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Die italienische Biathletin Rebecca Passler sorgt am 13.02.2026 für die Schlagzeile des Tages: Ihre vorläufige Doping-Sperre wurde aufgehoben, womit sie doch bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat Antholz starten darf. Dieser Artikel beleuchtet die dramatischen Hintergründe der Sperre, ihre Karriere, ihre größten Erfolge und die Person hinter der Athletin.
Das Wichtigste in Kürze
- Olympia-Start gesichert: Die vorläufige Doping-Sperre gegen Rebecca Passler wurde am 13. Februar 2026 vom nationalen Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur (NADO) aufgehoben. [8, 9]
- Grund der Sperre: Bei einer Kontrolle im Januar 2026 wurde Passler positiv auf die verbotene Substanz Letrozol getestet. [12]
- Erfolgreiche Verteidigung: Passler argumentierte erfolgreich, dass es sich um einen Fall von unbeabsichtigter Kontamination handelte und sie keine Schuld treffe. [13]
- Sportliche Herkunft: Sie stammt aus der Biathlon-Hochburg Antholz und ist die Nichte des ehemaligen Weltmeisters und Olympiamedaillengewinners Johann Passler. [1, 18]
- Karriere-Highlights: Passler ist Junioren-Weltmeisterin mit der Staffel (2022) und hat im Weltcup bereits zwei Podestplätze mit dem Team erreicht. [1]
- Privates Glück: Sie ist mit dem österreichischen Biathleten Dominic Unterweger liiert. [5, 11]
- Nächster Schritt: Sie wird am Montag zur italienischen Olympia-Mannschaft stoßen und voraussichtlich in der Staffel am Mittwoch zum Einsatz kommen. [9]
Inhaltsverzeichnis
- Dramatische Wende: Passler darf bei Olympia starten
- Wer ist Rebecca Passler? Herkunft und Familie
- Karriere und größte Erfolge der Italienerin
- Passlers Leistungen im Weltcup 2025/2026
- Wie tickt Rebecca Passler privat?
- Video: Rebecca Passler im Interview
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Rebecca Passler
- Fazit: Ein Sieg vor dem Start
Die Biathletin Rebecca Passler hat nach Tagen der Ungewissheit endlich Klarheit. Nach einer positiven Dopingprobe im Januar schien der Traum von den Olympischen Heimspielen in Antholz geplatzt. Doch am 13.02.2026 kam die Kehrtwende: Die Suspendierung wurde aufgehoben, und Passler darf nun doch um Medaillen kämpfen. Die Entscheidung sorgt für große Erleichterung im italienischen Wintersportverband (FISI) und bei den Fans.
Dramatische Wende: Passler darf bei Olympia starten
Die Nachricht schlug Anfang Februar ein wie eine Bombe: Rebecca Passler wurde bei einer Trainingskontrolle positiv auf die Substanz Letrozol getestet und von der italienischen Anti-Doping-Agentur NADO vorläufig gesperrt. [12] Letrozol wird unter anderem in der Krebstherapie eingesetzt und steht auf der Dopingliste, da es den Östrogenspiegel senken kann. Für die 24-jährige Athletin aus Antholz brach eine Welt zusammen, kurz vor dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere, den Olympischen Spielen in ihrer Heimat.
Passler und ihre Anwälte legten umgehend Berufung ein. Ihre Verteidigungslinie: eine unbeabsichtigte Kontamination, für die sie keine Schuld trage. [8] Nach bangen Tagen des Wartens, in denen sie auch vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zunächst abgewiesen wurde, gab das nationale Berufungsgericht der NADO ihrer Berufung statt. [9] Die Begründung erkannte die „offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme“ an. [6] „Es waren sehr schwierige Tage, ich habe aber immer an meine Unschuld geglaubt“, so eine sichtlich erleichterte Rebecca Passler in einer ersten Stellungnahme. [8] Sie soll nun am Montag zur Mannschaft stoßen und hat gute Chancen auf einen Einsatz in der Frauen-Staffel.
Wer ist Rebecca Passler? Herkunft und Familie
Rebecca Passler wurde am 31. August 2001 in Bruneck geboren und wuchs in Antholz auf, dem Herzen des italienischen Biathlonsports. [1] Der Sport wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Ihr Onkel ist niemand Geringeres als Johann Passler, ein ehemaliger Weltklasse-Biathlet, der in den 80er- und 90er-Jahren Weltmeistertitel und Olympiamedaillen für Italien gewann. [7, 18] Durch ihn und ihre ebenfalls Biathlon-begeisterte ältere Schwester kam sie schon im Alter von neun Jahren zum Sport. Diese familiäre Prägung und das Aufwachsen in einer Wintersportregion legten den Grundstein für ihre professionelle Laufbahn. Sie startet für die Sportgruppe der Carabinieri.
Karriere und größte Erfolge der Italienerin
Schon im Juniorenbereich machte Rebecca Passler international auf sich aufmerksam. Ihre größten Erfolge feierte sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften, wo sie insgesamt sieben Medaillen gewann. Der Höhepunkt war die Goldmedaille mit der Staffel 2022 in Soldier Hollow, USA, wo sie zudem Silber im Sprint holte. [1] Ihr Weltcup-Debüt gab sie 2021 und etablierte sich schnell im italienischen A-Team an der Seite von Stars wie Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi. [14] Ihre bisher besten Einzelplatzierungen im Weltcup sind zwei elfte Plätze. [27] Mit der Staffel stand sie bereits zweimal auf dem Podium. Alle Details zu ihrer Karriere sind auf ihrem offiziellen Profil der Internationalen Biathlon Union (IBU) nachzulesen.
Passlers Leistungen im Weltcup 2025/2026
In der laufenden Saison 2025/2026 zeigte Rebecca Passler konstante Leistungen und sammelte regelmäßig Weltcuppunkte. Vor den Olympischen Spielen belegte sie im Gesamtweltcup eine Position um Platz 30, was ihre Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze unterstreicht. [19] Ihre Stärken liegen besonders im schnellen und sicheren Stehendschießen, während sie im Laufen kontinuierlich aufholt. Die Teilnahme an den Heim-Spielen in Antholz soll der vorläufige Höhepunkt ihrer Entwicklung werden.
| Ereignis | Jahr | Ergebnis |
|---|---|---|
| Weltcup-Debüt | 2021 | Erste Starts im A-Team |
| Junioren-WM Soldier Hollow | 2022 | Gold (Staffel), Silber (Sprint) |
| Junioren-WM Obertilliach | 2021 | 2x Silber (Sprint, Staffel), Bronze (Verfolgung) |
| Weltcup-Podium Staffel | 2023/24 | 2x 3. Platz |
| Beste Einzelplatzierung Weltcup | 2025/26 | 11. Platz (Sprint Oberhof, Massenstart Annecy) |
Wie tickt Rebecca Passler privat?
Abseits der Loipe und des Schießstands ist Rebecca Passler eine bodenständige junge Frau. Sie ist ausgebildete Kosmetikerin, konzentriert sich aber voll auf ihre Sportkarriere. [18] Seit mehreren Jahren ist sie mit dem österreichischen Biathleten Dominic Unterweger liiert, der die schwierige Zeit der Sperre mit ihr durchgestanden hat. [11] In Interviews beschreibt sie sich als Familienmensch, der das Training mit erfahrenen Athletinnen wie Dorothea Wierer sehr schätzt, um von ihnen zu lernen. [20] Wenn sie nicht gerade trainiert, genießt sie die heimische Südtiroler Küche, insbesondere Strauben mit Preiselbeermarmelade. [28] Der Rückhalt von Familie und Freunden war für sie in den letzten Tagen entscheidend, wie sie in ihrer Stellungnahme betonte.
Video: Rebecca Passler im Interview
Für einen direkten Einblick in die Gedankenwelt der jungen Athletin empfiehlt sich ein Interview auf YouTube. Hier spricht sie über ihre Anfänge, den Druck im Weltcup und ihre Ziele.
Empfehlung: Ein aktuelles Interview mit Rebecca Passler, das ihre Gefühle nach der aufgehobenen Sperre thematisiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Rebecca Passler
Darf Rebecca Passler bei Olympia 2026 starten?
Ja, Rebecca Passler darf bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz starten. Ihre vorläufige Suspendierung wurde am 13. Februar 2026 vom nationalen Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur aufgehoben.
Warum wurde Rebecca Passler gesperrt?
Sie wurde gesperrt, weil bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar 2026 die verbotene Substanz Letrozol in ihrer Probe nachgewiesen wurde. Sie konnte jedoch glaubhaft machen, dass es sich um eine unbeabsichtigte Kontamination handelte. [13]
Wer ist der Freund von Rebecca Passler?
Rebecca Passler ist mit dem österreichischen Biathleten Dominic Unterweger liiert. Er gehört ebenfalls zum Olympia-Aufgebot seines Landes. [5]
Was sind die größten Erfolge von Rebecca Passler?
Ihre größten Erfolge sind der Gewinn der Goldmedaille mit der Staffel bei der Junioren-WM 2022 sowie mehrere Silber- und Bronzemedaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften. Im Weltcup erreichte sie zwei Podestplätze mit der italienischen Staffel. [1]
Woher kommt Rebecca Passler?
Rebecca Passler stammt aus Antholz in Südtirol (Italien), einem der bekanntesten Austragungsorte im Biathlon-Weltcup und Schauplatz der olympischen Biathlon-Wettbewerbe 2026.
Fazit: Ein Sieg vor dem Start
Der Freispruch für Rebecca Passler ist mehr als nur eine juristische Entscheidung; es ist ein Sieg des Willens und des Glaubens an die eigene Unschuld. Nach einem mentalen Albtraum kann sich die junge Italienerin nun auf das konzentrieren, wofür sie jahrelang trainiert hat: die Olympischen Spiele in ihrer Heimat. Der Fall zeigt die Härte und Komplexität des Anti-Doping-Kampfes, aber auch, dass Athleten erfolgreich für ihr Recht kämpfen können. Für Rebecca Passler beginnt das Olympia-Abenteuer nun mit einer enormen emotionalen Last weniger und der vollen Unterstützung ihres Teams und ihrer Fans.
Autor: [Ihr Name]
Biografie: [Ihr Name] ist ein erfahrener Sportredakteur mit Schwerpunkt Wintersport und verfolgt die Biathlon-Szene seit über einem Jahrzehnt. Seine Analysen und Berichte erscheinen regelmäßig in führenden Online-Publikationen.