„Ist alles gut, Bruder?“ Diese Frage hallt nach dem Sehen von Saša Vajdas Langfilmdebüt „The Lights, They Fall“ nach. Der Film, der auf der Berlinale 2026 seine Premiere feierte, ist keine einfache Kost, sondern eine behutsame Auseinandersetzung mit Verlust, Trauer und der Suche nach Halt in einer Welt, die sich unaufhaltsam verändert. Vajda gelingt es, Naturalismus und magischen Realismus auf eine Art und Weise zu verbinden, die den Zuschauer tief berührt.
The Lights They Fall steht dabei im Mittelpunkt.

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Film-Fakten
- Regisseur Saša Vajda wurde 1986 in München geboren.
- Hauptdarsteller Mohammed Yassin Ben Majdouba spielt den 16-jährigen Ilay.
- Der Film balanciert zwischen Naturalismus und magischem Realismus.
- Tom Otte führte die Kamera.
- Die Premiere war auf der Berlinale 2026.
Unser Eindruck: Ein stiller, nachdenklicher Film, der lange nachwirkt.
| Titel | The Lights, They Fall |
|---|---|
| Originaltitel | The Lights, They Fall |
| Regie | Saša Vajda |
| Drehbuch | Saša Vajda |
| Besetzung | Mohammed Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto Catemaxca, Mahira Hakberdieva |
| Genre | Drama |
| Kinostart/Streaming-Start | Berlinale 2026 |
| Produktion | VajdaFilm |
Die Poesie des Alltags im Angesicht des Todes
Der 1986 in München geborene Saša Vajda, der sowohl als Drehbuchautor als auch Regisseur fungierte, und sein Kameramann Tom Otte nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in die Berliner Vorstadt. Dort begegnen wir dem 16-jährigen Ilay, gespielt von Mohammed Yassin Ben Majdouba, und Ana, einer Palliativpflegerin aus Mexiko, dargestellt von Flor Prieto Catemaxca. Ana kümmert sich um Ilays Mutter Maria (Mahira Hakberdieva), die im Sterben liegt. Der Film vermeidet dabei jegliche Sentimentalität und nähert sich seinen Figuren mit einer seltenen Ehrlichkeit.
Vajda gelingt das Kunststück, die trostlose Realität am Rande der Großstadt in etwas Poetisches zu verwandeln. Die Kamera fängt die kleinen Gesten, die flüchtigen Blicke und die unausgesprochenen Worte ein, die so viel über das Innenleben der Charaktere verraten. Wie Filmportal.de hervorhebt, ist «The Lights, They Fall» ein Film, der sich Zeit nimmt, um seine Geschichte zu erzählen, und dem Zuschauer Raum lässt, um mitzufühlen und zu reflektieren. (Lesen Sie auch: Allegro Pastell Film: Trailer zum Buch-Hype mit…)
Was unterscheidet «The Lights, They Fall» von anderen Filmen über Trauer?
Viele Filme thematisieren den Verlust eines geliebten Menschen, doch «The Lights, They Fall» geht einen anderen Weg. Anstatt sich auf ein melodramatisches Trauerzeremoniell zu konzentrieren, rückt der Film den Alltag in den Vordergrund. Wir sehen Ilay bei seiner Arbeit in einem Logistikzentrum, bei seinen Sozialstunden und beim Abhängen mit Freunden am See. Diese Szenen mögen unspektakulär erscheinen, doch gerade in ihrer Schlichtheit offenbaren sie die Zerrissenheit des Jugendlichen, der mit dem bevorstehenden Tod seiner Mutter konfrontiert ist.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Figur der Ana. Die Palliativpflegerin ist keine Heilige, sondern eine Frau mit eigenen Problemen und einer Suchterkrankung. Ihre stille Hingabe bei der Pflege von Maria steht im Kontrast zu ihrem inneren Kampf, was sie zu einer komplexen und glaubwürdigen Figur macht. Die Berlinale selbst beschreibt den Film als «eine sensible Studie über Verlust und die Suche nach Hoffnung».
Die Bildsprache des Films ist von einer zurückhaltenden Ästhetik geprägt. Kameramann Tom Otte setzt auf lange Einstellungen und natürliche Beleuchtung, um eine Atmosphäre der Intimität und Authentizität zu schaffen. Die Musik, sparsam eingesetzt, unterstreicht die melancholische Stimmung des Films, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die nächtlichen Streifzüge Ilays durch die Stadt, die in geisterhaftes Licht getaucht sind, erinnern an Edward Hoppers Gemälde und verleihen dem Film eine surreale Note.
Wie gelingt der Balanceakt zwischen Realismus und Magie?
Ein Schlüsselelement von «The Lights, They Fall» ist die subtile Integration von magischem Realismus. Ilays zunehmender Realitätsverlust manifestiert sich in surrealen Traumszenen und halluzinatorischen Momenten. So stiehlt er beispielsweise auf einem seiner nächtlichen Streifzüge einen Hund, was Ana dazu veranlasst, ihn zu einem Psychologen zu bringen. Dort offenbart Ilay seinen tief verwurzelten Glauben an die Unmöglichkeit des Sterbens. Diese Elemente verleihen dem Film eine zusätzliche Dimension und machen ihn zu mehr als nur einem realistischen Drama. (Lesen Sie auch: Germany Next Topmodel 2026: Alle Models, Gäste…)
Der Film verzichtet auf einfache Erklärungen und lässt den Zuschauer im Unklaren darüber, was Realität und was Einbildung ist. Diese Ambivalenz ist bewusst gewählt und spiegelt die Verwirrung und Unsicherheit wider, die Ilay in dieser schwierigen Lebensphase empfindet. Wie Kino-Zeit.de betont, ist es gerade dieses «Spiel mit der Wahrnehmung», das den Film so faszinierend macht.
Die URL des Filmbildes lautet: https://www.kino-zeit.de/sites/default/files/styles/grosse_klickstrecke_940x530_/public/2026-02/the_lights_they_fall_2026_1.jpg?itok=-Lyb_v7m. Diese URL verweist auf ein Filmstill, das die Atmosphäre des Films gut einfängt.
Für wen lohnt sich «The Lights, They Fall»?
«The Lights, They Fall» ist kein Film für ein breites Publikum. Wer auf der Suche nach leichter Unterhaltung ist, wird hier nicht fündig. Der Film richtet sich an Zuschauer, die sich auf eine intensive und nachdenkliche Auseinandersetzung mit den Themen Tod, Trauer und Verlust einlassen wollen. Wer Filme wie «Winter Sleep» von Nuri Bilge Ceylan oder «Manchester by the Sea» von Kenneth Lonergan mochte, wird hier ebenfalls auf seine Kosten kommen. Vajda beweist mit seinem Debüt ein sicheres Gespür für Atmosphäre und Charakterzeichnung und etabliert sich als eine Stimme, auf die man in Zukunft achten sollte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Film «The Lights, They Fall»?
Der Film begleitet den 16-jährigen Ilay, dessen Mutter im Sterben liegt, und Ana, die Palliativpflegerin, die sich um sie kümmert. Er zeigt ihren Alltag am Rande von Berlin, wobei Realismus und magischer Realismus miteinander verschmelzen.
Wer sind die Hauptdarsteller in «The Lights, They Fall»?
Die Hauptrollen spielen Mohammed Yassin Ben Majdouba als Ilay, Flor Prieto Catemaxca als Ana und Mahira Hakberdieva als Ilays Mutter Maria.
Was macht «The Lights, They Fall» besonders?
Der Film vermeidet melodramatische Klischees und konzentriert sich stattdessen auf den Alltag der Figuren. Die Kombination aus Naturalismus und magischem Realismus verleiht dem Film eine einzigartige Note. (Lesen Sie auch: Der Nebel Neuverfilmung: Stephen Kings Horror-Meisterwerk Kehrt…)
Wo feierte «The Lights, They Fall» Premiere?
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2026.
Wer führte die Kamera in «The Lights, They Fall»?
Tom Otte führte die Kamera und schuf eine zurückhaltende Ästhetik mit langen Einstellungen und natürlicher Beleuchtung.
„The Lights, They Fall“ ist ein Film, der unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Saša Vajda beweist mit seinem Langfilmdebüt, dass er ein Regisseur mit einer klaren Vision und einem feinen Gespür für menschliche Beziehungen ist. Auch wenn der Film keine einfache Unterhaltung bietet, so ist er doch ein wertvoller Beitrag zum deutschen Kino und ein berührendes Porträt von Verlust und Hoffnung am Rande der Gesellschaft.
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Die Zeit. Wie Die Zeit berichtet, ist Saša Vajda ein Regisseur, der es versteht, die Poesie des Alltags einzufangen.





