„Angesichts der gleichgültigen Reaktionen von Gesellschaft und Polizei nimmt Andrius eine neue Mission auf sich: den Täter selbst zu finden.“ Der the activist film von Romas Zabarauskas beleuchtet die persönlichen Auswirkungen politischer Ereignisse. Nach dem tragischen Verlust seines Partners, der sich für LGBTQ+-Rechte eingesetzt hat, begibt sich Andrius auf eine gefährliche Suche nach Gerechtigkeit.

Unser Eindruck: Ein intensiver und persönlicher Thriller, der wichtige Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt.
Ein Leben für LGBTQ+-Rechte und der Preis dafür
Romas Zabarauskas, der litauische Filmemacher, ist bekannt für seine Auseinandersetzung mit politischen Themen. Bereits in seinen vorherigen Filmen „The Lawyer“ (2020) und „The Writer“ (2023) widmete er sich gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. „The Activist“ setzt diese Linie fort und konzentriert sich auf die Auswirkungen politischer Überzeugungen auf das Leben der Menschen, die sich engagieren. Angesichts seines eigenen Engagements für LGBTQ+-Rechte erhält der Film eine persönliche und eindringliche Note.
Der Film begleitet Andrius, einen jungen Mann Anfang zwanzig, der in einer Druckerei arbeitet. Andrius steht dem Aktivismus seines Partners Deividas skeptisch gegenüber und sorgt sich um mögliche Bedrohungen durch Neonazis. Deividas leitet Rainbow Kaunas, eine Organisation, die den ersten Pride in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, organisiert. Nach einem Streit findet Andrius Deividas ermordet in der gemeinsamen Wohnung vor. Die Polizei ermittelt, doch Andrius spürt, dass die Behörden den Fall nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit verfolgen. So beginnt er, auf eigene Faust zu ermitteln. Wie Die Zeit berichtet, ist «The Activist» ein Film, der unter die Haut geht. (Lesen Sie auch: Das Drama Film mit Zendaya: Eskalation, die…)
Wie unterscheidet sich «The Activist» von anderen LGBTQ+-Filmen?
Während viele Filme das Leben von LGBTQ+-Personen feiern oder Diskriminierung anprangern, geht «The Activist» einen Schritt weiter. Der Film zeigt nicht nur die Schwierigkeiten, mit denen Aktivisten konfrontiert sind, sondern auch die persönlichen Opfer, die sie bringen müssen. Er thematisiert die Angst, die ständige Bedrohung und die Frage, wie weit man für seine Überzeugungen gehen kann. Im Gegensatz zu Filmen wie «Pride» (2014), der eine positive und hoffnungsvolle Geschichte erzählt, ist «The Activist» ein düsterer und realistischer Thriller, der die Schattenseiten des Aktivismus beleuchtet.
Der Film vermeidet es, einfache Antworten zu geben. Er zeigt die Komplexität der Situation und die moralischen Grauzonen, in denen sich Andrius bewegt. Die Kameraarbeit fängt die beklemmende Atmosphäre der litauischen Stadt ein und verstärkt das Gefühl der Bedrohung. Der Schnitt ist rasant und dynamisch, was die innere Zerrissenheit von Andrius widerspiegelt. Die Musik unterstreicht die emotionalen Momente und trägt zur Spannung bei.
Serien-Fakten
- Der Film basiert auf realen Ereignissen und Erfahrungen von LGBTQ+-Aktivisten in Litauen.
- Romas Zabarauskas setzt sich seit Jahren für LGBTQ+-Rechte ein und hat 2021 einen offenen Brief an den Präsidenten Litauens geschrieben.
- Der Film wurde auf mehreren internationalen Filmfestivals gezeigt und hat positive Kritiken erhalten.
- Bartosz Bielenia, der die Hauptrolle spielt, ist einer der bekanntesten polnischen Schauspieler und hat bereits in Filmen wie «Corpus Christi» (2019) mitgespielt.
Welche Rolle spielt die Gesellschaft in «The Activist»?
Ein zentrales Thema des Films ist die Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber Hassverbrechen gegen LGBTQ+-Personen. Andrius muss feststellen, dass die Polizei wenig Interesse an der Aufklärung des Mordes an Deividas hat und dass viele Menschen in seinem Umfeld die Tat verharmlosen oder sogar rechtfertigen. Diese Erfahrung verstärkt seinen Wunsch nach Gerechtigkeit und treibt ihn zu immer riskanteren Aktionen. Die Darstellung der litauischen Gesellschaft ist dabei differenziert und vermeidet es, einseitige Schuldzuweisungen zu machen. Der Film zeigt sowohl Vorurteile und Diskriminierung als auch Solidarität und Unterstützung für die LGBTQ+-Community.
Die Organisation Rainbow Kaunas, die im Film eine wichtige Rolle spielt, existiert tatsächlich. Sie setzt sich für die Rechte von LGBTQ+-Personen in Litauen ein und organisiert Veranstaltungen wie den Pride in Kaunas. Litauen gehört zu den wenigen EU-Ländern, die die gleichgeschlechtliche Ehe nicht anerkennen. Wie die Tagesschau berichtet, gibt es in Litauen immer noch Widerstand gegen die Gleichstellung von LGBTQ+-Personen. (Lesen Sie auch: Whistle Film 2025: Der Todespfiff Lässt Highschool-Clique…)
Für wen lohnt sich «The Activist»?
«The Activist» ist ein Film für Zuschauer, die sich für politische Themen und LGBTQ+-Rechte interessieren. Wer Filme wie «Philadelphia» (1993) oder «Milk» (2008) mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Allerdings ist «The Activist» kein Feel-Good-Movie, sondern ein düsterer und beklemmender Thriller, der zum Nachdenken anregt. Der Film ist nichts für Zuschauer, die leichte Unterhaltung suchen oder sich von Gewalt abschrecken lassen. Wer sich jedoch auf die intensive Geschichte und die komplexen Charaktere einlässt, wird mit einem Film belohnt, der lange nachwirkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem the activist film «The Activist»?
Der Film handelt von Andrius, der nach dem Mord an seinem aktivistischen Partner Deividas auf eigene Faust nach dem Täter sucht. Dabei wird er mit der Gleichgültigkeit der Gesellschaft und der Bedrohung durch Neonazis konfrontiert. (Lesen Sie auch: Sci Fi Film TV Heute: Diesen Spielberg-ähnlichen…)
Welche Themen behandelt der Film «The Activist»?
Der Film behandelt Themen wie LGBTQ+-Rechte, Aktivismus, Hassverbrechen, Verlust, Gerechtigkeit und die Rolle der Gesellschaft.
Wer hat den Film «The Activist» gedreht?
Der Film wurde von dem litauischen Filmemacher Romas Zabarauskas gedreht, der sich auch für LGBTQ+-Rechte einsetzt.
Wo kann man den Film «The Activist» sehen?
Die Verfügbarkeit des Films «The Activist» in Kinos oder auf Streaming-Plattformen ist derzeit nicht bekannt. Informationen dazu sind beim Verleih Cinemien erhältlich.
Ist «The Activist» ein politischer Film?
Ja, «The Activist» ist ein politischer Film, der sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt und zum Nachdenken anregt. Er wirft Fragen nach Gerechtigkeit, Toleranz und dem Wert des Aktivismus auf. (Lesen Sie auch: Supergirl-Star Milly Alcock weiß, dass sie Hasskommentare…)
„The Activist“ ist ein wichtiger Film, der die persönlichen Auswirkungen politischer Ereignisse beleuchtet und die Notwendigkeit des Engagements für LGBTQ+-Rechte hervorhebt. Er ist ein düsterer und beklemmender Thriller, der zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt. Die Authentizität des Films wird durch das Engagement des Regisseurs Romas Zabarauskas für LGBTQ+-Rechte unterstrichen, wie sein offener Brief an den litauischen Präsidenten im Jahr 2021 zeigt. Weitere Informationen zum Thema LGBTQ+ bietet beispielsweise Queer.de.




