„Ein Reich aus Wahn und Hysterie“ – so beschreibt Jörg Buttgereit Andrzej Żuławskis Film „Possession“ aus dem Jahr 1981. Aber was macht diesen Film so einzigartig? Der Possession Film 1981 fängt das Berlin der frühen 1980er auf vibrierende Weise ein, eine Stadt geprägt von Heroin, Kalter-Krieg-Paranoia und den Narben der Teilung.

| Titel | Possession |
|---|---|
| Originaltitel | Possession |
| Regie | Andrzej Żuławski |
| Drehbuch | Andrzej Żuławski, Frederic Tuten |
| Besetzung | Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent |
| Genre | Drama, Horror |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Kinostart | 1981 |
| FSK | 18 |
| Produktion | Frankreich, Deutschland |
Unser Eindruck: Ein verstörender, visuell beeindruckender Film, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.
West-Berlin als Spiegelbild einer zerstörerischen Beziehung
Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Die Ehe von Mark und Anna zerbricht. Die Situation eskaliert, als Mark, ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, von Annas Affäre erfährt. Während Mark sich zu Helen hingezogen fühlt, die Anna auf unheimliche Weise ähnelt, folgt ein von ihm engagierter Detektiv Anna zu einer Altbauwohnung. Dort entdeckt er Annas schreckliches Geheimnis: ein groteskes Monster. Wie Die Zeit berichtet, ist der Film nun erstmals auch auf Blu-ray erhältlich.
Kultur-Kompakt
- Intensive Darstellung einer zerstörerischen Beziehung
- Atmosphärisch dichtes Abbild des West-Berlin der 1980er Jahre
- Visuell verstörend und künstlerisch anspruchsvoll
- Herausragende schauspielerische Leistungen, insbesondere von Isabelle Adjani
Was unterscheidet «Possession» von anderen Horrorfilmen?
Im Gegensatz zu vielen anderen Horrorfilmen, die auf Schockeffekte und simple Gruselmechanismen setzen, ist der Possession film 1981 ein tiefgründiges, psychologisches Drama, das die Zerstörung einer Beziehung und die damit verbundenen Ängste und Obsessionen thematisiert. Die übernatürlichen Elemente dienen hier nicht primär der Unterhaltung, sondern sind vielmehr ein Spiegelbild der inneren Zerrissenheit der Protagonisten. (Lesen Sie auch: Mike & Nick & Nick & Alice:…)
Die Kameraarbeit von Bruno Nuytten ist dabei von entscheidender Bedeutung. Die oft unruhigen, fast schon manischen Kamerafahrten verstärken das Gefühl der Desorientierung und des Kontrollverlusts, das die Figuren im Film erleben. Auch der Schnitt, der zwischen ruhigen, fast schon dokumentarischen Szenen und eruptiven, gewalttätigen Ausbrüchen wechselt, trägt zur beklemmenden Atmosphäre bei.
Isabelle Adjani erhielt für ihre Leistung in «Possession» den Preis als Beste Schauspielerin bei den Filmfestspielen von Cannes.
Wie spiegelt der Film die Atmosphäre des Kalten Krieges wider?
Die Kulisse des geteilten Berlins, mit seiner Atmosphäre der Paranoia und des Misstrauens, ist ein wesentlicher Bestandteil des Films. Die Angst vor dem «Feind» im Osten, die ständige Überwachung und die allgegenwärtige Gefahr spiegeln sich in der psychischen Verfassung der Figuren wider. Mark, der als Geheimagent arbeitet, ist ein Sinnbild für diese Paranoia, die seine Beziehung zu Anna zunehmend vergiftet. Die physische Teilung der Stadt wird so zur Metapher für die innere Zerrissenheit der Charaktere. Eine hochauflösende Filmstill aus dem Possession film 1981 finden Sie unter kino-zeit.de/sites/default/files/styles/grosse_klickstrecke_940x530_/public/2025-02/possession_1981_10.jpg?itok=74r9WELh.
Für wen lohnt sich «Possession»?
«Possession» ist kein Film für ein breites Publikum. Wer einen konventionellen Horrorfilm mit einfachen Antworten sucht, wird hier enttäuscht. Stattdessen richtet sich der Film an Cineasten, die sich auf ein verstörendes, künstlerisch anspruchsvolles Erlebnis einlassen wollen. Wer Filme wie «Eraserhead» von David Lynch oder «Antichrist» von Lars von Trier schätzt, wird auch an «Possession» seine Freude haben. Der Film ist eine intensive Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der menschlichen Psyche und der Zerstörungskraft von Beziehungen. (Lesen Sie auch: Inuyasha Macherin neuer Anime: Trailer zum Düsteren…)
Andrzej Żuławski drehte «Possession» während einer schwierigen Phase seines Lebens, die von einer Trennung und persönlichen Krisen geprägt war. Diese Erfahrungen flossen in den Film ein und verleihen ihm eine Authentizität und Intensität, die schwer zu übertreffen ist.
Häufig gestellte Fragen
Was macht «Possession» zu einem Kultfilm?
Der Film hat sich aufgrund seiner verstörenden Bilder, der intensiven schauspielerischen Leistungen und der tiefgründigen Thematik einen Namen gemacht. Er ist ein Beispiel für anspruchsvollen Horror, der über reine Schockeffekte hinausgeht. (Lesen Sie auch: Actionfilm Fernsehen Heute: Jason Statham im TV…)
Warum ist der Film so verstörend?
Die explizite Darstellung von Gewalt und sexuellen Obsessionen, kombiniert mit der klaustrophobischen Atmosphäre und der psychischen Zerrissenheit der Figuren, erzeugt ein beklemmendes Gefühl, das den Zuschauer lange nach dem Abspann begleitet.
Welche Rolle spielt die Stadt Berlin im Film?
Berlin dient als Spiegelbild der inneren Zerrissenheit der Charaktere. Die Teilung der Stadt und die Atmosphäre des Kalten Krieges verstärken das Gefühl der Paranoia und des Misstrauens, das die Beziehung von Mark und Anna vergiftet.
Ist «Possession» ein Horrorfilm im klassischen Sinne?
Obwohl der Film übernatürliche Elemente enthält, ist er in erster Linie ein psychologisches Drama, das die Zerstörung einer Beziehung und die damit verbundenen Ängste thematisiert. Der Horror entsteht weniger durch Schockeffekte als durch die intensive Darstellung der inneren Zerrissenheit der Protagonisten.
Wo kann man «Possession» sehen?
Der Film ist auf Blu-ray erhältlich und kann über verschiedene Streaming-Plattformen ausgeliehen oder gekauft werden. Es lohnt sich, nach einer restaurierten Fassung zu suchen, um die volle visuelle Pracht des Films zu erleben. (Lesen Sie auch: Greenland 2: Familie Garrity kämpft Ums Überleben)
Der Possession film 1981 ist ein verstörendes, aber auch faszinierendes Meisterwerk, das die Grenzen des Horror-Genres auslotet und den Zuschauer mit unbequemen Fragen zurücklässt. Ein Film, der nicht nur unter die Haut geht, sondern auch zum Nachdenken anregt.




