Der größte Kondom-Hersteller weltweit hat angekündigt, die Preise kräftig zu erhöhen. Durch den Krieg im Nahen Osten werden wichtige Rohstoffe knapp.
Der Irankrieg könnte auch Folgen für das Sexualleben haben. Der weltweit größte Hersteller von Kondomen hat angekündigt, die Preise für seine Produkte um bis zu 30 Prozent zu erhöhen. Außerdem warnt er, wichtige Rohstoffe und Chemikalien könnten durch die Krise im Nahen Osten bald fehlen und es dadurch zu Unterbrechungen in der Produktion kommen könnte.
Wie die „New York Times“ (NYT) berichtet, beklagt das malaysische Kondomunternehmen „Karex“, welches fünf Milliarden Kondome pro Jahr produziert, die Verteuerung des Rohmaterials, die Störung der Lieferketten und höhere Frachtkosten. Durch die Schließung der Straße von Hormus sind Öl und Gas in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden. Firmen wie „Karex“, die außerdem auf Nitrile, synthetische Gummis, Silikonöl und Aluminiumfolie angewiesen sind, leiden derzeit besonders.
Rohstoffe für Kondome werden knapp
Goh Miah Kiat, CEO des Unternehmens, sagte zur NYT: „Manche Rohstoffe sind im Preis um 100 Prozent gestiegen. Wir haben keine andere Wahl, wir müssen Anpassungen machen.“ Die Firma stellt laut eigenen Angaben etwa ein Fünftel der weltweit produzierten Kondome her. Sie beschäftigt rund 3000 Menschen in Fabriken in Malaysia und Thailand. Gho sagte zudem, dass die Nachfrage nach Kondomen bei ihnen in diesem Jahr gestiegen sei. Aber er warnt auch vor möglichen Hamsterkäufen, sollte sich der Irankrieg noch länger hinziehen. „Jeder hofft, dass das alles schnell und rasch endet.“