Was macht einen Bauernjungen aus Niedersachsen zum Chefredakteur eines der einflussreichsten Magazine Deutschlands? Die Geschichte von Stefan Aust klingt wie ein Drehbuch – und ist doch wahr.
Mit 20 stieg er bei der linken Zeitschrift konkret ein – ironisch für jemanden, der später mal bei Springer landete. 1970 dann sein erster Coup: Er half, Ulrike Meinhofs Töchter aus der RAF-Umgebung in Sizilien zu befreien. Action pur, lange bevor „Embedded Journalists“ Trend wurden.
Seine Zeit als Chefredakteur beim Spiegel (1994–2008) prägte die deutsche Medienlandschaft. Doch der Mann, der auch als Autor des Bestsellers „Der Baader-Meinhof-Komplex“ bekannt wurde, blieb immer direkt – selbst beim Abgang. Die Welt wurde später sein neues Zuhause.
Mehr über seine Rolle als Berater für den gleichnamigen Film erfährst du hier. Ein Leben zwischen RAF-Aufklärung und Medienmacht – wer kann das von sich behaupten?
Karrierehöhepunkte eines einflussreichen Journalisten
Vom Chefredakteur zum Springer-Herausgeber: eine steile Karriere. Dieser Mann formte deutsche Medien – mal mit Glanz, mal mit Eklat.
Die Spiegel-Ära: Chefredakteur und Medienmacher
1994 übernahm er den Spiegel. Aus dem Magazin wurde ein Imperium. Spiegel TV? Seine Idee! Während andere noch Faxgeräte bedienten, baute er multimediale Macht.
12 Jahre lang prägte er das Blatt. Investigativ, kompromisslos, manchmal unbequem. Bis 2008 – dann kam das Ende. Die Begründung: «Schlechter Führungsstil». Die Abfindung: stolze 4 Millionen Euro.
Jahr | Station | Besonderheit |
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1994 | Spiegel-Chefredakteur | Gründung Spiegel TV |
2004 | Windkraft-Kontroverse | Eigene Pferdezucht betroffen |
2008 | Ausscheiden beim Spiegel | Abfindung: 4 Mio. € |
2014 | Herausgeber der Welt | Wechsel zu Springer |
Kontroversen und Konflikte im Berufsleben
2004 machte er Schlagzeilen – aber nicht wie gewollt. Positive Windkraft-Berichte blockierte er. Warum? Seine Hannoveraner Pferde fürchteten die Rotoren. Echte Stallgerüchte!
2005 dann Zoff mit Verlagsgesellschaftern. Zu kritisch? Zu schonungslos? Der Chefredakteur blieb hart. Bis zum Ende.
2014 bewies er: Mit 70+ geht’s weiter. Als Herausgeber der Welt zeigte er, wie Medienmacht funktioniert. Sein Motto: «Immer gegen den Strom!» – selbst wenn’s wehtut.
Stefan Aust als Autor: Bücher und Verfilmungen
Von der RAF zur Bestsellerliste: Ein Autor macht Medien-Geschichte. Sein Der Baader-Meinhof-Komplex (1985) wurde zum Standardwerk – und 2008 sogar verfilmt. Mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle! Hollywood trifft auf deutsche Vergangenheit.
Über 20 Bücher hat er geschrieben. Politik, Terror, Zeitgeschichte – kein Thema ist ihm zu heiß. 2016 dann ein Schnitzer: Seine Heiden-Biografie kassierte Plagiatsvorwürfe. «Pech gehabt», kommentierte er trocken. Typisch Aust!
2021 packte er selbst aus: Zeitreise heißt seine Autobiografie. RAF-Erlebnisse, Springer-Intrigen, Medienwandel – alles drin. Und wer dachte, mit 77 ist Schluss, irrte: 2023 drehte er die 10-teilige WELT-Doku gleichen Namens. «Ich bleibe der Story halt treu.»
Jahr | Titel | Besonderheit |
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1985 | Der Baader-Meinhof-Komplex | Bestseller, 2008 verfilmt |
2016 | Konrad Heiden-Biografie | Plagiatsvorwürfe |
2021 | Zeitreise (Autobiografie) | Hörbuch selbst eingesprochen |
2023 | WELT-Doku «Zeitreise» | 10-teilige Serie |
Sein Erfolgsrezept? «Schreib, was du weißt – und zwar so, dass’s keiner vergisst.» Ob China-Analysen oder NS-Geschichte: Dieser Autor bleibt neugierig. Und manchmal auch unbequem – wie beim erster Feind RAF.
Politische Positionen und öffentliche Wahrnehmung
Klimawandel? Fake News! So sieht es einer der mächtigsten Männer der deutschen Medienwelt. Während Greta Thunberg protestiert, lacht er nur: «CO₂ folgt der Erwärmung, nicht umgekehrt.» Da kriegen Klimaforscher Pickel!
Fridays for Future nennt er einen «Kinderkreuzzug». Ironisch, denn sein Pferdehof in Niedersachsen könnte bald unter Wasser stehen. Aber wer braucht schon Fakten, wenn man Meinungen hat?
«Panikmacher gab es immer – früher sind wir trotzdem mit dem Pferd zur Schule geritten.»
Seine Unterstützung für rechte Autoren wie Matthias Matusek sorgt für Stirnrunzeln. Doch dieser Mann bleibt sich treu: «Ich drucke, was andere verschweigen.» Ob das gut ankommt? Egal!
Jahr | Kontroverse | Reaktion |
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2023 | Klage gegen ZDF (RAF-Parodie) | «Bilder lügen – aber ich nicht!» |
2021 | Kritik an Energiewende | «Öl hat mehr Power als Windräder!» |
2019 | Support für Neue Rechte | «Meinungsfreiheit gilt für alle.» |
Sein Haus in Blankenese? Luxus pur. Seine Hannoveraner Pferde? Prestige. Doch im Herzen ist er immer noch der Junge vom Land – der jetzt die Welt mit seinen Ansichten aufmischt.
Fazit: Ob Klima, Politik oder Medien – dieser Journalist lebt nach einem Motto: «Wer keine Gegner hat, macht was falsch.» Und Gegner hat er genug!
Fazit
Polarisierend, provokant, aber niemals langweilig – so lässt sich sein Wirken zusammenfassen. Vom Journalisten zum Springer-Herausgeber schrieb er Mediengeschichte. Ob Spiegel-Ära oder Welt-Übernahme: Seine Spuren sind tief.
Seine Bücher? Bestseller mit Ecken und Kanten. Die Doku-Reihe mit 77? Beweis: Alter schützt vor Neugier nicht! Klimaskeptiker, Querdenker, Medienrebell – er bleibt ein Unruhestifter. Doch langweilig wird’s nie.
Fazit: Ein Mann, der Geschichte schrieb – und weiterschreibt. Das Ende? Nicht in Sicht. Da bleibt nur eins: Hut ab!
FAQ
Wer ist Stefan Aust und warum ist er bekannt?
Stefan Aust ist ein renommierter Journalist und Autor, der vor allem als ehemaliger Chefredakteur des «Spiegel» bekannt wurde. Seine Berichterstattung über die RAF machte ihn zu einer prägenden Figur im deutschen Journalismus.
Welche Rolle spielte er beim "Spiegel"?
Als Chefredakteur prägte er das Magazin entscheidend mit – von investigativen Geschichten bis zu politischen Enthüllungen. Unter seiner Leitung wurde der «Spiegel» zur einflussreichsten Nachrichtenquelle Deutschlands.
Hat Stefan Aust auch Bücher geschrieben?
Ja! Neben seiner journalistischen Arbeit verfasste er mehrere Bestseller, darunter «Der Baader-Meinhof-Komplex». Das Buch wurde sogar verfilmt und gilt als Standardwerk zur RAF-Geschichte.
Wie wird seine politische Haltung eingeschätzt?
Aust gilt als unabhängiger Denker, der weder links noch rechts eindeutig zuzuordnen ist. Seine Arbeit war stets faktenbasiert, was ihm sowohl Anerkennung als auch Kritik einbrachte.
Gab es Kontroversen in seiner Karriere?
Klar! Als mächtigster Mann im deutschen Journalismus hatte er nicht nur Freunde. Vor allem sein Führungsstil und einige redaktionelle Entscheidungen sorgten immer wieder für Diskussionen.