügbar ist, unabhängig von der geografischen Lage.




