Die Sorge vor statine nebenwirkungen ist weit verbreitet. Statine gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten zur Senkung des Cholesterinspiegels. Gleichzeitig werden sie aber auch häufig wieder abgesetzt, weil Patienten unerwünschte Effekte befürchten. Nun gibt es neue Studienergebnisse, die möglicherweise Entwarnung geben können. Demnach sind viele der gefürchteten Nebenwirkungen von Cholesterinsenkern möglicherweise gar nicht auf die Medikamente zurückzuführen.

Hintergrund: Was sind Statine und warum werden sie eingesetzt?
Statine sind Medikamente, die zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut eingesetzt werden. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen (Arteriosklerose) führen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Statine wirken, indem sie ein Enzym in der Leber hemmen, das für die Cholesterinproduktion benötigt wird. Dadurch wird weniger Cholesterin produziert und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt. In Deutschland nehmen etwa neun Millionen Menschen Statine ein, berichtet die FAZ.
Aktuelle Entwicklung: Analyse entkräftet viele Nebenwirkungen
Eine neue Meta-Analyse, die im Fachjournal «The Lancet» veröffentlicht wurde, hat nun die Daten von 19 placebokontrollierten Studien mit Statinen ausgewertet. Die Forscher untersuchten, ob die in den Studien berichteten Nebenwirkungen tatsächlich auf die Einnahme von Statinen zurückzuführen waren. Das Ergebnis: Nur ein kleiner Teil der berichteten Nebenwirkungen konnte tatsächlich mit der Einnahme von Statinen in Verbindung gebracht werden. Konkret waren es nur vier von 66 untersuchten möglichen Nebenwirkungen. (Lesen Sie auch: Studie Statine: Weniger Nebenwirkungen als bisher)
Die Analyse ergab, dass viele Beschwerden, die häufig mit Statinen in Verbindung gebracht werden, wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen oder Schlafstörungen, nicht eindeutig auf die Medikamente zurückzuführen sind. Allerdings bestätigte die Analyse, dass Statine Muskelbeschwerden verursachen können und das Risiko für Diabetes leicht erhöhen.
Die Ergebnisse der Meta-Analyse legen nahe, dass viele Patienten möglicherweise unnötig unter den vermeintlichen Nebenwirkungen von Statinen leiden. «Viele Nebenwirkungen würden zudem aus rechtlichen Gründen auf Beipackzetteln stehen und würden Patienten oft unnötig verunsichern», heißt es bei MSN.
Reaktionen und Stimmen zur neuen Studie
Herz-Mediziner betonen, dass Statine in der Herz-Kreislauf-Prävention eine zentrale Rolle spielen. Die neuen Studienergebnisse könnten dazu beitragen, dass Patienten weniger Angst vor den Medikamenten haben und diese konsequenter einnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass Patienten bei Beschwerden ihren Arzt konsultieren, um die Ursache abzuklären und gegebenenfalls alternative Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen. (Lesen Sie auch: Studie entkräftet Nebenwirkungen: Statine sicherer)
Die Deutsche Herzstiftung bietet auf ihrer Webseite umfassende Informationen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Behandlung.
Statine nebenwirkungen: Was bedeuten die Ergebnisse für Patienten und Ärzte?
Die neuen Studienergebnisse könnten dazu führen, dass Ärzte und Patienten offener über die Einnahme von Statinen sprechen und gemeinsam die Vor- und Nachteile der Therapie abwägen. Es ist wichtig, dass Patienten über die möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt werden, aber auch darüber, dass viele Beschwerden möglicherweise nicht auf die Medikamente zurückzuführen sind.
Ärzte sollten bei der Verordnung von Statinen die individuellen Risikofaktoren des Patienten berücksichtigen und die Therapie engmaschig überwachen. Bei Auftreten von Beschwerden sollte die Ursache abgeklärt und gegebenenfalls die Dosis angepasst oder auf ein anderes Medikament umgestellt werden. (Lesen Sie auch: MAN United VS Tottenham: gegen: Spurs setzen…)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bietet detaillierte Informationen zu Statinen und deren Anwendung.
FAQ zu statine nebenwirkungen
Häufig gestellte Fragen zu statine nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Statinen auftreten?
Statine können Muskelbeschwerden, ein leicht erhöhtes Diabetes-Risiko, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen oder Schlafstörungen verursachen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele dieser Beschwerden aber nicht eindeutig auf die Medikamente zurückzuführen sind. Es ist wichtig, dass Patienten bei Beschwerden ihren Arzt konsultieren.
Wie wirken Statine im Körper?
Statine hemmen ein Enzym in der Leber, das für die Cholesterinproduktion benötigt wird. Dadurch wird weniger Cholesterin produziert und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt. Dies kann das Risiko für Ablagerungen in den Blutgefäßen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. (Lesen Sie auch: Deutschland Japan Eishockey: gegen: -Damen unter Druck)
Warum werden Statine verschrieben?
Statine werden verschrieben, um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verringern. Sie werden sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von bereits bestehenden Erkrankungen eingesetzt.
Was sollte ich tun, wenn ich unter Nebenwirkungen von Statinen leide?
Wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Er kann die Ursache der Beschwerden abklären und gegebenenfalls die Dosis anpassen oder auf ein anderes Medikament umstellen. Setzen Sie Statine nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Gibt es Alternativen zu Statinen?
Es gibt verschiedene Alternativen zu Statinen, wie z.B. andere Medikamente zur Cholesterinsenkung oder natürliche Cholesterinsenker. Auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kann dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Besprechen Sie mögliche Alternativen mit Ihrem Arzt.
| Faktor | Einfluss |
|---|---|
| Ernährung | Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel |
| Bewegung | Regelmäßige Bewegung senkt den Cholesterinspiegel |
| Gewicht | Übergewicht erhöht den Cholesterinspiegel |
| Alter | Der Cholesterinspiegel steigt tendenziell mit dem Alter |
| Genetik | Die genetische Veranlagung beeinflusst den Cholesterinspiegel |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
