Der Politiker Michael Büge sorgt seit dem 25.03.2026 für Schlagzeilen, nachdem er überraschend zum neuen Vorsitzenden der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag gewählt wurde. Dieser Schritt erfolgte nur wenige Tage nach dem historischen Wahlerfolg der Partei. Büges politische Laufbahn ist von einem bemerkenswerten Wandel gezeichnet: vom CDU-Staatssekretär in Berlin bis an die Spitze der AfD-Fraktion in Mainz.
Michael Büge ist ein deutscher Politiker (ehemals CDU, jetzt AfD), der nach der Landtagswahl 2026 zum Fraktionsvorsitzenden der AfD in Rheinland-Pfalz aufstieg. Seine Karriere umfasst Stationen als Bezirksstadtrat in Berlin-Neukölln und als Staatssekretär, bevor eine Kontroverse um seine Burschenschafts-Mitgliedschaft und sein späterer Parteiwechsel seine Laufbahn neu ausrichteten.
Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Fraktionsvorsitzender: Am 25. März 2026 wurde Michael Büge zum neuen Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz gewählt und löste damit Spitzenkandidat Jan Bollinger ab.
- Parteiwechsel: Ursprünglich war Büge Mitglied der CDU, für die er unter anderem als Bezirksstadtrat und Staatssekretär in Berlin tätig war. Seit 2016 ist er für die AfD aktiv.
- Entlassung als Staatssekretär: 2013 wurde Büge als Staatssekretär für Soziales in Berlin entlassen, weil er seine Mitgliedschaft in der Burschenschaft Gothia nicht aufgeben wollte.
- Ausbildung: Michael Büge hat Betriebswirtschaftslehre studiert und mit dem Titel Diplom-Kaufmann abgeschlossen.
- Berufliche Tätigkeit: Nach seiner politischen Karriere in Berlin war er ab Februar 2014 Geschäftsführer der „Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH“.
- Wahl in den Landtag: Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 zog Büge über die Landesliste der AfD in den Landtag ein.
- Fraktionsgeschäftsführer: Vor seiner Wahl zum Vorsitzenden war er seit Oktober 2017 als Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Mainzer Landtag tätig.
Wer ist Michael Büge?
Michael Büge, geboren am 5. März 1966 in Berlin, ist ein deutscher Politiker, der seine politische Heimat nach einer langen Karriere in der CDU bei der AfD gefunden hat. Er ist Diplom-Kaufmann, verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Laufbahn war lange Zeit fest in der Berliner Kommunal- und Landespolitik verankert, wo er verschiedene Ämter bekleidete. Insbesondere seine Zeit als Bezirksstadtrat in Berlin-Neukölln und später als Staatssekretär prägten sein öffentliches Bild, bevor eine Kontroverse seine CDU-Karriere beendete und den Weg für einen politischen Neuanfang ebnete.
Der Aufstieg an die AfD-Fraktionsspitze 2026
Kurz nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026, bei der die AfD mit 19,5 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland erzielte, kam es zu einem überraschenden Führungswechsel. Am 25. März 2026 wählte die neue, gestärkte AfD-Fraktion Michael Büge zu ihrem neuen Vorsitzenden. Er setzte sich in einer internen Abstimmung deutlich gegen den bisherigen Fraktionschef und Spitzenkandidaten Jan Bollinger durch. Dieser Wechsel an der Spitze der stärksten Oppositionsfraktion markiert einen bedeutenden Moment für die Partei und rückt Büge ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit in Rheinland-Pfalz. Für Bollinger, der die Partei als Landeschef in den erfolgreichen Wahlkampf geführt hatte, stellt das Ergebnis eine herbe Niederlage dar.
Michael Büges politische Laufbahn in der CDU
Seine politische Karriere begann Michael Büge bereits 1982 mit dem Eintritt in die CDU. In Berlin-Neukölln stieg er stetig auf, wurde 2001 Mitglied im Kreisvorstand und 2009 schließlich Vorsitzender der CDU Neukölln. Von 2001 bis 2011 war er dort als Bezirksstadtrat für verschiedene Ressorts wie Soziales, Grundsicherung, Bürgerdienste, Wohnen und Umwelt zuständig. Ab 2009 amtierte er zudem als stellvertretender Bezirksbürgermeister. Der Höhepunkt seiner CDU-Laufbahn folgte im Dezember 2011 mit der Ernennung zum Staatssekretär für Soziales in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales unter dem damaligen Senator Mario Czaja (CDU). Diese Position schien seine Stellung im etablierten Politikbetrieb zu festigen. Jedoch sollte eine andere Mitgliedschaft seine Karriere entscheidend beeinflussen. Passend dazu könnte Sie auch die Entwicklung der Mehrwertsteuererhöhung interessieren, die aktuell diskutiert wird.
Kontroverse und Entlassung: Die Burschenschaft Gothia
Ende 2012 geriet die Mitgliedschaft von Michael Büge in der Berliner Burschenschaft Gothia in den Fokus der Öffentlichkeit. Diese gehörte dem umstrittenen Dachverband Deutsche Burschenschaft an, dem Verbindungen ins rechte Lager vorgeworfen wurden. Der politische Druck auf Büge und seinen Vorgesetzten, Senator Czaja, wuchs. Trotz der Aufforderung, aus der Burschenschaft auszutreten, entschied sich Büge, Mitglied zu bleiben. Diese Entscheidung führte schließlich zu seiner Entlassung als Staatssekretär zum 30. Juni 2013, was für erhebliches mediales Aufsehen sorgte. Büge selbst verteidigte seine Mitgliedschaft und betonte, die Gothia sei keine rechtslastige Verbindung. Eine Klage gegen die Entlassung blieb erfolglos.
Der Wechsel zur AfD und Neuanfang
Nach dem Ende seiner CDU-Karriere orientierte sich Michael Büge politisch neu. Im Oktober 2016 trat er aus der CDU aus. Bereits zuvor, aber insbesondere danach, näherte er sich der AfD an. Zunächst managte er den Wahlkampf der Partei, ohne selbst Mitglied zu sein. Im Oktober 2017 übernahm er dann die Position des Fraktionsgeschäftsführers der AfD im Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz. Diese Rolle hinter den Kulissen ermöglichte es ihm, sich in die Strukturen der Landespartei einzuarbeiten. Der Einzug in den Landtag bei der Wahl 2026 und die anschließende Wahl zum Fraktionsvorsitzenden stellen den vorläufigen Höhepunkt seines politischen Comebacks dar. Büge hat damit den Sprung von einer administrativen Rolle zu einer führenden politischen Figur in der Landespolitik vollzogen.
Private und berufliche Stationen
Abseits der Politik ist Michael Büge Diplom-Kaufmann. Nach seiner Entlassung als Staatssekretär übernahm er im Februar 2014 die Geschäftsführung der Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH in Berlin, einer Organisation, die sich um wohnungslose und suchtkranke Menschen kümmert. Dieser Wechsel von der Politik in den sozialen Sektor wurde teils kritisch gesehen, da seine frühere Senatsverwaltung über die Zuschüsse für solche Träger entschied. Kritiker forderten damals eine längere «Abkühlphase» zwischen politischen Ämtern und anschließenden Tätigkeiten in abhängigen Sektoren. Informationen zu aktuellen wirtschaftlichen Themen, wie der Igbce Tarifrunde 2026, finden Sie ebenfalls auf unserer Seite.
| Zeitraum | Position/Amt | Partei/Organisation |
|---|---|---|
| 1982 | Parteieintritt | CDU |
| 2001 – 2011 | Bezirksstadtrat in Berlin-Neukölln | CDU |
| 2009 – 2011 | Stellv. Bezirksbürgermeister in Berlin-Neukölln | CDU |
| 2011 – 2013 | Staatssekretär für Soziales in Berlin | CDU |
| Oktober 2016 | Parteiaustritt | CDU |
| Seit 2017 | Fraktionsgeschäftsführer im Landtag RLP | AfD |
| März 2026 | Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz | AfD |
| März 2026 | Fraktionsvorsitzender im Landtag RLP | AfD |
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Michael Büge
Warum ist Michael Büge aktuell in den Nachrichten?
Michael Büge wurde am 25. März 2026 überraschend zum neuen Fraktionsvorsitzenden der AfD in Rheinland-Pfalz gewählt. Er löste damit den bisherigen Spitzenkandidaten Jan Bollinger kurz nach der erfolgreichen Landtagswahl ab.
Welcher Partei gehörte Michael Büge früher an?
Vor seinem Wechsel zur AfD war Michael Büge lange Jahre Mitglied der CDU. Für die Christdemokraten war er unter anderem Kreisvorsitzender in Berlin-Neukölln und Staatssekretär.
Weshalb wurde Michael Büge als Staatssekretär entlassen?
Seine Entlassung im Jahr 2013 erfolgte aufgrund seiner Weigerung, aus der umstrittenen Burschenschaft Gothia auszutreten. Dies führte zu erheblichem politischen Druck, dem die Berliner Landesregierung schließlich nachgab. Eine vertrauenswürdige Quelle hierzu ist der Tagesspiegel.
Welche Ämter hatte Michael Büge vor seiner Zeit bei der AfD?
In der CDU war er Bezirksstadtrat und stellvertretender Bezirksbürgermeister in Berlin-Neukölln sowie Staatssekretär für Soziales in der Berliner Senatsverwaltung.
Was hat Michael Büge nach seiner Entlassung beruflich gemacht?
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Staatssekretärs wurde er Geschäftsführer der Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH, einer gemeinnützigen Organisation im sozialen Bereich. Weitere Informationen zu seinem Lebenslauf finden sich auf seiner Wikipedia-Seite.
Fazit
Die politische Karriere von Michael Büge ist ein Beispiel für tiefgreifende politische Wandlungen und die Fähigkeit, nach Rückschlägen neue Wege zu beschreiten. Sein parteiinterner Aufstieg bei der AfD in Rheinland-Pfalz, gekrönt durch die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden, zeigt sein strategisches Geschick und seine feste Verankerung in seiner neuen politischen Heimat. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie er die Rolle als Oppositionsführer im Mainzer Landtag gestalten und welche politischen Akzente er für die AfD setzen wird.
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