Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann prägt mit ihren Thesen zum Kapitalismus und Klimaschutz die öffentliche Debatte in Deutschland nachhaltig. Mit Stand vom 24.03.2026 sorgt sie insbesondere mit ihrem Bestseller «Das Ende des Kapitalismus» und ihrem neuen Buch «Geld als Waffe» für Diskussionen. Herrmann, die seit dem Jahr 2000 für die tageszeitung (taz) tätig ist, argumentiert, dass grünes Wachstum eine Illusion sei und plädiert für ein radikales Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft.
Ulrike Herrmann ist eine deutsche Wirtschaftsjournalistin und Bestsellerautorin, die für ihre scharfsinnigen Analysen des Kapitalismus bekannt ist. Sie argumentiert, dass unendliches Wirtschaftswachstum auf einem endlichen Planeten unmöglich ist und die Klimakrise ein Systemwechsel erfordert. Laut Herrmann sei «grünes Wachstum» eine Illusion; stattdessen schlägt sie ein «grünes Schrumpfen» vor, orientiert an der britischen Kriegswirtschaft ab 1940.
Das Wichtigste in Kürze
- Beruflicher Werdegang: Ulrike Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau, studierte Geschichte und Philosophie und arbeitet seit 2000 als Wirtschaftskorrespondentin für die «tageszeitung» (taz).
- Zentrale These: In ihrem Bestseller «Das Ende des Kapitalismus» (2022) vertritt sie die Ansicht, dass Wachstum und Klimaschutz unvereinbar sind und plädiert für eine ökologische Kreislaufwirtschaft, die ein «grünes Schrumpfen» erfordert.
- Neues Buch 2026: Am 12. März 2026 erschien ihr neuestes Werk «Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet», in dem sie ökonomische Faktoren als treibende Kräfte hinter internationalen Konflikten analysiert.
- Vorbild Kriegswirtschaft: Als historisches Vorbild für eine geordnete Schrumpfung der Wirtschaft ohne den Zusammenbruch der Gesellschaft nennt sie die britische Kriegswirtschaft ab 1940, die auf Rationierung und staatliche Lenkung setzte.
- Medienpräsenz: Herrmann ist eine gefragte Expertin in Talkshows, Podcasts und auf Vortragsbühnen, wo sie ihre kontroversen Thesen regelmäßig einem breiten Publikum vorstellt.
- Aktuelle Termine 2026: Sie stellt ihr neues Buch auf Lesereisen und bei Veranstaltungen vor, unter anderem am 30. März 2026 in Hannover und bei der Leipziger Buchmesse.
- Kritik: Kritiker werfen ihr vor, einseitig auf Zwang und Verzicht zu setzen und die Innovationskraft des Kapitalismus zur Lösung der Klimakrise zu unterschätzen.
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist Ulrike Herrmann? Biografie und Werdegang
- Das Ende des Kapitalismus: Herrmanns zentrale Thesen
- Grünes Wachstum als Illusion: Warum Ulrike Herrmann Schrumpfen fordert
- Das neue Buch von Ulrike Herrmann: «Geld als Waffe» (2026)
- Kritik und Kontroversen um Ulrike Herrmann
- Ulrike Herrmann in den Medien und der Öffentlichkeit
Einleitung
Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann ist eine der prägnantesten Stimmen in der aktuellen Debatte um Klimawandel und Kapitalismus in Deutschland. Am 24.03.2026 steht sie nicht nur wegen ihres Bestsellers «Das Ende des Kapitalismus» im Fokus, sondern auch durch ihr jüngst erschienenes Buch «Geld als Waffe». Ihre Thesen fordern Politik, Wirtschaft und Gesellschaft heraus und stoßen eine längst überfällige Diskussion über die Zukunft unseres Wirtschaftssystems an.
Wer ist Ulrike Herrmann? Biografie und Werdegang
Ulrike Herrmann wurde 1964 in Hamburg geboren. Ihr beruflicher Weg ist untypisch und fundiert zugleich. Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau, was ihr ein praktisches Verständnis der Finanzwelt verschaffte. Darauf folgte ein Volontariat an der renommierten Henri-Nannen-Journalistenschule. Anschließend studierte sie Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Diese Kombination aus Praxis und Theorie prägt ihre analytische Herangehensweise.
Seit dem Jahr 2000 ist sie als Wirtschaftskorrespondentin bei der in Berlin ansässigen «tageszeitung» (taz) tätig. Zuvor arbeitete sie unter anderem für die Körber-Stiftung und als Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager (Bündnis 90/Die Grünen). Diese vielfältigen Erfahrungen ermöglichen ihr einen multiperspektivischen Blick auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Analysen sind daher nicht nur ökonomisch, sondern auch historisch und politisch tiefgründig.
Das Ende des Kapitalismus: Herrmanns zentrale Thesen
Mit ihrem 2022 erschienenen Buch «Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden» gelang Ulrike Herrmann ein Bestseller, der weitreichende Debatten auslöste. Die Kernthese ist provokant und einfach zugleich: Der Kapitalismus ist auf ständiges Wachstum angewiesen, um stabil zu bleiben. Dieses Wachstum verbraucht jedoch Ressourcen und Energie in einem Maße, das mit den planetaren Grenzen und den Zielen des Klimaschutzes unvereinbar ist.
Herrmann argumentiert, dass eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, oft als «grünes Wachstum» propagiert, eine Illusion ist. Die Effizienzgewinne durch neue Technologien würden durch den Gesamtanstieg der Produktion und des Konsums (Rebound-Effekte) wieder zunichtegemacht. Folglich müsse die Wirtschaft in den Industrieländern gezielt schrumpfen, um eine Klimakatastrophe abzuwenden. Als Modell für diesen Prozess schlägt sie eine staatlich gelenkte Kreislaufwirtschaft vor, in der nur noch das verbraucht wird, was recycelt werden kann. Für die Umstellung auf eine solche Wirtschaftsform schlägt sie als Vorbild die britische Kriegswirtschaft ab 1940 vor, die durch Rationierung und zentrale Planung eine massive Umverteilung von Ressourcen für das Kriegsziel ermöglichte, ohne dass die Gesellschaft kollabierte.
Grünes Wachstum als Illusion: Warum Ulrike Herrmann Schrumpfen fordert
Die Hoffnung vieler Politiker und Ökonomen ruht auf dem Konzept des «grünen Wachstums». Die Idee ist, durch technologische Innovationen – wie Elektroautos, Wasserstofftechnologie und erneuerbare Energien – die Wirtschaft klimaneutral umzugestalten, ohne auf Wachstum verzichten zu müssen. Ulrike Herrmann hält dies für einen fatalen Irrglauben. Sie argumentiert, dass die Ökoenergie aus Sonne und Wind niemals ausreichen werde, um den Energiehunger einer global wachsenden Wirtschaft zu stillen.
Ein zentrales Problem sei die Volatilität und die mangelnde Speicherkapazität für erneuerbare Energien. Um eine Industriegesellschaft auch bei Dunkelflaute stabil zu versorgen, wären gigantische und extrem teure Speichersysteme oder ein massiver Import von synthetischen Energieträgern notwendig, was die Energiepreise explodieren ließe. Der Kapitalismus sei aber historisch auf billige Energie angewiesen. Deshalb, so Herrmann, führe kein Weg an einer Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs vorbei. Dies sei nur durch ein «grünes Schrumpfen» zu erreichen, also eine geplante Reduzierung von Produktion und Konsum in Sektoren, die nicht lebensnotwendig sind, wie etwa die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die aktuelle Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung zeigt, wie politisch sensibel Eingriffe in die Wirtschaftsstruktur sind.
Das neue Buch von Ulrike Herrmann: «Geld als Waffe» (2026)
Am 12. März 2026 erschien Ulrike Herrmanns neuestes Buch: «Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet». In diesem Werk wendet sie ihre ökonomische Analyseperspektive auf die Geopolitik an. Sie argumentiert, dass Kriege und internationale Konflikte nicht nur aus politischen, historischen oder psychologischen Gründen entstehen, sondern oft tiefere wirtschaftliche Ursachen haben.
Herrmann zeigt am Beispiel Russlands, wie dessen Wirtschaftsstruktur, die stark von Rohstoffexporten abhängt, eine aggressive Außenpolitik begünstigt. Auch Chinas Aufstieg zur Supermacht und die damit verbundenen Spannungen, etwa um Taiwan, analysiert sie aus einer ökonomischen Perspektive. Laut Herrmann manövriert Präsident Xi sein Land in eine wirtschaftliche Sackgasse, was Aggressionen nach außen wahrscheinlicher mache. Für Europa leitet sie daraus die Notwendigkeit einer stärkeren wirtschaftlichen und militärischen Integration ab, um in einer von ökonomischen Machtkämpfen geprägten Welt bestehen zu können. Die Debatte um Importverbote für Router in den USA ist ein Beispiel für solche wirtschaftspolitischen Spannungen.
Kritik und Kontroversen um Ulrike Herrmann
Die Thesen von Ulrike Herrmann sind nicht unumstritten. Kritiker, auch aus dem linksliberalen Lager, werfen ihr vor, ein zu düsteres Bild zu zeichnen und die Innovationskraft von Marktwirtschaften zu unterschätzen. Der Vorwurf lautet, ihre Vorschläge liefen auf eine «Ökodiktatur» hinaus, die mit Zwang und Verzicht verbunden sei und demokratische Freiheiten einschränke. Es wird argumentiert, dass Klimaneutralität auch durch technologische Innovationen und intelligente Marktmechanismen, wie eine globale CO2-Bepreisung, erreicht werden könne, ohne die Wirtschaft abzuwürgen.
Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf ihr Vorbild der Kriegswirtschaft. Es wird bezweifelt, ob sich ein solches System, das auf eine extreme Notsituation und einen klaren Feind ausgerichtet war, auf die komplexe Herausforderung der Klimakrise im Frieden übertragen lässt. Zudem blende sie in ihren Analysen zu «Geld als Waffe» die sozialen Kosten einer massiven Aufrüstung aus. Trotz der Kritik gelingt es Herrmann, wichtige Fragen aufzuwerfen und die öffentliche Debatte über die fundamentalen Widersprüche zwischen Kapitalismus und Ökologie voranzutreiben.
Ulrike Herrmann in den Medien und der Öffentlichkeit
Ulrike Herrmann ist eine der sichtbarsten Wirtschaftsjournalistinnen in Deutschland. Sie ist regelmäßiger Gast in politischen Talkshows wie dem ARD-Presseclub und in Formaten des Senders Phoenix. Ihre Fähigkeit, komplexe ökonomische Zusammenhänge verständlich und pointiert zu erklären, macht sie zu einer gefragten Interviewpartnerin für Radio, Fernsehen und Podcasts. Ihre Artikel und Kolumnen in der taz, die sie seit über zwei Jahrzehnten schreibt, finden eine breite Leserschaft.
Mit ihren Büchern hat sie sich eine große Fangemeinde erarbeitet, die ihre wachstumskritischen Positionen teilt. Gleichzeitig ist sie aber auch eine Figur, die polarisiert und zu Widerspruch reizt. Durch ihre stetige Präsenz und ihre klaren Positionen hat Ulrike Herrmann maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kritik am Wirtschaftswachstum aus der Nische herausgetreten und zu einem zentralen Thema des gesellschaftlichen Diskurses geworden ist.
Tabelle: Bücher von Ulrike Herrmann (Auswahl)
| Titel | Erscheinungsjahr | Verlag | Kernthema |
|---|---|---|---|
| Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht | 2010 | Westend / Piper | Soziale Ungleichheit und die Lage der Mittelschicht |
| Der Sieg des Kapitals | 2013 | Piper | Geschichte und Funktionsweise des Kapitalismus |
| Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung | 2016 | Westend / Piper | Lehren aus den Theorien von Smith, Marx und Keynes |
| Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen | 2019 | Westend | Analyse des deutschen Wirtschaftsmodells |
| Das Ende des Kapitalismus | 2022 | Kiepenheuer & Witsch | Unvereinbarkeit von Wachstum und Klimaschutz |
| Geld als Waffe | 2026 | Kiepenheuer & Witsch | Ökonomische Ursachen internationaler Konflikte |
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Ulrike Herrmann
Was ist die Hauptthese von Ulrike Herrmann?
Ulrike Herrmanns Hauptthese ist, dass der Kapitalismus auf ewigem Wachstum basiert, was angesichts der Klimakrise und begrenzter Ressourcen nicht zukunftsfähig ist. Sie argumentiert, dass sogenanntes «grünes Wachstum» eine Illusion ist und stattdessen ein geplantes «grünes Schrumpfen» der Wirtschaft in den Industrieländern notwendig ist, um eine ökologische Katastrophe zu verhindern.
Für welche Zeitung schreibt Ulrike Herrmann?
Ulrike Herrmann arbeitet seit dem Jahr 2000 als Wirtschaftskorrespondentin für die «tageszeitung» (taz) in Berlin.
Was meint Ulrike Herrmann mit dem Vorbild der britischen Kriegswirtschaft?
Sie führt die britische Kriegswirtschaft ab 1940 als historisches Beispiel dafür an, wie ein Staat eine Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit von ziviler Produktion auf ein übergeordnetes Ziel (damals die Rüstung) umstellen kann. Dies geschah durch staatliche Lenkung, Investitionskontrolle und Rationierung privater Güter. Herrmann sieht darin ein Modell, wie eine moderne Gesellschaft den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft organisieren könnte, ohne im Chaos zu versinken.
Worum geht es in Ulrike Herrmanns neuem Buch «Geld als Waffe»?
In «Geld als Waffe» (erschienen im März 2026) analysiert Ulrike Herrmann die ökonomischen Triebkräfte hinter internationalen Konflikten. Sie argumentiert, dass wirtschaftliche Faktoren und Zwänge oft entscheidend dafür sind, ob Kriege ausbrechen oder Frieden gesichert werden kann, und untersucht dies am Beispiel von Russland und China.
Welche Ausbildung hat Ulrike Herrmann?
Ulrike Herrmann hat einen vielseitigen Bildungsweg. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau, absolvierte die Henri-Nannen-Journalistenschule und studierte anschließend Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin.
Fazit
Ulrike Herrmann hat sich als eine unverzichtbare und polarisierende Intellektuelle in der deutschen Öffentlichkeit etabliert. Mit ihrer fundamentalen Kritik am Wachstumsdogma des Kapitalismus zwingt sie die Gesellschaft, über unbequeme Wahrheiten nachzudenken. Ob man ihre Schlussfolgerungen teilt oder nicht, ihre Analysen sind scharf, historisch fundiert und zwingen zu einer Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen und können. Ihr Werk, von «Das Ende des Kapitalismus» bis zu «Geld als Waffe», liefert entscheidende Impulse für die Debatten unserer Zeit und fordert ein radikales Umdenken von Politik und Wirtschaft. Externe Quellen wie die deutsche Wikipedia bieten weiterführende Informationen zu ihrer Person und ihrem Werk, während ihre neuesten Artikel direkt auf der Autorenseite der taz zu finden sind.
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Facebook: Ulrike Herrmann fordert das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Ihre Thesen zu «grünem Schrumpfen» und ihr neues Buch «Geld als Waffe» sorgen 2026 für Zündstoff. Was steckt hinter ihren radikalen Ideen? #UlrikeHerrmann #Kapitalismus #Klimakrise #taz
Twitter/X: taz-Ökonomin Ulrike Herrmann legt nach: Nach «Das Ende des Kapitalismus» erscheint 2026 «Geld als Waffe». Sie analysiert, wie die Wirtschaft Kriege treibt. Ist ihr Konzept des «grünen Schrumpfens» die einzige Lösung für die Klimakrise? #GeldalsWaffe #Degrowth
Instagram: Radikal umdenken? 💡 Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann sagt, grünes Wachstum ist eine Lüge. Sie fordert ein «grünes Schrumpfen» nach dem Vorbild der Kriegswirtschaft. In ihrem neuen Buch geht es um die Ökonomie des Krieges. Eine der wichtigsten Stimmen unserer Zeit. #Wirtschaft #Klima #Buchtipp #UlrikeHerrmann