Die Gürtelrose Impfung ist ein zentrales Thema der Gesundheitsvorsorge in Deutschland, besonders im Februar 2026. Sie schützt vor der Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das nach einer Windpockenerkrankung im Körper verbleibt und die schmerzhafte Gürtelrose (Herpes zoster) auslösen kann. Eine aktuelle Anpassung der Impfempfehlung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) rückt die Prävention für weitere Personengruppen in den Fokus und unterstreicht die Bedeutung dieses Schutzes.
Die Gürtelrose Impfung ist eine wirksame Präventionsmaßnahme gegen Herpes zoster und die damit verbundenen, oft langanhaltenden Nervenschmerzen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit dem Totimpfstoff Shingrix® als Standard für alle Personen ab 60 Jahren. Für Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen oder einer Immunschwäche wird der Schutz bereits ab einem Alter von 18 Jahren angeraten und von den Krankenkassen übernommen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Was ist Gürtelrose und warum ist eine Impfung sinnvoll?
- Für wen wird die Gürtelrose Impfung 2026 empfohlen?
- Welche Impfstoffe gegen Gürtelrose gibt es?
- Wie wirksam ist die Impfung gegen Gürtelrose?
- Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?
- Kostenübernahme: Wer zahlt die Gürtelrose Impfung?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Gürtelrose Impfung
- Fazit zur Schutzimpfung gegen Herpes Zoster
Das Wichtigste in Kürze
- STIKO-Empfehlung: Die Impfung wird als Standard für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen.
- Indikationsimpfung: Personen mit erhöhtem Risiko (z.B. durch chronische Krankheiten wie Diabetes, rheumatoide Arthritis oder Immunschwäche) sollten sich bereits ab 18 Jahren impfen lassen.
- Verwendeter Impfstoff: In Deutschland wird ausschließlich der Totimpfstoff (Shingrix®) empfohlen, da er wirksamer und sicherer ist als der früher verwendete Lebendimpfstoff.
- Wirksamkeit: Der Totimpfstoff bietet einen Schutz von über 90 % vor Gürtelrose und reduziert das Risiko für langanhaltende Nervenschmerzen (postherpetische Neuralgie) um über 80 %.
- Impfschema: Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfdosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten notwendig.
- Kostenübernahme: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Personen, für die eine offizielle STIKO-Empfehlung vorliegt.
- Aktuelle Entwicklung: Seit Februar 2026 ist die Kostenübernahme für Risikopatienten ab 18 Jahren durch einen Beschluss des G-BA offiziell geregelt.
Was ist Gürtelrose und warum ist eine Impfung sinnvoll?
Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster, ist eine Viruserkrankung, die durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (VZV) ausgelöst wird. Dieses Virus verursacht bei der Erstinfektion, meist im Kindesalter, die Windpocken. Nach Abklingen der Windpocken verbleibt das Virus lebenslang in den Nervenzellen des Körpers. Bei einer späteren Schwächung des Immunsystems, etwa durch Alter, Stress oder Krankheit, kann das Virus reaktiviert werden und entlang der Nervenbahnen zur Haut wandern. Dort verursacht es den charakteristischen, oft gürtelförmigen und stark schmerzenden Ausschlag mit Bläschen. In Deutschland erkranken jährlich über 300.000 Menschen an Gürtelrose.
Die größte Gefahr bei einer Gürtelrose sind nicht nur die akuten Schmerzen, sondern auch mögliche Komplikationen. Die häufigste ist die postherpetische Neuralgie (PHN), bei der die Nervenschmerzen auch nach dem Abheilen des Ausschlags noch monate- oder sogar jahrelang anhalten können. Weitere mögliche Folgen sind Sehstörungen, Hörverlust oder Lähmungen im Gesicht. Die Gürtelrose Impfung ist die wirksamste Methode, um einer Erkrankung und diesen schweren Verläufen vorzubeugen.
Für wen wird die Gürtelrose Impfung 2026 empfohlen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut passt ihre Empfehlungen regelmäßig an die aktuelle Studienlage an. Für das Jahr 2026 gelten folgende Richtlinien:
- Standardimpfung ab 60 Jahren: Allen Personen ab 60 Jahren wird die Schutzimpfung gegen Gürtelrose empfohlen.
- Indikationsimpfung ab 18 Jahren: Aufgrund eines erhöhten Risikos wird die Impfung bereits ab einem Alter von 18 Jahren für Menschen mit bestimmten Vorbelastungen angeraten. Dazu zählen:
- Angeborene oder erworbene Immundefizienz (z.B. HIV-Infektion, nach Transplantationen).
- Personen unter immunsuppressiver Therapie.
- Patienten mit schweren chronischen Grunderkrankungen wie rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, chronischer Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus sowie COPD oder Asthma.
Eine wichtige Neuerung, die seit Februar 2026 in Kraft ist, ist die offizielle Aufnahme der Indikationsimpfung für Risikogruppen ab 18 Jahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen durch den G-BA. Zuvor galt hier eine Altersgrenze von 50 Jahren. Personen mit nur leichten oder gut eingestellten chronischen Erkrankungen zwischen 18 und 59 Jahren sind von dieser Empfehlung ausgenommen, da ihr Risiko nicht als deutlich erhöht gilt.
Welche Impfstoffe gegen Gürtelrose gibt es?
In Deutschland wird für die Gürtelrose Impfung aktuell nur noch ein Impfstofftyp von der STIKO empfohlen und eingesetzt: der adjuvantierte Herpes-zoster-Subunit-Totimpfstoff. Ein früher verfügbarer Lebendimpfstoff wird nicht mehr empfohlen.
Der empfohlene Totimpfstoff: Shingrix®
Der von der STIKO empfohlene Impfstoff ist Shingrix®. Es handelt sich um einen rekombinanten Totimpfstoff, der nur bestimmte Oberflächenbestandteile des Virus (Glykoprotein E) enthält und mit einem Wirkverstärker (Adjuvans) versehen ist. Dieser Aufbau sorgt für eine sehr starke und langanhaltende Immunantwort. Da der Impfstoff keine vermehrungsfähigen Viren enthält, kann er auch sicher bei Personen mit geschwächtem Immunsystem angewendet werden, was ein entscheidender Vorteil ist.
Der nicht mehr empfohlene Lebendimpfstoff: Zostavax®
Früher war auch ein Lebendimpfstoff (Zostavax®) verfügbar. Dieser enthielt abgeschwächte, aber noch vermehrungsfähige Viren. Die STIKO empfiehlt diesen Impfstoff nicht mehr, da er eine geringere Wirksamkeit und eine kürzere Schutzdauer aufweist. Zudem war er für immungeschwächte Personen, die ein besonders hohes Risiko für Gürtelrose haben, nicht geeignet. Zostavax® ist in Deutschland nicht mehr verfügbar.
Wer in der Vergangenheit mit dem Lebendimpfstoff geimpft wurde, kann und sollte sich zusätzlich mit dem Totimpfstoff impfen lassen, um einen optimalen Schutz zu erzielen. Hierzu werden ebenfalls zwei Dosen Shingrix® verabreicht.
Für weitere Informationen zu Impfempfehlungen können Sie sich auch in unserem Artikel über die Tor des Monats: Abstimmung, Gewinner & alle Fakten 2026 informieren, der zwar ein anderes Thema behandelt, aber die Wichtigkeit von evidenzbasierten Entscheidungen aufzeigt.
Wie wirksam ist die Impfung gegen Gürtelrose?
Die Wirksamkeit des Totimpfstoffs Shingrix® ist durch umfangreiche Studien belegt und sehr hoch. Der Schutz, der durch die zwei Impfdosen aufgebaut wird, ist umfassend und langanhaltend.
- Schutz vor Gürtelrose: Studien zeigen für Personen ab 50 Jahren einen Schutz von etwa 92 % vor der Entwicklung einer Gürtelrose. Auch bei über 70-Jährigen liegt die Schutzwirkung noch bei rund 90 %.
- Schutz vor Nervenschmerzen (PHN): Das Risiko, die gefürchtete postherpetische Neuralgie zu entwickeln, wird um circa 82 % gesenkt.
- Dauer des Schutzes: Aktuelle Daten zeigen, dass der Impfschutz für mindestens zehn Jahre auf einem hohen Niveau anhält. Ob danach eine Auffrischimpfung nötig sein wird, ist Gegenstand laufender Forschung.
Diese hohe Effektivität macht die Gürtelrose Impfung zu einer der wichtigsten präventiven Maßnahmen für die ältere Bevölkerung und Risikogruppen. Die Entscheidung für eine Impfung ist eine persönliche, wie sie auch bei anderen gesundheitlichen Themen, etwa beleuchtet in unserem Beitrag über den Tod eines Dawson Creek Schauspieler Tot: Seine Memoiren Enthüllen Leben, eine Rolle spielt.
Welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es?
Der Totimpfstoff Shingrix® gilt als sicher, jedoch sind Impfreaktionen häufig. Diese zeigen, dass das Immunsystem auf die Impfung reagiert und einen Schutz aufbaut. Die Reaktionen sind meist mild und klingen nach ein bis drei Tagen von selbst wieder ab.
Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Geimpften) zählen:
- Lokale Reaktionen: Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle.
- Systemische Reaktionen: Müdigkeit, Muskelschmerzen (Myalgie), Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden.
Diese Reaktionen treten nach der zweiten Dosis tendenziell etwas häufiger auf als nach der ersten. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten. Postmarketing-Untersuchungen deuten auf ein sehr geringfügig erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) hin. Dieses Risiko ist jedoch deutlich geringer als das GBS-Risiko, das mit einer tatsächlichen Gürtelrose-Erkrankung einhergeht.
Kostenübernahme: Wer zahlt die Gürtelrose Impfung?
Die Kosten für die Gürtelrose Impfung werden für alle Personengruppen, für die eine offizielle STIKO-Empfehlung vorliegt, von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) als Pflichtleistung übernommen. Die Abrechnung erfolgt direkt über die elektronische Gesundheitskarte beim Arzt.
Kostenübernahme im Detail:
- Für Personen ab 60 Jahren: Die Impfung ist eine Standardleistung.
- Für Personen ab 18 Jahren mit Indikation: Seit dem G-BA-Beschluss vom Februar 2026 ist die Kostenübernahme für Risikopatienten (mit Immunschwäche oder bestimmten schweren chronischen Krankheiten) klar geregelt und wird von der GKV getragen.
Privatversicherte sollten vor der Impfung die Kostenübernahme mit ihrer Versicherung klären, da die Regelungen je nach Tarif variieren können. In der Regel wird die Impfung aber auch hier bei medizinischer Notwendigkeit gemäß der STIKO-Empfehlung erstattet.
| Merkmal | Totimpfstoff (Shingrix®) | Lebendimpfstoff (Zostavax®) |
|---|---|---|
| STIKO-Empfehlung | Ja, Standardimpfung | Nein, nicht mehr empfohlen |
| Impfstoffart | Rekombinanter Subunit-Impfstoff | Abgeschwächte, lebende Viren |
| Wirksamkeit (Schutz vor HZ) | > 90 % | ca. 51 % |
| Schutzdauer | Mindestens 10 Jahre | Begrenzt, deutlich kürzer |
| Anwendung bei Immunschwäche | Ja, geeignet und empfohlen | Nein, kontraindiziert |
| Anzahl Dosen | 2 Dosen | 1 Dosis |
| Verfügbarkeit in DE | Ja | Nein |
Video-Empfehlung: Um das Thema zu vertiefen, empfehlen wir die Suche nach «Gürtelrose Impfung erklärt» auf YouTube. Dort finden sich informative Videos von Gesundheitsorganisationen wie dem Robert Koch-Institut oder öffentlich-rechtlichen Sendern, die den Mechanismus und Nutzen der Impfung anschaulich darstellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Gürtelrose Impfung
- Warum sollte ich mich gegen Gürtelrose impfen lassen?
- Die Impfung schützt Sie wirksam vor der oft sehr schmerzhaften Gürtelrose und vor allem vor deren langanhaltenden Komplikationen wie chronischen Nervenschmerzen (postherpetische Neuralgie), die die Lebensqualität stark beeinträchtigen können.
- Ich hatte schon Gürtelrose, ist eine Impfung trotzdem sinnvoll?
- Ja, eine Impfung ist auch nach einer durchgemachten Erkrankung sinnvoll. Eine Gürtelrose kann mehrfach auftreten, und die Impfung kann das Risiko für weitere Episoden senken. Die Impfung sollte jedoch erst nach dem vollständigen Abklingen der akuten Erkrankung erfolgen.
- Wie viele Impfungen sind für den Schutz notwendig?
- Für den vollständigen und langanhaltenden Schutz mit dem empfohlenen Totimpfstoff Shingrix® sind zwei Impfdosen erforderlich. Diese werden im Abstand von mindestens zwei und maximal sechs Monaten verabreicht.
- Werden die Kosten für die Gürtelrose Impfung von der Krankenkasse übernommen?
- Ja, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig, wenn Sie zur von der STIKO empfohlenen Zielgruppe gehören. Das sind alle Personen ab 60 Jahren sowie Personen ab 18 Jahren mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche.
- Ich weiß nicht, ob ich Windpocken hatte. Kann ich mich trotzdem impfen lassen?
- Ja. Über 95 % der Erwachsenen in Deutschland hatten Kontakt mit dem Varizella-Zoster-Virus und tragen es in sich, auch wenn sie sich nicht an eine Windpocken-Erkrankung erinnern. Eine vorherige Testung ist nicht notwendig. Die Impfung wird für die empfohlenen Alters- und Risikogruppen unabhängig vom Windpocken-Status empfohlen.
Fazit zur Schutzimpfung gegen Herpes Zoster
Die Gürtelrose Impfung ist eine sichere und hochwirksame Präventionsmaßnahme, die vor einer schmerzhaften Erkrankung und schweren Langzeitfolgen schützt. Die aktuelle STIKO-Empfehlung für das Jahr 2026, die eine Standardimpfung für alle Personen ab 60 und eine Indikationsimpfung für Risikogruppen bereits ab 18 Jahren vorsieht, basiert auf solider wissenschaftlicher Evidenz. Durch die klare Regelung zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen steht dieser wichtige Schutz allen empfohlenen Personengruppen zur Verfügung. Angesichts des hohen Schutzes und der potenziell schweren Verläufe einer Gürtelrose ist die Impfung eine klare Empfehlung zur Gesundheitsvorsorge. Für detaillierte Informationen bietet das Robert Koch-Institut (RKI) umfassende Faktenblätter. Zusätzliche Sicherheitsbewertungen stellt das Paul-Ehrlich-Institut bereit.
Informationen zum Autor
Über den Autor: Klaus Meinhardt ist seit über 15 Jahren als Online-Redakteur mit Schwerpunkt auf Gesundheit und Wissenschaft tätig. Als SEO-Experte verbindet er fundierte Recherche mit nutzerfreundlicher Aufbereitung komplexer medizinischer Themen. Seine Artikel basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Empfehlungen offizieller Gesundheitsbehörden, um Lesern verlässliche Informationen zu bieten.
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