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Riester Vertrag: -Rente: Was die Reform für 16 Millionen

johann lafer krebs

Die Riester-Rente steht vor einer bedeutenden Veränderung. Ab 2027 soll ein neues Altersvorsorgedepot die bisherige Form der staatlich geförderten Altersvorsorge ergänzen. Für die rund 16 Millionen Riester-Sparer in Deutschland stellt sich nun die Frage, wie sie mit ihren bestehenden Verträgen umgehen sollen, berichtet BILD. Die Entscheidung, ob man weiter einzahlt, den Vertrag beitragsfrei stellt, in ein neues Altersvorsorgedepot wechselt oder den Vertrag kündigt, hat erhebliche Auswirkungen auf die Förderung, die Kosten und die letztendliche Rendite.

Symbolbild zum Thema Riester Vertrag
Symbolbild: Riester Vertrag (Bild: Picsum)

Hintergrund der Riester-Rente

Die Riester-Rente wurde 2002 eingeführt, um die sinkenden Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen. Sie wird durch staatliche Zulagen und gegebenenfalls Steuervorteile gefördert. Das Ziel war, insbesondere Geringverdienern und Familien mit Kindern eine zusätzliche Altersvorsorge zu ermöglichen. Allerdings steht die Riester-Rente seit Jahren in der Kritik, da sie als komplex, unflexibel und wenig renditestark gilt. Hohe Kosten und die garantierte Auszahlungssumme, die konservative Anlageformen erfordert, schmälern oft die Rendite. Kritiker bemängeln, dass gerade die Zielgruppe der Geringverdiener oft nicht von der Förderung profitiert, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. (Lesen Sie auch: Riester-Reform: Was Sparer jetzt wissen müssen)

Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027

Die Bundesregierung hat eine Reform der Riester-Rente beschlossen, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Kern der Reform ist das neue Altersvorsorgedepot, das es Sparern ermöglichen soll, staatlich gefördert in ETFs (Exchange Traded Funds) und Aktienfonds zu investieren. Ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Riester-Rente ist, dass die teure Beitragsgarantie wegfällt. Stattdessen soll ein Kostendeckel von maximal einem Prozent der jährlichen Gesamtkosten gelten. Der Deutsche Bundestag hatte die Reform am 27. März 2026 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats steht allerdings noch aus.

Kritik am Kostendeckel

Obwohl der Kostendeckel von einem Prozent die Kosten für Sparer begrenzen soll, gibt es auch hier Kritik. Das Vergleichsportal Verivox hat eine Modellrechnung durchgeführt, die zeigt, dass bei voller Ausschöpfung des Kostendeckels die staatliche Förderung komplett von den Gebühren aufgefressen werden könnte. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hält diese Darstellung jedoch für zu pessimistisch und wirft Verivox vor, systematisch schlecht gerechnet zu haben. Die Debatte um die tatsächliche Wirtschaftlichkeit des neuen Altersvorsorgedepots ist also in vollem Gange, so Telepolis. (Lesen Sie auch: Riester-Reform: Was Sparer jetzt wissen müssen)

Optionen für bestehende Riester-Verträge

Für die 16 Millionen Riester-Sparer bedeutet die Reform, dass sie verschiedene Optionen haben:

  • Weiterzahlen: Sparer können ihre bestehenden Verträge unverändert fortführen. Dies kann sinnvoll sein, wenn der Vertrag bereits gut läuft und die Kosten niedrig sind.
  • Beitragsfrei stellen: Es besteht die Möglichkeit, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. In diesem Fall werden keine weiteren Beiträge mehr eingezahlt, aber das angesparte Kapital bleibt erhalten und wird weiterhin verzinst.
  • Wechseln in ein neues Altersvorsorgedepot: Ab 2027 können Sparer ihr Kapital in ein neues Altersvorsorgedepot übertragen. Dies kann attraktiv sein, wenn sie von den potenziell höheren Renditen von Aktienfonds profitieren möchten.
  • Kündigen: Die Kündigung des Vertrags ist ebenfalls möglich, allerdings in der Regel mit finanziellen Verlusten verbunden, da die staatlichen Zulagen zurückgezahlt werden müssen.

Riester-Rente: Was bedeutet die Reform für Sparer?

Die Reform der Riester-Rente bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Das neue Altersvorsorgedepot bietet die Möglichkeit, in renditestärkere Anlageformen zu investieren, birgt aber auch das Risiko von Verlusten. Sparer sollten sich daher gut informieren und ihre individuelle Situation genau prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Es ist ratsam, sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten zu lassen, um die beste Option für die eigene Altersvorsorge zu finden. (Lesen Sie auch: Reform Altersvorsorge Riester: – beschlossen: Was die…)

Ausblick

Die Zukunft der Riester-Rente ist ungewiss.Die Debatte um die Vor- und Nachteile der Riester-Rente wird sicherlich weitergehen.

Detailansicht: Riester Vertrag
Symbolbild: Riester Vertrag (Bild: Picsum)
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Illustration zu Riester Vertrag
Symbolbild: Riester Vertrag (Bild: Picsum)

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