Das älteste Passagierschiff auf der Donau, die «MS Ana», ist in Wien versenkt worden. Kapitän Franz Scheriau, der Besitzer des Schiffs, hat bei der Polizei Anzeige erstattet, da er von Sabotage ausgeht. Er vermisst zudem eine Fähre namens «Novara».

Hintergrund zur «MS Ana» und dem Wiener Schiffmuseum
Die «MS Ana» wurde im Jahr 1894 erbaut und ist das älteste Passagierschiff auf der Donau. Zugelassen ist das Schiff für zwölf Personen. Kapitän Scheriau betreibt und bewohnt das Wiener Schiffmuseum an der Donau. Sein Hausboot ist die «Frederic Mistral», ein 1914 erbautes Dampfschiff. Das Schiffsmuseum ist ein beliebtes Ausflugsziel und zeigt die Geschichte der Donauschifffahrt. Mehr Informationen zum Wiener Schiffsmuseum finden sich auf der Website der Stadt Wien. (Lesen Sie auch: Iran-Krieg: "Mein Schiff 5" und " 4"…)
Aktuelle Entwicklung: Schiff versenkt, Fähre vermisst
Am Ostermontag wurde die Feuerwehr von der MA 45 Wiener Gewässer informiert, dass ein Schiff auf Grund liegt. Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl schilderte, dass nur noch eine Mastspitze aus dem Wasser ragte. Taucher befestigten Hebetonnen am Rumpf und machten das Schiff schwimmfähig. Mit einem Feuerwehrboot wurde die «MS Ana» zur nächsten Einsetzstelle gebracht und dort von einem Feuerwehrkran auf den Treppelweg gehoben und gesichert abgestellt, wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten.
Kapitän Scheriau zeigte sich überrascht, als er aus dem Osterurlaub zurückkehrte und die «MS Ana» an Land vorfand. «Das Schiff hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein», so Scheriau gegenüber der Kronen Zeitung. Er hofft nun auf Hinweise, wer sein Boot versenkt und die Fähre «Novara» entwendet hat. Den Wert der «MS Ana», die er eigentlich verkaufen wollte, beziffert er mit 100.000 Euro, die Fähre soll rund 30.000 Euro wert sein. (Lesen Sie auch: "Mein Schiff 5" sitzt fest: Iran-Krieg zwingt…)
Reaktionen und Stimmen
Die Schifffahrtsaufsicht vermutet laut wien.ORF.at einen technischen Defekt als Ursache für das Sinken der «MS Ana». Kapitän Scheriau widerspricht dieser Darstellung vehement. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach möglichen Tätern.
Was bedeutet das? Ausblick
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheit der historischen Schiffe auf der Donau.Die Bergung des Schiffs war aufwendig und kostspielig. Der Fall verdeutlicht die Bedeutung des Wiener Schiffmuseums für die Bewahrung des maritimen Erbes der Stadt. Die Zukunft der «MS Ana» ist ungewiss. Ob das Schiff repariert und wieder in Betrieb genommen werden kann, hängt vom Ausmaß der Schäden ab. (Lesen Sie auch: Mein Schiff 4 Aktuell: Iran-Krieg sorgt für…)

Häufig gestellte Fragen zu Schiff
Häufig gestellte Fragen zu schiff
Warum ist die «MS Ana» gesunken?
Die Ursache für das Sinken der «MS Ana» ist noch unklar. Während die Schifffahrtsaufsicht einen technischen Defekt vermutet, geht der Besitzer, Kapitän Scheriau, von Sabotage aus, da das Schiff kein Leck aufwies. Die Polizei ermittelt in dem Fall.
Wer ist der Besitzer der «MS Ana»?
Der Besitzer der «MS Ana» ist Kapitän Franz Scheriau. Er betreibt und bewohnt das Wiener Schiffmuseum an der Donau, zu dem die «MS Ana» als ältestes Passagierschiff gehört. Sein Hausboot ist die «Frederic Mistral». (Lesen Sie auch: "Mein Schiff" Routen: TUI Cruises mit neuen)
Wie alt ist die «MS Ana»?
Die «MS Ana» wurde im Jahr 1894 erbaut und ist somit das älteste Passagierschiff auf der Donau. Sie ist zugelassen für die Beförderung von bis zu zwölf Personen und ein wichtiger Teil des Wiener Schiffmuseums.
Was ist das Wiener Schiffmuseum?
Das Wiener Schiffmuseum ist ein Museum, das von Kapitän Franz Scheriau betrieben und bewohnt wird. Es zeigt die Geschichte der Donauschifffahrt und beherbergt historische Schiffe wie die «MS Ana» und die «Frederic Mistral».
Welchen Wert hat die «MS Ana»?
Der Wert der «MS Ana» wird von Kapitän Scheriau auf 100.000 Euro geschätzt. Zusätzlich zu dem Schiff wird auch die vermisste Fähre «Novara» auf einen Wert von rund 30.000 Euro geschätzt.
