Die neonbeleuchteten Straßen von Neo-Tokyo, die düsteren Zukunftsvisionen und die philosophischen Fragen nach Menschlichkeit und Technologie – all das macht «Akira» zu einem Meilenstein des Cyberpunk. Doch die Idee, diesen Kult-Manga als Sci-Fi-Film Remake in die Kinos zu bringen, scheint verflucht. Seit über 20 Jahren scheitern Versuche, eine Realfilm-Adaption zu realisieren, trotz namhafter Interessenten. Sci Fi Film Remake steht dabei im Mittelpunkt.

Unser Eindruck: Ein «Akira»-Remake ist ein riskantes Unterfangen, aber die richtigen Köpfe könnten dem Stoff endlich gerecht werden.
Ein Sci-Fi-Epos voller Hindernisse
Wie Moviepilot.de berichtet, reißen sich Hollywood-Größen seit Jahrzehnten um die Rechte an Katsuhiro Otomos Meisterwerk. Leonardo DiCaprio, bekannt für sein Faible für anspruchsvolle Projekte, soll bereits früh Interesse gezeigt haben. Auch Regisseure wie Jordan Peele («Get Out», «Nope») und Taika Waititi («Thor: Ragnarok», «Jojo Rabbit») wurden in den letzten Jahren immer wieder mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Doch aus den ambitionierten Plänen wurde bislang nichts.
Das Original, ein mehrbändiger Manga, erzählt die Geschichte von Shōtarō Kaneda und Tetsuo Shima in einer dystopischen Zukunft. Tetsuo entwickelt übernatürliche Kräfte, die ihn zu einer Bedrohung für die gesamte Stadt machen. Kaneda und seine Freunde müssen sich ihm entgegenstellen, um eine Katastrophe zu verhindern.
Warum ist die Verfilmung von «Akira» so schwierig?
Die Gründe für die gescheiterten Anläufe sind vielfältig. Zum einen stellt die komplexe Handlung eine große Herausforderung dar. «Akira» ist mehr als nur eine Action-Geschichte; der Manga behandelt tiefgreifende Themen wie Machtmissbrauch, soziale Ungleichheit und die Gefahren des Fortschritts. Diese Komplexität in einen Film zu übersetzen, ohne die Essenz der Geschichte zu verwässern, ist eine schwierige Aufgabe. (Lesen Sie auch: Gore Verbinski neuer Film: Sci-Fi-Spektakel wie Netflix-Hit?)
Zum anderen sind die Produktionskosten enorm. Eine glaubwürdige Darstellung von Neo-Tokyo und den spektakulären Spezialeffekten, die für die Umsetzung der übernatürlichen Kräfte benötigt werden, erfordert ein riesiges Budget. Studios scheuen sich oft, ein solches finanzielles Risiko einzugehen, insbesondere bei einem Stoff, der in der westlichen Welt nicht jedem bekannt ist.
Film-Fakten
- Der Manga «Akira» erschien erstmals 1982.
- Die Anime-Verfilmung von Katsuhiro Otomo kam 1988 in die Kinos.
- Leonardo DiCaprio soll bereits in den frühen 2000er Jahren Interesse an einer Realfilm-Adaption gezeigt haben.
- Mehrere Regisseure, darunter Jordan Peele und Taika Waititi, waren in den letzten Jahren im Gespräch.
Ein weiterer Faktor ist die kulturelle Sensibilität. «Akira» ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Eine westliche Adaption muss diese Wurzeln respektieren und darf den Stoff nicht einfach amerikanisieren. Dies erfordert ein tiefes Verständnis der japanischen Kultur und eine sensible Herangehensweise an die Umsetzung.
Welche Hürden muss ein Sci-Fi Film Remake von «Akira» überwinden?
Ein Sci-Fi Film Remake von «Akira» steht vor einigen gewaltigen Herausforderungen. Zunächst einmal muss die komplexe Geschichte des Originals angemessen adaptiert werden. Der Manga ist umfangreich und behandelt viele Themen, die nicht einfach in einen zweistündigen Film gepresst werden können. Es ist wichtig, die Kernbotschaft und die wichtigsten Charaktere beizubehalten, aber auch Kompromisse einzugehen, um die Geschichte für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen.
Zudem muss die visuelle Umsetzung überzeugen. «Akira» ist bekannt für seine beeindruckenden Bilder und die detailreiche Darstellung von Neo-Tokyo. Ein Remake muss diesen visuellen Standard erreichen oder sogar übertreffen, um die Fans des Originals nicht zu enttäuschen. Das bedeutet, dass ein hohes Budget und innovative Spezialeffekte unerlässlich sind.
Nicht zuletzt spielt auch die Besetzung eine entscheidende Rolle. Die Schauspieler müssen die Charaktere glaubwürdig verkörpern und die Emotionen und Konflikte der Geschichte authentisch vermitteln. Es ist wichtig, Darsteller zu finden, die sowohl talentiert als auch dem Publikum bekannt sind, um das Interesse an dem Film zu wecken. Die Balance zwischen Bekanntheit und schauspielerischer Leistung ist hierbei entscheidend. (Lesen Sie auch: Unterschätzter Marvel Film: Ist «Inhumans» doch Sehenswert)
Die Anime-Verfilmung von «Akira» aus dem Jahr 1988 gilt als einer der einflussreichsten Anime-Filme aller Zeiten. Er hat das Genre maßgeblich geprägt und zahlreiche andere Werke inspiriert.
Die Angst vor dem Scheitern
Das Scheitern anderer Realfilm-Adaptionen von Anime- und Manga-Klassikern wie «Ghost in the Shell» oder «Death Note» hat die Skepsis gegenüber einem «Akira»-Remake weiter verstärkt. Viele Fans befürchten, dass eine westliche Verfilmung dem Original nicht gerecht werden und die Essenz der Geschichte verfälschen könnte. Diese Angst vor dem Scheitern ist ein weiterer Grund, warum sich Studios und Regisseure mit einer Realfilm-Adaption von «Akira» schwertun.
Ein potenzieller Regisseur müsste also nicht nur ein Händchen für visuell beeindruckende Filme haben, sondern auch ein tiefes Verständnis für die japanische Kultur und die Themen des Originals mitbringen. Nur so kann ein «Akira»-Remake gelingen, das sowohl die Fans des Originals begeistert als auch ein neues Publikum für den Stoff gewinnt. Laut einem Bericht der Internet Movie Database (IMDb), ist die Anime-Version von «Akira» bis heute ein Kultfilm.

Für wen lohnt sich «Akira»?
«Akira» ist ein Muss für alle Fans von Cyberpunk, Science-Fiction und anspruchsvollem Anime. Wer Filme wie «Blade Runner», «Ghost in the Shell» oder Serien wie «Cyberpunk: Edgerunners» mag, wird auch von «Akira» begeistert sein. Der Film ist visuell beeindruckend, thematisch tiefgründig und bietet eine einzigartige Mischung aus Action und Philosophie. Allerdings sollten Zuschauer bereit sein, sich auf eine komplexe Geschichte und eine düstere Zukunftsvision einzulassen.
Häufig gestellte Fragen
Was macht «Akira» so besonders?
«Akira» ist ein Meilenstein des Cyberpunk und des Anime. Der Film besticht durch seine beeindruckende Optik, die komplexe Handlung und die tiefgründigen Themen. Er hat das Genre maßgeblich geprägt und zahlreiche andere Werke inspiriert.
Warum ist eine Realfilm-Adaption von «Akira» so schwierig?
Die Komplexität der Handlung, die hohen Produktionskosten und die kulturelle Sensibilität stellen große Herausforderungen dar. Studios scheuen sich oft, ein solches Risiko einzugehen, insbesondere nach dem Scheitern anderer Anime-Adaptionen.
Wer waren die Regisseure, die an einer Verfilmung interessiert waren?
Leonardo DiCaprio soll bereits früh Interesse gezeigt haben. Auch Regisseure wie Jordan Peele («Get Out») und Taika Waititi («Thor: Ragnarok») wurden in den letzten Jahren immer wieder mit dem Projekt in Verbindung gebracht.
Was ist die Handlung von «Akira»?
Die Geschichte spielt in Neo-Tokyo und handelt von Shōtarō Kaneda und Tetsuo Shima. Tetsuo entwickelt übernatürliche Kräfte, die ihn zu einer Bedrohung für die Stadt machen. Kaneda und seine Freunde müssen ihn aufhalten. (Lesen Sie auch: Constantin Hatz Film: Wovon Handeln die Träume…)
Gibt es einen Trailer zu einer geplanten Realfilm-Adaption von «Akira»?
Da es bisher keine realisierte Realfilm-Adaption gibt, existiert auch kein offizieller Trailer. Es gibt lediglich Fan-Trailer und Konzepte, die im Internet kursieren.




