Die Zahl der in Deutschland als verschwunden gemeldeten Waffen aus Privatbesitz hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Ende 2025 waren im Nationalen Waffenregister 47.335 Waffen als gestohlen oder abhandengekommen registriert. Davon galten 38.277 als verloren und 9058 als gestohlen. Wer ist betroffen und warum steigt die Zahl? Waffen Verschwunden Deutschland steht dabei im Mittelpunkt.

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Zusammenfassung
- Die Zahl der verschwundenen Waffen hat sich seit 2018 fast verdoppelt.
- Ende 2025 waren über 47.000 Waffen als verschwunden gemeldet.
- Die Polizeigewerkschaft fordert mehr Spezialisten zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.
- Rund fünf Millionen Schusswaffen sind legal im Besitz von Privatpersonen.
Besorgniserregender Anstieg verschwundener Waffen in Deutschland
Die Anzahl der in Deutschland als vermisst gemeldeten Waffen aus privatem Besitz ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Laut Angaben des Bundesinnenministeriums waren im Nationalen Waffenregister (NWR) Ende 2025 insgesamt 47.335 Schusswaffen als gestohlen oder abhandengekommen erfasst. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Stand von Anfang 2018, als noch 24.531 Waffen als verschwunden galten. Wie Stern berichtet, verteilen sich die aktuellen Zahlen auf 38.277 als verloren gemeldete und 9058 als gestohlen gemeldete Waffen.
Dieser Anstieg wirft Fragen nach den Ursachen und möglichen Konsequenzen auf. Experten warnen vor den Gefahren, die von unkontrollierten Waffen ausgehen, insbesondere wenn sie in die Hände von Kriminellen gelangen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert daher verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.
Das Nationale Waffenregister (NWR) ist eine zentrale Datenbank, in der alle in Deutschland legal registrierten Schusswaffen und deren Besitzer erfasst sind. Es dient der Polizei und anderen Behörden zur Verfolgung von Straftaten im Zusammenhang mit Waffen.
Wie gefährlich sind verschwundene Waffen in Deutschland?
Verschwundene Waffen stellen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Gelangen diese in die Hände von Kriminellen, können sie für Straftaten wie Raub, Körperverletzung oder sogar Terroranschläge verwendet werden. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, da nicht alle Waffenverluste gemeldet werden. Es ist daher von großer Bedeutung, dass Waffenbesitzer ihre Waffen sicher aufbewahren und Verluste umgehend den Behörden melden. (Lesen Sie auch: Bayern – RB Leipzig: FC gegen RB:…)
Die Polizeigewerkschaft warnt eindringlich vor der Gefahr, die von gestohlenen Waffen ausgeht. «Wer Schusswaffen stiehlt, scheut vor nichts zurück: Er bricht in Privathäuser ein, knackt Panzerschränke und stiehlt scharfe Waffen», sagte der Vizevorsitzende der DPolG, Manuel Ostermann, gegenüber «Bild». Er vermutet, dass die gestohlenen Waffen anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft werden.
Was bedeutet das für Bürger?
Für Bürger bedeutet der Anstieg verschwundener Waffen eine wachsende Unsicherheit. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und Vorkehrungen zu treffen, um sich vor Kriminalität zu schützen. Dazu gehört beispielsweise, verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden und Wertgegenstände, einschließlich Waffen (sofern vorhanden), sicher aufzubewahren.
Darüber hinaus sollten Bürger sich über die geltenden Waffengesetze informieren und sicherstellen, dass sie diese einhalten. Wer eine Waffe legal besitzt, trägt eine große Verantwortung für deren sichere Aufbewahrung. Verstöße gegen das Waffengesetz können mit hohen Strafen geahndet werden.
Welche Maßnahmen sind zur Verbesserung der Situation notwendig?
Um die Zahl verschwundener Waffen zu reduzieren und den illegalen Waffenhandel zu bekämpfen, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Dazu gehört eine verstärkte Kontrolle von Waffenbesitzern, eine Verbesserung der Sicherheitsstandards für die Aufbewahrung von Waffen sowie eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Polizei und anderen Behörden. Auch eine Verschärfung der Waffengesetze könnte in Erwägung gezogen werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert mehr Geld, mehr Befugnisse und mehr Spezialisten bei der Polizei, um den illegalen Handel mit Waffen zu unterbinden.
Die Politik ist gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Dazu gehört auch die Bereitstellung ausreichender Ressourcen für die Polizei und andere Sicherheitsbehörden. Eine offene und ehrliche Debatte über die Ursachen und möglichen Lösungsansätze ist unerlässlich. (Lesen Sie auch: Sturla Holm Laegreid Fremdgehen: Jetzt äußert sich…)
Waffenbesitzer sollten ihre Waffen stets in einem sicheren Waffenschrank aufbewahren, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Zudem ist es ratsam, die Waffen regelmäßig zu überprüfen und Verluste umgehend der Polizei zu melden.
Politische Perspektiven: Wie gehen Regierung und Opposition mit dem Thema um?
Die Regierungskoalition hat angekündigt, das Waffenrecht weiter zu verschärfen, um die Sicherheit der Bürger zu erhöhen. Geplant sind unter anderem strengere Kontrollen von Waffenbesitzern und eine bessere Vernetzung der Behörden. Die Opposition kritisiert die Pläne als unzureichend und fordert weitergehende Maßnahmen, wie beispielsweise ein Verbot bestimmter Waffenarten. Die FDP hingegen warnt vor einer Überregulierung und betont die Eigenverantwortung der Waffenbesitzer.
Die Grünen fordern eine bundesweite Waffenamnestie, um illegale Waffen aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei sollen Bürger die Möglichkeit haben, ihre illegalen Waffen straffrei abzugeben. Die AfD lehnt eine Verschärfung des Waffenrechts ab und betont das Recht der Bürger auf Selbstverteidigung. Das Bundesinnenministerium arbeitet an einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels, die verschiedene Maßnahmen bündeln soll.

| Fakt | Details |
|---|---|
| Anzahl verschwundener Waffen Ende 2025 | 47.335 |
| Anzahl verschwundener Waffen Anfang 2018 | 24.531 |
| Als verloren gemeldet | 38.277 (Ende 2025) |
| Als gestohlen gemeldet | 9.058 (Ende 2025) |
Nach Angaben der Tagesschau wird die Debatte um eine Verschärfung des Waffenrechts in den kommenden Monaten weiter an Fahrt gewinnen.
Wie viele Schusswaffen sind in Deutschland legal in Privatbesitz?
Ende Dezember befanden sich rund fünf Millionen Schusswaffen legal im Besitz von Jägern, Sportschützen und Sammlern. Hinzu kamen etwa 526.000 registrierte Waffenteile, die ebenfalls erfasst sind.
Was sind die Hauptursachen für den Verlust von Waffen?
Die Ursachen sind vielfältig. Dazu gehören Diebstahl, unsachgemäße Aufbewahrung, Verlust beim Transport oder auch das Verlegen der Waffe durch den Besitzer selbst.
Welche Strafen drohen bei Verlust oder Diebstahl einer Waffe?
Wer den Verlust oder Diebstahl einer Waffe nicht unverzüglich meldet, kann mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Bei fahrlässiger Aufbewahrung drohen ebenfalls Strafen.
Was können Waffenbesitzer tun, um den Verlust ihrer Waffen zu verhindern?
Waffenbesitzer sollten ihre Waffen stets in einem sicheren Waffenschrank aufbewahren und die Waffen regelmäßig überprüfen. Zudem ist es ratsam, die Waffen beim Transport unauffällig zu verpacken und nicht unbeaufsichtigt zu lassen.
Wo kann man sich über die geltenden Waffengesetze informieren?
Informationen über die geltenden Waffengesetze sind beim Bundesinnenministerium, den Waffenbehörden der Länder oder bei den zuständigen Polizeidienststellen erhältlich. Auch im Internet gibt es zahlreiche Informationsportale. (Lesen Sie auch: Peter Spuhler: Steuer-Urteil 2026 & Stadler Rail…)
Der Anstieg der Zahl verschwundener Waffen in Deutschland ist ein alarmierendes Signal, das dringenden Handlungsbedarf erfordert. Es ist entscheidend, dass Politik, Behörden und Bürger gemeinsam Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit im Umgang mit Waffen zu erhöhen und den illegalen Waffenhandel zu bekämpfen. Nur so kann das Risiko, dass verschwundene Waffen für Straftaten missbraucht werden, minimiert werden.




