Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Asrak ist am 9. März 2026 offenbar mit ballistischen Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Nach Informationen des Spiegel wurde auch der deutsche Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes getroffen.

Hintergrund zum Bundeswehr-Einsatz in Jordanien
Die Bundeswehr ist seit mehreren Jahren in Jordanien, genauer gesagt in al-Asrak, stationiert. Von dort aus unterstützt die Luftwaffe eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen. Der Stützpunkt al-Asrak wird auch von der US-Luftwaffe genutzt. Aufgrund der eskalierenden Lage im Nahen Osten hatte die Bundeswehr das Personal in al-Asrak bereits vorsorglich reduziert. Zuvor waren dort etwa 100 Soldaten stationiert. Da das Camp durch die amerikanische Flugabwehr geschützt wird, galt al-Asrak bisher als relativ sicher.
Raketenangriff auf jordanien bundeswehr feldlager
In der Nacht zum Montag, dem 9. März 2026, erfolgte nun der Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt al-Asrak. Nach Informationen des Ntv wurde auch der deutsche Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes getroffen. Demnach wurde ein Unterkunftsgebäude des deutschen Kontingents getroffen. Glücklicherweise befanden sich die deutschen Soldatinnen und Soldaten zum Zeitpunkt des Angriffs in den Schutzräumen, sodass es nicht zu Personenschäden kam. (Lesen Sie auch: Stromausfall Aachen: in legt Kommunalverwaltungen lahm)
Bisher ist unklar, ob die Raketen direkt auf der Basis einschlugen oder ob es sich um Trümmerteile von zuvor abgefangenen Geschossen handelte. Die Bundeswehr ist seit Jahren in al-Asrak stationiert und unterstützt von dort aus die internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen.
Mögliche Reaktionen und Konsequenzen
Der Angriff auf den Bundeswehr-Standort in Jordanien könnte verschiedene Reaktionen und Konsequenzen nach sich ziehen. Zunächst ist zu erwarten, dass die Bundesregierung den Vorfall verurteilt und eine Untersuchung einleitet. Es muss geklärt werden, wer für den Angriff verantwortlich ist und welche Motive dahinter stecken.
Weiterhin stellt sich die Frage, ob die Sicherheitsmaßnahmen am Stützpunkt al-Asrak ausreichend waren und ob sie verstärkt werden müssen. Auch die Frage nach der weiteren Beteiligung der Bundeswehr an der Anti-Terror-Koalition in Jordanien könnte neu diskutiert werden. Es ist denkbar, dass die Bundeswehr ihre Präsenz in der Region reduziert oder ihre Aufgaben neu ausrichtet. (Lesen Sie auch: Stromausfall Aachen: in legt Kommunalverwaltungen lahm)
jordanien bundeswehr feldlager: Was bedeutet der Angriff?
Der Angriff auf den Bundeswehr-Standort in Jordanien ist ein besorgniserregendes Zeichen für die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. Er zeigt, dass auch Standorte, die bisher als relativ sicher galten, nicht mehr vor Angriffen geschützt sind. Der Vorfall könnte die ohnehin schon angespannte Situation in der Region weiter destabilisieren und zu einer Eskalation der Gewalt führen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass alle beteiligten Akteure zur Deeskalation beitragen und eine friedliche Lösung des Konflikts anstreben.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Die weitere Entwicklung der Lage im Nahen Osten ist derzeit schwer vorherzusagen. Es ist jedoch zu befürchten, dass die Gewaltspirale weiter nach oben geht und dass es zu weiteren Angriffen auf militärische und zivile Ziele kommt. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, sich verstärkt für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen und humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung zu leisten. Die Bundeswehr wird ihre Sicherheitsmaßnahmen in Jordanien überprüfen und gegebenenfalls verstärken. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie ihre Beteiligung an der Anti-Terror-Koalition in der Region komplett aufgeben wird.
Die Rolle der Bundeswehr in Jordanien
Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2015 an der internationalen Koalition gegen den IS in Syrien und im Irak. Dabei stellt sie unter anderem Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado und ein Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 MRTT bereit. Der Einsatz der Tankflugzeuge erfolgt vom jordanischen Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak aus. Die Tankflugzeuge betanken die Kampfflugzeuge der Koalition, die im Einsatz gegen den IS sind. Der Einsatz der Bundeswehr ist völkerrechtlich legitimiert und erfolgt auf Grundlage einer Resolution des UN-Sicherheitsrates. Die rechtliche Grundlage für den Einsatz der Bundeswehr in Jordanien bildet ein Mandat des Deutschen Bundestages. (Lesen Sie auch: Dakota Johnson ist das neue Gesicht von…)

Die Bundeswehr unterhält auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak ein Feldlager, in dem die Soldaten untergebracht sind, die an dem Einsatz beteiligt sind. Das Feldlager bietet Platz für rund 250 Soldaten. Neben den Unterkünften gibt es auch Versorgungs- und Wartungseinrichtungen. Die Soldaten werden regelmäßig ausgetauscht. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel vier Monate. Der Einsatz der Bundeswehr in Jordanien ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass der Einsatz zu einer Eskalation der Gewalt in der Region beitrage. Befürworter argumentieren, dass der Einsatz notwendig sei, um den IS zu bekämpfen und die Stabilität in der Region zu fördern.
Die Deutsche Welle berichtete bereits 2019 über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Jordanien.
Häufig gestellte Fragen zu jordanien bundeswehr feldlager
Was ist der Zweck des Bundeswehr-Feldlagers in Jordanien?
Das Bundeswehr-Feldlager in Jordanien dient als Stützpunkt für die Unterstützung der internationalen Anti-Terror-Koalition. Von dort aus werden Tankflugzeuge eingesetzt, um die Kampfflugzeuge der Koalition zu betanken, die im Einsatz gegen den IS sind. (Lesen Sie auch: Spritpreise steigen: Profitieren Mineralölkonzerne)
Warum wurde der deutsche Bundeswehr-Standort in Jordanien angegriffen?
Der Angriff erfolgte offenbar mit ballistischen Raketen aus dem Iran. Die genauen Hintergründe und Motive sind noch unklar und Gegenstand von Untersuchungen. Es wird vermutet, dass der Angriff im Zusammenhang mit der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten steht.
Gab es Verletzte bei dem Angriff auf das Bundeswehr-Feldlager?
Nein, glücklicherweise gab es keine Verletzten. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich die deutschen Soldatinnen und Soldaten in den Schutzräumen, sodass sie nicht zu Schaden kamen.
Wie geht es nun mit dem Bundeswehr-Einsatz in Jordanien weiter?
Die Bundeswehr wird ihre Sicherheitsmaßnahmen in Jordanien überprüfen und gegebenenfalls verstärken. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie ihre Beteiligung an der Anti-Terror-Koalition in der Region komplett aufgeben wird. Die Bundesregierung wird die Lage neu bewerten und über die weiteren Schritte entscheiden.
Welche Rolle spielt Jordanien in der Region?
Jordanien spielt eine wichtige Rolle als Stabilitätsanker in der unruhigen Region des Nahen Ostens. Das Land ist ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen den Terrorismus und engagiert sich für eine friedliche Lösung der Konflikte in der Region. Jordanien beherbergt zudem zahlreiche Flüchtlinge aus den Nachbarländern.



