Wer sich nach einer Serie sehnt, die tiefgründig, ehrlich und dabei unkonventionell ist, sollte einen Blick auf «Pure» werfen. Die Video-on-Demand-Serie «Pure» erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die mit Zwangsgedanken zu kämpfen hat und ihren eigenen Weg sucht.

| Titel | Pure |
|---|---|
| Originaltitel | Pure |
| Drehbuch | Kirstie Swain |
| Besetzung | Charly Clive, Joe Cole, Kiran Sonia Sawar |
| Genre | Drama, Comedy |
| Streaming-Start | 2019 |
| Plattform | ZDF / ARTE (verfügbar in Mediatheken) |
| Produktion | Drama Republic |
Unser Eindruck: Eine mutige und berührende Serie, die sich mit einem schwierigen Thema auf unkonventionelle Weise auseinandersetzt.
Was macht die Serie «Pure» so besonders?
Die britische Serie «Pure» sticht aus der Masse der Produktionen heraus, die sich mit psychischen Erkrankungen beschäftigen. Statt auf Betroffenheit und Mitleid zu setzen, wählt die Serie einen unkonventionellen Ansatz, der sowohl humorvoll als auch schonungslos ehrlich ist. Marnie, die Protagonistin, wird von Zwangsgedanken geplagt, die sich vor allem um sexuelle Obsessionen drehen. Diese Gedanken sind nicht nur verstörend, sondern auch allgegenwärtig und beeinflussen ihr gesamtes Leben.
Der Clou der Serie liegt darin, dass sie Marnies Innenleben auf eine Weise visualisiert, die für den Zuschauer nachvollziehbar wird. Ihre Zwangsgedanken werden nicht einfach nur erzählt, sondern dargestellt, oft in Form von skurrilen und überzeichneten Szenen. Dieser Ansatz mag zunächst befremdlich wirken, er ermöglicht es dem Zuschauer jedoch, sich in Marnies Gefühlswelt hineinzuversetzen und ihre Ängste und Unsicherheiten zu verstehen. (Lesen Sie auch: Star Wars hat gerade Darth Vader zurückgebracht…)
Kultur-Kompakt
- «Pure» behandelt das Thema Zwangsstörungen auf unkonventionelle Weise.
- Die Serie visualisiert die Innenwelt der Protagonistin auf eindrückliche Weise.
- Charly Clive überzeugt in der Hauptrolle als Marnie.
- «Pure» ist eine Mischung aus Drama und Comedy, die zum Nachdenken anregt.
Wie visualisiert «Pure» die Zwangsstörung der Protagonistin?
Die filmische Umsetzung von «Pure» ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Serie. Die Regie scheut sich nicht, die oft bizarren und verstörenden Zwangsgedanken von Marnie bildlich darzustellen. Diese Visualisierungen sind nicht immer angenehm, aber sie sind authentisch und tragen dazu bei, das Thema Zwangsstörungen zu entstigmatisieren. Die Kameraarbeit fängt die innere Zerrissenheit der Protagonistin ein, während der Schnitt zwischen Realität und Fantasie nahtlos verläuft.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Musik, die die Stimmung der Serie perfekt unterstützt. Mal ist sie unaufdringlich und melancholisch, mal treibend und energiegeladen. Die Musik unterstreicht die emotionalen Höhen und Tiefen von Marnies Reise und trägt dazu bei, dass der Zuschauer mitfiebert. Laut Die Zeit, die die Serie als «Couchperle» empfiehlt, ist «Pure» eine Serie, die man so schnell nicht vergisst.
Wer ist Charly Clive und wie verkörpert sie Marnie?
Charly Clive, die Hauptdarstellerin von «Pure», liefert eine beeindruckende Leistung ab. Sie verkörpert Marnie mit einer Mischung aus Verletzlichkeit, Stärke und Humor. Clive schafft es, die Zerrissenheit ihrer Figur glaubhaft darzustellen und den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Ihre Darstellung ist nicht nur authentisch, sondern auch mutig, da sie sich nicht scheut, die dunklen Seiten von Marnies Persönlichkeit zu zeigen.
Neben Clive überzeugen auch die anderen Darsteller in ihren Rollen. Joe Cole spielt den charismatischen Charlie, der Marnie auf ihrem Weg unterstützt. Kiran Sonia Sawar verkörpert Shereen, eine Freundin von Marnie, die ebenfalls mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat. Das Zusammenspiel der Darsteller ist harmonisch und trägt dazu bei, dass die Serie lebendig und authentisch wirkt. Die Serie wurde von Drama Republic produziert, einem Produktionsstudio, das für seine hochwertigen und innovativen Dramaserien bekannt ist. Informationen zum Streamingangebot von ZDF/Arte finden sich auf der offiziellen ZDF-Webseite. (Lesen Sie auch: Black Mirror Netflix: Darum Stürmt die Serie…)
«Pure» basiert auf dem gleichnamigen Roman von Rose Cartwright, der ebenfalls autobiografische Züge trägt.
Für wen lohnt sich «Pure»?
«Pure» ist eine Serie für Zuschauer, die sich für unkonventionelle Dramen mit Tiefgang interessieren. Wer Serien wie «Fleabag» oder «Sex Education» mochte, wird auch «Pure» zu schätzen wissen. Die Serie behandelt ernste Themen auf eine leichte und humorvolle Weise und regt zum Nachdenken an. Sie ist jedoch nicht für Zuschauer geeignet, die sich an expliziten Darstellungen sexueller Obsessionen stören.
Die Serie ist besonders relevant für Menschen, die selbst mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben oder jemanden kennen, der betroffen ist. «Pure» zeigt, dass es möglich ist, offen über psychische Probleme zu sprechen und dass es Wege gibt, mit ihnen umzugehen. Die Serie kann Mut machen und dazu beitragen, das Stigma rund um psychische Erkrankungen abzubauen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet Informationen und Unterstützung zum Thema psychische Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Serie «Pure» genau?
Die Serie «Pure» handelt von Marnie, einer jungen Frau, die unter Zwangsstörungen leidet, die sich vor allem in Form von aufdringlichen sexuellen Gedanken äußern. Sie flieht von zu Hause nach London, um herauszufinden, was mit ihr los ist und wie sie damit umgehen kann.
Wer spielt die Hauptrolle in «Pure»?
Die Hauptrolle der Marnie wird von der britischen Schauspielerin Charly Clive gespielt. Sie wurde für ihre Darstellung in «Pure» von Kritikern gelobt und für mehrere Preise nominiert.
Wo kann man die Serie «Pure» sehen?
«Pure» ist in den Mediatheken von ZDF und ARTE verfügbar. Die Serie wurde ursprünglich von Drama Republic für den britischen Sender Channel 4 produziert und später von ZDF und ARTE koproduziert. (Lesen Sie auch: The Batman 2 News: Batmobil Rast durch…)
Welche Themen werden in «Pure» behandelt?
In «Pure» werden neben Zwangsstörungen auch Themen wie sexuelle Identität, Freundschaft, Familie und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben behandelt. Die Serie ist ein Mix aus Drama und Comedy und bietet eine ehrliche und ungeschönte Darstellung des Lebens junger Erwachsener.
Ist «Pure» für jeden geeignet?
Die Serie «Pure» behandelt sensible Themen und enthält explizite Darstellungen, die nicht für jeden Zuschauer geeignet sind. Wer sich an solchen Inhalten stört, sollte die Serie nicht ansehen. Für Zuschauer, die sich für unkonventionelle und tiefgründige Dramen interessieren, ist «Pure» jedoch eine klare Empfehlung.
Fazit
Die Pure Serie ist mehr als nur eine Unterhaltungssendung; sie ist ein mutiger und ehrlicher Blick auf ein Thema, das oft im Schatten bleibt. Sie bietet nicht nur Einblicke in die Welt der Zwangsstörungen, sondern regt auch dazu an, über eigene Vorurteile und Ängste nachzudenken. Wer bereit ist, sich auf diese unkonventionelle Serie einzulassen, wird mit einer berührenden und unvergesslichen Erfahrung belohnt.




