Kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit der ARD seine Erwartungen an Deutschland bekräftigt. Er forderte mehr Unterstützung, einschließlich der Bereitschaft, sich mit Bodentruppen an der Sicherung eines Friedens in der Ukraine zu beteiligen. Die Äußerungen fielen inmitten anhaltender Kämpfe und russischer Behauptungen über Geländegewinne entlang der Front.

Der Hintergrund von putins Krieg in der Ukraine
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert bereits seit vier Jahren an. Was als regionale Auseinandersetzung begann, hat sich zu einem Konflikt von globaler Bedeutung entwickelt. Die Ukraine verteidigt ihre Souveränität und territoriale Integrität gegen einen übermächtigen Aggressor. Putin verfolgt dabei das Ziel, die Ukraine dauerhaft unter russische Kontrolle zu bringen und ihre Westorientierung zu verhindern. Die Annexion der Krim im Jahr 2014 und die Unterstützung separatistischer Kräfte im Osten der Ukraine waren Vorboten der umfassenden Invasion im Februar 2022.
Selenskyjs Forderung nach mehr deutscher Unterstützung
In dem ARD-Interview vom 23. Februar 2026 appellierte Selenskyj an Deutschland, eine größere Rolle bei der Sicherung der Ukraine zu übernehmen. Konkret sprach er sich für deutsche Sicherheitsgarantien aus, die im Idealfall auch die Entsendung von «Boots on the ground», also Bodentruppen, beinhalten würden. Er betonte, dass Deutschland eine besondere Verantwortung für die Sicherheit Europas trage und dass die Ukraine diese Unterstützung benötige, um sich gegen die russische Aggression behaupten zu können. (Lesen Sie auch: Krieg Ukraine Russland: Eskaliert der Konflikt)
Die Forderung nach Bodentruppen ist heikel, da dies eine direkte militärische Konfrontation mit Russland bedeuten würde. Bisher haben sich Deutschland und andere NATO-Staaten darauf beschränkt, die Ukraine mit Waffen, Ausrüstung und humanitärer Hilfe zu unterstützen. Eine direkte militärische Intervention wurde vermieden, um eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.
Reaktionen auf Selenskyjs Interview
Selenskyjs Interview hat in Deutschland unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während einige Politiker Verständnis für die ukrainische Notlage äußerten und eine verstärkte Unterstützung zusagten, warnten andere vor einer Eskalation des Konflikts und betonten die Notwendigkeit, diplomatische Lösungen zu suchen. Die Debatte über die deutsche Rolle in der Ukraine-Krise dürfte durch Selenskyjs Äußerungen weiter an Fahrt gewinnen.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Russland entlang der gesamten Front vorzurücken scheint. Die Ukraine schlägt jedoch zurück und die Situation ist anders als von Moskau dargestellt. (Lesen Sie auch: Papst Leo XIV.: Beinahe wäre er Salesianer…)
Putin und die militärische Lage in der Ukraine
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges ist die militärische Lage in der Ukraine weiterhin angespannt. Russland versucht, seine territorialen Gewinne im Osten und Süden des Landes auszubauen. Die ukrainischen Streitkräfte leisten jedoch erbitterten Widerstand und haben in den vergangenen Monaten immer wieder Erfolge erzielt. Die Frontlinie verläuft derzeit durch die Regionen Donezk, Luhansk und Saporischschja. Die Kämpfe sind von hoher Intensität und fordern auf beiden Seiten hohe Verluste. Die russische Armee setzt dabei verstärkt auf den Einsatz von Artillerie und Raketen, während die ukrainischen Streitkräfte versuchen, mit modernen Waffen und Taktiken die russische Überlegenheit auszugleichen.
Ausblick: Wie geht es weiter im Ukraine-Krieg?
Die Zukunft des Ukraine-Krieges ist ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass die Kämpfe noch lange andauern werden. Eine diplomatische Lösung des Konflikts ist derzeit nicht in Sicht. Russland zeigt keinerlei Bereitschaft, von seinen Maximalforderungen abzurücken. Die Ukraine ist entschlossen, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Souveränität zu bewahren. Die Unterstützung des Westens ist dabei von entscheidender Bedeutung. Nur mit ausreichenden Waffenlieferungen und finanzieller Hilfe kann die Ukraine dem russischen Druck standhalten.

Langfristig wird es darum gehen, eine europäische Sicherheitsarchitektur zu schaffen, die Russland einbindet und gleichzeitig die Sicherheit der Ukraine und anderer osteuropäischer Staaten gewährleistet. Dies erfordert einen grundlegenden Wandel in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Ob dies gelingen kann, ist derzeit jedoch fraglich. (Lesen Sie auch: Bari: Mehr Zugverbindungen nach Neapel und Rom…)
Die Rolle von Wladimir Putin bleibt zentral für die weitere Entwicklung. Seine Entscheidungen werden maßgeblich darüber bestimmen, ob der Konflikt weiter eskaliert oder ob es zu einer Deeskalation und einem Friedensprozess kommt.
Die Bundesregierung steht vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Unterstützung der Ukraine und Vermeidung einer direkten Konfrontation mit Russland zu finden.
Häufig gestellte Fragen zu putin
Welche Ziele verfolgt putin in der Ukraine?
Putin verfolgt das Ziel, die Ukraine dauerhaft unter russische Kontrolle zu bringen und ihre Westorientierung zu verhindern. Er will die Ukraine als unabhängigen Staat schwächen und in den russischen Einflussbereich zurückführen.
Welche Rolle spielt Deutschland im Ukraine-Konflikt?
Deutschland unterstützt die Ukraine mit Waffen, Ausrüstung und humanitärer Hilfe. Gleichzeitig versucht Deutschland, eine Eskalation des Konflikts zu vermeiden und diplomatische Lösungen zu fördern. Selenskyj fordert nun mehr Engagement. (Lesen Sie auch: Taylor Fritz: US-Tennisstar im Fokus der Delray…)
Wie ist die militärische Lage in der Ukraine aktuell?
Die militärische Lage ist angespannt, mit Kämpfen entlang der Frontlinie in den Regionen Donezk, Luhansk und Saporischschja. Russland versucht, seine territorialen Gewinne auszubauen, während die Ukraine erbitterten Widerstand leistet.
Welche Konsequenzen hat der Krieg für Deutschland?
Der Krieg hat Auswirkungen auf die Energieversorgung, die Inflation und die Sicherheitspolitik Deutschlands. Deutschland muss seine Verteidigungsfähigkeit stärken und sich auf neue Bedrohungen einstellen.
Wie könnte eine friedliche Lösung des Konflikts aussehen?
Eine friedliche Lösung erfordert einen grundlegenden Wandel in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Russland müsste seine Aggression gegen die Ukraine beenden und die territoriale Integrität des Landes respektieren.
