Die deutsche Bobpilotin Kim Kalicki zählt zur absoluten Weltspitze und ist eine der größten Hoffnungen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Stand 20.02.2026 hat sich die Wiesbadenerin fest in der internationalen Elite etabliert. Sie kombiniert explosive Kraft am Start mit feinfühliger Präzision in der Eisrinne, was sie zu einer permanenten Anwärterin auf das Podium macht.
Die Karriere von Kim Kalicki ist geprägt von beeindruckenden Erfolgen, darunter der Weltmeistertitel 2023 und zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Ursprünglich aus der Leichtathletik kommend, fand sie im Bobsport ihre wahre Berufung. Deshalb ist ihr Weg von der talentierten Sprinterin zur Bob-Weltmeisterin ein Beispiel für sportliche Vielseitigkeit und eisernen Willen.
Das Wichtigste in Kürze
- Weltmeisterin 2023: Kim Kalicki gewann bei der WM in St. Moritz Gold im Zweierbob.
- Olympia-Hoffnung 2026: Sie gilt als eine der Top-Favoritinnen für die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina.
- Erfolgreiche Saison 2025/2026: Kalicki sicherte sich mehrere Podiumsplätze im Weltcup und gewann Bronze bei der EM 2026.
- Vom Sprint zum Eiskanal: Ihre sportliche Laufbahn begann in der Leichtathletik, wo sie zur deutschen Spitze gehörte.
- Privates Glück: Im Mai 2025 heiratete sie ihren ehemaligen Teamkollegen, den Bob-Anschieber Costa Laurenz.
- Vereinstreue: Trotz anderer Angebote bleibt sie ihrem Heimatverein TuS Eintracht Wiesbaden treu.
- Beruf: Neben ihrer Sportkarriere ist Kim Kalicki Landespolizistin in Hessen.
Wer ist Kim Kalicki?
Geboren am 27. Juni 1997 in Wiesbaden, ist Kim Kalicki eine deutsche Bobpilotin, die für den TuS Eintracht Wiesbaden 1846 startet. Bereits in jungen Jahren zeigte sich ihr sportliches Talent in der Leichtathletik, wo sie vor allem im Sprint und Hürdenlauf zur deutschen Spitze ihrer Altersklasse zählte. Mit 17 Jahren wagte sie den Wechsel in den Eiskanal und absolvierte die anspruchsvolle Pilotenausbildung. Aufgrund ihrer herausragenden Startleistungen wurde sie schnell in den C-Kader des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) berufen. Ihre Karriere ist ein Paradebeispiel für den erfolgreichen Transfer von athletischen Fähigkeiten aus einer Sommersportart in den Wintersport.
Vom Talent zur Weltmeisterin
Der Aufstieg von Kim Kalicki verlief rasant. Nachdem sie im Juniorenbereich mehrfach Weltmeisterin wurde, etablierte sie sich schnell im Weltcup. Ihr Debüt im Dezember 2019 in Lake Placid beendete sie prompt mit einem dritten Platz. Der Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn war der Gewinn der Goldmedaille bei den Bob-Weltmeisterschaften 2023 in St. Moritz. Außerdem sammelte sie zahlreiche weitere WM- und EM-Medaillen, darunter Silber bei der WM 2025 in Lake Placid und Bronze bei der EM 2026.
Die aktuellsten Erfolge von Kim Kalicki in der Saison 2025/2026
Auch in der aktuellen Saison 2025/2026 beweist Kim Kalicki ihre Konstanz auf höchstem Niveau. Sie reiste als Gesamtweltcup-Dritte zu den Olympischen Spielen nach Cortina. Bei der Europameisterschaft 2026 in St. Moritz gewann sie gemeinsam mit ihrer Anschieberin Talea Prepens die Bronzemedaille. Im Weltcup fuhr das Duo ebenfalls konstant auf das Podium, wie der zweite Platz in Lillehammer im Dezember 2025 zeigt. Diese Ergebnisse unterstreichen ihre Ambitionen für den olympischen Wettbewerb und festigen ihren Status als eine der weltbesten Pilotinnen. Die Zusammenarbeit mit neuen Anschieberinnen wie Talea Prepens zeigt zudem ihre Fähigkeit, sich schnell auf neue Teampartnerinnen einzustellen und erfolgreich zu sein.
Wie kam Kim Kalicki zum Bobsport?
Der Weg von Kim Kalicki in den Eiskanal war nicht vorgezeichnet. Als hochtalentierte Leichtathletin im Sprint, Hürdenlauf und Wurf gehörte sie zur nationalen Spitze. Ihre explosive Kraft und Schnelligkeit waren ideale Voraussetzungen für eine Karriere als Anschieberin. Kalicki entschied sich jedoch für die anspruchsvollere Position der Pilotin. Mit nur 17 Jahren war sie die jüngste Pilotin, die je bei einer Deutschen Meisterschaft der Aktiven startete. Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Die Kombination aus athletischer Power am Start und dem nötigen Feingefühl an den Lenkseilen bei Geschwindigkeiten von über 120 km/h passt perfekt zu ihrem Naturell. Mehr zu den Strukturen im deutschen Bobsport findet sich auf der Webseite des Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD), dem Spitzenverband für den Sport.
«Die geforderte Kombination aus Kraft und Geschwindigkeit im Anschub und filigraner Handarbeit an den Lenkseilen, gepaart mit dem Wagemut mit mehr als 120 Stundenkilometern einen Eiskanal herunterzurasen, entsprachen von Anfang an ihrem Naturell.»
Ihre Geschichte ist eine Inspiration für viele junge Athleten und zeigt, dass sich ein Wechsel der Sportart auszahlen kann. Wer mehr über die Biathlon-Wettbewerbe bei Olympia erfahren möchte, findet Details in unserem Artikel über den Olympia Biathlon Massenstart.
Kim Kalicki privat: Ehemann und Heimat
Abseits der Eiskanäle führt Kim Kalicki ein bodenständiges Leben. Im Mai 2025 heiratete sie ihren Partner und ehemaligen Bob-Kollegen Costa Laurenz. Die Hochzeit fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Ihr Ehemann ist selbst ein erfolgreicher Anschieber und Junioren-Weltmeister, was das gemeinsame Verständnis für die Anforderungen des Leistungssports stärkt. Trotz attraktiver Angebote von anderen Vereinen, wie Eintracht Frankfurt, hat Kalicki sich bewusst für den Verbleib bei ihrem Heimatverein TuS Eintracht Wiesbaden entschieden. Sie schätzt die Wertschätzung und die Bemühungen des Vereins, optimale Trainingsbedingungen für sie zu schaffen. Diese Vereinstreue und ihre Verwurzelung in der Heimat Wiesbaden sind wichtige Stabilitätsfaktoren in ihrer Karriere. Neben dem Sport ist sie als Landespolizistin bei der hessischen Polizei tätig, was ihr ein berufliches Standbein sichert.
Empfohlenes Video: Ein Blick hinter die Kulissen des Bobsports.
Welche Ziele verfolgt Kim Kalicki für Olympia 2026?
Das große Ziel für Kim Kalicki sind die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Nachdem sie bei ihren ersten Spielen 2022 in Peking im Zweierbob den vierten Platz belegte und eine Medaille knapp verpasste, ist die Motivation umso größer. Dieser undankbare vierte Platz war zunächst ein Frust, diente aber als starker Antrieb für die folgenden Jahre. Die Vorbereitung auf Mailand/Cortina läuft auf Hochtouren. Kalicki hat ihre Ernährung umgestellt und ihr Team professionalisiert, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Als amtierende Weltmeisterin von 2023 und eine der konstantesten Pilotinnen im Weltcup gehört sie zum engsten Favoritenkreis. Der Traum von einer olympischen Medaille ist das, was sie jeden Tag antreibt. Der Weg dorthin ist lang, doch die bisherigen Erfolge zeigen, dass Kim Kalicki das Potenzial hat, sich diesen Traum zu erfüllen. Ähnlich dramatisch wie im Bobsport kann es auch bei anderen Wintersportarten zugehen, wie unser Beitrag zum Thema Lawinenabgang in Tirol zeigt.
Karriere-Highlights von Kim Kalicki
| Wettbewerb | Medaillen | Jahr / Ort |
|---|---|---|
| Weltmeisterschaften (Zweierbob) | Gold | 2023, St. Moritz |
| Weltmeisterschaften (Zweierbob) | Silber | 2025, Lake Placid |
| Weltmeisterschaften (Zweierbob) | Silber | 2021, Altenberg |
| Weltmeisterschaften (Zweierbob) | Silber | 2020, Altenberg |
| Weltmeisterschaften (Zweierbob) | Bronze | 2024, Winterberg |
| Europameisterschaften (Zweierbob) | Gold | 2022, St. Moritz |
| Europameisterschaften (Zweierbob) | Bronze | 2026, St. Moritz |
| Junioren-Weltmeisterschaften | 4x Gold | u.a. 2020, Winterberg |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann wurde Kim Kalicki geboren?
Kim Kalicki wurde am 27. Juni 1997 in Wiesbaden geboren.
Was ist der größte Erfolg von Kim Kalicki?
Ihr größter Erfolg ist der Gewinn der Goldmedaille im Zweierbob bei den Weltmeisterschaften 2023 in St. Moritz.
Ist Kim Kalicki verheiratet?
Ja, seit Mai 2025 ist sie mit dem ehemaligen Bob-Anschieber Costa Laurenz verheiratet.
Welchen Beruf übt Kim Kalicki neben dem Sport aus?
Kim Kalicki ist Landespolizistin bei der Polizei in Hessen.
Für welchen Verein startet Kim Kalicki?
Sie startet für ihren Heimatverein TuS Eintracht Wiesbaden 1846 J.P. Weitere Informationen zu Athletenprofilen finden sich oft bei der International Bobsleigh & Skeleton Federation (IBSF).
Fazit
Kim Kalicki ist mehr als nur eine talentierte Bobpilotin; sie ist eine Schlüsselfigur des deutschen Wintersports und eine der größten Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele 2026. Ihr Weg von der Leichtathletik an die Weltspitze im Bobsport ist ein Beleg für ihre außergewöhnliche Athletik und ihren unbändigen Ehrgeiz. Mit dem Weltmeistertitel 2023 im Rücken und konstanten Topleistungen im Weltcup hat sie bewiesen, dass sie unter Druck Topleistungen abrufen kann. Ihr privates Glück und die starke Verwurzelung in ihrer Heimat geben ihr zusätzlich den nötigen Rückhalt. Die Sportwelt blickt gespannt auf Cortina, wo Kim Kalicki ihre beeindruckende Karriere mit einer olympischen Medaille krönen will.