Die Frage, ob WhatsApp bald Werbung im Statusbereich anzeigen wird, beschäftigt viele Nutzer. WhatsApp testet aktuell eine neue Anordnung der Statusmeldungen, die an Instagram erinnert. Diese Änderung könnte den Weg für zukünftige Werbeanzeigen im Statusbereich ebnen, was bei vielen Nutzern auf wenig Gegenliebe stösst.

Zusammenfassung
- WhatsApp testet eine neue Status-Leiste in der Chat-Ansicht.
- Die neue Anordnung erinnert an Instagram und könnte Werbung ermöglichen.
- Nutzer sind besorgt über mögliche Werbeeinblendungen.
- Datenschutzbedenken werden laut, da Meta die Daten für personalisierte Werbung nutzen könnte.
| PRODUKT | WhatsApp Messenger, Meta, Kostenlos |
|---|---|
| SICHERHEIT | Betroffene Systeme: Android, iOS. Schweregrad: Mittel (Datenschutz). Patch verfügbar?: Nein (Feature in Entwicklung). Handlungsempfehlung: Datenschutzeinstellungen prüfen. |
| APP | WhatsApp Messenger, Android & iOS, Kostenlos, Meta Platforms Inc. |
Neue Status-Leiste in WhatsApp: Was ändert sich?
WhatsApp, der beliebte Messenger-Dienst, steht vor einer Veränderung. Wie Stern berichtet, testet WhatsApp eine neue Status-Leiste direkt in der Chat-Ansicht. Diese Leiste, die an Instagram erinnert, zeigt die Statusmeldungen der am häufigsten genutzten Kontakte in bunten Blasen an. Nutzer können diese Statusmeldungen direkt antippen und ansehen.
Bisher war es so, dass man zum Chat einer Person scrollen musste, um deren Status durch Antippen des Profilbilds anzusehen. Die neue Leiste soll den Zugriff auf Statusmeldungen vereinfachen und beschleunigen.
Wenn Sie einen Kontakt bei den Statusmeldungen ausgeblendet haben, werden dessen Statusmeldungen auch in der neuen Ansicht nicht angezeigt. Ihre Privatsphäre-Einstellungen bleiben also bestehen.
Warum ändert WhatsApp die Status-Anzeige?
Die Frage, warum WhatsApp die Status-Anzeige verändert, führt zu Spekulationen. Ein möglicher Grund ist, dass Meta, der Mutterkonzern von WhatsApp, nach Wegen sucht, den Messenger-Dienst zu monetarisieren. WhatsApp war lange Zeit werbefrei, doch Meta will nun endlich Geld mit der Plattform verdienen. Die prominentere Platzierung der Statusmeldungen könnte ein erster Schritt sein, um in Zukunft Werbung im Statusbereich zu integrieren.
Es gibt bereits Hinweise darauf, dass WhatsApp an Werbeanzeigen im Statusbereich arbeitet. Diese Anzeigen könnten zwischen den Statusmeldungen der Kontakte eingeblendet werden. Dies würde WhatsApp zu einer zusätzlichen Einnahmequelle verhelfen, könnte aber auch die Nutzererfahrung beeinträchtigen. (Lesen Sie auch: Ade, US-Dienste: Ich verzichte auf Whatsapp und…)
Die Statusfunktion selbst ist bei vielen Nutzern nicht besonders beliebt. Viele ignorieren sie komplett. Durch die prominentere Platzierung in der Chat-Ansicht will WhatsApp die Nutzung der Statusfunktion ankurbeln. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.
Wie wahrscheinlich ist whatsapp status werbung wirklich?
Die Wahrscheinlichkeit für WhatsApp Status Werbung ist hoch, da Meta seit Jahren nach Wegen sucht, WhatsApp zu monetarisieren. Die neue Status-Leiste in der Chat-Ansicht ist ein deutliches Zeichen dafür, dass WhatsApp die Statusfunktion stärker in den Fokus rücken will. Ob dies in Form von direkter Werbung oder durch andere Monetarisierungsstrategien geschieht, ist noch unklar.
So funktioniert es in der Praxis
Die neue Status-Leiste befindet sich am oberen Rand der Chat-Ansicht. Sie zeigt die Profilbilder der Kontakte an, die kürzlich einen Status veröffentlicht haben. Durch Antippen eines Profilbilds öffnet sich der entsprechende Status. Nutzer können dann durch die Statusmeldungen des Kontakts wischen. Die Status-Leiste ist horizontal scrollbar, so dass auch Statusmeldungen von Kontakten sichtbar sind, die nicht direkt am Anfang der Chatliste stehen.
Die Statusmeldungen selbst funktionieren wie gehabt: Sie bestehen aus Bildern, Videos oder Texten, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden. Nutzer können auf Statusmeldungen reagieren oder sie direkt beantworten.
Um einen Status zu erstellen, tippen Nutzer auf das Stift-Symbol in der Status-Leiste oder wählen den Reiter «Status» aus. Sie können dann ein Foto oder Video aufnehmen oder aus der Galerie auswählen und mit Texten, Emojis oder Zeichnungen versehen.
Die Statusfunktion von WhatsApp wurde ursprünglich von Snapchat inspiriert. Sie ermöglicht es Nutzern, kurze Momente mit ihren Kontakten zu teilen, ohne diese dauerhaft in einem Chat zu speichern. (Lesen Sie auch: Simone Panteleit Tochter: Ohnmacht nach Nacken-Knacken!)
Vorteile und Nachteile
Die neue Status-Leiste in WhatsApp hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Vorteil ist, dass sie den Zugriff auf Statusmeldungen vereinfacht und beschleunigt. Nutzer, die sich für Statusmeldungen interessieren, können diese nun auf einen Blick sehen, ohne lange in der Chatliste suchen zu müssen.
Ein Nachteil ist, dass die neue Leiste Platz in der Chat-Ansicht einnimmt. Nutzer, die sich nicht für Statusmeldungen interessieren, empfinden die Leiste möglicherweise als störend. Zudem besteht die Gefahr, dass die prominentere Platzierung der Statusmeldungen den Weg für Werbung ebnet, was bei vielen Nutzern auf wenig Gegenliebe stossen dürfte.
Ein weiterer Nachteil ist der potenzielle Eingriff in die Privatsphäre. Wenn WhatsApp Werbung im Statusbereich einblendet, könnte Meta die Daten der Nutzer für personalisierte Werbung nutzen. Dies würde zu Datenschutzbedenken führen und das Vertrauen in WhatsApp beeinträchtigen.
WhatsApp vs. Alternativen: Wie sieht es bei der Konkurrenz aus?
Andere Messenger-Dienste wie Telegram und Signal verzichten bisher auf Werbung. Telegram bietet zwar Premium-Funktionen gegen Bezahlung an, blendet aber keine Werbung in den Chats oder Statusmeldungen ein. Signal finanziert sich ausschliesslich durch Spenden und setzt auf maximalen Datenschutz.
Im Vergleich dazu ist WhatsApp deutlich stärker auf die Monetarisierung ausgerichtet. Die Integration von Werbung im Statusbereich wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung. Ob dies langfristig erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Viele Nutzer schätzen WhatsApp gerade wegen seiner Einfachheit und Werbefreiheit. Wenn WhatsApp zu stark auf Werbung setzt, könnten Nutzer zu alternativen Messenger-Diensten abwandern.
Es ist wichtig zu beachten, dass WhatsApp auch in der Schweiz weit verbreitet ist. Viele Schweizer nutzen WhatsApp täglich, um mit Freunden, Familie und Kollegen zu kommunizieren. Die Einführung von Werbung im Statusbereich könnte daher auch in der Schweiz für Unmut sorgen. (Lesen Sie auch: Warner Paramount übernahme: Kommt es zum Mega-Deal?)

Alternativen wie Threema, ein in der Schweiz entwickelter Messenger, setzen konsequent auf Datenschutz und verzichten auf Werbung. Threema ist zwar kostenpflichtig, bietet aber eine hohe Sicherheit und Privatsphäre.
Datenschutzbedenken und die DSGVO
Die mögliche Einführung von Werbung im WhatsApp Status wirft auch Fragen zum Datenschutz auf. WhatsApp, als Teil des Meta-Konzerns, steht bereits seit längerem in der Kritik, Daten seiner Nutzer für Werbezwecke zu sammeln und zu nutzen. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union setzt hier klare Grenzen. Sie verlangt, dass Nutzer einer Datensammlung und -verarbeitung explizit zustimmen müssen. Ob Meta diese Anforderungen bei der Einführung von WhatsApp Status Werbung erfüllen kann, bleibt abzuwarten.
Nutzer sollten ihre Datenschutzeinstellungen in WhatsApp überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Es ist ratsam, die Weitergabe von Daten an Dritte zu beschränken und die Privatsphäre-Einstellungen für Statusmeldungen zu optimieren. So können Sie zumindest teilweise kontrollieren, wer Ihre Statusmeldungen sehen kann.
Die Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) in der Schweiz überwacht die Einhaltung des Datenschutzes und kann bei Verstössen Sanktionen verhängen. Es bleibt abzuwarten, ob die EDÖB die Pläne von WhatsApp zur Einführung von Werbung im Statusbereich prüfen wird.
Wie geht es weiter mit WhatsApp und der Werbung?
Die Zukunft von WhatsApp und der Werbung ist ungewiss. Es ist gut möglich, dass WhatsApp in Zukunft Werbung im Statusbereich einblenden wird. Ob dies in Form von direkten Werbeanzeigen oder durch andere Monetarisierungsstrategien geschieht, ist noch unklar. Es ist auch möglich, dass WhatsApp verschiedene Optionen testet und die Nutzerreaktionen berücksichtigt, bevor es eine endgültige Entscheidung trifft.
Nutzer können ihre Meinung zu diesem Thema äussern und Feedback an WhatsApp senden. Es ist wichtig, dass Meta die Bedenken der Nutzer ernst nimmt und eine Lösung findet, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch datenschutzfreundlich ist. (Lesen Sie auch: Slalom Frauen Olympia 2026: Shiffrin unter Druck:…)
Die Entwicklung im Bereich der Messenger-Dienste geht rasant voran. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich WhatsApp in Zukunft positionieren wird und ob es gelingt, die Balance zwischen Monetarisierung und Nutzerzufriedenheit zu finden.
Ein aktuelles Beispiel zeigt, dass Meta in der Vergangenheit bereits mit der Umsetzung von Datenschutzbestimmungen zu kämpfen hatte. Im Mai 2023 wurde Meta von der irischen Datenschutzbehörde zu einer Strafe von 1,2 Milliarden Euro verurteilt, weil das Unternehmen gegen die DSGVO verstossen hatte. Dieser Vorfall zeigt, dass die Einhaltung des Datenschutzes für Meta eine grosse Herausforderung darstellt.
Gemäss einem Bericht von heise.de, plant Meta, verstärkt auf künstliche Intelligenz zu setzen, um die Nutzererfahrung in WhatsApp zu verbessern. Ob diese Pläne auch Auswirkungen auf die Werbung im Statusbereich haben werden, ist noch unklar.
Die neuen Pläne von WhatsApp, den Status prominenter zu platzieren, zeigen, dass Meta ernsthaft versucht, neue Einnahmequellen zu erschliessen. Es bleibt abzuwarten, wie die Nutzer auf die möglichen Änderungen reagieren werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob WhatsApp den Spagat zwischen Monetarisierung und Nutzerzufriedenheit meistern kann.




