Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 findet am 8. März 2026 statt und markiert eine politische Zäsur für das Bundesland. Nach 15 Jahren im Amt tritt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) nicht erneut an, was den Ausgang der Wahl völlig offen gestaltet. Erstmals dürfen Bürger ab 16 Jahren wählen und es kommt ein neues Wahlrecht mit Erst- und Zweitstimme zur Anwendung.
Die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg verspricht ein spannendes Rennen um die Nachfolge Kretschmanns. Die aktuellen Regierungspartner Grüne und CDU kämpfen um die Führung, während auch andere Parteien wie SPD, FDP und AfD auf Stimmengewinne hoffen. Die politische Landschaft ist in Bewegung, und die Wählerinnen und Wähler entscheiden über die zukünftige Ausrichtung des Landes.
Termin und neues Wahlrecht bei der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Die Landesregierung hat den 8. März 2026 als offiziellen Wahltermin für die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 festgelegt. An diesem Tag sind die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, über die Zusammensetzung des 18. Landtags zu entscheiden. Die Wahlperiode des aktuellen Landtags endet am 30. April 2026.
Eine wesentliche Neuerung bei dieser Wahl ist die Reform des Wahlrechts. Ähnlich wie bei der Bundestagswahl haben die Wähler nun zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat im jeweiligen Wahlkreis gewählt, während die Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben wird und somit über das Kräfteverhältnis im Parlament entscheidet. Zudem wurde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt, wodurch erstmals auch jüngere Bürger an der Wahl teilnehmen können.
Die Spitzenkandidaten im Überblick
Mit dem Rückzug von Winfried Kretschmann ist das Rennen um seine Nachfolge eröffnet. Mehrere Parteien haben ihre Spitzenkandidaten für die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 bereits nominiert.
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen)
Für die Grünen tritt der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir an. Er wurde im Mai 2025 mit 97 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten gewählt und soll die Erfolgsgeschichte der Grünen im Land fortsetzen. Özdemir, der sich selbst als «anatolischer Schwabe» bezeichnet, will mit einem Fokus auf wirtschaftliche Themen punkten und die Partei zur stärksten Kraft machen. Mehr zur politischen Lage und den aktuellen Ereignissen in Deutschland finden Sie ebenfalls auf unserer Seite.
Manuel Hagel (CDU)
Die CDU schickt ihren Landesvorsitzenden Manuel Hagel ins Rennen. Der 37-jährige Fraktionsvorsitzende wurde ebenfalls im Mai 2025 mit knapp 94 Prozent der Stimmen nominiert. Hagel will die CDU nach 15 Jahren wieder an die Regierungsspitze führen und hat eine «Agenda 2036» für Baden-Württemberg angekündigt, die Themen wie Wirtschaft, Bürokratieabbau und Familienpolitik in den Mittelpunkt stellt.
Andreas Stoch (SPD)
Die SPD setzt erneut auf ihren Landes- und Fraktionsvorsitzenden Andreas Stoch. Er wurde im Juli 2025 mit 94,6 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten gewählt. Stoch, der bereits von 2013 bis 2016 Kultusminister war, will die SPD mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Bildung und bezahlbarer Wohnraum wieder in die Regierungsverantwortung führen.
Weitere Kandidaten
Auch andere Parteien haben ihre Spitzenkandidaten benannt. Für die FDP tritt erneut der erfahrene Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Ulrich Rülke an. Die AfD geht mit ihrem Landeschef Markus Frohnmaier als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in den Wahlkampf, wobei Emil Sänze die Landesliste anführt.
Aktuelle Umfragen und Prognosen zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Aktuelle Umfragen deuten auf ein enges Rennen bei der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 hin. Lange Zeit lag die CDU in den Umfragen deutlich vor den Grünen. Jüngste Erhebungen von Ende Februar 2026 zeigen jedoch, dass die Grünen stark aufgeholt haben und nur noch knapp hinter der CDU liegen.
Ein ZDF-Politbarometer von Ende Februar 2026 sieht die CDU bei 27 Prozent und die Grünen bei 25 Prozent. Die AfD liegt bei 19 Prozent, die SPD bei 9 Prozent. FDP und die Linke würden mit jeweils 6 Prozent den Einzug in den Landtag schaffen. Wahlumfragen sind jedoch immer nur Momentaufnahmen und mit Unsicherheiten behaftet. Ein Drittel der Wähler ist laut Umfragen noch unentschlossen. Bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten liegt Cem Özdemir (47 Prozent) deutlich vor Manuel Hagel (25 Prozent).
Wichtige politische Themen im Wahlkampf
Der Wahlkampf zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 wird von mehreren zentralen Themen geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, insbesondere die Unterstützung der Industrie und des Mittelstands, steht im Fokus. Zudem sind die Bildungspolitik, der Klimaschutz und die Transformation der Automobilindustrie wichtige Handlungsfelder.
Weitere relevante Themen sind die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Digitalisierung und die Asyl- und Flüchtlingspolitik. Die Parteien positionieren sich hierzu unterschiedlich. Während die CDU ihre Kompetenz vor allem bei Wirtschafts- und Bildungsthemen sieht, punkten die Grünen traditionell beim Klimaschutz. Die SPD legt ihren Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Bildung. Welche Themen die politische Agenda in den kommenden Monaten bestimmen, bleibt abzuwarten, ähnlich wie bei anderen Großereignissen, beispielsweise die Entwicklungen beim Sanremo-Festival 2026.
Rückblick: Das Ergebnis der Landtagswahl 2021
Bei der letzten Landtagswahl am 14. März 2021 wurden die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann mit 32,6 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Dies war das historisch beste Ergebnis der Grünen bei einer deutschen Landtagswahl. Die CDU erreichte mit 24,1 Prozent ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis im Land.
Die SPD kam auf 11,0 Prozent, die FDP erzielte 10,5 Prozent und die AfD 9,7 Prozent. Die Linke (3,6 Prozent) und die Freien Wähler (3,0 Prozent) scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Im Anschluss an die Wahl wurde die grün-schwarze Koalition unter Ministerpräsident Kretschmann fortgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,8 Prozent.
| Partei | Stimmenanteil in % | Sitze im Landtag |
|---|---|---|
| Bündnis 90/Die Grünen | 32,6 | 58 |
| CDU | 24,1 | 42 |
| SPD | 11,0 | 19 |
| FDP | 10,5 | 18 |
| AfD | 9,7 | 17 |
| Die Linke | 3,6 | 0 |
| Sonstige | 8,5 | 0 |
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
FAQ zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Wann ist die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026?
Die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg findet am Sonntag, den 8. März 2026, statt.
Wer darf bei der Landtagswahl 2026 in BW wählen?
Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Erstmals dürfen bei dieser Wahl auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben.
Was ist neu bei der Wahl 2026?
Zwei wesentliche Neuerungen prägen die Landtagswahl 2026: Zum einen wird das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Zum anderen wird ein neues Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimme eingeführt, das dem der Bundestagswahl ähnelt.
Wer sind die Spitzenkandidaten der großen Parteien?
Die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien sind: Cem Özdemir (Grüne), Manuel Hagel (CDU), Andreas Stoch (SPD), Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Markus Frohnmaier (AfD, als Ministerpräsidentenkandidat).
Tritt Ministerpräsident Winfried Kretschmann wieder an?
Nein, Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat angekündigt, bei der Landtagswahl 2026 nicht erneut zu kandidieren. Er wird nach dann 15 Jahren im Amt abtreten.
Fazit zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Die Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 verspricht, eine der spannendsten Wahlen der jüngeren Landesgeschichte zu werden. Der Abschied von Winfried Kretschmann aus der aktiven Politik eröffnet ein neues Kapitel und macht den Kampf um die Staatskanzlei, die Villa Reitzenstein, unvorhersehbar. Aktuelle Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen hin, doch die hohe Zahl an unentschlossenen Wählern kann das Ergebnis noch maßgeblich beeinflussen. Mit dem neuen Wahlrecht und der Absenkung des Wahlalters kommen weitere unbekannte Faktoren hinzu, die den Wahlausgang am 8. März 2026 prägen werden.
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