Radon Lungenkrebs: Was ist Radon und warum ist es eine Gefahr für die Lunge? Radon ist ein unsichtbares, geruchloses radioaktives Edelgas, das natürlich im Boden vorkommt und in Gebäude eindringen kann. Lungenkrebs ist die häufigste Folgeerkrankung einer erhöhten Radonkonzentration in der Atemluft, da die radioaktiven Zerfallsprodukte des Radons die Lunge schädigen können.

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Zusammenfassung
- Radon ist eine unsichtbare und geruchlose Gefahr, die Lungenkrebs verursachen kann.
- Es entsteht natürlich im Boden und kann in Gebäude eindringen, besonders in Kellern.
- Die Radonkonzentration in der Raumluft kann gemessen werden.
- Sanierungsmaßnahmen können die Radonbelastung reduzieren.
Was ist Radon und wie gelangt es in Gebäude?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran in Gesteinen und Böden entsteht. Es ist farb- und geruchlos, weshalb es von Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Radon kann durch Risse und Undichtigkeiten im Fundament, in Wänden oder durch Rohrdurchführungen in Gebäude eindringen. Besonders betroffen sind Kellergeschosse, da sie direkten Kontakt zum Erdreich haben. Wie Stern berichtet, ist es deshalb wichtig, sich über die Gefahren zu informieren.
Warum ist Radon gefährlich und wie verursacht es Lungenkrebs?
Radon selbst ist zwar ein Edelgas und reagiert kaum mit anderen Stoffen, seine Zerfallsprodukte sind jedoch radioaktiv und können sich in der Lunge ablagern. Dort geben sie Alphastrahlung ab, die das Lungengewebe schädigen und im Laufe der Zeit zu Lungenkrebs führen kann. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schätzt, dass Radon in Deutschland für einen erheblichen Teil der Lungenkrebsfälle verantwortlich ist. Die Wahrscheinlichkeit, an Radon-induziertem Lungenkrebs zu erkranken, steigt mit der Höhe der Radonkonzentration und der Dauer der Exposition.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schätzt, dass in Deutschland jährlich etwa 1.900 Lungenkrebsfälle auf Radon zurückzuführen sind. Damit ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. (Lesen Sie auch: James Pearce JR Festnahme: NFL-Star nach Verfolgungsjagd…)
Wo kommt Radon vor und wie kann man es messen?
Radon kommt in unterschiedlicher Konzentration in Böden und Gesteinen vor. Regionen mit Granit- oder Schiefergestein weisen oft höhere Radonkonzentrationen auf. Eine Radonkarte des BfS gibt einen Überblick über die Radonwahrscheinlichkeit in verschiedenen Gebieten Deutschlands. Die Radonkonzentration in der Raumluft kann mit speziellen Messgeräten ermittelt werden. Diese Messgeräte sind im Handel erhältlich oder können bei Fachfirmen gemietet werden. Eine Langzeitmessung über mehrere Monate gibt ein genaueres Bild der Radonbelastung als eine Kurzzeitmessung.
Die Messung der Radonkonzentration ist relativ einfach und kostengünstig. Es gibt passive Messgeräte, die über einen bestimmten Zeitraum aufgestellt werden und dann zur Auswertung an ein Labor geschickt werden. Aktive Messgeräte zeigen die Radonkonzentration in Echtzeit an. Die Messergebnisse werden in Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m³) angegeben. In Deutschland gilt ein Referenzwert von 300 Bq/m³.
Wie kann man sich vor Radon schützen und die Radonkonzentration senken?
Wenn eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt wird, sollten Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden, um die Radonbelastung zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise das Abdichten von Rissen und Undichtigkeiten im Fundament, das Verbessern der Belüftung von Kellerräumen oder der Einbau einer Radonabsaugung unter dem Gebäude. Eine Radonabsaugung leitet das Radon aus dem Erdreich ab, bevor es in das Gebäude eindringen kann. Das Umweltbundesamt (UBA) bietet Informationen zu geeigneten Sanierungsmaßnahmen.
Regelmäßiges Lüften, insbesondere in Kellerräumen, kann die Radonkonzentration deutlich senken. Auch einfache Maßnahmen wie das Abdichten von Rohrdurchführungen können helfen, das Eindringen von Radon zu reduzieren. (Lesen Sie auch: Leichenfund München: Frau (75) Tot in Reihenhaus…)
Welche gesetzlichen Regelungen gibt es zum Schutz vor Radon?
In Deutschland ist der Schutz vor Radon im Strahlenschutzgesetz geregelt. Dieses Gesetz verpflichtet die Bundesländer, Radongebiete auszuweisen, in denen ein erhöhtes Radonvorkommen zu erwarten ist. In diesen Gebieten gelten besondere Anforderungen an den Neubau und die Sanierung von Gebäuden. Bauherren sind verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um das Eindringen von Radon in Gebäude zu verhindern. Das Gesetz legt auch fest, dass Arbeitsplätze in Radongebieten auf ihre Radonbelastung hin untersucht werden müssen.
Was genau ist Radon und woher kommt es?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran in Gesteinen und Böden entsteht. Es ist farb- und geruchlos und kann durch Risse und Undichtigkeiten in Gebäude eindringen, besonders in Kellern. (Lesen Sie auch: Kältetod Anzeichen Erkennen: So Helfen Sie Obdachlosen…)
Wie kann Radon die Gesundheit beeinträchtigen?
Radon und seine Zerfallsprodukte können sich in der Lunge ablagern und dort Alphastrahlung abgeben, die das Lungengewebe schädigt. Dies kann im Laufe der Zeit zu Lungenkrebs führen, weshalb Radon als zweithäufigste Ursache gilt.
Wie kann ich die Radonkonzentration in meinem Haus messen?
Die Radonkonzentration kann mit speziellen Messgeräten ermittelt werden, die im Handel erhältlich oder bei Fachfirmen gemietet werden können. Eine Langzeitmessung über mehrere Monate gibt ein genaueres Bild der Radonbelastung.
Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um die Radonbelastung zu reduzieren?
Sanierungsmaßnahmen umfassen das Abdichten von Rissen im Fundament, die Verbesserung der Belüftung und den Einbau einer Radonabsaugung. Auch regelmäßiges Lüften kann die Konzentration senken.
Gibt es gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Radon?
Ja, in Deutschland ist der Schutz vor Radon im Strahlenschutzgesetz geregelt. Dieses Gesetz verpflichtet die Bundesländer, Radongebiete auszuweisen und besondere Anforderungen an Neubauten und Sanierungen zu stellen. (Lesen Sie auch: Glatteisgefahr Deutschland: DWD warnt vor Gefährlichen Straßen)
Radon ist eine ernstzunehmende Gefahr, die oft unterschätzt wird. Durch Messungen und geeignete Sanierungsmaßnahmen kann die Radonbelastung jedoch deutlich reduziert werden, um das Risiko für Lungenkrebs zu minimieren. Es ist ratsam, sich über die Radonwahrscheinlichkeit in der eigenen Region zu informieren und gegebenenfalls eine Messung durchzuführen.





