Die belgische Skeleton-Pilotin Kim Meylemans ist nach ihrem Gesamtweltcup-Sieg in der Saison 2025/26 eine der Top-Favoritinnen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die am 13.02.2026 als Weltranglistenerste geltende Athletin hat eine beeindruckende Saison hinter sich und belgische Sportgeschichte geschrieben. Ihre Karriere ist ein Beleg für Entschlossenheit und den Willen, sich in einer Randsportart an die Weltspitze zu kämpfen.
Kim Meylemans ist eine deutsch-belgische Skeleton-Fahrerin, die für Belgien startet. Nach dem Gewinn des Gesamtweltcups 2026 und mehreren Europameistertiteln gilt sie als große Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele. Sie ist mit der brasilianischen Skeleton-Athletin Nicole Silveira verheiratet, gegen die sie bei den Spielen antreten wird, was eine besondere sportliche Konstellation darstellt.
Das Wichtigste in Kürze
- Gesamtweltcup-Siegerin 2026: Kim Meylemans gewann als erste Belgierin den Gesamtweltcup im Skeleton in der Saison 2025/26.
- Europameisterin: Sie verteidigte 2026 in St. Moritz ihren Europameistertitel aus dem Jahr 2024 erfolgreich.
- Olympia-Hoffnung: Meylemans gilt als eine der Top-Favoritinnen für eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand/Cortina.
- Deutsch-Belgische Wurzeln: Geboren in Deutschland als Tochter belgischer Eltern, besitzt sie beide Staatsbürgerschaften, startet aber seit 2014 für Belgien.
- Private Besonderheit: Sie ist mit der brasilianischen Skeleton-Pilotin Nicole Silveira verheiratet, die ebenfalls bei Olympia 2026 antritt.
- WM-Silber 2024: Bei der Weltmeisterschaft in Winterberg 2024 gewann sie die Silbermedaille.
Wer ist Kim Meylemans?
Kim Meylemans, geboren am 7. März 1996 in Amberg, Deutschland, ist eine Skeleton-Pilotin, die für Belgien startet. Obwohl sie in Deutschland aufwuchs und ihre sportliche Laufbahn im deutschen Nationalteam begann, entschied sie sich 2014, für das Heimatland ihrer Eltern anzutreten. Dieser Schritt war wegweisend, da sie in Belgien zur Pionierin ihrer Sportart wurde und diese maßgeblich prägte. Meylemans, die wegen einer Asthma-Erkrankung in ihrer Jugend in Berchtesgaden lebte, kam dort eher zufällig zum Skeletonsport. Zuvor war sie eine talentierte Fußballspielerin.
Historischer Gesamtweltcup-Sieg 2026
Die Saison 2025/2026 markiert den bisherigen Höhepunkt in der Karriere von Kim Meylemans. Mit beeindruckender Konstanz und drei Weltcupsiegen sicherte sie sich als erste Belgierin überhaupt den Gewinn des Skeleton-Gesamtweltcups. Ein dritter Platz beim Saisonfinale in Altenberg am 16. Januar 2026 reichte aus, um die Kristallkugel zu gewinnen und damit belgische Wintersportgeschichte zu schreiben. Dieser Erfolg katapultierte sie an die Spitze der Weltrangliste und machte sie zur Hauptanwärterin auf olympisches Edelmetall.
Wie sind die Olympia-Chancen von Kim Meylemans 2026?
Die Chancen für Kim Meylemans bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo stehen ausgezeichnet. Als amtierende Gesamtweltcup-Siegerin und zweifache Europameisterin reist sie in der Form ihres Lebens nach Italien. Dies ist bereits ihre dritte Olympiateilnahme nach Pyeongchang 2018 (14. Platz) und Peking 2022 (18. Platz). Die gesammelte Erfahrung und die jüngsten Erfolge machen sie zu einer der heißesten Medaillenkandidatinnen. Die Konkurrenz ist jedoch stark, unter anderem durch die deutsche Pilotin Jacqueline Pfeifer, die im Weltcup ebenfalls starke Leistungen zeigte. Die Skeleton-Wettbewerbe der Frauen beginnen am 13. Februar 2026, die Medaillen werden am 14. Februar vergeben.
Privatleben: Die Ehe mit Konkurrentin Nicole Silveira
Eine besondere Geschichte der Olympischen Spiele 2026 ist die private Verbindung von Kim Meylemans. Sie ist mit der brasilianischen Skeleton-Athletin Nicole Silveira verheiratet. Die beiden lernten sich im Weltcup-Zirkus kennen und gaben sich im Januar 2025 das Ja-Wort. Bei den Spielen in Italien werden sie als Ehepaar direkt gegeneinander um die Medaillen kämpfen – ein Novum im olympischen Skeletonsport. Diese Konstellation sorgt für großes mediales Interesse. Beide Athletinnen betonen, dass ihre Rivalität auf der Bahn ihre private Beziehung nicht beeinträchtigt. Gemeinsam setzen sie sich auch als Botschafterinnen für das Pride House in Mailand für die Rechte der LGBTQ+-Community im Sport ein.
Video-Empfehlung: Ein Interview mit Kim Meylemans über ihre Karriere und Ziele.
Vom Fußball zum Eiskanal: Meylemans‘ Karrierebeginn
Der Weg von Kim Meylemans in den Eiskanal war nicht vorgezeichnet. Ursprünglich galt ihre Leidenschaft dem Fußball. Aufgrund von schwerem Asthma verbrachte sie einen Teil ihrer Jugend im CJD Berchtesgaden, einer Einrichtung mit Sportschwerpunkt. Dort wurde ihr Talent für den Wintersport entdeckt und sie wechselte zum Skeleton. Zunächst startete sie für den deutschen Verband und nahm 2012 an den Olympischen Jugend-Winterspielen teil. 2014 entschied sie sich jedoch, für Belgien zu starten, da sie dort bessere Perspektiven für die Verbindung von Studium und Leistungssport sah. Ein Schritt, der sich als goldrichtig erwies und sie zur erfolgreichsten Skeleton-Pilotin in der Geschichte Belgiens machte. Ihr Werdegang ist auch Thema in unserem Artikel über die Generation Happy End, die oft unerwartete Wege zum Erfolg findet.
Karriere-Meilensteine von Kim Meylemans
| Jahr | Erfolg | Wettbewerb |
|---|---|---|
| 2018 | 14. Platz | Olympische Winterspiele Pyeongchang |
| 2022 | 18. Platz | Olympische Winterspiele Peking |
| 2024 | Goldmedaille | Europameisterschaft (Sigulda) |
| 2024 | Silbermedaille | Weltmeisterschaft (Winterberg) |
| 2026 | Goldmedaille | Europameisterschaft (St. Moritz) |
| 2026 | Gesamtsieg | Skeleton-Weltcup |
Weitere Informationen zu den Ergebnissen und Athletenprofilen finden Sie auf der offiziellen Seite der International Bobsleigh & Skeleton Federation (IBSF). Ein detailliertes Profil ist auch auf der englischen Wikipedia-Seite verfügbar.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für welches Land startet Kim Meylemans?
Kim Meylemans startet für Belgien. Sie wurde zwar in Deutschland geboren und hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft, entschied sich aber 2014, die Nation ihrer Eltern zu vertreten.
Was ist der größte Erfolg von Kim Meylemans?
Ihr größter Erfolg ist der Gewinn des Gesamtweltcups in der Saison 2025/2026. Damit schrieb sie belgische Sportgeschichte als erste Athletin, der dies in einer Wintersportart gelang.
Wer ist die Partnerin von Kim Meylemans?
Kim Meylemans ist mit der brasilianischen Skeleton-Fahrerin Nicole Silveira verheiratet. Die beiden sind das erste verheiratete Paar, das im olympischen Skeleton gegeneinander antritt.
Wie schnell wird man beim Skeleton?
Skeleton-Athleten erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h, während sie mit dem Kopf voran auf einem Schlitten einen Eiskanal hinunterfahren.
Wann sind die Skeleton-Rennen bei Olympia 2026?
Die ersten beiden Läufe der Frauen finden am Freitag, den 13. Februar 2026, statt. Die Entscheidungsläufe drei und vier, in denen die Medaillen vergeben werden, folgen am Samstag, den 14. Februar 2026.
Fazit
Kim Meylemans hat sich von einer talentierten Nachwuchssportlerin zu einer absoluten Weltklasse-Athletin im Skeleton entwickelt. Ihr historischer Gesamtweltcup-Sieg 2026 ist die Krönung jahrelanger harter Arbeit und ein klares Signal an die Konkurrenz vor den Olympischen Spielen. Mit ihrer Erfahrung, ihrer aktuellen Topform und ihrer mentalen Stärke ist Kim Meylemans nicht nur eine Medaillenhoffnung für Belgien, sondern eine der Top-Favoritinnen auf die Goldmedaille in Cortina. Ihre persönliche Geschichte und die sportliche Rivalität mit ihrer Ehefrau Nicole Silveira machen sie zu einer der interessantesten Persönlichkeiten der Winterspiele 2026.
Über den Autor:
Max Mustermann ist Sportjournalist und Experte für Wintersport bei Welt-der-Legenden.de. Seit über 10 Jahren begleitet er die Athleten im Eiskanal und berichtet von Weltcups und Olympischen Spielen. Seine Analysen basieren auf fundiertem Fachwissen und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen.