Am 11. Februar 2026 tritt eine bedeutende Änderung für alle HomeKit-Nutzer in Kraft: Apple beendet die Unterstützung für die alte HomeKit-Architektur endgültig. Wer sein Smart Home weiterhin steuern möchte, muss auf die neue, Matter-kompatible Architektur umstellen. Diese fundamentale Umstellung betrifft Millionen Nutzer in Deutschland und markiert einen Wendepunkt in Apples Smart Home Strategie.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple beendet die Unterstützung der alten HomeKit-Architektur am 10. Februar 2026
- Die neue Architektur bietet Matter-Unterstützung und verbesserte Stabilität
- Seit der neuen Architektur ist ein Apple TV oder HomePod als Steuerzentrale notwendig – iPad wurde entfernt
- Die neue Architektur bietet verbessertes Gastzugriff, Activity History und bessere Performance
- HomeKit ist die Smart Home Plattform von Apple, für die mehr als 50 Marken weltweit kompatible Produkte anbieten
- Der Wechsel ist keine kosmetische Änderung, sondern eine fundamentale Überholung – Grund ist Matter
- Nur Geräte mit iOS 16.2, iPadOS 16.2, macOS 13.1, tvOS 16.2 oder watchOS 9.2 und neuer behalten die Funktionalität
Was ist HomeKit und warum ist es 2026 so wichtig?
HomeKit ist die Smart Home Plattform von Apple, für die mehr als 50 Marken weltweit kompatible Produkte anbieten – und es werden ständig mehr. Die Plattform ermöglicht es iPhone-, iPad- und Mac-Nutzern, vernetzte Geräte verschiedener Hersteller zentral über die vorinstallierte Home App zu steuern. Von smarten Lampen über Thermostate bis hin zu Sicherheitskameras und Türschlössern – diese Geräte können sehr einfach mit dem iPhone in der Apple Home App eingerichtet werden, verbinden sich per Bluetooth, Wi-Fi (WLAN) oder mit einem Hub.
Der besondere Vorteil von HomeKit liegt in der nahtlosen Integration ins Apple-Ökosystem. Mit der Home App können Nutzer sicher HomeKit und Matter-fähige Accessoires wie Lampen, Schlösser und Thermostate hinzufügen, steuern und automatisieren. Die Sprachsteuerung über Siri macht die Bedienung besonders komfortabel – ob vom iPhone, der Apple Watch oder dem HomePod aus.
Die historische Entwicklung von HomeKit
Apple stellte HomeKit erstmals 2014 auf der Worldwide Developer Conference vor. Seitdem hat sich die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt. Die neue Home-Architektur wurde erstmals mit iOS 16.2 eingeführt, nach Problemen zurückgezogen und später mit Version 16.4 neu veröffentlicht. Diese neue Architektur bringt fundamentale Verbesserungen in Sachen Stabilität, Geschwindigkeit und Zukunftsfähigkeit.
Die kritische Update-Deadline am 10. Februar 2026
Am 10. Februar 2026 endet die Unterstützung für die ursprüngliche HomeKit-Architektur, ab Mittwoch wird Apple eine neue Version von Home für Smart Home Geräte ausrollen. Für Nutzer, die noch nicht aktualisiert haben, bedeutet dies: Wer noch auf der alten Architektur läuft, wird die Funktionalität verlieren, wenn diese abgeschaltet wird.
Konsequenzen bei Nichtaktualisierung
Stellen Sie sich vor, am 11. Februar aufzuwachen und festzustellen, dass sorgfältig erstellte Automationen verschwunden sind, smarte Lampen nicht auf Befehle reagieren und Partner keinen Zugriff mehr auf die gemeinsamen Home-Steuerungen haben. Die Auswirkungen können gravierend sein:
- Verlust aller eingerichteten Automationen und Szenen
- HomeKit Secure Video-Aufnahmen werden unzugänglich und geplante Routinen stoppen komplett
- Smart Home Geräte reagieren nicht mehr auf Befehle
- Fernzugriff von unterwegs funktioniert nicht mehr
So prüfen Sie Ihren Update-Status
Um zu überprüfen, ob Ihr System aktuell ist, folgen Sie diesen Schritten:
- Öffnen Sie die Home App auf iPhone, iPad oder Mac
- Tippen oder klicken Sie auf die Mehr-Schaltfläche und wählen Sie Home-Einstellungen
- Bei mehreren Häusern wählen Sie eines aus, dann Home-Einstellungen, und wählen Sie Software-Update
- Tippen oder klicken Sie auf Jetzt aktualisieren und folgen Sie den Anweisungen
Wenn alles in Ordnung ist, sehen Sie die Meldung «Dieses Haus und alle Accessoires sind auf dem neuesten Stand».
Neue HomeKit-Architektur: Matter-Integration als Gamechanger
Die Umstellung ist keine kosmetische Änderung, sondern eine fundamentale Überholung – der wichtige Grund dafür ist Matter. Apple positioniert Apple Home seit 2022 als Matter Controller. Matter ist ein neuer, herstellerübergreifender Smart Home Standard, der eine nahtlose Zusammenarbeit verschiedener Ökosysteme ermöglicht.
Vorteile der neuen Architektur
Die neue HomeKit-Architektur bringt zahlreiche Verbesserungen:
- Die Änderung delegiert mehr Aufgaben an den HomeKit Hub, was die Zuverlässigkeit erhöht
- Verbesserte Performance und schnellere Reaktionszeiten
- Besserer Gastzugang, Activity History und optimierte Leistung
- Vollständige Matter-Unterstützung für maximale Kompatibilität
- Stabilere Verbindungen und weniger Ausfälle
Wichtige Änderung: iPad als Steuerzentrale entfernt
Eine bedeutende Änderung betrifft die Steuerzentrale: iPads können nicht mehr als Home-Hubs dienen. Nutzer, die nicht aktualisieren, verlieren den Zugriff auf ihre Smart Home Steuerung, was HomePod oder Apple TV für die Hub-Funktionalität essentiell macht.
Der Hub kann ein HomePod, HomePod mini oder Apple TV sein. Thread-fähige Matter-Accessoires benötigen einen Thread-fähigen Home Hub wie HomePod mini oder Apple TV 4K (3. Generation) – oder einen Drittanbieter-Border-Router.
HomeKit-kompatible Geräte: Die besten Produkte 2026
Die Auswahl an HomeKit-kompatiblen Geräten ist 2026 größer denn je. Um Apples hohen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen Kooperationspartner strenge Richtlinien erfüllen. Nur dann dürfen sie sich mit dem Zertifikat «works with HomeKit» oder «works with Apple Airplay» als HomeKit-kompatibles Gerät schmücken.
Beliebte Produktkategorien
| Kategorie | Beispielprodukte | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Beleuchtung | Philips Hue, IKEA Trådfri, Osram | Farbwechsel, Dimmen, Szenen |
| Thermostate | Eve Thermo, Tado, Netatmo | Heizkosten sparen, Zeitpläne |
| Steckdosen | Eve Energy, Meross, Koogeek | Verbrauchsmessung, Timer |
| Kameras | Logitech Circle, Netatmo, Eve Cam | HomeKit Secure Video, Gesichtserkennung |
| Türschlösser | Nuki, Yale, Level Lock | Smartphone-Öffnung, Automatisierung |
| Sensoren | Eve Motion, Aqara, Bosch | Bewegung, Tür/Fenster, Temperatur |
Smart Home Systeme mit HomeKit-Support
Vollständige HomeKit-kompatible Smart Home Systeme werden von Anbietern wie Homee, Aqara, Bosch Smart Home, IKEA Home Smart (früher TRÅDFRI) und Somfy vertrieben. Diese Systeme bieten oft zusätzliche Funktionen und eine erweiterte Geräteauswahl.
Bekannte Marken wie Leviton, Aeotec, FIBARO und VSSL haben ebenfalls umfangreiche HomeKit-Produktlinien im Angebot.
HomeKit einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Einrichtung von HomeKit-Geräten ist denkbar einfach gestaltet. Möglicherweise müssen Sie einen QR-Code scannen, einen 8-stelligen HomeKit-Setup-Code vom Gerät selbst (oder von der Verpackung oder Dokumentation) eingeben, oder einen 11- oder 21-stelligen Code für Matter-fähige Geräte.
Grundvoraussetzungen
Bevor Sie starten:
- Aktualisieren Sie iPhone oder iPad auf die neueste iOS- oder iPadOS-Version und aktivieren Sie Bluetooth in den Einstellungen
- In den meisten Fällen richten Sie zuerst einen Home Hub ein und fügen dann ein Matter-Accessoire hinzu. Bei manchen Geräten können Sie Matter-Accessoires ohne Hub hinzufügen
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät HomeKit, AirPlay oder Matter unterstützt und dass iPhone, iPad, bereits hinzugefügte Accessoires und Home Hubs im selben WLAN-Netzwerk sind
Geräte hinzufügen
- Öffnen Sie die vorinstallierte Home App auf Ihrem iPhone oder iPad
- Tippen Sie auf das Plus-Symbol und dann auf «Gerät hinzufügen»
- Scannen Sie den HomeKit-Code oder den QR-Code des Geräts
- Weisen Sie das Accessoire einem Raum zu, geben Sie ihm einen Namen, den Sie bei der Steuerung mit Siri verwenden. Sie können auch während der Einrichtung vorgeschlagene Automationen hinzufügen
Weitere Informationen zur Einrichtung finden Sie in der offiziellen Apple Support-Dokumentation.
HomeKit-Automationen und Szenen richtig nutzen
Sie können Automationen erstellen, die automatisch zu bestimmten Zeiten oder beim Aktivieren eines bestimmten Accessoires ablaufen (zum Beispiel beim Entriegeln der Haustür). Diese Funktion macht HomeKit besonders leistungsfähig.
Praktische Automation-Beispiele
- Guten Morgen: Beim ersten iPhone-Alarm gehen Rollläden hoch, Kaffeemaschine startet, Heizung erhöht Temperatur
- Verlassen des Hauses: Alle Lichter aus, Heizung runter, Türschloss verriegelt
- Heimkommen: Basierend auf Standort schalten sich Lichter ein, Heizung hoch
- Nachtmodus: Um 23 Uhr alle Lichter gedimmt, Türen verriegelt, Temperatur abgesenkt
Szenen ermöglichen es, mehrere Geräte mit einem Befehl zu steuern. Eine «Film»-Szene könnte beispielsweise das Licht dimmen, Rollläden schließen und den Fernseher einschalten – alles mit einem einzigen Siri-Befehl oder Tastendruck.
HomeKit Secure Video: Datenschutz trifft Sicherheit
Bei der Einrichtung von Sicherheitskameras mit HomeKit Secure Video-Unterstützung können Sie Videos aufnehmen und eine Benachrichtigung erhalten, wenn eine Kamera jemanden erkennt oder ein Paket an der Tür abgelegt wird. Die Besonderheit: Alle Videoaufnahmen werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt in iCloud gespeichert.
Die Anzahl der nutzbaren Kameras hängt von Ihrem iCloud+-Tarif ab: Der 50GB-Plan ermöglicht eine Kamera, 200GB erlauben fünf Kameras und der 2TB-Plan unterstützt unbegrenzt viele Kameras. Der Clou: Die gespeicherten Aufnahmen zählen nicht gegen Ihr iCloud-Speicherkontingent.
Apples Smart Home Zukunft 2026
Apple wird voraussichtlich 2026 mit zwei brandneuen HomeKit-Produkten ins Smart Home einsteigen. Das wohl aufregendste Smart Home Gerät von Apple wird der HomePad genannte Home Hub sein. Berichte deuten darauf hin, dass der HomePad einen 7-Zoll-Quadrat-Touchscreen und den A18-Prozessor des iPhone 16 besitzen wird. Dies würde es dem Gerät ermöglichen, Apple Intelligence-Funktionen zu nutzen, einschließlich des kontextbewussten Siri.
Darüber hinaus arbeitet Apple an einer eigenen HomeKit-fähigen Sicherheitskamera, die voraussichtlich 2026 erscheinen soll. Gerüchte deuten auf bis zu fünf neue Home-fokussierte Produkte hin, die 2026 erscheinen, wobei die ersten Ankündigungen möglicherweise bereits im März erfolgen.
Häufig gestellte Fragen zu HomeKit 2026
Was passiert, wenn ich nicht bis zum 10. Februar 2026 aktualisiere?
Ihr Smart Home wird ab dem 11. Februar 2026 nicht mehr funktionieren. Alle Automationen, Szenen und die Gerätesteuerung werden deaktiviert, bis Sie das Update durchführen.
Funktioniert mein iPad noch als HomeKit-Steuerzentrale?
Nein, iPads werden in der neuen Architektur nicht mehr als Steuerzentrale unterstützt. Sie benötigen einen HomePod, HomePod mini oder Apple TV 4K als Hub.
Welche iOS-Version benötige ich mindestens?
Sie benötigen mindestens iOS 16.2, iPadOS 16.2, macOS 13.1, tvOS 16.2 oder watchOS 9.2, um die neue HomeKit-Architektur nutzen zu können.
Was ist Matter und warum ist es wichtig für HomeKit?
Matter ist ein herstellerübergreifender Smart Home Standard, der verschiedene Ökosysteme (Apple, Google, Amazon) miteinander verbindet. Die neue HomeKit-Architektur unterstützt Matter vollständig, was deutlich mehr Gerätekompatibilität bedeutet.
Wie lange dauert das Update auf die neue Architektur?
Das Update selbst dauert nur wenige Minuten. Apple empfiehlt jedoch, mindestens 30 Tage vor der Deadline zu beginnen, um eventuelle Kompatibilitätsprobleme zu identifizieren und zu lösen.
Kann ich HomeKit auch ohne Apple-Geräte nutzen?
Nein, HomeKit erfordert zwingend ein Apple-Gerät (iPhone, iPad oder Mac) zur Steuerung. Android-Geräte werden nicht unterstützt. Allerdings können Matter-Geräte plattformübergreifend genutzt werden.
Sind meine alten HomeKit-Geräte noch kompatibel?
Die meisten älteren HomeKit-Geräte sind mit der neuen Architektur kompatibel. Prüfen Sie beim Hersteller, ob Firmware-Updates verfügbar sind. Sehr alte Geräte könnten möglicherweise nicht mehr unterstützt werden.
Fazit: HomeKit 2026 – Pflicht-Update mit großem Potenzial
Die Umstellung auf die neue HomeKit-Architektur ist unvermeidlich, aber sie bringt deutliche Verbesserungen. Die Matter-Integration öffnet HomeKit für eine Vielzahl neuer Geräte und macht das System zukunftssicher. Wer noch nicht aktualisiert hat, sollte dies umgehend tun, um ab dem 11. Februar 2026 keine bösen Überraschungen zu erleben.
Die Entwicklung zeigt: Apple nimmt Smart Home ernst und investiert massiv in die Zukunft der Plattform. Mit neuen Produkten wie dem HomePad und der eigenen Sicherheitskamera dürfte 2026 ein spannendes Jahr für HomeKit-Nutzer werden. Die neue Architektur legt dafür das notwendige Fundament.
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