Ein Wal In Wismar sorgte am Dienstag für Aufsehen. Ein Finnwal, der sich in einem Fischernetz verfangen hatte, irrte im Hafen umher. Nach erfolgreicher Befreiung durch Einsatzkräfte verließ das Tier den Hafen gegen 18 Uhr wieder.

Wal In Wismar: Chronologie der Ereignisse
Ein Finnwal wurde im Hafenbecken gesichtet, der sich offensichtlich in einem Fischernetz verfangen hatte.
Die Feuerwehr Wismar und die Wasserschutzpolizei wurden alarmiert, um die Situation zu beurteilen und Maßnahmen zur Rettung des Wals einzuleiten.
Die Organisation Sea Shepherd und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums trafen am Hafen ein, um bei der Bergung zu unterstützen.
In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gelang es einem Taucher, das Stellnetz, in dem sich der Wal verfangen hatte, zu entfernen. (Lesen Sie auch: Iran Krieg: Eskaliert der Konflikt? Was plant…)
Nachdem das Netz entfernt wurde, verließ der Finnwal den Hafen von Wismar.
Was ist bisher bekannt?
Ein Finnwal geriet am Dienstag in den Hafen von Wismar und verfing sich in einem Stellnetz. Die Feuerwehr Wismar, die Wasserschutzpolizei, Sea Shepherd und das Deutsche Meeresmuseum waren im Einsatz, um das Tier zu befreien. Das Netz wurde entfernt, und der Wal verließ den Hafen gegen 18 Uhr. Ob das Tier unverletzt entkommen konnte, ist derzeit unklar.
Der Einsatz zur Rettung des Wals in Wismar
Der Einsatz zur Rettung des Wals im Hafen von Wismar gestaltete sich als komplex. Wie Stern berichtet, waren mehrere Organisationen und Behörden beteiligt. Die Feuerwehr Wismar war mit einem Boot vor Ort, während die Wasserschutzpolizei zwei Boote einsetzte. Sea Shepherd, eine Meeresschutzorganisation, unterstützte die Rettungsaktion ebenfalls mit einem Schiff. Das Deutsche Meeresmuseum entsandte Personal, um das Tier zu identifizieren und den Zustand des Wals zu beurteilen.
Die Zusammenarbeit der verschiedenen Kräfte war entscheidend für den Erfolg der Rettungsaktion. Ein Sprecher von Sea Shepherd erklärte, dass man versucht habe, sich dem Wal mit einem Taucher zu nähern. Das Tier hatte sich in einem Stellnetz verfangen und zog dieses etwa hundert Meter hinter sich her. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr konnte das Netz schließlich entfernt werden.
Das ist passiert
- Ein Finnwal verirrte sich in den Hafen von Wismar.
- Das Tier verfing sich in einem Stellnetz.
- Feuerwehr, Wasserschutzpolizei, Sea Shepherd und Deutsches Meeresmuseum waren im Einsatz.
- Das Netz wurde entfernt, der Wal verließ den Hafen.
Schwierigkeiten bei der Befreiung des Wals
Trotz der erfolgreichen Entfernung des Netzes gab es weiterhin Probleme. Laut Sea Shepherd hatte sich eine Leine um den Körper des Wals gewickelt, die bis zuletzt nicht entfernt werden konnte. «Das Tier ist sehr, sehr stark gestresst», hieß es von Seiten der Organisation. Der Stress resultierte sowohl aus dem Netz als auch aus den Annäherungsversuchen der Einsatzkräfte. Der Wal wurde auf eine Länge von zehn bis zwölf Metern geschätzt. (Lesen Sie auch: Heißluftballon Texas: Passagiere in 280 Metern Höhe…)
Es bleibt unklar, ob die Leine sich von selbst lösen wird oder ob sie dem Tier weiterhin Probleme bereiten wird. Die Situation unterstreicht die Gefahren, denen Meerestiere durch menschliche Aktivitäten wie die Fischerei ausgesetzt sind. Stellnetze können für Wale und andere Meeresbewohner zu tödlichen Fallen werden.
Wie ungewöhnlich ist ein Wal in der Ostsee?
Sichtungen von Walen in der Ostsee sind eher selten, aber nicht völlig ausgeschlossen. Schweinswale, auch Kleine Tümmler genannt, sind in der Ostsee heimisch und verfangen sich häufig in Fischernetzen. Diese Tiere erreichen eine Länge von bis zu 1,80 Metern. Dass sich jedoch ein Großwal wie ein Finnwal in der Ostsee verirrt, ist ungewöhnlich. «Jetzt hat es einen Großwal erwischt», sagte der Sprecher von Sea Shepherd. «Das sei in der Ostsee ein Novum.»
Die Ostsee ist ein Brackwassermeer mit einem geringeren Salzgehalt als die Nordsee oder der Atlantik. Dies macht sie für viele Walarten weniger attraktiv. Finnwale sind jedoch in der Lage, auch in solchen Gewässern zu überleben, wenn sie ausreichend Nahrung finden. Es ist möglich, dass der Wal auf der Suche nach Nahrung in die Ostsee gelangt ist.
Finnwale sind nach dem Blauwal die zweitgrößten Tiere der Erde. Sie können eine Länge von über 25 Metern erreichen und ein Gewicht von bis zu 80 Tonnen haben. Finnwale sind in allen Weltmeeren verbreitet, aber ihre Bestände sind durch die Waljagd stark dezimiert worden. Heute stehen sie unter Schutz.
Reaktionen auf die Sichtung des Wals in Wismar
Die Sichtung des Wals im Hafen von Wismar sorgte für großes Aufsehen. Etwa 50 Schaulustige beobachteten den Meeressäuger am Nachmittag, wie der Sprecher der Stadt Wismar, Marco Trunk, mitteilte. Zuerst hatte der Sender Ostseewelle über den Vorfall berichtet. Die Menschen zeigten sich beeindruckt von der Größe und Anmut des Tieres, aber auch besorgt um sein Wohlergehen. (Lesen Sie auch: Block Entführung Prozess: Wie Belastend ist Er…)

Die Rettungsaktion wurde von vielen Menschen aufmerksam verfolgt. In den sozialen Medien teilten Nutzer Fotos und Videos von dem Wal und drückten ihre Hoffnung auf eine erfolgreiche Befreiung aus. Der Vorfall hat erneut die Bedeutung des Schutzes der Meere und ihrer Bewohner ins Bewusstsein gerufen. Die Organisation Sea Shepherd setzt sich weltweit für den Schutz der Meere ein und war maßgeblich an der Rettung des Wals in Wismar beteiligt.
Die Polizei konnte bislang nicht bestätigen, ob Ermittlungen aufgenommen wurden, wie das Netz in den Hafen gelangen konnte.
Die Wasserschutzpolizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Herkunft des Stellnetzes geben können, sich unter der Telefonnummer Telefonnummer einfügen zu melden.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß ist ein Finnwal?
Finnwale können eine beachtliche Größe erreichen. Sie werden typischerweise zwischen 18 und 24 Metern lang, wobei einige Exemplare auch über 25 Meter lang werden können. Damit sind sie die zweitgrößten Tiere der Erde, direkt nach dem Blauwal.
Was fressen Finnwale?
Die Ernährung von Finnwalen besteht hauptsächlich aus Krill, kleinen Krebstieren, die in großen Schwärmen vorkommen. Sie fressen aber auch kleine Fische und Kalmare. Finnwale sind Bartenwale, das heißt, sie haben keine Zähne, sondern Bartenplatten im Maul, mit denen sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtern.
Warum verirren sich Wale in die Ostsee?
Die Gründe dafür, dass sich Wale in die Ostsee verirren, sind vielfältig. Oftmals sind sie auf der Suche nach Nahrung und folgen Fischschwärmen in die Ostsee. Auch Orientierungslosigkeit oder Störungen durch Schiffsverkehr können dazu führen, dass Wale ihren Weg verlieren und in die Ostsee gelangen.
Welche Gefahren drohen Walen in der Ostsee?
In der Ostsee sind Wale verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Dazu gehören die geringe Salinität des Wassers, die für einige Arten problematisch sein kann, sowie die hohe Belastung durch Schiffsverkehr und Unterwasserlärm. Auch die Gefahr, sich in Fischernetzen zu verfangen, stellt eine erhebliche Bedrohung dar.
Wie kann man helfen, Wale zu schützen?
Es gibt viele Möglichkeiten, zum Schutz von Walen beizutragen. Dazu gehören die Unterstützung von Organisationen, die sich für den Schutz der Meere einsetzen, der Verzicht auf Produkte aus nicht-nachhaltiger Fischerei und die Reduzierung des eigenen Konsums, um die Umweltbelastung zu verringern. Auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedrohung von Walen ist wichtig.




