Kasachstan, das neuntgrößte Land der Erde, rückt am 13.02.2026 verstärkt in den Fokus deutscher Reisender und Investoren. Mit seiner einzigartigen Mischung aus futuristischer Architektur, unberührter Natur und tief verwurzelten Traditionen bietet der zentralasiatische Staat vielfältige Möglichkeiten. Von den modernen Metropolen Astana und Almaty bis zu den Weiten der Steppe – das Land befindet sich in einem dynamischen Wandel und positioniert sich als wichtiger Akteur auf der Weltbühne.
Kasachstan ist ein Land der Kontraste, das sowohl für Abenteuerreisende als auch für Kulturinteressierte und Geschäftsleute attraktiv ist. Es kombiniert eine reiche nomadische Vergangenheit mit ehrgeizigen Zukunftsvisionen. Die beeindruckende landschaftliche Vielfalt reicht von den schneebedeckten Gipfeln des Tian-Shan-Gebirges über Wüsten und Steppen bis hin zu tiefblauen Seen und dem Kaspischen Meer. Gleichzeitig erlebt die Wirtschaft ein starkes Wachstum, was das Land zu einem interessanten Partner für internationale Beziehungen macht.
Das Wichtigste in Kürze
- Visumfreie Einreise: Deutsche Staatsangehörige können für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ohne Visum nach Kasachstan einreisen.
- Wirtschaftlicher Aufschwung: Die kasachische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein starkes Wachstum von 6,5 %, angetrieben durch den Rohstoffsektor und Investitionen in die Infrastruktur.
- Politische Stabilität: Die politische Lage gilt nach den Reformen der letzten Jahre als stabil, Reisende sollten sich dennoch über die aktuellen Gegebenheiten informieren.
- Kulturelle Vielfalt: Das Land ist multiethnisch und multikulturell, geprägt von kasachischer Gastfreundschaft und Traditionen wie dem Nauryz-Fest.
- Naturwunder: Kasachstan beheimatet einzigartige Landschaften wie den Scharyn-Canyon, die Kolsai-Seen und den Altyn-Emel-Nationalpark.
- Moderne Architektur: Besonders die Hauptstadt Astana (ehemals Nur-Sultan) ist bekannt für ihre futuristischen Bauwerke wie den Bajterek-Turm und die Expo 2017-Gebäude.
- Währung: Die offizielle Währung ist der Kasachische Tenge (KZT).
Inhaltsverzeichnis
- Reiseplanung und Einreise 2026: Was muss ich wissen?
- Die faszinierenden Städte Kasachstans
- Naturerlebnisse: Von Canyons bis zu Gebirgsseen
- Wirtschaft und Politik Kasachstans: Aktuelle Lage
- Kultur und Traditionen: Ein Blick ins Herz Zentralasiens
- Empfehlung: Video über Kasachstan
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Kasachstan
- Fazit
Reiseplanung und Einreise 2026: Was muss ich wissen?
Eine Reise nach Kasachstan ist für deutsche Staatsbürger unkompliziert. Für touristische oder geschäftliche Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ist kein Visum erforderlich, was die Planung erheblich erleichtert. Bei der Einreise muss lediglich ein Reisepass vorgelegt werden, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Für längere Aufenthalte muss vorab ein Visum bei einer kasachischen Auslandsvertretung beantragt werden. Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu informieren. Dort finden sich stets aktuelle Informationen zur Sicherheitslage und zu gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen.
Anreise und unterwegs im Land
Die Anreise erfolgt in der Regel per Flugzeug zu den internationalen Flughäfen in Astana (NQZ) oder Almaty (ALA). Innerhalb des riesigen Landes sind Inlandsflüge eine zeiteffiziente Möglichkeit, große Distanzen zu überbrücken. Alternativ bietet das gut ausgebaute Eisenbahnnetz eine interessante und oft preisgünstige Reisemöglichkeit. Für Überlandfahrten mit dem Auto sollte beachtet werden, dass der Straßenzustand außerhalb der großen Städte variieren kann. Ein internationaler Führerschein in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein ist erforderlich.
Die faszinierenden Städte Kasachstans
Kasachstan beeindruckt mit einer Mischung aus sowjetischer Vergangenheit und moderner Zukunft, die sich besonders in den Städten widerspiegelt.
Astana: Die futuristische Hauptstadt
Astana, bis 2019 Nur-Sultan genannt, ist das Aushängeschild des modernen Kasachstan. Die Stadt wurde am Reißbrett entworfen und ist berühmt für ihre kühne, futuristische Architektur. Wahrzeichen wie der Bajterek-Turm, der einen Lebensbaum symbolisiert, die Konzert- und Opernhalle in Form einer Pyramide („Palast des Friedens und der Eintracht“) oder das riesige Einkaufszentrum Khan Shatyr in Form eines Nomadenzeltes prägen das Stadtbild. Das Gelände der Weltausstellung Expo 2017 ist heute ein Innovations- und Kulturzentrum.
Almaty: Das kulturelle Herz
Im Gegensatz zu Astana ist Almaty, die ehemalige Hauptstadt, das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Eingebettet in die Ausläufer des Tian-Shan-Gebirges, bietet die Stadt eine lebendige Atmosphäre mit grünen Parks, breiten Alleen, zahlreichen Cafés und Museen. Sehenswert sind die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale, eines der höchsten Holzgebäude der Welt, und der Grüne Basar. Der nahegelegene Hausberg Kok-Tobe bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Metropole. Almaty ist zudem der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegende Bergwelt, wie zum Beispiel zum Eisschnelllaufstadion Medeo oder dem Skigebiet Schimbulak.
Naturerlebnisse: Von Canyons bis zu Gebirgsseen
Die wahre Seele von Kasachstan offenbart sich in seiner gewaltigen und vielfältigen Natur. Für Outdoor-Enthusiasten und Naturliebhaber ist das Land ein Paradies.
- Scharyn-Canyon: Oft als der „kleine Bruder des Grand Canyon“ bezeichnet, beeindruckt dieser 154 Kilometer lange Canyon mit seinen bizarren Felsformationen im „Tal der Schlösser“.
- Kolsai-Seen: Diese drei malerischen Bergseen im Tian-Shan-Gebirge werden auch als „Perlen des nördlichen Tian Shan“ bezeichnet und sind ein beliebtes Ziel für Wanderer.
- Kaindy-See: Ein Erdbeben im Jahr 1911 schuf diesen einzigartigen See, aus dessen türkisblauem Wasser die Stämme abgestorbener Fichten ragen – ein surreales und unvergessliches Bild.
- Altyn-Emel-Nationalpark: Hier findet man die berühmte „Singende Düne“, die bei trockenem Wetter summende Geräusche von sich gibt, sowie die farbenprächtigen Aktau-Berge.
Wirtschaft und Politik Kasachstans: Aktuelle Lage
Kasachstan ist die größte Volkswirtschaft Zentralasiens und verfügt über reiche Vorkommen an Erdöl, Erdgas und Mineralien. Die Regierung treibt aktiv die Diversifizierung der Wirtschaft voran, um die Abhängigkeit vom Rohstoffsektor zu verringern. Politisch verfolgt das Land einen Multivektoren-Ansatz und pflegt gute Beziehungen zu seinen Nachbarn Russland und China sowie zur Europäischen Union und den USA. Nach den Unruhen im Januar 2022 hat Präsident Kassym-Schomart Tokajew weitreichende politische und wirtschaftliche Reformen eingeleitet, um das System zu modernisieren und die Stabilität zu sichern. Für ausländische Investoren, auch aus Deutschland, ergeben sich dadurch neue Chancen, wie wir auch in unserem Artikel über die Tests deutscher Startups beleuchten.
Kultur und Traditionen: Ein Blick ins Herz Zentralasiens
Die kasachische Kultur ist tief in den nomadischen Traditionen verwurzelt. Gastfreundschaft wird großgeschrieben; Gäste werden stets herzlich empfangen und bewirtet. Ein zentrales Fest ist Nauryz, das Frühlings- und Neujahrsfest, das am Tag der Tagundnachtgleiche im März gefeiert wird und die Erneuerung der Natur symbolisiert. Die traditionelle Musik, gespielt auf Instrumenten wie der Dombra, und das Kunsthandwerk, darunter Filzteppiche und Schmuck, sind wichtige Bestandteile der nationalen Identität. Die kasachische Küche ist deftig und fleischlastig, mit Nationalgerichten wie Beschbarmak (Nudeln mit Pferde- oder Lammfleisch) und Plov.
Empfehlung: Video über Kasachstan
Um einen visuellen Eindruck von der geopolitischen Entwicklung des Landes zu bekommen, empfiehlt sich das folgende YouTube-Video, das die veränderten Beziehungen zu Russland und anderen globalen Akteuren analysiert.
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Hauptstadt | Astana |
| Einwohnerzahl | ca. 19,6 Millionen |
| Fläche | 2.724.900 km² (neuntgrößtes Land der Welt) |
| Währung | Tenge (KZT) |
| Amtssprachen | Kasachisch (Staatssprache), Russisch (Verkehrssprache) |
| Zeitzonen | UTC+5 / UTC+6 |
| Visum (DE) | Bis 30 Tage visumfrei |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Kasachstan
- Ist Kasachstan ein sicheres Reiseland?
- Ja, Kasachstan gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland. Die Kriminalitätsrate in den großen Städten wie Almaty und Astana ist vergleichbar mit europäischen Metropolen. Es wird jedoch empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und sich über die aktuelle Sicherheitslage, beispielsweise beim EDA, zu informieren.
- Welche Sprache wird in Kasachstan gesprochen?
- Die Staatssprache ist Kasachisch. Russisch ist jedoch weit verbreitet und dient als offizielle Verkehrssprache. In Hotels, Restaurants und bei touristischen Dienstleistern in den großen Städten kommt man oft auch mit Englisch weiter.
- Benötige ich als Deutscher ein Visum für Kasachstan?
- Nein, für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Diese Regelung erleichtert Kurzreisen und Geschäftsbesuche erheblich.
- Was ist die beste Reisezeit für Kasachstan?
- Die beste Reisezeit hängt von der geplanten Aktivität ab. Für Städtereisen und Touren durch die Steppe sind der Frühling (April bis Juni) und der Herbst (September bis Oktober) ideal, da die Temperaturen angenehm sind. Für Wanderungen im Gebirge eignen sich die Sommermonate Juli und August.
- Welche Währung hat Kasachstan und kann ich mit Karte zahlen?
- Die Landeswährung ist der Kasachische Tenge (KZT). In den Städten ist die Zahlung mit Kreditkarte in vielen Hotels, Restaurants und größeren Geschäften problemlos möglich. Es ist jedoch ratsam, immer auch etwas Bargeld dabei zu haben, besonders für Einkäufe auf Märkten oder in ländlicheren Gebieten.
Fazit
Kasachstan präsentiert sich 2026 als ein aufstrebendes und faszinierendes Reiseziel, das weit mehr zu bieten hat als endlose Steppen. Die Kombination aus atemberaubender Natur, pulsierenden Metropolen, einer reichen Kultur und einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung macht das Land zu einem der spannendsten Trend-Destinationen in Zentralasien. Die visumfreie Einreise für Deutsche erleichtert die Erkundung dieses riesigen Landes, das mit seiner herzlichen Gastfreundschaft und seinen vielfältigen Eindrücken lange in Erinnerung bleibt. Die politische Stabilität und der wirtschaftliche Reformkurs schaffen zudem ein positives Umfeld für Reisende und Geschäftsleute gleichermaßen, ähnlich der Entwicklung, die auch bei Projekten wie dem FA Cup für internationales Interesse sorgt.
Über den Autor:
Maximilian Weber ist unser Experte für Osteuropa und Zentralasien. Mit langjähriger Erfahrung als Reisejournalist und Wirtschaftsanalyst verfolgt er die Entwicklungen in der Region und teilt seine fundierten Einblicke mit unseren Lesern.