Die Tigermücke in Deutschland ist offenbar früher als erwartet aktiv. Bereits im Februar wurde ein Exemplar der Asiatischen Tigermücke im Raum Bonn entdeckt. Normalerweise beginnt die Saison für die invasive Art erst Ende Mai oder Anfang Juni. Die frühe Sichtung könnte auf die milden Wintertemperaturen und die zunehmende Etablierung der Mücke in Deutschland hindeuten. Tigermücke Deutschland steht dabei im Mittelpunkt.

Was macht die Tigermücke in Deutschland so besonders?
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) unterscheidet sich von heimischen Mückenarten durch ihre auffällige schwarz-weiße Streifenzeichnung an Körper und Beinen. Sie ist etwa einen halben bis einen Zentimeter groß und tagaktiv, im Gegensatz zu vielen einheimischen Stechmücken, die eher in der Dämmerung oder nachts aktiv sind. Ursprünglich stammt die Tigermücke aus Südostasien, hat sich aber durch den globalen Handel und den Klimawandel weltweit verbreitet. (Lesen Sie auch: Kann Krankheiten übertragen: Erste Tigermücke in Deutschland…)
Das ist passiert
- Erste Tigermücke in Deutschland bereits im Februar gesichtet.
- Fundort war im Raum Bonn, was auf eine etablierte Population hindeutet.
- Normaler Saisonbeginn für Tigermücken liegt erst Ende Mai/Anfang Juni.
- Experten warnen vor zunehmender Ausbreitung durch den Klimawandel.
Wo wurde die Tigermücke in Deutschland entdeckt?
Die im Februar entdeckte Tigermücke wurde im Raum Bonn gefunden. Wie Stern berichtet, bestätigte die Mückenexpertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), dass es sich wahrscheinlich um ein Tier aus der dort bereits etablierten Population handelt. Bonn gilt als eines der Gebiete in Deutschland, in denen sich die Tigermücke besonders wohlfühlt und regelmäßig nachgewiesen wird. Die Nähe zu internationalen Handelswegen und die klimatischen Bedingungen begünstigen die Ausbreitung der Art in dieser Region.
Welche Gefahren birgt die Tigermücke?
Die größte Gefahr, die von der Tigermücke ausgeht, ist ihre Fähigkeit, Krankheitserreger zu übertragen. Sie kann Viren wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren in sich tragen und durch Stiche auf den Menschen übertragen. Bislang ist in Deutschland noch kein Fall bekannt, bei dem eine Tigermücke eine dieser Krankheiten übertragen hat. Experten halten es jedoch für eine Frage der Zeit, bis dies aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden Verbreitung der Mücke geschehen wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt, wenn infizierte Personen aus Risikogebieten nach Deutschland reisen und von einer Tigermücke gestochen werden, die das Virus dann weiterverbreiten kann. (Lesen Sie auch: Garden Grove Evakuierung Wegen Drohender Tank-Explosion)
Obwohl die Tigermücke Krankheiten übertragen kann, ist das Risiko in Deutschland derzeit noch gering. Dennoch sollte man sich vor Mückenstichen schützen, insbesondere in Gebieten, in denen die Tigermücke vorkommt.
Wie breitet sich die Tigermücke in Deutschland aus?
Die Ausbreitung der Tigermücke in Deutschland erfolgt hauptsächlich auf zwei Wegen: passiv durch den internationalen Reise- und Warenverkehr und aktiv durch die natürliche Ausbreitung der Populationen. Eier und Larven der Mücke können in wassergefüllten Behältern wie Autoreifen oder Blumentöpfen transportiert werden. So gelangen sie unbemerkt in neue Gebiete, wo sie sich bei geeigneten Bedingungen entwickeln und vermehren können. Die Mückenexpertin Doreen Werner betont, dass sich die Tigermücke vom Süden nach Norden ausbreitet. Der nördlichste Nachweis einer Population sei bislang in Berlin. Eine Karte der aktuellen Verbreitung kann man auf der Seite des Mückenatlas finden. (Lesen Sie auch: Garden Grove Evakuierung: Tank droht zu Explodieren!)
Was kann man gegen die Ausbreitung der Tigermücke tun?
Die Bekämpfung der Tigermücke ist eine Gemeinschaftsaufgabe und erfordert das Engagement von Behörden und Bürgern. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Beseitigung von Brutstätten, also stehenden Gewässern, in denen die Mückenlarven sich entwickeln können. Regentonnen sollten abgedeckt, Blumentöpfe regelmäßig geleert und andere wassergefüllte Behälter entfernt werden. Auch der Einsatz von biologischen Larviziden, die gezielt die Mückenlarven abtöten, kann sinnvoll sein. In einigen Kommunen gibt es bereits spezielle Bekämpfungsprogramme, die von den Behörden durchgeführt werden. Das Umweltbundesamt bietet auf seiner Seite umfassende Informationen zum Thema Schutz vor invasiven Arten.
Die frühe Sichtung der Tigermücke in Deutschland zeigt, dass die Bekämpfung der invasiven Art eine kontinuierliche Aufgabe ist. Nur durch konsequente Maßnahmen und die Sensibilisierung der Bevölkerung kann die weitere Ausbreitung der Mücke und das damit verbundene Risiko der Krankheitsübertragung eingedämmt werden. (Lesen Sie auch: Spacex Starship Testflug: Was Triebwerksausfälle Bedeuten)




