Die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette rechtfertigt vor Gericht ihre Taten als notwendig, um im Untergrund überleben zu können. Sie zeigt kaum Reue und fordert die Abschaffung der Gefängnisse. Gemeinsam mit mutmaßlichen Komplizen soll sie zwischen 1999 und 2016 mehrere Raubüberfälle begangen haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Der Prozess gegen die 67-Jährige findet in Verden, Niedersachsen, statt. Raf Terroristin Klette steht dabei im Mittelpunkt.

⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Betrag: 240.000 Euro
Auf einen Blick
- Daniela Klette rechtfertigt ihre Taten vor Gericht als notwendig für das Leben im Untergrund.
- Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes und schweren Raubes.
- Klette und ihre mutmaßlichen Komplizen sollen mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben.
- Die Verteidigungsrede von Klette dauerte über eine Stunde.
RAF-Terroristin Klette vor Gericht: Rechtfertigung und Forderungen
Im Prozess vor dem Landgericht Verden wegen schweren Raubes und Verstößen gegen das Waffengesetz nutzte die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen. In einer über einstündigen Rede schilderte die 67-Jährige ihre Sicht auf die ihr vorgeworfenen Taten, die politische Weltlage und die Notwendigkeit ihres früheren Lebens im Untergrund. Sie argumentierte, dass sie und andere nur in der Illegalität die Möglichkeit gehabt hätten, als radikale Linke weiterzubestehen. Dabei stellte sie sich selbst als Opfer des politischen Systems dar.
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische Terrororganisation, die in der Bundesrepublik Deutschland von den 1970er bis in die 1990er Jahre aktiv war. Sie verübte zahlreiche Anschläge und Entführungen, bei denen mehrere Menschen starben. (Lesen Sie auch: GSG 9 Todesfall: Polizist Stirbt bei Übung…)
Die Anklage: Schwere Raubüberfälle und versuchter Mord
Daniela Klette steht seit März 2025 in Niedersachsen vor Gericht. Laut Anklage soll die RAF-Terroristin Klette gemeinsam mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 maskiert und teils schwer bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte überfallen haben. Den Ermittlungen zufolge erbeutete das Trio mehr als 2,7 Millionen Euro, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Ursprünglich umfasste die Anklage 13 Raubüberfälle, von denen jedoch fünf nicht weiter verfolgt werden. Damit geht es nun um acht Überfälle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bei denen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro erbeutet wurden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe für die Angeklagte – wegen versuchten Mordes, schweren bandenmäßigen Raubes und Verstößen gegen Waffengesetze.
Stern berichtet, dass Klette während ihrer Rede kaum Reue zeigte und stattdessen die Abschaffung der Gefängnisse forderte.
Was bedeutet das für die Opfer der Überfälle?
Das Plädoyer eines Opferanwalts verdeutlichte die gravierenden Folgen der Taten für die Betroffenen. Der Jurist betonte, dass das Trio einen bewaffneten Überfall nach dem anderen begangen habe und dass die Angeklagte die Folgen für die Opfer offenbar ignoriert habe. Er verwies darauf, dass es mehr als 20 Menschen gebe, die unter den psychischen und physischen Folgen der Überfälle litten. Viele von ihnen haben bis heute mit Angstzuständen, Schlafstörungen und Depressionen zu kämpfen. Die Taten haben tiefe Wunden hinterlassen und das Leben der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigt.
Klette und ihre mutmaßlichen Komplizen sollen in diesem Zeitraum mehrere Raubüberfälle begangen haben.
Der Prozess gegen Daniela Klette beginnt vor dem Landgericht Verden.
Wie rechtfertigt die RAF-Terroristin Klette ihre Taten?
Daniela Klette rechtfertigt ihre Taten mit der Notwendigkeit, im Untergrund zu überleben und ihre politischen Ziele zu verfolgen. Sie sieht sich selbst als Opfer des politischen Systems und argumentiert, dass sie und andere nur in der Illegalität die Möglichkeit gehabt hätten, als radikale Linke weiterzubestehen. Klette betrachtet die Raubüberfälle demnach nicht als kriminelle Handlungen, sondern als notwendige Mittel zur Finanzierung ihres Kampfes gegen das System. Diese Sichtweise wird von ihren Unterstützern im Gerichtssaal geteilt, die ihre Rede mit Applaus und Jubel begleiteten.
Der Verfassungsschutz bietet detaillierte Informationen über die Geschichte und Ideologie der RAF.
Die politische Dimension: Forderung nach Abschaffung der Gefängnisse
Neben der Rechtfertigung ihrer Taten nutzte Daniela Klette den Gerichtssaal auch, um ihre politischen Forderungen zu artikulieren. Eine ihrer zentralen Forderungen ist die Abschaffung der Gefängnisse. Sie argumentiert, dass das Gefängnissystem inhuman sei und keine Lösung für soziale Probleme darstelle. Stattdessen plädiert sie für alternative Formen der Konfliktlösung und für eine Gesellschaft, die auf Solidarität und Gerechtigkeit basiert. Diese Forderung unterstreicht ihre radikale linke Ideologie und ihre Ablehnung des bestehenden politischen Systems.
Wie geht es weiter im Prozess gegen die RAF-Terroristin Klette?
Der Prozess gegen Daniela Klette wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es werden weitere Zeugen gehört und Beweise vorgelegt. Am Ende des Prozesses wird das Gericht über Schuld oder Unschuld der Angeklagten entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil fällen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe, während die Verteidigung auf ein milderes Urteil oder Freispruch plädieren wird. Das Urteil wird maßgeblich davon abhängen, wie das Gericht die Beweislage und die Argumente der beiden Seiten bewertet.
Es ist wichtig, die Berichterstattung über den Prozess gegen Daniela Klette kritisch zu verfolgen und sich ein eigenes Bild von den Ereignissen und Hintergründen zu machen. (Lesen Sie auch: GSG 9 Todesfall: Auf einem Truppenübungsplatz: Polizist)
| Fakt | Details |
|---|---|
| Erbeutete Summe | Mehr als 2,7 Millionen Euro |
| Anzahl der angeklagten Raubüberfälle | Acht |
| Geforderte Haftstrafe | 15 Jahre |
| Dauer der Verteidigungsrede | Mehr als eine Stunde |
Das Bundesministerium für Inneres bietet Informationen zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus in Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Daniela Klette?
Daniela Klette ist eine ehemalige RAF-Terroristin, die wegen schwerer Raubüberfälle und Verstößen gegen Waffengesetze vor Gericht steht. Sie war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), einer linksextremistischen Terrororganisation. (Lesen Sie auch: Mordermittlung bei Aachen: Mann stirbt nach Schüssen…)
Welche Straftaten werden Daniela Klette vorgeworfen?
Daniela Klette wird schwerer bandenmäßiger Raub, versuchter Mord und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Sie soll gemeinsam mit ihren Komplizen mehrere Geldtransporter und Supermärkte überfallen haben.

Warum rechtfertigt Daniela Klette ihre Taten?
Daniela Klette rechtfertigt ihre Taten mit der Notwendigkeit, im Untergrund zu überleben und ihre politischen Ziele zu verfolgen. Sie sieht sich selbst als Opfer des politischen Systems und betrachtet die Raubüberfälle als Mittel zum Zweck.
Welche Strafe droht Daniela Klette?
Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe für Daniela Klette. Das Gericht wird am Ende des Prozesses über Schuld oder Unschuld entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil fällen. (Lesen Sie auch: Mord Wassenberg: Mann nach Schüssen Tot –…)
Was fordert Daniela Klette neben ihrer Rechtfertigung?
Daniela Klette fordert die Abschaffung der Gefängnisse. Sie argumentiert, dass das Gefängnissystem inhuman sei und keine Lösung für soziale Probleme darstelle. Stattdessen plädiert sie für alternative Formen der Konfliktlösung.
Der Fall der RAF-Terroristin Klette wirft ein Schlaglicht auf die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Linksterrorismus in Deutschland und Österreich. Während die Opfer der Taten bis heute unter den Folgen leiden, rechtfertigt die Angeklagte ihre Handlungen mit politischen Motiven. Der Prozess wird zeigen, wie die Justiz mit dieser komplexen Gemengelage umgeht und welche Konsequenzen die Taten für Daniela Klette haben werden.



