Der dänische Trainer Thomas Frank wurde am 11. Februar 2026 von Tottenham Hotspur entlassen – nach nur acht Monaten im Amt und einer desaströsen Premier-League-Bilanz. Die Spurs stehen auf dem 16. Tabellenplatz, nur fünf Punkte über der Abstiegszone, und haben 2026 noch kein einziges Ligaspiel gewonnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Thomas Frank wurde am 11. Februar 2026 von Tottenham Hotspur entlassen
- Die Spurs stehen auf Platz 16 der Premier League, nur fünf Punkte über der Abstiegszone
- Frank gewann in 26 Premier-League-Spielen nur sieben Partien – eine Siegquote von 26,9%
- Das Team blieb 2026 ohne Sieg in acht Ligaspielen
- Mauricio Pochettino gilt als Favorit für die Nachfolge nach der WM 2026
- Bei Brentford führte Frank das Team 2021 nach 74 Jahren zurück in die Premier League
- Die Entlassung erfolgte nach der 1:2-Heimniederlage gegen Newcastle United
Tottenham zieht die Notbremse: Frank muss gehen
Am Morgen des 11. Februar 2026 bestätigte Tottenham Hotspur offiziell die Entlassung von Cheftrainer Thomas Frank. Die Spurs entließen Frank nach der 1:2-Heimniederlage gegen Newcastle United am Dienstagabend, wie Sky Sports berichtete. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte der Klub: «Thomas wurde im Juni 2025 ernannt, und wir waren entschlossen, ihm die Zeit und Unterstützung zu geben, die er braucht, um gemeinsam für die Zukunft zu bauen. Allerdings haben Ergebnisse und Leistungen den Vorstand zu dem Schluss gebracht, dass zu diesem Zeitpunkt der Saison eine Veränderung notwendig ist.»
Die Entscheidung kam für viele nicht überraschend. Das Team hat es versäumt, in den acht Ligaspielen im Jahr 2026 einen einzigen Sieg einzufahren – ein dramatischer Absturz, der Frank letztendlich den Job kostete. Die Fans hatten bereits während des Newcastle-Spiels «You’re getting sacked in the morning» skandiert und Franks Namen ausgebuht.
Von Brentford-Held zum Tottenham-Flop
Thomas Frank kam im Juni 2025 mit großen Erwartungen zu den Spurs. Der Däne hatte die Spurs im vergangenen Sommer nach einer höchst erfolgreichen Zeit bei Brentford verlassen, wo er mit begrenzten Ressourcen konstant über den Erwartungen performte. Bei Brentford war Frank eine Legende geworden, nachdem er das Team 2021 nach einem 2:0-Sieg über Swansea City im Championship-Playoff-Finale in die Premier League führte – die erste Rückkehr in die oberste Spielklasse nach 74 Jahren.
Während seiner sieben Jahre bei den Bees hält Frank den Rekord für die meisten Siege in seinen ersten 200 Spielen als Trainer (90) und steht mit 132 Gesamtsiegen auf dem dritten Platz der Vereinsgeschichte. Er führte Brentford zu bemerkenswerten Siegen gegen Top-Clubs wie Manchester City, Liverpool und Manchester United – Leistungen, die Tottenham dazu veranlassten, ihn als Nachfolger von Ange Postecoglou zu verpflichten.
Die katastrophale Bilanz bei Tottenham
Was bei Brentford funktionierte, scheiterte in Nordlondon komplett. Frank verlässt den Klub mit nur 13 Siegen aus 38 Spielen, wobei die Niederlage gegen Newcastle ihm die schlechteste Premier-League-Siegquote aller Tottenham-Manager in der Premier-League-Ära beschert – nur 26,9 Prozent. Im Vergleich dazu: Unter Pochettino gewannen die Spurs etwa 54 Prozent ihrer Premier-League-Spiele über fast fünf Spielzeiten, wobei die Quote in seinen Spitzenjahren über 60 Prozent stieg.
Die Heimbilanz war besonders alarmierend. Frank hält den unerwünschten Rekord der schlechtesten Premier-League-Heimsiegquote aller Tottenham-Manager seit 2008. Das Team kämpfte mit mangelnder Konstanz, Kreativität und defensiver Stabilität – eine tödliche Kombination, die die Spurs in Richtung Abstiegskampf trieb.
Pochettino-Rückkehr als Traumlösung?
Während Tottenham nach dem sechsten Cheftrainer in sieben Jahren sucht, kristallisiert sich ein Name als Favorit heraus: Mauricio Pochettino. Mauricio Pochettino gilt als heißer Anwärter für den Job. Der 52-jährige Argentinier ist derzeit noch als Nationaltrainer der USA beschäftigt. Eine sofortige Verpflichtung ist jedoch unmöglich, da Pochettino die USA bei der Heim-WM 2026 betreuen wird.
Pochettino ist bei den Spurs-Fans extrem beliebt und führte den Klub in seiner ersten Amtszeit von 2014 bis 2019 zur erfolgreichsten Phase der jüngeren Vereinsgeschichte, einschließlich des Erreichens des Champions-League-Finals 2019. Laut TEAMtalk hat Pochettino bereits «Ja» zur Übernahme des Tottenham-Jobs nach einem Update zu Franks Zukunft gesagt.
Als Übergangslösung könnten die Spurs Johnny Heitinga einsetzen, der bereits Teil des Trainerstabs ist. Weitere diskutierte Kandidaten sind Roberto De Zerbi, Oliver Glasner und Xavi – doch die Rückkehr von Pochettino scheint die emotionalste und populärste Lösung zu sein.
Franks Karriere: Vom Jugendtrainer zur Premier League
Thomas Franks Fußball-Karriere begann bescheiden. Geboren am 9. Oktober 1973 in Frederiksværk, Dänemark, spielte er selbst nur im Amateurbereich. Nach einem Studium der Sportwissenschaft und Sportpsychologie am Copenhagen Institute of Sports Medicine startete er 1995 seine Trainerkarriere – zunächst mit U8-Teams seines Heimatvereins.
Der Weg über die dänischen Jugendnationalteams
Frank arbeitete sich systematisch nach oben und wurde 2008 Manager der dänischen U16- und U17-Nationalteams. 2011 führte er die U17 erstmals seit acht Jahren zur Europameisterschaft, wo sie das Halbfinale erreichten. 2013 folgte der erste Job im Seniorenfußball als Cheftrainer von Brøndby IF in der dänischen Superliga.
Bei Brøndby erzielte er vierte und dritte Plätze, bevor er 2016 nach einer Kontroverse zurücktrat – der Klubchairman hatte unter Pseudonym online Kritik an Frank geäußert. Nur neun Monate später bot sich die Chance in England.
Die Brentford-Erfolgsgeschichte
Im Dezember 2016 kam Frank als Co-Trainer zu Brentford und wurde im Oktober 2018 zum Cheftrainer befördert, nachdem Dean Smith zu Aston Villa gewechselt war. Trotz eines schwierigen Starts mit nur einem Sieg aus den ersten zehn Spielen stabilisierte Frank das Team. Es folgten mehrere Auszeichnungen als Championship Manager des Monats und historische Erfolge.
Wie bereits in unserem Artikel über sportliche Höchstleistungen diskutiert, sind konstante Erfolge auf Top-Niveau extrem schwer zu replizieren. Frank lernte dies bei Tottenham auf schmerzhafte Weise. Während bei Brentford sein System mit begrenzten Mitteln perfekt funktionierte, reichte es bei einem Topklub mit höheren Erwartungen nicht aus.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
| Statistik | Thomas Frank bei Brentford | Thomas Frank bei Tottenham |
|---|---|---|
| Gesamtspiele | 283 | 38 |
| Siege | 132 | 13 |
| Siegquote | ~46,6% | 34,2% |
| Premier-League-Siegquote | ~40% | 26,9% |
| Amtszeit | 7 Jahre (2018-2025) | 8 Monate (Juni 2025 – Feb 2026) |
| Größte Erfolge | Aufstieg 2021, Siege gegen Man City, Liverpool | Champions-League-Qualifikation |
| Tabellenplatz bei Abgang | Etabliert (Top 10) | 16. Platz |
Häufig gestellte Fragen zu Thomas Frank
Warum wurde Thomas Frank von Tottenham entlassen?
Thomas Frank wurde wegen katastrophaler Ergebnisse entlassen. Mit einer Siegquote von nur 26,9% in der Premier League und null Siegen in acht Spielen im Jahr 2026 stand Tottenham auf Platz 16, nur fünf Punkte über der Abstiegszone. Die 1:2-Heimniederlage gegen Newcastle war der letzte Auslöser.
Wie lange war Thomas Frank Trainer bei Tottenham?
Thomas Frank war nur acht Monate Trainer bei Tottenham Hotspur – von Juni 2025 bis Februar 2026. Er bestritt insgesamt 38 Spiele in allen Wettbewerben, davon 26 in der Premier League.
Was waren Thomas Franks größte Erfolge bei Brentford?
Bei Brentford führte Frank das Team 2021 nach 74 Jahren zurück in die Premier League durch einen 2:0-Sieg im Championship-Playoff-Finale. Er erzielte historische Siege gegen Manchester City, Liverpool und Manchester United und etablierte Brentford als stabilen Premier-League-Klub. Er gewann zweimal die Auszeichnung «DBU Coach of the Year» (2020, 2022).
Wer wird Nachfolger von Thomas Frank bei Tottenham?
Mauricio Pochettino gilt als Topfavorit für die Nachfolge, ist aber als US-Nationaltrainer bis nach der WM 2026 gebunden. Als Übergangslösung könnte Johnny Heitinga fungieren. Weitere Kandidaten sind Roberto De Zerbi, Oliver Glasner und Xavi.
Wie war Thomas Franks Bilanz im Vergleich zu anderen Tottenham-Trainern?
Frank hat mit 26,9% die schlechteste Premier-League-Siegquote aller Tottenham-Manager in der Premier-League-Ära. Zum Vergleich: Pochettino erreichte 54%, Mourinho 51%, Conte 53% und selbst Postecoglou hatte knapp 50% Siegquote.
Warum hat Thomas Frank bei Tottenham versagt, aber bei Brentford Erfolg hatte?
Bei Brentford passte Franks System perfekt zur Klubphilosophie und den begrenzten Ressourcen. Er konnte in Ruhe arbeiten und überraschte mit taktischer Flexibilität. Bei Tottenham waren die Erwartungen höher, der Druck enormer und die Verletzungsmisere mit 11-12 fehlenden Spielern problematisch. Seine defensiv-orientierte Spielweise überzeugte die Fans nicht.
Was passiert jetzt mit Thomas Frank?
Frank ist nun vereinslos und wird vermutlich eine Pause einlegen, bevor er eine neue Herausforderung annimmt. Seine Erfolge bei Brentford haben seinen Ruf als guter Trainer für kleinere Klubs gefestigt, allerdings hat das Tottenham-Abenteuer gezeigt, dass er möglicherweise nicht für absolute Top-Jobs bereit ist.
Fazit: Eine Geschichte von zwei Karrieren
Die Entlassung von Thomas Frank bei Tottenham am 11. Februar 2026 markiert eines der kürzesten und erfolglosesten Kapitel in der jüngeren Geschichte des Klubs. Mit nur acht Monaten im Amt und einer Siegquote von 26,9% in der Premier League wird Franks Zeit bei den Spurs als Warnung dienen: Erfolg auf einer Ebene garantiert nicht automatisch Erfolg auf der nächsten.
Bei Brentford war Frank ein visionärer Trainer, der mit begrenzten Mitteln Außergewöhnliches erreichte. Bei Tottenham konnte er diese Magie nicht reproduzieren. Die Kombination aus hohem Erwartungsdruck, Verletzungspech und taktischer Inflexibilität führte zum schnellen Aus. Nun steht Tottenham vor der Herausforderung, den sechsten Trainer in sieben Jahren zu finden – mit Pochettino als Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft.
Für Frank selbst bleibt Brentford sein Vermächtnis: Ein kleiner Klub, den er in die Elite führte. Das Tottenham-Kapitel wird als teurer Lernprozess in die Geschichte eingehen, sowohl für den Trainer als auch für den Verein, der erneut lernen muss, dass nicht jeder erfolgreiche Trainer automatisch zu einem Topklub passt.
Autor: Redaktionsteam Welt der Legenden | Stand: 11. Februar 2026
Lesezeit: ca. 6 Minuten