Der ORF hat seinen jährlichen Transparenzbericht veröffentlicht, der die Gehälter der top verdiener orf im Jahr 2025 offenlegt. Der Bericht, der gemäß ORF-Gesetz vorgeschrieben ist, listet alle Mitarbeiter auf, die inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Insgesamt umfasst die Liste für 2025 65 Personen, einschließlich der Tochterunternehmen des ORF. Das sind zehn Personen weniger als im Vorjahr. Laut dem Vorwort des Berichts sind vor allem altersbedingte Abgänge und Altersteilzeit für diesen Rückgang verantwortlich.

Hintergrund: Warum der ORF Gehälter veröffentlicht
Als einziges öffentliches Unternehmen in Österreich ist der ORF gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter seiner Besserverdienenden offenzulegen. Diese Transparenz soll sicherstellen, dass die Verwendung von Steuergeldern nachvollziehbar ist. Kritiker bemängeln jedoch immer wieder die Höhe der Gehälter, insbesondere im Vergleich zu den Einkommen der Durchschnittsbevölkerung. Der ORF selbst betont, dass er sich seiner Verantwortung bewusst ist und seit Jahren einen Sparkurs fährt. Informationen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich bietet die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR).
Aktuelle Entwicklung: Die Top-Verdiener im Detail
Laut dem Transparenzbericht 2025 war Michael Strobl, der Technikdirektor des ORF, der top verdiener orf. Er bezog ein Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro. Strobl, der Ende 2026 in den Ruhestand geht, war unter anderem für die Sanierung des ORF-Zentrums verantwortlich. Auf Platz zwei folgt der mittlerweile zurückgetretene ORF-Chef Roland Weißmann mit 427.500 Euro, gefolgt von ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm mit 349.000 Euro. Dies berichtet unter anderem die Oberösterreichische Nachrichten. (Lesen Sie auch: Krankenkassen Mitversicherung Ehepartner: Müssen bald)
Unter den Top-Verdienern finden sich auch ehemalige Führungskräfte wie der ausgeschiedene Sportchef Hannes Aigelsreiter (ca. 340.000 Euro) und die beiden ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber (ca. 312.000 Euro) und Kathrin Zierhut-Kunz (ca. 285.000 Euro). Eva Schindlauer ist als erste ORF-Direktorin auf der Liste zu finden (ca. 280.000 Euro). Die Direktorinnen und Direktoren Ingrid Thurnher, Stefanie Groiss-Horowitz und Harald Kräuter verdienten jeweils rund 270.000 Euro. Thurnher hat inzwischen interimistisch die Leitung des ORF übernommen.
Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen
Der Bericht zeigt auch deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen auf. So verdienten vier Männer über 300.000 Euro, aber keine Frau. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer vertreten. Dies spiegelt ein allgemeines Problem in der österreichischen Wirtschaft wider, wo Frauen in Führungspositionen und in höheren Gehaltsklassen unterrepräsentiert sind.
Reaktionen und Einordnung
Die Veröffentlichung des Transparenzberichts hat erneut eine Diskussion über die Gehälter im ORF ausgelöst. Während einige die hohen Gehälter kritisieren, argumentieren andere, dass sie notwendig seien, um qualifizierte Führungskräfte zu gewinnen und zu halten. Der ORF selbst betont, dass er seit 2007 fast 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut hat und auch die Nebeneinkünfte der Mitarbeiter gesunken sind. Laut ORF ist die Anzahl jener Personen, die im ORF-Konzern ein zusätzliches Einkommen aus Nebenbeschäftigungen hatten, von 987 im Jahr 2024 auf 739 im Vorjahr gesunken. Der ORF führt das auf strengere Compliance-Vorschriften zurück. (Lesen Sie auch: Lotto24: Neukunden sparen über 80% bei Lotto…)
Top verdiener orf: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Debatte um die Gehälter im ORF wird voraussichtlich weitergehen.Die Politik wird sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzen müssen, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Finanzierung des ORF. Der Sparkurs des ORF soll laut eigenen Angaben auch in Zukunft fortgesetzt werden.
Gehaltsentwicklung im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Top-Verdiener im ORF im Vergleich zum Vorjahr:
| Jahr | Anzahl der Top-Verdiener (über 170.000 Euro) |
|---|---|
| 2024 | 75 |
| 2025 | 65 |
Diese Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der Anzahl der Top-Verdiener im ORF. (Lesen Sie auch: "Die Höhle der Löwen": Geplatzter Deal um…)

Weitere Informationen und Hintergründe
Detaillierte Informationen zum Thema bietet der ORF selbst auf seiner Webseite. Dort finden Sie auch den vollständigen Transparenzbericht zum Download. Die Wikipedia-Seite zum ORF bietet einen guten Überblick über die Geschichte und Struktur des Senders.
Häufig gestellte Fragen zu top verdiener orf
Wer war im Jahr 2025 der Top-Verdiener im ORF?
Im Jahr 2025 war Michael Strobl, der Technikdirektor des ORF, der Top-Verdiener. Er erhielt ein Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro. Strobl verantwortete unter anderem die Sanierung des ORF-Zentrums und wird Ende 2026 in den Ruhestand gehen.
Wie viele Mitarbeiter des ORF verdienen mehr als 170.000 Euro im Jahr?
Laut dem Transparenzbericht des ORF für das Jahr 2025 verdienten 65 Mitarbeiter des ORF inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto im Jahr. Diese Zahl beinhaltet auch die Mitarbeiter der Tochterunternehmen des ORF. (Lesen Sie auch: Susen Tiedtke: Ex-Weitspringerin spricht über den Tod…)
Warum veröffentlicht der ORF die Gehälter seiner Top-Verdiener?
Der ORF ist als einziges öffentliches Unternehmen in Österreich gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter seiner Top-Verdiener zu veröffentlichen. Dies soll für Transparenz sorgen und die Verwendung von Steuergeldern nachvollziehbar machen.
Wie hat sich die Anzahl der Top-Verdiener im ORF im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?
Im Jahr 2025 gab es 65 Top-Verdiener im ORF (über 170.000 Euro). Im Jahr 2024 waren es noch 75. Das bedeutet, dass die Anzahl der Top-Verdiener im ORF im Vergleich zum Vorjahr um zehn Personen gesunken ist.
Welche Gründe werden für den Rückgang der Top-Verdiener im ORF genannt?
Laut dem Vorwort des Transparenzberichts des ORF sind vor allem altersbedingte Abgänge und die Inanspruchnahme von Altersteilzeit für den Rückgang der Anzahl der Top-Verdiener verantwortlich. Zudem sollen strengere Compliance-Vorschriften zu einem Rückgang der Nebeneinkünfte geführt haben.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
