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Niina Petrõkina hat sich spätestens seit ihren EM-Titeln 2025 und 2026 als eine der führenden Eiskunstläuferinnen Europas etabliert. Die am 14. August 2004 in Tallinn geborene Estin begeistert mit ihrer Technik und Ausdrucksstärke. Trotz schwerer gesundheitlicher Rückschläge kämpfte sie sich an die Weltspitze und gilt als große Hoffnung für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Wer ist Niina Petrõkina?
- Der Aufstieg an die Spitze und größte Erfolge
- Welche Rückschläge musste Niina Petrõkina überwinden?
- Niina Petrõkina und ihre historischen Leistungen
- Was sind die Aussichten für Olympia 2026?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Ein Vorbild an Stärke und Talent
Estlands Eiskunstlauf-Wunder Niina Petrõkina sorgt seit dem 17.02.2026 international für Aufsehen. Mit gerade einmal 21 Jahren hat die junge Athletin bereits Geschichte geschrieben. Ihr Weg war jedoch alles andere als einfach und von schweren gesundheitlichen Krisen geprägt, die ihre Karriere beinahe beendet hätten. Dennoch kämpfte sie sich zurück und dominiert nun die europäische Konkurrenz.
Das Wichtigste in Kürze
- Doppelte Europameisterin: Niina Petrõkina gewann 2025 in ihrer Heimatstadt Tallinn und 2026 in Sheffield die Goldmedaille bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften.
- Historischer Grand-Prix-Erfolg: Sie ist die erste estnische Eiskunstläuferin, die mit Bronze bei Skate America 2023 eine Medaille bei einem ISU-Grand-Prix gewann.
- Überwundene Krankheit: Im Alter von 15 Jahren wurde bei ihr eine schwere aplastische Anämie diagnostiziert, eine lebensbedrohliche Erkrankung des Knochenmarks, die sie zu einer langen Pause zwang.
- Olympia-Hoffnung: Nach einer erfolgreichen Operation an der Achillessehne im Oktober 2025 gilt sie als große estnische Hoffnung für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina.
- Nationale Dominanz: Petrõkina ist vierfache estnische Meisterin (2022, 2023, 2025, 2026).
Wer ist Niina Petrõkina?
Niina Petrõkina wurde am 14. August 2004 in Tallinn, Estland, geboren. Bereits im Jahr 2008, im Alter von vier Jahren, begann sie mit dem Eiskunstlaufen. Ihre gesamte Karriere über wird sie von ihrer Trainerin Svetlana Varnavskaja im Cascade Figure Skating Club in Tallinn betreut. Petrõkina ist bekannt für ihre kraftvollen Sprünge und ihre emotionale Ausdrucksstärke auf dem Eis, die sie zu einer der aufregendsten Läuferinnen ihrer Generation machen.
Ihre Karriere begann vielversprechend im Juniorenbereich. Sie gewann mehrere Medaillen bei internationalen Wettbewerben und wurde estnische Juniorenmeisterin. Der Übergang in die Seniorenklasse war jedoch von einer schweren gesundheitlichen Krise überschattet, die ihre Entschlossenheit auf eine harte Probe stellte.
Der Aufstieg an die Spitze und größte Erfolge
Nach ihrer Genesung startete Niina Petrõkina in der Saison 2021/22 bei den Senioren durch. Sie gewann auf Anhieb drei Medaillen in der Challenger-Serie und sicherte sich ihren ersten nationalen Meistertitel vor ihrer Rivalin Eva-Lotta Kiibus. Dies war der Beginn einer beeindruckenden Siegesserie. Ihre größten Erfolge sind zweifellos die beiden EM-Titel in Folge.
Der erste Triumph bei den Europameisterschaften 2025 in ihrer Heimatstadt Tallinn war ein besonders emotionaler Moment. Vor heimischem Publikum eine fehlerfreie Kür zu laufen, machte sie zur ersten estnischen Eiskunstlauf-Europameisterin überhaupt. Diesen Erfolg wiederholte sie 2026 in Sheffield eindrucksvoll und etablierte sich damit an der europäischen Spitze. Ein weiterer Meilenstein war die Bronzemedaille bei Skate America 2023, die erste Grand-Prix-Medaille für Estland in der Geschichte des Eiskunstlaufs.
Weitere wichtige Platzierungen
- Weltmeisterschaften: Sie erreichte bei den Weltmeisterschaften 2023 den 9. Platz und sicherte Estland damit einen zweiten Startplatz für die WM 2024.
- Grand Prix: Neben ihrer Medaille bei Skate America erreichte sie weitere Top-Platzierungen wie den 4. Platz beim Cup of China 2023.
- Challenger Series: Sie ist fünffache Medaillengewinnerin bei der ISU Challenger Series.
Welche Rückschläge musste Niina Petrõkina überwinden?
Der Weg von Niina Petrõkina an die Spitze war steinig. Im Jahr 2020, im Alter von nur 15 Jahren, erhielt sie die Diagnose aplastische Anämie, eine seltene und schwere Erkrankung, bei der das Knochenmark keine Blutzellen mehr produziert. Sie verbrachte fünf Monate im Krankenhaus, war auf Bluttransfusionen angewiesen und musste die gesamte Saison 2020/21 aussetzen. Die Ärzte rieten ihr zunächst, den Leistungssport für drei Jahre aufzugeben.
Doch Petrõkina zeigte unglaublichen Kampfgeist. Sie kehrte bereits 2021 aufs Eis zurück und bewies, dass sie stärker denn je war. Eine weitere Herausforderung war eine hartnäckige Achillessehnenverletzung, die sie über weite Teile des Jahres 2025 beeinträchtigte. Nach vielen erfolglosen konservativen Behandlungen entschied sie sich im Oktober 2025 für eine Operation in Deutschland. Nur drei Monate später verteidigte sie ihren Europameistertitel – eine Leistung, die viele für unmöglich gehalten hatten.
Niina Petrõkina und ihre historischen Leistungen
Die Erfolge von Niina Petrõkina haben den Eiskunstlauf in Estland auf ein neues Niveau gehoben. Sie ist nicht nur die erste Europameisterin, sondern auch die erste Grand-Prix-Medaillengewinnerin des Landes. Diese Leistungen sind umso bemerkenswerter, wenn man ihre gesundheitliche Vorgeschichte bedenkt. Ihr Comeback nach der schweren Krankheit und die Titelverteidigung nach der Operation sind Zeugnisse ihrer mentalen Stärke und ihres unbändigen Willens. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie von der ISU für den Skating Award 2023 in der Kategorie «Bester Newcomer» nominiert. Die Eiskunstlauf-Welt blickt gespannt auf die weitere Entwicklung dieser außergewöhnlichen Athletin. Wie wir bereits in unserem Artikel über die Olympia-Hoffnung Adeliia Petrosian berichtet haben, formiert sich eine neue Generation von Top-Läuferinnen.
Übersicht der persönlichen Bestleistungen
| Wettbewerbsteil | Punkte | Datum | Veranstaltung |
|---|---|---|---|
| Gesamtpunktzahl | 216.14 | Januar 2026 | Europameisterschaften 2026 |
| Kür | 145.53 | Januar 2026 | Europameisterschaften 2026 |
| Kurzprogramm | 70.61 | Januar 2026 | Europameisterschaften 2026 |
Quelle: Wikipedia, Stand 17.01.2026
Was sind die Aussichten für Olympia 2026?
Mit ihren jüngsten Erfolgen hat sich Niina Petrõkina fest in der Weltspitze etabliert und gehört zu den Medaillenkandidatinnen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina. Ihre Fähigkeit, unter Druck Topleistungen abzurufen und sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen, zeichnet sie aus. Nach dem Gewinn des Olympia-Testevents, dem „Road to 26 Trophy“, hat sie bereits bewiesen, dass sie mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommt. Ihre beeindruckende Titelverteidigung bei der EM 2026 nach einer Operation war ein klares Signal an die Konkurrenz. Wenn sie verletzungsfrei bleibt, ist ihr bei den Spielen in Italien alles zuzutrauen. Der Weg zu olympischem Ruhm ist lang, ähnlich wie bei anderen Athleten, die für Mailand Cortina 2026 trainieren.
Video-Empfehlung: Um einen Eindruck von ihrer meisterhaften Kür bei der EM 2026 zu bekommen, empfehlen wir das Video ihres Auftritts auf dem offiziellen Eurosport YouTube-Kanal.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie alt ist Niina Petrõkina?
Niina Petrõkina wurde am 14. August 2004 geboren und ist somit aktuell 21 Jahre alt (Stand Februar 2026).
Was sind die größten Erfolge von Niina Petrõkina?
Ihre größten Erfolge sind die Goldmedaillen bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2025 und 2026 sowie die Bronzemedaille bei Skate America 2023, die erste Grand-Prix-Medaille für Estland.
An welcher Krankheit litt Niina Petrõkina?
Im Jahr 2020 wurde bei ihr eine schwere aplastische Anämie diagnostiziert, eine seltene und lebensbedrohliche Erkrankung des Knochenmarks, die sie zu einer langen Wettkampfpause zwang.
Wer trainiert Niina Petrõkina?
Sie wird seit Beginn ihrer Karriere von Svetlana Varnavskaja im Cascade Figure Skating Club in Tallinn, Estland, trainiert.
Hat Niina Petrõkina eine Chance auf eine Medaille bei Olympia 2026?
Ja, als zweifache Europameisterin und mit ihrer bewiesenen mentalen Stärke gehört sie definitiv zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidatinnen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina.
Fazit: Ein Vorbild an Stärke und Talent
Die Karriere von Niina Petrõkina ist eine beeindruckende Geschichte von Talent, harter Arbeit und unglaublicher Widerstandsfähigkeit. Sie hat nicht nur sportliche Höchstleistungen vollbracht, sondern auch bewiesen, dass man selbst nach schweren gesundheitlichen Rückschlägen an die Weltspitze zurückkehren kann. Mit ihren historischen Erfolgen hat sie Eiskunstlauf in Estland populär gemacht und ist ein Vorbild für viele junge Athleten. Die Augen der Sportwelt werden gespannt auf Mailand Cortina 2026 gerichtet sein, wo Niina Petrõkina das nächste Kapitel ihrer außergewöhnlichen Laufbahn schreiben könnte.