Bei einem verheerenden Brand in einem Hochhaus in Berlin-Lichtenberg ist ein Kind ums Leben gekommen. Mehrere Personen wurden schwer verletzt und zahlreiche Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Der Brand, der in einer sogenannten Messie-Wohnung ausbrach, forderte einen Großeinsatz der Feuerwehr.

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Einsatz-Übersicht
- Datum/Uhrzeit: Mittwochabend
- Ort: Dolgenseestraße, Berlin-Lichtenberg
- Art des Einsatzes: Hochhausbrand
- Beteiligte Kräfte: 170 Feuerwehrleute, Notärzte, Polizei
- Verletzte/Tote: 1 Kind tot, mehrere Schwerverletzte
- Sachschaden: 20 Wohnungen unbewohnbar
- Ermittlungsstand: Ursache wird ermittelt
- Zeugenaufruf: Ja, Telefonnummer folgt
Chronologie des hochhausbrand berlin
Was ist bisher bekannt zum hochhausbrand berlin?
Ein Brand in einer Hochhauswohnung in der Dolgenseestraße in Berlin-Lichtenberg forderte das Leben eines Kindes. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und rettete zahlreiche Bewohner aus dem verrauchten Gebäude. Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, war stark mit Gegenständen zugestellt, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Der Einsatz der Feuerwehr im Detail
Die Berliner Feuerwehr rückte am Mittwochabend mit einem Großaufgebot von 170 Einsatzkräften zu einem Hochhausbrand in der Dolgenseestraße im Bezirk Lichtenberg aus. Wie Stern berichtet, wurden die Einsatzkräfte gegen Abend alarmiert, als Anwohner dichten Rauch und Flammen aus einer Wohnung im dritten Stock des 20-geschossigen Gebäudes meldeten. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Wohnung bereits in Vollbrand, und dichter Rauch hatte sich im gesamten Treppenhaus ausgebreitet.
Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrleute in das Gebäude ein, um die Bewohner zu retten und den Brand zu bekämpfen. Dabei fanden sie im Flur der dritten Etage, in unmittelbarer Nähe der Brandwohnung, ein bewusstloses Kind, eine bewusstlose Frau und ein weiteres bewusstloses Kind. Alle drei wurden umgehend ins Freie gebracht und von Notärzten reanimiert. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte verstarb eines der Kinder später im Krankenhaus.
Die Feuerwehrleute evakuierten insgesamt 70 Bewohner aus dem Hochhaus. Einige Bewohner hatten sich an den Fenstern bemerkbar gemacht und wurden über Drehleitern gerettet. Andere konnten über das Treppenhaus ins Freie geführt werden. Acht Personen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin: Kind Tot, Schwerverletzte nach Feuer)
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Derzeit wird in alle Richtungen ermittelt. Ein technischer Defekt, fahrlässige Brandstiftung oder vorsätzliche Brandstiftung können nicht ausgeschlossen werden.
Die erschwerten Bedingungen durch die Messie-Wohnung
Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei der Brandwohnung um eine sogenannte Messie-Wohnung. Das bedeutet, dass die Wohnung mit einer großen Menge an Gegenständen vollgestellt war, was die Brandbekämpfung erheblich erschwerte. Die Feuerwehrleute hatten Mühe, sich in der Wohnung zu bewegen und den Brandherd zu erreichen. Zudem sorgte das viele brennbare Material für eine schnelle Ausbreitung des Feuers.
Die Problematik von Messie-Wohnungen ist der Feuerwehr bekannt. Solche Wohnungen stellen nicht nur ein Brandrisiko dar, sondern erschweren auch Rettungsmaßnahmen im Falle eines Brandes oder anderer Notfälle. Die Berliner Feuerwehr bietet in solchen Fällen spezielle Schulungen für ihre Einsatzkräfte an, um sich auf die besonderen Herausforderungen vorzubereiten.
Reaktionen auf den hochhausbrand berlin
Der Tod des Kindes und die Verletzungen der anderen Bewohner haben in Berlin große Bestürzung ausgelöst. Politiker und Vertreter von Hilfsorganisationen äußerten sich betroffen und sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.
«Es ist eine schreckliche Tragödie, die uns alle tief berührt», sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD). «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Kindes und bei den Verletzten. Wir werden alles tun, um die Ursache des Brandes aufzuklären und den Betroffenen zu helfen.» (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin: Kind Stirbt, viele Wohnungen Unbewohnbar)
Die Stadt Berlin hat den betroffenen Bewohnern des Hochhauses Notunterkünfte zur Verfügung gestellt. Zudem wurden Spendenkonten eingerichtet, um die Familien bei der Bewältigung der Folgen des Brandes zu unterstützen.
Die Berliner Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, auf die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen zu achten und insbesondere Rauchmelder in ihren Wohnungen zu installieren. Rauchmelder können Leben retten, da sie frühzeitig vor einem Brand warnen und so wertvolle Zeit für die Flucht oder die Alarmierung der Feuerwehr verschaffen.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Brandursache geben können, sich unter der Telefonnummer 030-4664-911800 zu melden. Jeder Hinweis kann zur Aufklärung des Falles beitragen.
Welche Konsequenzen hat der hochhausbrand berlin für die Bewohner?
Für die Bewohner des betroffenen Hochhauses hat der Brand gravierende Konsequenzen. 20 Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Die Bewohner müssen vorerst in Notunterkünften untergebracht werden oder bei Freunden und Verwandten Unterschlupf suchen. Die Stadt Berlin und verschiedene Hilfsorganisationen unterstützen die Betroffenen bei der Suche nach neuem Wohnraum und bei der Bewältigung der finanziellen Folgen des Brandes. Die Wiederherstellung der Wohnungen wird voraussichtlich mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Die Ereignisse in der Dolgenseestraße werfen auch ein Schlaglicht auf die Situation von Menschen mit Messie-Syndrom. Diese Menschen sind oft nicht in der Lage, ihre Wohnungen ordentlich zu halten und sammeln unkontrolliert Gegenstände an. Dies kann nicht nur zu hygienischen Problemen führen, sondern auch ein erhebliches Brandrisiko darstellen. Es ist wichtig, dass diese Menschen frühzeitig Hilfe erhalten, um solche Tragödien zu verhindern. Es gibt verschiedene Beratungsstellen und Hilfsangebote für Menschen mit Messie-Syndrom und ihre Angehörigen, wie beispielsweise die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe. (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin: Kinder unter Schwerverletzten)
Wie konnte sich das Feuer in dem Berliner Hochhaus so schnell ausbreiten?
Die schnelle Ausbreitung des Feuers wird auf die sogenannte Messie-Wohnung zurückgeführt, in der es ausbrach. Die großen Mengen an gelagerten Gegenständen boten dem Feuer reichlich Nahrung und erschwerten den Einsatzkräften den Zugang zum Brandherd. Zudem begünstigte die starke Rauchentwicklung die Ausbreitung im gesamten Gebäude.
Welche Soforthilfe erhalten die betroffenen Bewohner des Hochhauses nach dem hochhausbrand berlin?
Die Stadt Berlin hat Notunterkünfte für die Betroffenen bereitgestellt. Zudem gibt es Spendenkonten, um die Familien finanziell zu unterstützen. Hilfsorganisationen sind vor Ort, um den Bewohnern bei der Bewältigung der Situation zu helfen und bei der Suche nach neuem Wohnraum zu unterstützen.
Was können Anwohner tun, um die Sicherheit in Hochhäusern zu erhöhen?
Die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen ist essentiell. Dazu gehört die Installation und regelmäßige Überprüfung von Rauchmeldern. Zudem sollten Fluchtwege freigehalten und brennbare Materialien nicht in Treppenhäusern oder Kellern gelagert werden. Im Brandfall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Feuerwehr zu alarmieren. (Lesen Sie auch: Wohnungsbrand Berlin: Kind Stirbt bei Feuer in…)
Wie unterstützt die Berliner Feuerwehr Menschen mit dem Messie-Syndrom?
Die Berliner Feuerwehr bietet spezielle Schulungen für ihre Einsatzkräfte an, um sich auf die besonderen Herausforderungen in Messie-Wohnungen vorzubereiten. Zudem arbeitet die Feuerwehr mit Beratungsstellen und Hilfsorganisationen zusammen, um Betroffene und ihre Angehörigen zu unterstützen und auf die Brandgefahren aufmerksam zu machen.
Welche Strafe droht bei fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung in Berlin?
Die Strafe bei Brandstiftung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Fahrlässige Brandstiftung kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Vorsätzliche Brandstiftung, insbesondere wenn Menschenleben gefährdet werden, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren oder sogar lebenslänglich bestraft werden. Die genauen Strafen werden von den Gerichten festgelegt.












