Der 25-jährige Skispringer Philipp Raimund hat sich am 09.02.2026 als einer der Top-Favoriten für die erste Medaillenentscheidung auf der Normalschanze in Predazzo positioniert. Nach überragenden Trainingsleistungen gehört der gebürtige Göppinger zu den größten deutschen Hoffnungsträgern bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina.
Das Wichtigste in Kürze
- Philipp Raimund gewann am Sonntagabend zwei von drei Trainingsdurchgängen und erreichte eine Tagesbestweite von 106,0 Metern
- Der 25-Jährige wurde am 23. Juli 2000 in Göppingen geboren und springt für den SC Oberstdorf
- In dieser Saison erreichte Raimund erstmals konstant die Weltspitze mit 14 Top-Ten-Platzierungen im Weltcup, davon neunmal unter den besten Fünf
- Er litt an Höhenangst, hat diese inzwischen aber im Griff
- Sein bestes Einzel-Weltcup-Ergebnis war bisher Platz fünf am 18. Februar 2023 in Râșnov
- Raimund ist Sportsoldat bei der Bundeswehr und kann sich so voll auf sein Training konzentrieren
- Der Wettkampf auf der Normalschanze findet am 09.02.2026 um 19 Uhr statt
Überragende Trainingsleistungen wecken Medaillenhoffnungen
Philipp Raimund hat sich mit starken Ergebnissen im Training endgültig in den Kreis der Medaillenkandidaten bei den Olympischen Winterspielen gesprungen. Der 25-Jährige gewann am Sonntagabend die ersten beiden Trainingsdurchgänge in Predazzo, im dritten wurde er Zweiter hinter Weltmeister Marius Lindvik aus Norwegen. Mit Sprungweiten von 100,0, 104,5 und der Tagesbestweite von 106,0 Metern ließ er dabei sogar Weltcup-Dominator Domen Prevc hinter sich.
«Ich kenne jetzt die Punkte, auf die ich mich konzentrieren muss. Damit kann ich morgen ganz entspannt in den Wettkampf hereingehen», analysierte Raimund seinen gelungenen Trainings-Wettkampf gegenüber dem DSV. Die Form stimmt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Konkurrenz hat Respekt vor dem Deutschen
Die Hoffnungen auf deutsche Skisprung-Medaillen bei Milano Cortina 2026 erhielten am Sonntagabend viel Auftrieb, als Philipp Raimund bei zwei Trainingsdurchgängen den ersten Platz belegte. Während Topfavorit Domen Prevc mit den Plätzen vier, zehn und 21 Probleme hatte, präsentierte sich Raimund in Bestform. Ähnlich zu seiner Kollegin Laura Kluge, die beim Eishockey brillierte, könnte Raimund nun für eine deutsche Überraschung sorgen.
Von Göppingen zur Weltspitze: Raimunds Karriereweg
Am 23. Juni 2000 in Göppingen geboren, stand Raimund mit fünf Jahren erstmals oben auf einer Skisprungschanze beim SC Degenfeld in Schwäbisch Gmünd. Die Familie unterstützte den jungen Sportler bedingungslos: Als die Schanzen in Füssen zu klein wurden, fuhr seine Mutter die Brüder täglich nach Oberstdorf – eine Strecke, die damals eineinhalb Stunden dauerte.
Als er elf Jahre alt war, zog er mit seiner Familie ins Allgäu, wo sein Vater zwischenzeitlich als Skisprungtrainer am Stützpunkt Oberstdorf arbeitete. Diese Entscheidung sollte sich als Grundstein für seine Karriere erweisen.
Erste internationale Erfolge bei den Junioren
Philipp besuchte das Skiinternat in Oberstdorf und nahm an den Junioren-Weltmeisterschaften 2018 und 2019 teil, wo er jeweils Junioren-Weltmeister mit dem Team wurde. Diese frühen Erfolge zeigten bereits sein enormes Potenzial.
Zum ersten Mal im Skisprung-Weltcup startete Raimund am 29. Dezember 2019 als Teil der nationalen Gruppe beim Vierschanzentournee-Springen in Oberstdorf, wo er Rang 34 belegte. Der Durchbruch sollte aber noch auf sich warten lassen.
Der Durchbruch in der Saison 2022/23
Für die erste Hälfte der Saison 2022/23 gebührt Philipp «Hille» Raimund der Titel «Rookie of the Year», nachdem er während der Vierschanzentournee mit guten Sprüngen und großer Emotion für positive Momente im deutschen Team sorgte. In der Tournee-Gesamtwertung 2022/23 war er der zweitbeste deutsche Athlet und erreichte Platz 13.
Am 14. Januar 2023 erreichte Raimund mit dem deutschen Team in Zakopane den dritten Platz, damit stand er zum ersten Mal auf einem Weltcup-Podest. Dieser Erfolg markierte den Beginn seiner Zeit in der absoluten Weltspitze. Bei den olympischen Disziplinen wie beim Skispringen sind solche Erfahrungen von unschätzbarem Wert.
Konstanz als Schlüssel zum Erfolg
Erstmals in seiner Karriere springt der Deutsche über mehrere Monate hinweg in die Spitze mit 14 Top-Ten-Platzierungen in Einzel-Weltcups, davon neunmal unter den besten Fünf. Diese neu gewonnene Konstanz unterscheidet ihn von früheren Saisons und macht ihn zu einem echten Medaillenkandidaten.
Die ungewöhnliche Höhenangst: Vom Hindernis zur Stärke
Für einen Skispringer klingt es paradox: Der vierfache deutsche Meister litt an Höhenangst und verzichtete deswegen zeitweise auf das Skifliegen. Doch Raimund ging das Problem professionell an.
Der Skispringer ging der Ursache mit einem Psychologen auf den Grund und erkannte: «Die Wurzel liegt bei mir in dem Trieb, mich nicht verletzen zu wollen». Diese Erkenntnis half ihm, die Angst zu akzeptieren und positiv umzudeuten.
Mentale Stärke als Wettbewerbsvorteil
Der Umgang mit Höhenangst hat den Shootingstar mental auf Milano Cortina 2026 vorbereitet und könnte sich sogar als gutes Omen erweisen. Was zunächst wie ein Karrierehindernis wirkte, wurde durch intensive psychologische Arbeit zu einer mentalen Stärke umgewandelt.
Privatleben und Persönlichkeit: Der Spitzname «Hille»
Seine kleine Schwester nannte ihn Hille, da sie Philipp nicht aussprechen konnte – dieser Kosename hat sich dann etabliert. Unter diesem Namen kennt ihn die gesamte Skisprung-Szene.
Als Typ merkt man Raimund seine Herkunft aus dem meist eher zurückhaltenden Schwabenland nicht an – Bundestrainer Stefan Horngacher kommentierte: «Er ist ein bisschen anders, im positiven Sinne». Seine offene und extrovertierte Art kommt im Team und bei Experten gut an.
Gaming als Ausgleich zum Leistungssport
Philipp Raimund spielt in seiner Freizeit wahnsinnig gern Videospiele und hat sogar einen eigenen Twitch-Kanal – «Das ist ein Teil von mir, es ist ein Ausgleich für mich. Ich kann den Kopf abschalten und Skispringen mal kurz vergessen». Diese Balance zwischen Leistungsdruck und Entspannung hilft ihm, mental frisch zu bleiben.
Familie als Rückhalt: Die Raimunds
Die Wintersport-Hoffnung lebt seit 2011 mit seiner Familie in Altstädten bei Sonthofen, sein Vater arbeitete schon als Skisprungtrainer – auch für seinen Sohn. Die familiäre Unterstützung war von Anfang an entscheidend.
Philipp Raimund beschreibt seinen Antrieb: «Auch heute noch profitiere ich von der Grundlagenausbildung, die ich unter meinem Vater erlernen durfte. Auch die Disziplin, jeden Tag 100 Prozent zu geben, um eines Tages meinen Bruder übertreffen zu können, begleitet mich noch bis heute».
Prominenter Cousin im Fußball
Sein Cousin Luca Raimund spielte übrigens bis Sommer 2025 für den VfB Stuttgart und steht aktuell bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf unter Vertrag. Sportliches Talent liegt offenbar in der Familie.
Olympia 2026: Die große Chance auf Edelmetall
Felix Hoffmann und Philipp Raimund sind die deutschen Medaillenhoffnungen für den Olympia-Auftakt der Skisprung-Männer am Montagabend – sie sind komplett verschiedene Charaktere. Während Hoffmann introvertiert ist, sprüht Raimund vor Energie.
«Ich fühle mich aktuell sehr gut», blickt der Bayer mit Vorfreude auf seine Olympia-Premiere. «Ich weiß, was ich tun muss und kann auf jeden Fall um die Podest-Plätze mitkämpfen. Genau ist auch mein Ziel». Ähnlich wie bei den deutschen Eishockey-Frauen bei Olympia, setzen viele Fans große Hoffnungen auf den jungen Athleter.
Materialwechsel rechtzeitig korrigiert
Extra für Olympia sei er auf einen neuen Schuh umgestiegen, bemerkte aber, dass immer ein kleiner Fehler dabei war – erst beim letzten Springen in Willingen sei er zu seinem alten Schuh zurückgekehrt. Diese Entscheidung könnte sich als goldrichtig erweisen.
Die Konkurrenz bei Olympia 2026
Während sich Nika Prevc am Samstag auf der Normalschanze die Silbermedaille sicherte, will der Dominator der aktuellen Weltcup-Saison, ihr Bruder Domen Prevc, am Montag ab 19 Uhr nachziehen und sein erstes Olympisches Edelmetall gewinnen. Doch Prevcs schwache Trainingsleistungen machen Hoffnung.
| Athlet | Nation | Status | Trainingsplatzierungen |
|---|---|---|---|
| Philipp Raimund | Deutschland | Medaillenkandidat | 1. / 1. / 2. |
| Domen Prevc | Slowenien | Topfavorit | 4. / 10. / 21. |
| Felix Hoffmann | Deutschland | Medaillenkandidat | 4. / 8. / 8. |
| Marius Lindvik | Norwegen | Weltmeister | 3. / 2. / 1. |
| Andreas Wellinger | Deutschland | Olympiasieger 2018 | 12. / 15. / 14. |
Raimunds Weg zum Profisportler
Philipp Raimund ist wie viele andere Wintersportler offiziell ein Sportsoldat – als solcher ist Raimund ein Mitglied der Bundeswehr, das aber hauptsächlich im Leistungssport eingesetzt wird mit dem Ziel, deutsche Spitzensportler bestmöglich auf internationale Wettkämpfe wie die Olympischen Spiele vorzubereiten.
Diese Förderung ermöglicht es ihm, sich voll auf sein Training zu konzentrieren, ohne finanzielle Sorgen haben zu müssen. Neben der finanziellen Sicherheit über die gesamte Karriere erhält Philipp Raimund dank seines Berufes medizinische Betreuung und Sozialleistungen der Bundeswehr.
Häufig gestellte Fragen zu Philipp Raimund
Wie alt ist Philipp Raimund und woher kommt er?
Philipp Raimund wurde am 23. Juni 2000 in Göppingen geboren und ist aktuell 25 Jahre alt. Er begann mit fünf Jahren beim SC Degenfeld in Schwäbisch Gmünd mit dem Skispringen und wechselte später zum SC Oberstdorf.
Warum wird Philipp Raimund «Hille» genannt?
Der Spitzname «Hille» stammt von seiner jüngeren Schwester, die als Kind seinen richtigen Namen «Philipp» nicht aussprechen konnte. Der Kosename hat sich etabliert und viele wissen gar nicht, dass er eigentlich Philipp heißt.
Hatte Philipp Raimund wirklich Höhenangst?
Ja, Raimund litt an Höhenangst und verzichtete zeitweise auf das Skifliegen. Mit professioneller psychologischer Hilfe arbeitete er die Ursachen auf und hat die Angst inzwischen im Griff. Der Umgang damit hat ihn sogar mental gestärkt.
Was sind Philipp Raimunds größte Erfolge?
Raimund wurde zweimal Junioren-Weltmeister mit dem Team (2018 und 2019), erreichte seinen ersten Weltcup-Podestplatz im Team am 14. Januar 2023 in Zakopane (3. Platz) und sein bestes Einzelergebnis mit Platz 5 in Râșnov. In der Saison 2025/26 erreichte er 14 Top-Ten-Platzierungen.
Ist Philipp Raimund bei Olympia 2026 Medaillenkandidat?
Ja, nach überragenden Trainingsleistungen am 08.02.2026, bei denen er zwei von drei Durchgängen gewann und die Tagesbestweite von 106 Metern erreichte, gehört Raimund zu den Top-Favoriten auf der Normalschanze. Der Wettkampf findet am 09.02.2026 um 19 Uhr statt.
Was macht Philipp Raimund beruflich neben dem Skispringen?
Raimund ist Sportsoldat bei der Bundeswehr. Dieses Förderprogramm ermöglicht es ihm, sich hauptsächlich auf sein Training und Wettkämpfe zu konzentrieren, während er finanzielle Sicherheit, medizinische Betreuung und Sozialleistungen erhält.
Welche Hobbys hat Philipp Raimund?
In seiner Freizeit ist Raimund leidenschaftlicher Gamer und hat sogar einen eigenen Twitch-Kanal, auf dem er streamt. Videospiele dienen ihm als Ausgleich zum Leistungssport, um den Kopf abzuschalten.
Fazit: Raimund steht vor dem größten Moment seiner Karriere
Philipp Raimund hat sich durch harte Arbeit, mentale Stärke und familiären Rückhalt von der schwäbischen Alb bis zur Weltspitze des Skispringens hochgearbeitet. Am 09.02.2026 steht er vor der größten Chance seiner Karriere: Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina kämpft er auf der Normalschanze um seine erste olympische Medaille.
Seine überragenden Trainingsleistungen, bei denen er sogar Weltcup-Dominator Domen Prevc hinter sich ließ, machen Mut. Der offene, sympathische 25-Jährige hat bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann und auch ungewöhnliche Hindernisse wie Höhenangst überwinden kann. Mit seiner Mischung aus technischem Können, mentaler Stärke und dem richtigen Maß an Selbstvertrauen könnte «Hille» Raimund für die große deutsche Überraschung sorgen.
Die gesamte Nation fiebert mit ihm mit – und vielleicht steht er schon heute Abend auf dem Podium und singt die deutsche Nationalhymne. Eines ist sicher: Philipp Raimund hat sich diesen Moment verdient und wird alles geben, um seinen Traum von olympischem Edelmetall zu verwirklichen.
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🎿 OLYMPIA 2026: Philipp Raimund ist DIE deutsche Medaillenhoffnung! Der 25-Jährige dominierte das Training mit 2 Siegen & Tagesbestweite 106m. Heute um 19 Uhr kämpft «Hille» auf der Normalschanze um Gold! 🥇🇩🇪 #Olympia2026 #Skispringen #TeamDeutschland
Philipp Raimund: Vom schwäbischen Göppingen zur Olympia-Medaillenhoffnung 🎿
Der 25-jährige Skispringer zeigt eindrucksvoll, wie man mit Disziplin, familiärem Rückhalt und professioneller Herangehensweise selbst ungewöhnliche Hindernisse wie Höhenangst überwinden kann.
Heute Abend (09.02.2026, 19 Uhr) kämpft er bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina um seine erste Medaille. Nach überragenden Trainingsleistungen gehört er zu den Top-Favoriten.
Eine inspirierende Geschichte über Durchhaltevermögen und mentale Stärke im Spitzensport.
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🇩🇪 ER KANN ES SCHAFFEN! Philipp Raimund bei Olympia 2026 🏔️
Heute Abend um 19 Uhr ist es soweit: Unser Skispringer Philipp «Hille» Raimund kämpft auf der Normalschanze um olympisches Gold! 🥇
✨ Was ihn besonders macht:
🔹 Überwand seine Höhenangst mit Psychologe
🔹 Gewann 2 von 3 Trainingsdurchgängen
🔹 Erreichte Tagesbestweite von 106 Metern
🔹 Ließ sogar Weltcup-Dominator Prevc hinter sich
Vom kleinen Jungen aus Göppingen zum Olympia-Favoriten – was für eine Story! 💪
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