Salzburg plant eine umfassende Neugestaltung der Innenstadt, um den Autoverkehr zu reduzieren und den öffentlichen Raum aufzuwerten. Der Bereich zwischen Neutor und Rotkreuz-Parkplatz soll weitgehend vom Durchzugsverkehr befreit und in eine großzügige Begegnungszone umgewandelt werden. Ziel ist es, die Lebensqualität in der Altstadt zu erhöhen und einen attraktiven Raum für Fußgänger und den öffentlichen Nahverkehr zu schaffen.

Hintergrund der Neugestaltung in Salzburg
Die Neugestaltung der Salzburger Innenstadt ist ein langgeplantes Projekt, das darauf abzielt, den historischen Kern der Stadt attraktiver und lebenswerter zu gestalten. Die hohe Verkehrsbelastung, insbesondere durch den Durchgangsverkehr, stellt seit langem eine Belastung für die Altstadt dar. Die Stadtpolitik hat daher beschlossen, den Autoverkehr zu reduzieren und den öffentlichen Raum neu zu ordnen. Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess ist die Umwandlung von Straßen und Plätzen in Begegnungszonen, in denen Fußgänger, Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr Vorrang haben.
Die Salzburger Landesregierung unterstützt diese Bemühungen, um die Attraktivität der Stadt für Bewohner und Touristen gleichermaßen zu erhöhen. Die Neugestaltung soll auch dazu beitragen, den Einzelhandel und die Gastronomie in der Altstadt zu stärken, indem sie ein attraktiveres Umfeld für Kunden und Besucher schafft. (Lesen Sie auch: RB Salzburg – Lask: fordert: Das dritte…)
Aktuelle Entwicklung: Weniger Autos, mehr Lebensqualität
Am Mittwoch wurde der Siegerentwurf für die geplante Neugestaltung von vier Plätzen samt dazugehöriger Straßen präsentiert, wie salzburg.ORF.at berichtet. Die Stadt Salzburg plant, den Bereich zwischen Neutor und Rotkreuz-Parkplatz in eine großzügige Begegnungszone umzuwandeln. Momentan sind auf der Achse zwischen Neutor, Herbert-von-Karajan-Platz, Bürgerspitalplatz, Anton-Neumayr-Platz und Museumsplatz jeden Tag rund 12.000 Fahrzeuge unterwegs. Diese Zahl soll deutlich reduziert werden.
Die Planungsstadträtin Anna Schieser (Grüne Bürgerliste) erklärte: „Es wird keine Fußgängerzone, sondern eine Begegnungszone: Busse und Lieferverkehr bleiben, auch Anrainerinnen und Anrainer können zufahren. Es ist ein Wirtschaftsraum – mit einem neuen Gefühl für den öffentlichen Raum. Fakt ist aber: Verkehr wird es weiterhin geben.“ Die Stadt investiert 12,8 Millionen Euro in das Projekt.
Ein weiteres Element der Neugestaltung ist die Öffnung des Almkanals, der unterirdisch durch die Altstadt fließt. Durch die Freilegung des Kanals soll ein attraktives Wasserelement geschaffen werden, das zur Kühlung der Innenstadt beiträgt und die Aufenthaltsqualität erhöht. Zudem sind neue Grünflächen und Baumpflanzungen geplant, um das Stadtbild aufzuwerten und die ökologische Vielfalt zu fördern. (Lesen Sie auch: Hartberg – RB Salzburg: gegen RB: Trainerfrage…)
Mega-Umbau auf 12.000 Quadratmetern
Wie Salzburg24 berichtet, soll die Salzburger Altstadt vom Universitätsplatz bis zum Museumsplatz umgestaltet werden. Die Kosten belaufen sich auf knapp 13 Millionen Euro. Das slowenische Architekturbüro „Ravnikar Potokar“ will eine „Altstadt für Menschen“ schaffen.
Das Herzstück der Planung ist ein sogenannter „Shared Space“. Das bedeutet: Die gesamte Fläche vom Universitätsplatz über den Herbert-von-Karajan-Platz bis zum Museumsplatz soll komplett auf einer Ebene und barrierefrei gestaltet werden. Mehr Grün, ein offener Almkanal und verspielte Pferde-Skulpturen sollen die Autos verdrängen.
Überraschende Funde am Mozartplatz
Neben den geplanten Neugestaltungen gab es auch überraschende Entdeckungen. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, wurden beim Mozartdenkmal Mauerreste und ein Ziegelboden freigelegt. Archäologe Peter Höglinger vom Bundesdenkmalamt erklärte, dass es sich um „Puzzleteilchen der Salzburger Stadtgeschichte“ handle. Die Funde geben Einblicke in die frühere Bebauung und Nutzung des Platzes und tragen dazu bei, die Geschichte Salzburgs besser zu verstehen. (Lesen Sie auch: Sturm Graz – RB Salzburg: unter Druck:…)
Was bedeutet das für Salzburg?
Die Neugestaltung der Innenstadt Salzburgs ist ein wichtiger Schritt, um die Stadt zukunftsfähig zu machen. Durch die Reduzierung des Autoverkehrs und die Aufwertung des öffentlichen Raums wird die Lebensqualität für die Bewohner verbessert und die Attraktivität für Touristen gesteigert. Die Begegnungszonen fördern die soziale Interaktion und schaffen ein lebendiges Stadtbild. Die geplanten Grünflächen und die Freilegung des Almkanals tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei und erhöhen die ökologische Vielfalt.

Die Stadtpolitik erhofft sich, dass die Neugestaltung positive Auswirkungen auf den Einzelhandel und die Gastronomie haben wird. Durch die Schaffung eines attraktiveren Umfelds sollen mehr Kunden und Besucher in die Altstadt gelockt werden. Zudem soll die Neugestaltung dazu beitragen, das Image Salzburgs als moderne und lebenswerte Stadt zu festigen.
Ausblick
Die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Salzburger Innenstadt sollen im Herbst beginnen und voraussichtlich mehrere Jahre dauern. Während der Bauzeit wird es zu Einschränkungen für den Verkehr und die Anwohner kommen. Die Stadtverwaltung ist jedoch bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und die Öffentlichkeit über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird Salzburg eine moderne und attraktive Innenstadt haben, die den Bedürfnissen der Bewohner und Besucher gleichermaßen gerecht wird. (Lesen Sie auch: Salzburg unter Druck: Sturm Graz will Titelrennen…)
Häufig gestellte Fragen zu salzburg
Häufig gestellte Fragen zu salzburg
Was ist das Ziel der Neugestaltung der Salzburger Innenstadt?
Ziel ist es, den Autoverkehr zu reduzieren, den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Lebensqualität in der Altstadt zu erhöhen. Begegnungszonen, Grünflächen und die Freilegung des Almkanals sollen ein attraktiveres Umfeld für Bewohner und Touristen schaffen.
Welche Bereiche der Salzburger Altstadt sind von der Neugestaltung betroffen?
Die Neugestaltung betrifft den Bereich zwischen Neutor und Rotkreuz-Parkplatz, insbesondere die Achse zwischen Neutor, Herbert-von-Karajan-Platz, Bürgerspitalplatz, Anton-Neumayr-Platz und Museumsplatz. Auch der Universitätsplatz ist Teil des Projekts.
Wie hoch sind die Kosten für die Neugestaltung der Salzburger Innenstadt?
Die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf rund 12,8 Millionen Euro für den Bereich zwischen Neutor und Rotkreuz-Parkplatz. Für die Umgestaltung vom Universitätsplatz bis zum Museumsplatz sind knapp 13 Millionen Euro veranschlagt.
Wann beginnen die Bauarbeiten für die Neugestaltung in Salzburg?
Die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Salzburger Innenstadt sollen im Herbst 2026 beginnen und voraussichtlich mehrere Jahre dauern. Während der Bauzeit wird es zu Einschränkungen für den Verkehr und die Anwohner kommen.
Was ist ein «Shared Space» im Kontext der Neugestaltung von Salzburg?
Ein «Shared Space» ist ein Bereich, in dem die gesamte Fläche auf einer Ebene und barrierefrei gestaltet ist. Ziel ist es, eine gemeinsame Nutzung des öffentlichen Raums durch Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr zu ermöglichen und den Autoverkehr zu reduzieren.
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Begegnungszonen | Umwandlung von Straßen und Plätzen in Bereiche, in denen Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Nahverkehr Vorrang haben |
| Reduzierung des Autoverkehrs | Verringerung der Anzahl der Fahrzeuge, die die Altstadt durchfahren, z.B. durch Sperrung des Neutors für Individualverkehr |
| Freilegung des Almkanals | Öffnung des unterirdisch verlaufenden Kanals zur Schaffung eines attraktiven Wasserelements |
| Neue Grünflächen | Anlage von Grünflächen und Baumpflanzungen zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität |
| Barrierefreiheit | Gestaltung des öffentlichen Raums ohne Barrieren, um eine uneingeschränkte Nutzung für alle Menschen zu ermöglichen |
Weitere Informationen zur Stadt finden sich auf der offiziellen Webseite der Stadt Salzburg.
