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Der Gruß „Ramadan Mubarak“ ist in diesen Tagen wieder häufig zu hören, denn für Muslime in Deutschland und weltweit beginnt am 17. Februar 2026 eine ganz besondere Zeit. Der islamische Fastenmonat Ramadan ist eine Periode der Besinnung, des Gebets und der Gemeinschaft. Doch was bedeutet der Wunsch genau und wie verhält man sich als Nicht-Muslim richtig? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Termine.
Das Wichtigste in Kürze
- Bedeutung: „Ramadan Mubarak“ ist Arabisch und bedeutet „Gesegneter Ramadan“ oder „Froher Ramadan“. Es ist der gebräuchlichste Gruß während des Fastenmonats.
- Ramadan 2026: Der Fastenmonat beginnt in Deutschland voraussichtlich am Abend des 17. Februar 2026. Der erste volle Fastentag ist der 18. Februar 2026.
- Ende des Ramadan: Der Ramadan endet voraussichtlich am 19. März 2026, gefolgt vom dreitägigen Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr (Zuckerfest).
- Grußformeln: Neben „Ramadan Mubarak“ sind auch „Ramadan Kareem“ (Großzügiger Ramadan) oder auf Türkisch „Hayırlı Ramazanlar“ üblich.
- Antwort: Auf „Ramadan Mubarak“ kann man mit „Khair Mubarak“ antworten, was eine Erwiderung des Segenswunsches ist.
- Traditionen: Im Mittelpunkt stehen das Fasten (Sawm) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, intensive Gebete, Wohltätigkeit (Zakat) und das gemeinsame Fastenbrechen (Iftar).
Der Ramadan Mubarak ist, Stand 17.02.2026, die wichtigste Zeit im islamischen Kalender. Er markiert den neunten Monat, in dem nach muslimischem Glauben der Koran an den Propheten Mohammed offenbart wurde. Deshalb ist diese Zeit von besonderer spiritueller Bedeutung, die durch Fasten, Gebet und Gemeinschaft zelebriert wird. Für Nicht-Muslime ist es eine gute Gelegenheit, Interesse und Respekt zu zeigen.
Was bedeutet Ramadan Mubarak genau?
Der Ausdruck Ramadan Mubarak (رمضان مبارك) stammt aus dem Arabischen und ist ein traditioneller Gruß, den sich Muslime zu Beginn und während des gesamten Fastenmonats zurufen. Wörtlich übersetzt bedeutet „Mubarak“ „gesegnet“. Der Wunsch lässt sich also am besten mit „Gesegneter Ramadan“ oder „Froher Ramadan“ übersetzen. Es ist ein Ausdruck der guten Wünsche, der dem Gegenüber eine Zeit voller Segen, Frieden und spiritueller Erfüllung nahelegen soll.
Dieser Gruß drückt mehr als nur eine einfache Höflichkeit aus. Er ist ein Zeichen der Solidarität und des gemeinsamen Erlebens einer wichtigen religiösen Praxis. Folglich ist die Verwendung von Ramadan Mubarak eine anerkennende Geste, die von Muslimen sehr geschätzt wird, auch wenn sie von Nicht-Muslimen kommt.
Unterschied zu Ramadan Kareem
Gelegentlich hört man auch den Gruß „Ramadan Kareem“ (رمضان كريم), was „Großzügiger Ramadan“ bedeutet. Während beide Grüße positiv sind, bevorzugen manche Gläubige „Ramadan Mubarak“, da der Segen von Gott kommt, während die Großzügigkeit eine menschliche Eigenschaft ist, die im Ramadan praktiziert werden soll. Beide Wünsche sind jedoch weit verbreitet und werden als freundliche Geste verstanden.
Wann ist Ramadan 2026 in Deutschland?
Der Beginn des Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und verschiebt sich daher jedes Jahr um etwa zehn bis elf Tage nach vorne. Für Deutschland wird der Beginn des Ramadan 2026 am Abend des 17. Februar erwartet, sodass der erste Fastentag der 18. oder 19. Februar 2026 sein wird. Die endgültige Festlegung hängt von der Sichtung des Neumondes ab.
Der Fastenmonat dauert 29 oder 30 Tage und endet voraussichtlich am 19. März 2026. Unmittelbar darauf folgt eines der höchsten islamischen Feste: Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens, oft auch als Zuckerfest bekannt. Dieses Fest dauert drei Tage und ist eine Zeit der Freude, des Feierns und der Besuche bei Familie und Freunden. Wie auch bei anderen Feiertagen, zum Beispiel bei der Planung rund um den Geburtstag von Cruz Beckham, ist die Gemeinschaft zentral.
Wie wünscht man richtig einen gesegneten Ramadan?
Als Nicht-Muslim einem muslimischen Kollegen, Freund oder Nachbarn zum Ramadan zu gratulieren, ist eine respektvolle und geschätzte Geste. Die einfachste und korrekteste Form ist, „Ramadan Mubarak“ zu wünschen. Es zeigt, dass man Anteil nimmt und die Bedeutung dieser Zeit anerkennt.
Weitere Möglichkeiten sind:
- Auf Deutsch: „Ich wünsche Ihnen/dir einen gesegneten Ramadan.“
- Auf Türkisch: „Hayırlı Ramazanlar“ (wird ähnlich wie der arabische Gruß verwendet).
- Auf Bosnisch: „Ramazan Šerif Mubarek Olsun“.
Die Antwort auf Ramadan Mubarak lautet typischerweise „Khair Mubarak“, was bedeutet: „Auch dir sei Gutes gewünscht.“ Eine einfache und freundliche Erwiderung wie „Danke, ebenfalls“ ist jedoch genauso angebracht. Die Geste zählt hier mehr als die perfekte Aussprache.
Welche Bräuche und Traditionen prägen den Ramadan?
Der Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam und hat tiefgreifende spirituelle und soziale Bedeutungen. Die zentralen Praktiken sind für alle Muslime weltweit ähnlich, auch wenn es kulturelle Unterschiede in der Auslebung gibt, wie sie in Deutschland bei den rund 5,5 Millionen Muslimen zu beobachten sind.
Fasten (Sawm) und Gebete
Das Fasten von der Morgendämmerung (Sahur, die letzte Mahlzeit vor Sonnenaufgang) bis zum Sonnenuntergang (Iftar, das Fastenbrechen) ist die bekannteste Pflicht. In dieser Zeit wird auf Essen, Trinken, Rauchen und ehelichen Geschlechtsverkehr verzichtet. Das Fasten soll die Gottesfurcht (Taqwa), Selbstdisziplin und Empathie für Bedürftige stärken. Ausgenommen vom Fastengebot sind unter anderem Kranke, Reisende, Schwangere, Stillende und Kinder. Neben den fünf täglichen Pflichtgebeten werden im Ramadan oft zusätzliche Gebete (Tarawih) in der Gemeinschaft verrichtet.
Iftar: Das gemeinsame Fastenbrechen
Das Iftar bei Sonnenuntergang ist ein zentraler sozialer Aspekt des Ramadan. Familien und Freunde kommen zusammen, um gemeinsam zu essen. Traditionell wird das Fasten mit einer Dattel und einem Schluck Wasser gebrochen, wie es der Prophet Mohammed tat. In vielen deutschen Städten organisieren Moscheen und Vereine öffentliche Iftar-Essen, zu denen auch Nicht-Muslime herzlich eingeladen sind, um den interkulturellen Dialog zu fördern. Diese Gemeinschaftserfahrung stärkt den Zusammenhalt, ähnlich wie es bei großen Sportereignissen wie dem Biathlon der Männer der Fall ist, wo Fans zusammenkommen.
Wohltätigkeit und Reflexion
Der Ramadan ist auch ein Monat der Großzügigkeit. Muslime sind angehalten, vermehrt zu spenden (Sadaqa) und die Pflichtabgabe Zakat al-Fitr zu entrichten, um ärmeren Menschen ein schönes Fest des Fastenbrechens zu ermöglichen. Die Zeit dient zudem der intensiven Lektüre des Korans und der inneren Einkehr.
Was sind passende Geschenke zum Ramadan?
Obwohl Geschenke nicht im Mittelpunkt des Ramadan stehen, sind kleine Aufmerksamkeiten eine schöne Geste der Wertschätzung. Besonders zum Abschlussfest Eid al-Fitr ist das Beschenken, vor allem von Kindern, weit verbreitet. Ein schöner Brauch ist es, einen Ramadan Mubarak Wunsch mit einer Kleinigkeit zu verbinden.
| Geschenk-Kategorie | Beispiele | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Kulinarisches | Hochwertige Datteln, Nüsse, edle Süßigkeiten (halal), exotische Gewürze, Geschenkkörbe | Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen |
| Spirituelles | Gebetsteppich, Tasbih (Gebetskette), islamische Bücher, Koran-Ständer | Praktizierende Muslime, nahe Verwandte |
| Dekoration | Laternen (Fanous), Lichterketten mit Mond und Sternen, islamische Kalligrafie | Familien, die ihr Zuhause schmücken |
| Für Kinder | Ramadan-Kalender (ohne Schokolade, oft mit kleinen Aufgaben oder Spielzeugen), Bücher, Geldgeschenke (Eidi) | Nichten, Neffen, eigene Kinder |
| Persönliches | Parfüm (alkoholfrei), personalisierter Schmuck, Gutscheine | Ehepartner, enge Freunde |
Eine Einladung zum gemeinsamen Iftar ist oft das schönste Geschenk, da es die Gemeinschaft und das Miteinander feiert. Externe Informationen zu islamischen Feiertagen bietet beispielsweise die Deutsche Islam Konferenz, eine wichtige Quelle für fundierte Fakten. Auch Wikipedia bietet einen umfassenden Überblick über den Fastenmonat.
Video-Empfehlung: Um die Stimmung und die Bedeutung des Ramadan besser zu verstehen, empfehlen wir auf YouTube nach Dokumentationen wie „Ramadan in Deutschland“ zu suchen. Diese bieten authentische Einblicke in das Leben von Muslimen während dieser Zeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet Ramadan Mubarak auf Deutsch?
„Ramadan Mubarak“ ist ein arabischer Gruß und bedeutet auf Deutsch „gesegneter Ramadan“ oder „froher Ramadan“. Es ist die gängigste Formel, um Muslimen eine gute Zeit während des Fastenmonats zu wünschen.
Wann ist der erste Tag des Ramadan 2026?
Der Ramadan 2026 beginnt voraussichtlich am Abend des 17. Februar. Der erste volle Fastentag wird somit der 18. oder 19. Februar 2026 sein, abhängig von der regionalen Mondsichtung.
Darf man als Nicht-Muslim „Ramadan Mubarak“ wünschen?
Ja, absolut. Es ist eine sehr respektvolle und freundliche Geste, die von Muslimen sehr geschätzt wird. Sie zeigt Interesse und Anerkennung für ihren Glauben und ihre Kultur.
Was ist der Unterschied zwischen Ramadan und Eid?
Ramadan ist der Name des neunten Monats im islamischen Kalender, in dem gefastet wird. Eid al-Fitr (oft nur Eid oder Zuckerfest genannt) ist das dreitägige Fest, das unmittelbar auf das Ende des Ramadan folgt und das Fastenbrechen feiert.
Müssen alle Muslime fasten?
Nein, es gibt Ausnahmen. Vom Fasten befreit sind unter anderem Kinder vor der Pubertät, Kranke, ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen, Schwangere, Stillende, menstruierende Frauen und Reisende. Diese können die Fastentage später nachholen oder eine Ersatzleistung (Fidya) erbringen.
Fazit
Der Wunsch Ramadan Mubarak ist weit mehr als eine leere Floskel. Er ist ein Ausdruck von Respekt, Segen und Gemeinschaft, der die besondere spirituelle Atmosphäre des Fastenmonats einfängt. Für Muslime in Deutschland beginnt mit dem Ramadan 2026 eine Zeit der inneren Einkehr, die durch das Fasten, Gebete und die Stärkung sozialer Bande geprägt ist. Auch für Nicht-Muslime bietet sich die Gelegenheit, durch eine einfache Geste wie einen freundlichen Gruß Brücken zu bauen und mehr über die Kultur und den Glauben ihrer Mitmenschen zu erfahren. Der gegenseitige Respekt und das Verständnis sind schließlich das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft.
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Autor: Dr. Elias Richter, Experte für Interkulturelle Studien. Dr. Richter forscht seit über 15 Jahren zu religiösen Traditionen und deren Integration in westlichen Gesellschaften. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Fachzeitschriften publiziert. Er legt Wert auf eine faktenbasierte und verständliche Vermittlung von kulturellem Wissen.