Die Weiberfastnacht 2026 findet am Donnerstag, dem 12. Februar 2026 statt und markiert traditionell den offiziellen Beginn des Straßenkarnevals im Rheinland. An diesem Tag übernehmen die Frauen symbolisch die Macht, stürmen Rathäuser und schneiden Männern die Krawatten ab. In Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz verwandeln sich ab 11:11 Uhr die Innenstädte in jecke Feierzonen.
Das Wichtigste in Kürze
- Datum Weiberfastnacht 2026: Donnerstag, 12. Februar 2026
- Uhrzeit: Offizieller Beginn um 11:11 Uhr
- Tradition: Frauen übernehmen symbolisch das Regiment und schneiden Männern die Krawatten ab
- Kein gesetzlicher Feiertag: Viele Unternehmen gewähren jedoch ab mittags frei
- Historischer Ursprung: Die moderne Weiberfastnacht geht auf das Jahr 1824 zurück, als Beueler Wäscherinnen das Rathaus stürmten
- Weitere Namen: Wieverfastelovend (Köln), Altweiberfastnacht, Fettdonnerstag (Aachen), Schmotziger Donnerstag (Schwaben)
- Höhepunkt: Der Karneval erreicht am Rosenmontag (16. Februar 2026) seinen Höhepunkt
Was ist Weiberfastnacht? Geschichte und Bedeutung
Die Weiberfastnacht ist der Donnerstag vor Aschermittwoch und markiert den Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarneval. Der Brauch hat eine jahrhundertealte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Bereits im 14. Jahrhundert trafen sich Ehefrauen angesehener Familien an diesem Tag zum gemeinsamen Feiern und Plaudern.
Der Höhepunkt der Weiberfastnacht wird traditionell um Punkt 11:11 Uhr eingeläutet. Dann beginnt in den Karnevalshochburgen das ausgelassene Treiben auf Straßen, Plätzen und in Kneipen. Im Rheinland gilt die Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag – viele Büros und Geschäfte schließen ab mittags, damit die Menschen in bunten Kostümen feiern können.
Der Name und seine Herkunft
Der Begriff «Weiberfastnacht» wird häufig missverstanden. Das Wort «Weiber» stammt vom mittelhochdeutschen «wîp» ab, was neutral «Frau» bedeutet, ohne negative Konnotation. Auch die Bezeichnung «Altweiberfastnacht» bezieht sich nicht auf das Alter der Frauen, sondern auf «alt» im Sinne von «traditionell» oder «überliefert».
Die Geschichte der Weiberfastnacht seit 1824
Die moderne Weiberfastnacht hat ihre Wurzeln im Jahr 1824 in Bonn-Beuel. Zu dieser Zeit war der Karneval eine reine Männersache. Die Beueler Wäscherinnen wollten sich dies nicht länger gefallen lassen und gründeten das «Alte Damenkomitee von 1824 e.V.». Sie legten an diesem Donnerstag ihre Arbeit nieder, stürmten das Rathaus und schnitten den versammelten Männern die Krawatten ab – ein Akt symbolischer Emanzipation.
Seitdem ist die Weiberfastnacht der Tag, an dem Frauen traditionell die Macht übernehmen. Dieser Brauch hat sich über das gesamte Rheinland und darüber hinaus verbreitet. Wie Germany’s Next Topmodel 2026 zeigt, spielen starke Frauen in der deutschen Kultur eine zentrale Rolle – eine Tradition, die auch in der Weiberfastnacht zum Ausdruck kommt.
Bräuche zur Weiberfastnacht 2026
Krawattenabschneiden – die bekannteste Tradition
Der bekannteste Brauch der Weiberfastnacht ist das Abschneiden von Krawatten. Frauen sind an diesem Tag berechtigt, Männern mit einer Schere die Krawatte abzuschneiden – allerdings nur unterhalb des Knotens, um die Kleidung nicht zu beschädigen. Die Krawatte gilt als Symbol männlicher Macht und bürgerlicher Ordnung. Ihr Abschneiden steht für eine humorvolle Entmachtung und den Rollentausch zwischen den Geschlechtern.
Wichtiger Hinweis: Wer ungefragt die Krawatte eines Herrn abschneidet, kann theoretisch wegen Eigentumsverletzung belangt werden. Deshalb gehen viele Männer in Karnevalshochburgen nur mit alten Krawatten aus dem Haus. Als Entschädigung für die abgeschnittene Krawatte bekommen die Männer traditionell ein «Bützchen» – einen Kuss auf die Wange.
Rathaussturm um 11:11 Uhr
In vielen Städten und Gemeinden wird an Weiberfastnacht das Rathaus gestürmt. Die Frauen, oft organisiert in Möhnenvereinen, übernehmen symbolisch für die Dauer der Karnevalszeit die Macht. Der Bürgermeister übergibt die Schlüssel zur Stadt, und von diesem Moment an regiert das närrische Volk.
In Köln auf dem Alter Markt beginnt ab 9:30 Uhr die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals. Um 11:11 Uhr übergibt Kölns Oberbürgermeister dem Dreigestirn – bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau – symbolisch die Stadtschlüssel.
Regionale Unterschiede und Namen
Je nach Region trägt die Weiberfastnacht verschiedene Namen:
- Wieverfastelovend – in Köln (kölsch)
- Fettdonnerstag – in Aachen und der Eifel
- Schwerdonnerstag – in Koblenz
- Schmotziger Donnerstag – in Baden-Württemberg, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz
- Unsinniger Donnerstag – in Bayern und Tirol
- Altweiberfastnacht – in der Pfalz und im nördlichen Rheinland
Weiberfastnacht 2026 in Köln: Veranstaltungen und Highlights
Köln ist die Karnevalshochburg schlechthin. An Weiberfastnacht 2026 verwandelt sich die Domstadt in ein einziges Tollhaus. Auf dem Alter Markt findet die offizielle Eröffnung statt, bei der Tanzgruppen, Karnevalsbands und das Kölner Dreigestirn auftreten.
Besondere Highlights sind das historische Spiel von Jan un Griet am Chlodwigplatz sowie die Lachende Kölnarena, wo Stars wie die Bläck Fööss, Höhner, Brings und Kasalla auftreten. In der ganzen Stadt steigen unzählige Partys – vom Ball Raderdoll im Pullman Hotel bis zum Karneval im Bumann & Sohn.
Das Motto der Kölner Karnevalssession 2026 lautet «ALAAF – Mer dun et för Kölle». Der kölsche Hochruf «Kölle Alaaf» bedeutet sinngemäß «Köln allein» oder «Kölner über alles» – die denkbar kürzeste Liebeserklärung an die Domstadt.
Weiberfastnacht 2026: Alle wichtigen Termine im Überblick
| Datum | Karnevalstag | Bedeutung |
|---|---|---|
| Donnerstag, 12.02.2026 | Weiberfastnacht | Beginn des Straßenkarnevals, Rathaussturm, Krawattenabschneiden |
| Freitag, 13.02.2026 | Karnevalsfreitag | Feiern in Kneipen und Sälen |
| Samstag, 14.02.2026 | Karnevalssamstag | Partys und Bälle |
| Sonntag, 15.02.2026 | Karnevalssonntag | Erste Umzüge in vielen Städten |
| Montag, 16.02.2026 | Rosenmontag | Höhepunkt mit großen Umzügen in Köln, Düsseldorf, Mainz |
| Dienstag, 17.02.2026 | Veilchendienstag | Letzter Tag des Karnevals |
| Mittwoch, 18.02.2026 | Aschermittwoch | Ende des Karnevals, Beginn der Fastenzeit |
Ist Weiberfastnacht ein Feiertag?
Nein, die Weiberfastnacht ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Arbeitnehmer haben grundsätzlich keine arbeitsfreie Zeit. Allerdings gewähren viele Unternehmen in den Karnevalshochburgen ihren Mitarbeitern ab mittags frei oder veranstalten Betriebsfeiern. In Schulen und Behörden kann es zu verkürzten Öffnungszeiten kommen.
Im gesamten Rheinland gilt die Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag. Spätestens ab Mittag ruht in vielen Betrieben die Arbeit, und die Menschen ziehen kostümiert durch die Straßen. Das närrische Treiben dauert oft bis spät in die Nacht.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Weiberfastnacht 2026
Wann ist Weiberfastnacht 2026?
Die Weiberfastnacht 2026 ist am Donnerstag, dem 12. Februar 2026. Sie findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt, also 52 Tage vor Ostersonntag.
Um wie viel Uhr beginnt Weiberfastnacht?
Die Weiberfastnacht beginnt traditionell um 11:11 Uhr. Dies ist der offizielle Zeitpunkt, zu dem der Straßenkarneval eröffnet wird und die Rathäuser gestürmt werden. In vielen Städten finden bereits ab 9:30 Uhr erste Veranstaltungen statt.
Warum schneiden Frauen an Weiberfastnacht Krawatten ab?
Das Krawattenabschneiden symbolisiert die vorübergehende Entmachtung der Männer und die Machtübernahme durch die Frauen. Die Krawatte gilt als typisches Symbol für männliche Macht und bürgerliche Ordnung. Der Brauch geht auf das Jahr 1824 zurück, als Beueler Wäscherinnen das Rathaus stürmten.
Was bedeutet der Name Weiberfastnacht?
Der Begriff «Weiberfastnacht» leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort «wîp» für Frau ab. Er hat keine negative Bedeutung. Die alternative Bezeichnung «Altweiberfastnacht» bezieht sich auf «alt» im Sinne von «traditionell», nicht auf das Alter der Frauen.
Welche anderen Namen gibt es für Weiberfastnacht?
Je nach Region heißt der Tag Wieverfastelovend (Köln), Fettdonnerstag (Aachen), Schwerdonnerstag (Koblenz), Schmotziger Donnerstag (Schwaben), Unsinniger Donnerstag (Bayern) oder Altweiberfastnacht (Pfalz).
Ist an Weiberfastnacht in Köln alles geschlossen?
Viele Geschäfte, Büros und Behörden schließen ab mittags. Kneipen, Restaurants und Veranstaltungsorte haben hingegen geöffnet und feiern ausgelassen. Der öffentliche Nahverkehr ist verstärkt im Einsatz.
Darf man Krawatten einfach abschneiden?
Rechtlich gesehen kann das ungefragt Abschneiden einer Krawatte als Eigentumsverletzung gewertet werden. Es empfiehlt sich, vorher um Erlaubnis zu fragen. Viele Männer tragen an Weiberfastnacht bewusst alte Krawatten.
Tipps für Weiberfastnacht 2026
Wer die Weiberfastnacht 2026 in einer Karnevalshochburg erleben möchte, sollte einige Dinge beachten:
- Kostümpflicht: In vielen Veranstaltungen und Kneipen gilt Kostümpflicht. Ohne Verkleidung kommt man oft nicht rein.
- Früh da sein: Die besten Plätze am Alter Markt in Köln oder an anderen zentralen Orten sind schnell belegt. Wer um 11:11 Uhr dabei sein will, sollte deutlich früher kommen.
- ÖPNV nutzen: Parkplätze sind rar. Besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.
- Alte Krawatte tragen: Männer sollten an Weiberfastnacht eine alte Krawatte tragen, die abgeschnitten werden darf.
- Respektvoll feiern: Nicht jeder möchte ungefragt geküsst oder angefasst werden. Respekt und Einvernehmlichkeit sind auch im Karneval wichtig.
Ähnliche Traditionen im DACH-Raum
Während die Weiberfastnacht hauptsächlich im deutschen Rheinland gefeiert wird, gibt es in anderen Teilen des deutschsprachigen Raums ähnliche Traditionen. In der schwäbisch-alemannischen Fasnet beginnt das närrische Treiben am 6. Januar (Dreikönigstag). Der Schmotzige Dunschtig markiert auch hier den Auftakt des Straßenkarnevals.
In Österreich wird in Teilen von Bayern und Tirol vom Unsinnigen Donnerstag oder Lumpigen Donnerstag gesprochen. Auch hier finden Umzüge und ausgelassene Feiern statt. Die Basler Fasnacht in der Schweiz beginnt hingegen erst am Montag nach Aschermittwoch mit dem legendären Morgestraich um 4 Uhr morgens.
Fazit: Weiberfastnacht 2026 – Ein Tag voller Tradition und Lebensfreude
Die Weiberfastnacht 2026 am 12. Februar ist weit mehr als nur eine Party. Sie ist ein Tag mit jahrhundertealter Tradition, der symbolisch für Rollentausch, Emanzipation und ausgelassene Lebensfreude steht. Von der historischen Rathausstürmung über das traditionelle Krawattenabschneiden bis zu den modernen Karnevalsfeiern – die Weiberfastnacht vereint Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise.
Ob in Köln, Düsseldorf, Mainz oder Bonn – an diesem Tag verwandeln sich die Innenstädte in bunte Feierlaunen. Die fünfte Jahreszeit erreicht ihren ersten Höhepunkt, bevor am Rosenmontag die großen Umzüge folgen. Wer die Weiberfastnacht einmal erlebt hat, versteht, warum dieser Tag für Millionen Menschen im Rheinland so wichtig ist: Es ist ein Fest der Gemeinschaft, der Tradition und der puren Lebensfreude.
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion von Welt der Legenden erstellt. Wir berichten täglich über aktuelle Trends, kulturelle Ereignisse und spannende Themen aus dem DACH-Raum.
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🎉 Weiberfastnacht 2026 am 12. Februar! 🎭 Um 11:11 Uhr beginnt der Straßenkarneval. Rathausstürme, Krawattenabschneiden und jede Menge Spaß erwarten euch in Köln, Düsseldorf & Co. Wer feiert mit? Kölle Alaaf! 🎊 #Weiberfastnacht #Karneval2026 #FünfteJahreszeit