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Die kanadische Freestyle-Skifahrerin Megan Oldham hat sich als eine der führenden Athletinnen in den Disziplinen Slopestyle und Big Air etabliert. Mit ihrer beeindruckenden Technik und ihrem Mut schreibt sie regelmäßig Geschichte, zuletzt bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina, wo sie sich nach einem dramatischen Wettkampf eine Medaille sicherte. Ihre Karriere ist ein Beleg für Talent, harte Arbeit und außergewöhnliche Belastbarkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Olympische Medaille 2026: Megan Oldham gewann die Bronzemedaille im Slopestyle bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina.
- Historischer Triple Cork: Bei den X Games 2023 war sie die erste Frau, die einen Triple Cork in einem Ski- oder Snowboard-Wettbewerb erfolgreich landete.
- X Games Dominanz: Sie hat zahlreiche Medaillen bei den X Games gewonnen, darunter mehrere goldene in Big Air und Slopestyle.
- Früher Erfolg: Bereits in ihrer ersten Weltcup-Saison 2018/19 sicherte sie sich den Kristallglobus im Slopestyle.
- Vielseitiges Talent: Oldham ist sowohl im Slopestyle als auch im Big Air Weltspitze und hat in beiden Disziplinen Medaillen bei Weltmeisterschaften gewonnen.
- Hintergrund im Turnen: Ihre frühere Karriere als Turnerin und Eiskunstläuferin legte den Grundstein für ihre außergewöhnliche Körperbeherrschung in der Luft.
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist Megan Oldham?
- Olympia 2026: Der Weg zur Bronze-Medaille für Megan Oldham
- Karriere-Highlights und größte Erfolge
- Der historische Triple Cork: Ein Meilenstein
- Welche Verletzungen hatte Megan Oldham?
- Persönliches und Sponsoren
- Fazit: Eine Inspiration auf und neben der Piste
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist Megan Oldham?
Am 16.02.2026 ist Megan Oldham eine der bekanntesten Figuren im Freestyle-Skiing. Geboren am 12. Mai 2001 in Newmarket, Ontario, Kanada, fand sie erst relativ spät zum Freestyle-Ski. Zuvor war sie im Turnen und Eiskunstlauf aktiv, was ihr jedoch eine exzellente Grundlage für die komplexen Sprünge und Drehungen im Schnee verschaffte. Ihre Brüder überzeugten sie schließlich, es mit dem Skifahren zu probieren, und ihr Talent wurde schnell offensichtlich. Folglich trat sie 2018 dem kanadischen Nationalteam bei und startete eine beeindruckende Karriere. Ihre Fähigkeit, technische Schwierigkeit mit einem flüssigen Stil zu kombinieren, macht sie zu einer permanenten Bedrohung für die Weltspitze.
Olympia 2026: Der Weg zur Bronze-Medaille für Megan Oldham
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina waren für Megan Oldham ein Moment der Wiedergutmachung. Nachdem sie 2022 in Peking als Vierte im Big Air knapp eine Medaille verpasst hatte, war der Druck hoch. Im Slopestyle-Finale am 9. Februar 2026 zeigte sie Nervenstärke. Nach einem soliden ersten Lauf stürzte sie im zweiten Durchgang schwer, was ihren Rücken und Oberschenkel in Mitleidenschaft zog. Trotz der Schmerzen sammelte sich Oldham für ihren letzten Lauf und lieferte eine technisch saubere Leistung ab, die ihr eine Wertung von 76.46 und damit die ersehnte Bronzemedaille einbrachte. Dieser Erfolg war nicht nur ihre erste olympische Medaille, sondern auch ein Beweis ihrer mentalen Stärke. Außerdem qualifizierte sie sich wenige Tage später als Führende für das Big-Air-Finale, was ihre starke Form unterstreicht. Der Ausgang dieses Finales wird mit Spannung erwartet, ähnlich wie bei den Wettbewerben im Monobob der Frauen.
Der Sturz und das Comeback
Der Sturz im zweiten Finallauf hätte für viele Athletinnen das Ende bedeutet. Oldham verlor bei der Landung nach einem Sprung die Kontrolle und schlug hart auf. Sie stand sichtlich unter Schmerzen auf, signalisierte aber, dass sie weitermachen konnte. Ihr Trainerteam leistete hervorragende Arbeit, um sie wieder fit für den entscheidenden dritten Lauf zu bekommen. Dieses Comeback innerhalb des Wettkampfs zeigt, warum Megan Oldham zur Weltspitze gehört. Sie bewies, dass sie nicht nur technisch, sondern auch mental in der Lage ist, Rückschläge zu überwinden und unter höchstem Druck zu bestehen.
Karriere-Highlights und größte Erfolge
Die Karriere von Megan Oldham ist gespickt mit herausragenden Leistungen. Bereits in ihrer Debütsaison im Weltcup 2018/19 gewann sie den Slopestyle-Gesamtweltcup, ein klares Zeichen für ihr außergewöhnliches Talent. Bei den Weltmeisterschaften sammelte sie ebenfalls fleißig Medaillen: Bronze im Slopestyle 2021 und 2025 sowie Silber im Slopestyle und Bronze im Big Air 2023. Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einer der komplettesten Fahrerinnen im Feld. Die X Games sind jedoch die Bühne, auf der sie oft am hellsten strahlt. Mit insgesamt sieben Medaillen (Stand Anfang 2026) ist sie eine feste Größe des Events. Ihre Doppel-Gold-Performance in Aspen 2023 in Slopestyle und Big Air bleibt unvergessen.
| Jahr | Wettbewerb | Disziplin | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2019 | FIS Weltcup | Slopestyle | 1. Platz (Gesamtwertung) |
| 2020 | X Games Norway | Big Air | Gold |
| 2021 | FIS Weltmeisterschaften | Slopestyle | Bronze |
| 2022 | Olympische Spiele | Big Air | 4. Platz |
| 2023 | X Games Aspen | Big Air | Gold |
| 2023 | X Games Aspen | Slopestyle | Gold |
| 2023 | FIS Weltmeisterschaften | Slopestyle | Silber |
| 2023 | FIS Weltmeisterschaften | Big Air | Bronze |
| 2026 | Olympische Spiele | Slopestyle | Bronze |
Der historische Triple Cork: Ein Meilenstein
Ein Moment, der die Freestyle-Ski-Welt veränderte, ereignete sich bei den X Games in Aspen 2023. Megan Oldham landete als erste Frau überhaupt einen Triple Cork 1440 in einem Wettbewerb. Dieser Sprung, eine Kombination aus drei Überkopfdrehungen und vier horizontalen Rotationen, galt lange als für Frauen unerreichbar. Mit dieser Pioniertat durchbrach sie eine wichtige Barriere und setzte einen neuen Standard für die Progression im Frauensport. Der Sprung brachte ihr nicht nur die Goldmedaille im Big Air ein, sondern auch eine perfekte Wertung von 50 Punkten von den Juroren – ein historischer Moment. Dieser Erfolg ist vergleichbar mit den bahnbrechenden Leistungen von Legenden wie Eddie the Eagle, die ihren Sport ebenfalls neu definierten.
Welche Verletzungen hatte Megan Oldham?
Wie in jeder Extremsportart bleiben auch bei Megan Oldham Verletzungen nicht aus. Ihr Sturz bei den Olympischen Spielen 2026 ist das jüngste Beispiel für die Risiken, die sie eingeht. Sie erlitt Prellungen am Oberschenkel und Rücken, konnte den Wettkampf aber glücklicherweise beenden. In der Vergangenheit hatte sie bereits mit anderen Blessuren zu kämpfen, darunter eine Gehirnerschütterung im Training im November 2025. Solche Rückschläge sind Teil des Sports, doch Oldhams Fähigkeit, sich davon zu erholen und gestärkt zurückzukommen, ist bemerkenswert. Ihre Widerstandsfähigkeit ist ein entscheidender Faktor für ihre konstanten Erfolge an der Weltspitze.
Persönliches und Sponsoren
Abseits der Pisten ist Megan Oldham eine bodenständige Person. Sie wuchs in Parry Sound, Ontario, auf und verbringt ihre Sommer gerne mit Wassersportarten wie Wakeboarden. Ihre positive Ausstrahlung und ihr professionelles Auftreten haben ihr lukrative Sponsorenverträge eingebracht. Zu ihren Hauptpartnern gehören bekannte Marken wie Roxy, Atomic und Monster Energy. Diese Partnerschaften sind nicht nur eine finanzielle Absicherung, sondern auch eine Anerkennung ihres Status als globale Ikone des Freestyle-Skiings. Oldham nutzt ihre Plattform, um junge Mädchen zu inspirieren und den Sport zu fördern.
Fazit: Eine Inspiration auf und neben der Piste
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Megan Oldham weit mehr als nur eine erfolgreiche Athletin ist. Sie ist eine Wegbereiterin, die die Grenzen des Möglichen im Freestyle-Skiing immer wieder neu definiert. Ihre olympische Bronzemedaille 2026, gewonnen durch pure Willenskraft nach einem schweren Sturz, und ihr historischer Triple Cork sind Meilensteine, die in die Sportgeschichte eingehen werden. Mit ihrer Mischung aus technischer Brillanz, mentaler Stärke und einer sympathischen Persönlichkeit ist Megan Oldham eine wahre Inspiration und ein Vorbild für die nächste Generation von Athletinnen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Megan Oldhams größter Erfolg?
Megan Oldhams größter Erfolg ist wohl, als erste Frau einen Triple Cork 1440 in einem Wettbewerb bei den X Games 2023 gelandet zu haben. Zudem ist der Gewinn der Bronzemedaille im Slopestyle bei den Olympischen Spielen 2026 ein Höhepunkt ihrer Karriere.
Wie viele Medaillen hat Megan Oldham bei den X Games gewonnen?
Bis Anfang 2026 hat Megan Oldham insgesamt sieben Medaillen bei den X Games gewonnen, darunter drei goldene, zwei silberne und zwei bronzene in den Disziplinen Big Air und Slopestyle.
Woher kommt Megan Oldham?
Megan Oldham wurde in Newmarket, Ontario, geboren und wuchs in Parry Sound, Ontario, in Kanada auf.
Welche Disziplinen fährt Megan Oldham?
Megan Oldham ist auf die Freestyle-Ski-Disziplinen Slopestyle und Big Air spezialisiert. In beiden Disziplinen gehört sie zur absoluten Weltspitze.
Hat Megan Oldham bei den Olympischen Spielen 2026 eine Medaille gewonnen?
Ja, Megan Oldham gewann bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina die Bronzemedaille im Slopestyle-Wettbewerb.
Über den Autor:
Max Mustermann ist ein erfahrener Sportjournalist mit über 10 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über Wintersportarten. Er hat mehrere Olympische Spiele und Weltmeisterschaften vor Ort begleitet und verfügt über ein tiefes Verständnis für die Athleten und die Dynamik des Freestyle-Skiings.
Video-Empfehlung: Um einen besseren Eindruck von Megan Oldhams Fähigkeiten zu bekommen, empfehlen wir das offizielle Highlight-Video ihres historischen Triple Corks von den X Games auf YouTube.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite des kanadischen Olympiateams und ihrem Wikipedia-Eintrag.