Der Journalist und Autor Robin Alexander ist, Stand 18.02.2026, eine der prägendsten Stimmen im politischen Journalismus Deutschlands. Bekannt für seine scharfsinnigen Analysen der Bundespolitik, seine Bestseller-Bücher und den erfolgreichen Podcast „Machtwechsel“, hat er sich als unverzichtbarer Beobachter des Berliner Politikbetriebs etabliert. Insbesondere seine fundierten Einblicke in die Ära Merkel und die nachfolgenden politischen Umbrüche machen ihn zu einem gefragten Experten.
Robin Alexander, geboren 1975 in Essen, hat eine beeindruckende Karriere durchlaufen, die ihn von der „taz“ über „Vanity Fair“ bis in die Chefredaktion der „Welt“ führte. Seit Ende 2025 konzentriert er sich gemeinsam mit seiner Kollegin Dagmar Rosenfeld auf den nun eigenständigen Podcast „Machtwechsel“, bleibt dem Springer-Verlag aber als Kolumnist erhalten. Dieser Schritt unterstreicht den Trend, dass Journalisten selbst zu starken Marken werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Beruflicher Werdegang: Robin Alexander war bis Ende 2025 stellvertretender Chefredakteur der „Welt“ und prägte dort die politische Berichterstattung.
- Bestseller-Autor: Seine Bücher wie „Die Getriebenen“ und „Machtverfall“ erreichten Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurden für ihre Insider-Perspektiven gelobt.
- Podcast „Machtwechsel“: Zusammen mit Dagmar Rosenfeld betreibt er einen der reichweitenstärksten Politik-Podcasts in Deutschland, der seit Anfang 2026 in Eigenregie produziert wird.
- Aktuelles Buch: Sein neuestes Werk „Letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ analysiert die Regierung unter Friedrich Merz.
- Auszeichnungen: Alexander wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Medienpreis des Deutschen Bundestages und dem Theodor-Wolff-Preis.
- Medienpräsenz: Er ist ein häufiger und geschätzter Gast in politischen Talkshows wie „Markus Lanz“ und „Maybrit Illner“.
- Persönliches: Robin Alexander ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Berlin.
Werdegang: Vom Ruhrgebiet ins Herz der Macht
Geboren in Essen und aufgewachsen in Herne-Eickel, begann Robin Alexander seine journalistische Laufbahn früh. Nach dem Studium der Geschichte und Journalistik in Leipzig und einem Volontariat bei der „taz“ arbeitete er dort mehrere Jahre als Reporter und Redakteur. Stationen bei der deutschen Ausgabe von „Vanity Fair“ folgten, bevor er 2008 zur „Welt“-Gruppe wechselte. Dort berichtete er ab 2010 über das Kanzleramt und begleitete Angela Merkel auf zahlreichen Reisen, was ihm tiefe Einblicke in die Mechanismen der Macht verschaffte.
Sein Aufstieg in der Redaktion gipfelte 2019 in der Position des stellvertretenden Chefredakteurs. Diese Rolle füllte er bis Ende 2025 aus. Sein Weggang wurde in der Medienbranche als signifikanter Verlust für die „Welt“ gewertet, da er als eines der bekanntesten Gesichter der Marke galt. Allerdings bleibt er dem Haus als Kolumnist für die „Welt am Sonntag“ verbunden und sichert sich so weiterhin eine wichtige Plattform. Wie wir bereits in unserem Artikel über kompetente Gesichter des deutschen Fernsehens analysiert haben, ist die persönliche Marke für Journalisten von wachsender Bedeutung.
Die Bücher von Robin Alexander: Analysen der Macht
Ein wesentlicher Teil des Renommees von Robin Alexander basiert auf seinen erfolgreichen Sachbüchern, die sich durch akribische Recherche und einen packenden Erzählstil auszeichnen. Sie bieten Lesern einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Politik.
„Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (2017)
Mit diesem Buch gelang Alexander der Durchbruch als Bestseller-Autor. Er rekonstruierte minutiös die entscheidenden Monate der Flüchtlingskrise 2015 und zeigte die damaligen Akteure als Getriebene der Ereignisse. Das Werk stand wochenlang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde für den Vorabdruck mit dem Medienpreis des Deutschen Bundestages ausgezeichnet. Der Erfolg führte sogar zu einer ARD-Verfilmung.
„Machtverfall: Merkels Ende und das Drama der deutschen Politik“ (2021)
In seinem zweiten großen politischen Werk analysierte Robin Alexander das letzte Kapitel der Ära Merkel und den erbitterten Kampf um ihre Nachfolge. Er beschrieb den schleichenden Autoritätsverlust der Kanzlerin und die innerparteilichen Machtkämpfe der CDU/CSU. Auch dieses Buch wurde ein großer Erfolg und festigte seinen Ruf als exzellenter Chronist der deutschen Politik.
„Letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ (2025)
Sein aktuellstes Buch, das Anfang 2026 hohe Wellen schlägt, widmet sich dem Scheitern der Ampel-Koalition und dem Regierungsantritt von Kanzler Friedrich Merz. Alexander beleuchtet die enormen Herausforderungen wie Wirtschaftskrise und Migration und stellt die Frage, ob die neue Regierung die letzte Chance ist, den Aufstieg der extremen Rechten zu verhindern.
Was macht den Podcast „Machtwechsel“ so erfolgreich?
Seit Mai 2021 betreibt Robin Alexander gemeinsam mit der Journalistin Dagmar Rosenfeld den Podcast „Machtwechsel“. Das Format entwickelte sich schnell zu einem der führenden Politik-Podcasts in Deutschland. Seit dem 18. Februar 2026 wird der Podcast in Eigenregie produziert und erscheint nun zweimal wöchentlich, was die Professionalisierung des Projekts unterstreicht. Der Neustart wurde mit einem Interview mit Bundeskanzler Friedrich Merz eingeläutet.
Der Erfolg des Podcasts lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen:
- Expertise: Beide Moderatoren verfügen über jahrelange Erfahrung und ein tiefes Verständnis der politischen Landschaft.
- Ausgewogenheit: Sie analysieren das Geschehen ruhig und hintergründig, jenseits von schneller Polarisierung.
- Exklusive Einblicke: Durch ihre exzellente Vernetzung in Berlin können sie oft Informationen und Einschätzungen liefern, die über die tagesaktuelle Berichterstattung hinausgehen.
- Chemie: Die dynamische und oft humorvolle Interaktion zwischen Rosenfeld und Alexander macht den Podcast auch unterhaltsam.
Der Schritt in die Selbstständigkeit zeigt, dass qualitativ hochwertiger Journalismus auch als unternehmerisches Modell funktionieren kann. Der Podcast ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Medienlandschaft verändert, ähnlich wie es bei der neuen Show von Stefan Raab zu beobachten ist, wo bekannte Persönlichkeiten neue, unabhängige Wege gehen.
Robin Alexander als TV-Experte und Kolumnist
Neben seinen Büchern und dem Podcast ist Robin Alexander eine feste Größe in politischen Talkshows. Seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und pointiert zu kommentieren, macht ihn zu einem gern gesehenen Gast bei „Markus Lanz“, „Maybrit Illner“ und anderen Formaten. Seine TV-Präsenz trug maßgeblich zur Bekanntheit der Marke „Welt“ bei und ist nun ein wichtiger Baustein für seine eigene Marke als unabhängiger Journalist.
In seinen Kolumnen für die „Welt am Sonntag“ greift er regelmäßig aktuelle politische Themen auf und liefert scharfsinnige Kommentare. Diese schriftlichen Beiträge ergänzen seine Auftritte in anderen Medien und erlauben ihm, Argumente detaillierter auszuführen, als es in einer schnellen Talkshow-Runde möglich ist.
| Zeitraum | Position | Medium/Verlag |
|---|---|---|
| 1998-1999 | Volontariat | taz |
| 2001-2006 | Reporter & Redakteur | taz |
| 2006-2008 | Gründungsredakteur | Vanity Fair Deutschland |
| 2008-2025 | Redakteur, Chefreporter, stv. Chefredakteur | Die Welt / Welt am Sonntag |
| Seit 2021 | Co-Host Podcast | Machtwechsel |
| Seit 2026 | Selbstständiger Journalist & Kolumnist | Machtwechsel / Welt am Sonntag |
Als Informationsquelle für seine Recherchen dient unter anderem die offizielle Seite des Deutschen Bundestages, die detaillierte Informationen zu Gesetzgebungsverfahren und Abgeordneten bietet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist Robin Alexander?
Robin Alexander ist ein deutscher Journalist, Bestseller-Autor und Podcaster. Er gilt als einer der führenden politischen Beobachter in Berlin. Bis Ende 2025 war er stellvertretender Chefredakteur der Zeitung „Die Welt“. Heute ist er vor allem für seinen Podcast „Machtwechsel“ bekannt.
Welche Bücher hat Robin Alexander geschrieben?
Robin Alexander hat mehrere sehr erfolgreiche politische Sachbücher geschrieben. Zu den bekanntesten gehören „Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (2017), „Machtverfall: Merkels Ende und das Drama der deutschen Politik“ (2021) und sein neuestes Werk „Letzte Chance. Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ (2025).
Was ist der Podcast „Machtwechsel“?
„Machtwechsel“ ist ein politischer Podcast, den Robin Alexander gemeinsam mit der Journalistin Dagmar Rosenfeld moderiert. Seit Anfang 2026 produzieren sie den Podcast eigenständig. Er erscheint zweimal pro Woche und analysiert die aktuelle politische Lage in Deutschland.
Warum hat Robin Alexander die „Welt“ verlassen?
Ende 2025 verließ Robin Alexander seine Position als stellvertretender Chefredakteur der „Welt“, um sich auf die selbstständige Produktion seines Podcasts „Machtwechsel“ zu konzentrieren. Er bleibt der „Welt am Sonntag“ jedoch als Kolumnist weiterhin verbunden.
Ist Robin Alexander verheiratet?
Ja, Robin Alexander ist mit der Journalistin Astrid Alexander verheiratet. Das Paar hat drei Kinder und lebt gemeinsam in Berlin-Neukölln.
Fazit: Eine unverzichtbare Stimme im Politikjournalismus
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Robin Alexander seine Position als einer der wichtigsten politischen Journalisten in Deutschland im Jahr 2026 weiter gefestigt hat. Durch seine Bestseller, seinen einflussreichen Podcast und seine konstante Medienpräsenz liefert er fundierte Analysen und Einordnungen, die für ein politisch interessiertes Publikum unerlässlich sind. Der Schritt in die Selbstständigkeit mit „Machtwechsel“ beweist nicht nur unternehmerischen Mut, sondern ist auch ein klares Statement für die Zukunft des unabhängigen Qualitätsjournalismus. Er bleibt eine Schlüsselfigur für alle, die die deutsche Politik verstehen wollen.