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Die Tankstelle in Deutschland erlebt im Februar 2026 dramatische Veränderungen. Während die Spritpreise seit Jahresbeginn massiv gestiegen sind, schrumpft das Tankstellennetz auf einen historischen Tiefstand. Im Jahr 2025 gab es nur noch 14.018 Tankstellen – 359 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig kostet ein Liter Benzin (Super E5) aktuell im Schnitt 1,78 Euro und Diesel 1,67 Euro. Die CO2-Steuer, Rohölpreise und strukturelle Probleme setzen Autofahrer und Tankstellenbetreiber gleichermaßen unter Druck.
Das Wichtigste in Kürze
- Tankstellennetz schrumpft: Im Jahr 2025 gab es nur noch 14.018 Tankstellen in Deutschland – 359 weniger als im Vorjahr
- Spritpreise auf Elfmonatshoch: Super E5 kostet aktuell durchschnittlich 1,78 Euro, Diesel 1,67 Euro pro Liter
- CO2-Steuer treibt Preise: 2026 liegt die CO2-Abgabe zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne, was zusätzlich bis zu 3,2 Cent pro Liter kostet
- Beste Tankzeit: Zwischen 19 und 22 Uhr tanken spart bis zu 13 Cent pro Liter gegenüber morgens
- Wasserstoff-Tankstellen schrumpfen: Nur noch 50 öffentliche H2-Tankstellen in Deutschland (vor zwei Jahren über 80)
- Zukunft Mobility Hubs: Klassische Tankstellen wandeln sich zu multifunktionalen Zentren mit Ladeparks, Schnellladern und digitalen Shops
- Geringe Margen: Vom Literpreis bleiben Tankstellenpächtern nur wenige Cent – das Hauptgeschäft findet im Shop statt
Einleitung: Tankstelle Deutschland im Umbruch
Die Tankstelle in Deutschland durchlebt Anfang 2026 eine historische Transformation. Autofahrer erleben die höchsten Spritpreise seit elf Monaten, während das Tankstellennetz rapide schrumpft. Die Kombination aus CO2-Steuer, steigenden Rohölpreisen und schwachem Euro belastet nicht nur Verbraucher, sondern stellt auch die Existenz vieler Tankstellenbetreiber infrage. Dieser Artikel beleuchtet die aktuelle Lage, erklärt die Hintergründe der Preisentwicklung und zeigt, wie die Tankstelle der Zukunft aussehen könnte.
Aktuelle Spritpreise: Tankstelle wird immer teurer
Im Februar 2026 kostet ein Liter Benzin (Super E5) im bundesweiten Durchschnitt 1,78 Euro und ein Liter Diesel 1,67 Euro. Die Kraftstoffpreise sind seit Jahresbeginn massiv gestiegen. Die Spritpreise an deutschen Tankstellen sind zum Jahresbeginn in die Höhe geschnellt, mit einem Anstieg von rund 10 Cent pro Liter innerhalb von knapp drei Wochen.
Der ADAC berichtet, dass die Kraftstoffpreise im Januar auf ein Elfmonatshoch geklettert sind. Besonders auffällig: Die Spritpreise am Wochenende steigen deutlich und geben unter der Woche wieder nach. Diese Entwicklung macht die Tankstelle für Verbraucher zunehmend zur finanziellen Belastung, wie unser Artikel zu Preiserhöhungen bei Tchibo zeigt – auch andere Branchen kämpfen mit Kostensteigerungen.
CO2-Steuer als Preistreiber an der Tankstelle
Ein wesentlicher Grund für die hohen Preise an der Tankstelle ist die CO2-Steuer. Der Staat hebt den Preis für CO2-Ausstoß an: Im Jahr 2025 kostete eine Tonne noch 55 Euro, ab 2026 wird der Preis versteigert und darf sich zwischen 55 und 65 Euro bewegen. Wenn man für 2026 einen Mittelwert von 60 Euro pro Tonne zugrunde legt, kostet Benzin etwa 17 Cent und Diesel rund 19 Cent mehr pro Liter als ohne die Abgabe.
Im Vergleich zu 2025 steigt der Preis für Benzin oder Diesel um maximal 3,2 Cent pro Liter. Doch das ist erst der Anfang: Ab 2027 fällt der staatliche Preisdeckel, der Markt entscheidet dann frei über den Preis für Verschmutzungsrechte, was zu deutlich höheren Spritpreisen führen könnte.
Rohölpreis und Euro-Schwäche belasten Tankstelle
Neben der CO2-Steuer spielen auch internationale Faktoren eine Rolle. Der Rohölmarkt ist eine wesentliche Ursache: Der Preis für ein Barrel Brent-Öl liegt bei 65 US-Dollar, gleichzeitig hat der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren, was den Einkauf für Unternehmen verteuert.
Tankstellen-Sterben: Deutschland verliert 359 Standorte
Deutschlands Tankstellennetz schrumpft: Im Jahr 2025 gab es nur noch 14.018 Tankstellen, das sind 359 weniger als im Vorjahr. Dieser Trend ist alarmierend und hat mehrere Ursachen.
Warum Tankstellen schließen müssen
Mit Benzin und Diesel lässt sich kaum noch Geld verdienen – vom Literpreis bleiben dem Pächter nur wenige Cent, davon muss er Personal, Pacht und Transport bezahlen. Das eigentliche Geschäft findet im Shop statt: Was früher das Mettbrötchen war, ist heute der Lachsbagel oder Latte Macchiato – die Tankstelle wandelt sich zum Supermarkt mit angeschlossener Zapfsäule.
Die Politik verschärft das Sterben: Seit Januar 2025 kostet die Tonne CO2 55 Euro, was die Preise für Benzin und Diesel weiter nach oben treibt, während die Margen der Händler gering bleiben. Wer heute für 1,70 Euro tankt, überweist mehr als die Hälfte direkt an den Fiskus – die Betreiber stecken im Würgegriff zwischen steigenden Kosten und wegbleibenden Kunden.
Die Zukunft der Tankstelle: Mobility Hubs statt Zapfsäule
Das Sterben der klassischen Tankstelle könnte gleichzeitig die Geburt eines neuen Konzepts sein. Branchenexperten sehen die Zukunft in «Mobility Hubs»: Ladeparks kombinieren Wasserstoff für Lkws, Ultraschnelllader für Pkws und digitale Shops ohne Warteschlangen – die Tankstelle von morgen ist ein moderner Rastplatz.
Doch auch dieser Plan birgt Herausforderungen. Weniger als die Hälfte der E-Auto-Fahrer kauft im Shop ein, viele schrecken hohe Preise ab, und vier von fünf E-Auto-Fahrern laden zu Hause – das Ladesäulen-Netz wird das Tankstellen-Sterben nicht stoppen.
Wasserstoff-Tankstellen: Rückbau statt Ausbau
Auch bei Wasserstoff-Tankstellen zeigt sich ein Rückgang. Die Zahl der Wasserstoff-Tankstellen sinkt weiter: Laut H2 Mobility sind in Deutschland aktuell 50 öffentlich zugängliche Anlagen am Netz, vor zwei Jahren waren es noch über 80.
Der Grund ist eine Strategieänderung bei den Gasanbietern: Als wichtigste Kundschaft gelten Lkw und Nutzfahrzeuge, die mehr Fläche und 350-bar-Gas benötigen, während viele frühe Tankstellen auf Pkw mit 700-bar ausgelegt waren und deshalb geschlossen wurden. Das Bundesverkehrsministerium fördert mit 220 Millionen Euro den Aufbau von bis zu 40 neuen Wasserstoff-Tankstellen speziell für Nutzfahrzeuge.
Spartipps für die Tankstelle: So sparen Sie Geld
Angesichts der hohen Preise an der Tankstelle lohnt es sich, clever zu tanken. Hier die wichtigsten Spartipps:
1. Zur richtigen Zeit tanken
Spritpreise schwanken im Tagesverlauf deutlich: Laut ADAC ist Tanken zwischen 19 und 22 Uhr am preiswertesten, morgens kurz nach sieben Uhr ist Benzin im Schnitt 12,5 Cent teurer, Diesel 13,3 Cent.
2. Preise vergleichen
Apps wie «ADAC Drive» ermöglichen den Vergleich aktueller Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland rund um die Uhr. Die Preisunterschiede zwischen Tankstellen betragen bis zu 7 Cent pro Liter.
3. Autobahn-Tankstellen meiden
Bei Autobahnfahrten zum Tanken abfahren und an Autobahntankstellen nur so viel tanken, um eine günstigere Tankstelle am Zielort zu erreichen.
4. Vorausschauend fahren
Eine spritsparende Fahrweise reduziert den Verbrauch und damit die Kosten an der Tankstelle erheblich.
Regionale Unterschiede: Wo Tanken am günstigsten ist
Die Spritpreise variieren regional stark. Die günstigsten Städte für Diesel im Februar 2026 sind laut Clever-Tanken: Hof (Saale) mit 1,654 Euro, Kaiserslautern (1,656 Euro) und Tübingen (1,658 Euro) pro Liter. Die teuersten Regionen liegen oft in Ballungsräumen und an Autobahnen.
Alternative Kraftstoffe an der Tankstelle
Neben klassischem Benzin und Diesel etablieren sich neue Kraftstoffarten. Stand 2025 bieten über 2.000 Tankstellen in Deutschland HVO100 oder HVO-Blends an – das bedeutet, an etwa jeder siebten Tankstelle kann man ein HVO-Produkt tanken. HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) gilt als klimafreundlichere Diesel-Alternative.
Tabelle: Spritpreis-Entwicklung 2026 im Überblick
| Kraftstoff | Aktueller Preis (Feb 2026) | Preis Jan 2026 | Veränderung seit Jahresbeginn | CO2-Steuer-Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Super E5 | 1,78 €/Liter | 1,71 €/Liter | +8-10 Cent | ca. 17 Cent |
| Super E10 | 1,74 €/Liter | 1,66 €/Liter | +8-10 Cent | ca. 17 Cent |
| Diesel | 1,67 €/Liter | 1,59 €/Liter | +8-10 Cent | ca. 19 Cent |
Häufig gestellte Fragen zur Tankstelle 2026
Warum sind die Spritpreise 2026 so hoch?
Die hohen Spritpreise an der Tankstelle 2026 resultieren aus mehreren Faktoren: Die CO2-Steuer liegt zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne, der Rohölpreis ist gestiegen, und der schwache Euro verteuert den Ölimport zusätzlich. Zusammen führen diese Faktoren zu einem Preisanstieg von etwa 10 Cent pro Liter seit Jahresbeginn.
Wie viele Tankstellen gibt es noch in Deutschland?
Im Jahr 2025 gab es noch 14.018 Tankstellen in Deutschland – 359 weniger als im Vorjahr. Das Tankstellennetz schrumpft seit Jahren kontinuierlich, da sich der Betrieb für viele Pächter nicht mehr lohnt.
Wann ist Tanken am günstigsten?
Die günstigste Zeit zum Tanken ist zwischen 19 und 22 Uhr abends. Morgens kurz nach 7 Uhr sind die Preise an der Tankstelle am höchsten – im Schnitt 12,5 Cent teurer bei Benzin und 13,3 Cent bei Diesel.
Was sind Mobility Hubs?
Mobility Hubs sind die Tankstellen der Zukunft: multifunktionale Zentren, die Wasserstoff-Tankstellen für Lkws, Schnellladestationen für E-Autos, digitale Shops und Gastronomieangebote kombinieren. Sie sollen die klassische Tankstelle ersetzen.
Wie entwickelt sich der Spritpreis bis 2027?
Ab 2027 fällt der staatliche Preisdeckel für die CO2-Steuer. Der Markt entscheidet dann frei über den Preis für Verschmutzungsrechte. Experten rechnen mit deutlich höheren Spritpreisen an der Tankstelle ab diesem Zeitpunkt.
Gibt es Alternativen zu Benzin und Diesel an der Tankstelle?
Ja, über 2.000 Tankstellen in Deutschland bieten mittlerweile HVO100 oder HVO-Blends an – das ist etwa jede siebte Tankstelle. HVO ist eine klimafreundlichere Diesel-Alternative aus hydriertem Pflanzenöl. Zudem gibt es 50 öffentliche Wasserstoff-Tankstellen.
Warum schließen so viele Tankstellen?
Tankstellen schließen, weil sich mit Benzin und Diesel kaum noch Geld verdienen lässt. Vom Literpreis bleiben Pächtern nur wenige Cent, während Personal, Pacht und Transport bezahlt werden müssen. Das Hauptgeschäft findet heute im Shop statt, doch auch das reicht oft nicht aus.
Fazit: Die Tankstelle im Wandel
Die Tankstelle in Deutschland steht im Februar 2026 vor enormen Herausforderungen. Die Spritpreise erreichen Höchststände, während das Tankstellennetz dramatisch schrumpft. Autofahrer müssen sich auf dauerhaft höhere Kosten einstellen – nicht nur durch die CO2-Steuer, sondern auch durch globale Marktfaktoren. Gleichzeitig zeichnet sich ein fundamentaler Wandel ab: Klassische Tankstellen weichen Mobility Hubs, die verschiedene Antriebsarten bedienen. Wer an der Tankstelle sparen will, sollte die Tageszeit beachten, Preise vergleichen und Autobahn-Tankstellen meiden. Die Transformation der Tankstelle ist in vollem Gang – und sie wird die Mobilität in Deutschland nachhaltig verändern.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von erfahrenen Redakteuren auf Basis aktueller Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, des ADAC und führender Branchenquellen erstellt. Stand: 12. Februar 2026.
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