Der türkische Traditionsverein Samsunspor sorgt am 19.02.2026 erneut für Schlagzeilen in der Fußballwelt. Nach einer überraschend erfolgreichen Vorsaison und dem Einzug in den europäischen Wettbewerb steht der Klub nach einem Trainerwechsel vor einer richtungsweisenden Zukunft. Die Verpflichtung des deutschen Trainers Thorsten Fink markiert einen Wendepunkt und wirft Fragen nach der zukünftigen Ausrichtung des Vereins von der Schwarzmeerküste auf. Folglich analysieren wir die aktuelle Lage, den Kader und die Perspektiven.
Samsunspor, offiziell Samsunspor Kulübü, ist ein professioneller türkischer Fußballverein aus der Stadt Samsun, der in der Süper Lig, der höchsten Spielklasse des Landes, antritt. Der Verein, bekannt für seine leidenschaftlichen Fans und seine rot-weißen Farben, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die von sportlichen Erfolgen, aber auch von einer tiefen Tragödie geprägt ist. Aktuell spielt der Verein im modernen Samsun 19 Mayıs Stadion mit einer Kapazität von über 33.000 Zuschauern.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Trainerwechsel bei Samsunspor: Fink folgt auf Reis
- Wie ist der aktuelle Kader von Samsunspor aufgestellt?
- Aktuelle Saison 2025/2026: Zwischen Liga und Europa
- Die Geschichte von Samsunspor: Erfolge und Tragödie
- Fans, Stadion und Rivalitäten
- Fazit: Welche Zukunft erwartet Samsunspor?
- Häufig gestellte Fragen zu Samsunspor (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Trainer: Im Februar 2026 hat Thorsten Fink das Traineramt bei Samsunspor von Thomas Reis übernommen.
- Europäischer Wettbewerb: Der Verein qualifizierte sich durch einen 3. Platz in der Saison 2024/25 für die UEFA Conference League.
- Gründung: Samsunspor wurde offiziell 1965 gegründet und ist einer der beständigsten Vertreter der Schwarzmeer-Region in der Süper Lig.
- Stadion: Die Heimspiele werden im 2017 eröffneten Samsun 19 Mayıs Stadion ausgetragen, das 33.919 Zuschauern Platz bietet.
- Größte Erfolge: Zu den Erfolgen zählen mehrere Meisterschaften in der zweiten Liga und der Gewinn des Balkanpokals 1993/94.
- Tragischer Unfall: Die Vereinsgeschichte ist untrennbar mit dem Busunglück vom 20. Januar 1989 verbunden, bei dem mehrere Spieler und der Trainer ums Leben kamen.
- Vereinsfarben: Die Farben sind Rot und Weiß. Nach dem Unfall 1989 wurde Schwarz als Zeichen der Trauer hinzugefügt.
Trainerwechsel bei Samsunspor: Fink folgt auf Reis
Mitte Februar 2026 zog die Vereinsführung von Samsunspor die Konsequenzen aus einer durchwachsenen Phase in der heimischen Liga und trennte sich von Trainer Thomas Reis. Diese Entscheidung kam für viele überraschend, da Reis den Verein in der Vorsaison sensationell auf den dritten Tabellenplatz und damit in die Conference League geführt hatte. Allerdings konnten sich beide Seiten laut Berichten nicht auf die zukünftigen sportlichen Ziele einigen, was zur Trennung führte.
Als Nachfolger wurde mit Thorsten Fink ein weiterer deutscher Trainer verpflichtet. Fink, der als Spieler mit dem FC Bayern München die Champions League gewann, bringt internationale Erfahrung aus zahlreichen Trainerstationen mit, unter anderem in Deutschland, der Schweiz, Japan und zuletzt in Belgien. Seine Hauptaufgabe wird es sein, die Mannschaft zu stabilisieren und die ambitionierten Ziele des Klubs zu verfolgen. Sein Pflichtspiel-Debüt gibt er passenderweise direkt auf europäischer Bühne im Conference-League-Spiel gegen Shkendija Tetovo. Dieser Wechsel ist ein klares Signal, dass Samsunspor den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen will.
Warum musste Thomas Reis gehen?
Obwohl Thomas Reis große Erfolge feierte, schien es unterschiedliche Auffassungen über die realistische Zielsetzung zu geben. Die Vereinsführung forderte anscheinend, dauerhaft in der Tabellenspitze mitzuspielen. Reis hielt dies angesichts des im Vergleich zur türkischen Elite geringeren Etats für eine schwere Aufgabe. Diese Meinungsverschiedenheit führte letztlich zur Beendigung der Zusammenarbeit, obwohl zuvor sogar über eine Vertragsverlängerung verhandelt wurde.
Wie ist der aktuelle Kader von Samsunspor aufgestellt?
Der Kader von Samsunspor für die Saison 2025/2026 ist eine Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen, talentierten Spielern. Der Verein war auf dem Transfermarkt aktiv, um die Mannschaft für die Doppelbelastung aus Liga und internationalem Wettbewerb zu stärken. Zu den wichtigen Spielern im Team gehören der kamerunische Mittelfeldspieler Olivier Ntcham und der niederländische Verteidiger Rick van Drongelen. Außerdem wurde der Kader durch Neuzugänge wie den Stürmer Cherif Ndiaye ergänzt.
Die Transferpolitik zielt darauf ab, sowohl kurzfristigen Erfolg zu sichern als auch langfristig Werte zu schaffen. Die Verpflichtung von Spielern wie Elayis Tavşan und Yalçın Kayan im Januar 2026 unterstreicht diese Strategie. Eine detaillierte Übersicht über Schlüsselspieler und ihre Positionen findet sich in der folgenden Tabelle. Mehr zur allgemeinen Lage im türkischen Fußball erfahren Sie in unserem Artikel über das heutige Fenerbahce Spiel.
Wichtige Spieler im Fokus
Die Mannschaft verfügt über eine solide Achse. Im Tor soll Okan Koçuk für Stabilität sorgen. Die Abwehr wird von Routiniers wie Rick van Drongelen und Zeki Yavru organisiert. Im Mittelfeld zieht Olivier Ntcham die Fäden, während im Sturm Spieler wie Marius Mouandilmadji und Neuzugang Cherif Ndiaye für die nötige Torgefahr sorgen sollen. Der neue Trainer Thorsten Fink steht vor der Herausforderung, aus diesen Einzelspielern eine schlagkräftige Einheit zu formen.
| Name | Position | Nationalität | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Okan Koçuk | Torwart | Türkei | Erfahrener Rückhalt |
| Rick van Drongelen | Abwehr | Niederlande | Defensiv-Stratege |
| Olivier Ntcham | Mittelfeld | Kamerun | Kreativer Spielmacher |
| Marius Mouandilmadji | Sturm | Tschad | Torgefährlicher Angreifer |
| Carlo Holse | Mittelfeld | Dänemark | Dynamischer Flügelspieler |
| Cherif Ndiaye | Sturm | Senegal | Winter-Neuzugang |
Aktuelle Saison 2025/2026: Zwischen Liga und Europa
Die laufende Saison ist für Samsunspor eine besondere. Erstmals seit vielen Jahren ist der Verein wieder auf der europäischen Bühne vertreten. In der UEFA Conference League will man eine gute Rolle spielen und den türkischen Fußball würdig vertreten. Gleichzeitig bleibt die Süper Lig das Kerngeschäft. Hier rangiert der Klub aktuell im Mittelfeld und muss unter dem neuen Trainer Fink wieder Konstanz in die Leistungen bringen, um die Saisonziele zu erreichen.
Die Doppelbelastung stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Der Spielplan ist eng getaktet, was eine kluge Kaderplanung und Belastungssteuerung erfordert. Die Fans hoffen, dass der frische Impuls durch den Trainerwechsel die Mannschaft beflügelt und sowohl in der Liga als auch international Erfolge gefeiert werden können. Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise für Samsunspor in dieser Saison geht.
Die Geschichte von Samsunspor: Erfolge und Tragödie
Gegründet 1965, etablierte sich Samsunspor schnell im türkischen Profifußball. Die 1980er Jahre gelten als die goldene Ära des Vereins, in der man zweimal den dritten Platz in der Süper Lig erreichte und um die Meisterschaft mitspielte. Diese erfolgreiche Phase fand jedoch am 20. Januar 1989 ein jähes und tragisches Ende. Auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel verunglückte der Mannschaftsbus schwer. Trainer Nuri Asan, drei Spieler und der Busfahrer kamen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt. Dieses Ereignis gilt als eine der größten Tragödien im türkischen Fußball und hat den Verein nachhaltig geprägt. Als Zeichen der Trauer wurde die Farbe Schwarz ins Vereinswappen aufgenommen.
Trotz dieses Schicksalsschlages kämpfte sich der Verein zurück und erlebte in den 1990er Jahren eine weitere erfolgreiche Periode, gekrönt vom Gewinn des Balkanpokals 1993/94. Der Verein ist zudem Rekord-Aufsteiger in die Süper Lig, was ihm den Ruf einer «Fahrstuhlmannschaft» einbrachte. Die jüngste Rückkehr in die Erstklassigkeit 2023 und der anschließende Erfolgslauf zeigen jedoch das ungebrochene Potenzial des Klubs.
Fans, Stadion und Rivalitäten
Die Anhänger von Samsunspor, oft als «Kırmızı Şimşekler» (Die Roten Blitze) bezeichnet, sind für ihre leidenschaftliche und lautstarke Unterstützung bekannt. Sie schaffen bei Heimspielen im Samsun 19 Mayıs Stadion eine beeindruckende Atmosphäre. Das moderne Stadion wurde 2017 eröffnet und ersetzte die alte, traditionsreiche Spielstätte gleichen Namens. Ein besonderes Merkmal des Vereins ist das Wappen, das als einziges im türkischen Profifußball eine Darstellung des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk enthält, dessen Denkmal ein Wahrzeichen der Stadt Samsun ist.
Die größte Rivalität pflegt Samsunspor mit dem ebenfalls am Schwarzen Meer beheimateten Klub Trabzonspor. Die Duelle zwischen den beiden Vereinen werden als «Schwarzmeer-Derby» bezeichnet und sind von hoher Brisanz und Emotionen geprägt. Die Fans spielen eine entscheidende Rolle für den Verein, wie sich auch bei europäischen Auswärtsspielen zeigt, wo sie ihre Mannschaft zahlreich und vorbildlich unterstützen. Ähnliche emotionale Verbindungen zwischen Fans und Vereinen gibt es auch in anderen Sportarten, wie unser Beitrag über die Eishockeyspielerin Alina Müller zeigt.
Fazit: Welche Zukunft erwartet Samsunspor?
Samsunspor steht an einem spannenden Punkt seiner Vereinsgeschichte. Die Verpflichtung von Thorsten Fink als neuem Cheftrainer im Februar 2026 ist ein klares Bekenntnis zu den ambitionierten Zielen des Vereins. Nach dem beeindruckenden dritten Platz in der Vorsaison und der damit verbundenen Qualifikation für die Conference League will sich der Klub dauerhaft in der Spitze der Süper Lig etablieren. Die Herausforderung wird sein, die Doppelbelastung zu meistern und unter neuer Führung schnell zu einer Einheit zu finden. Mit der leidenschaftlichen Unterstützung der Fans und einem gezielt verstärkten Kader hat Samsunspor jedoch das Potenzial, die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen und sowohl national als auch international für Furore zu sorgen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein.
Für weitere Informationen zur Vereinsgeschichte kann die offizielle Website des Vereins oder die ausführliche Wikipedia-Seite konsultiert werden.