Am Montagmorgen ist es zu einem schweren Zwischenfall im Schweizer Kanton Wallis gekommen: Ein Goppenstein Zug entgleist, nachdem eine Lawine auf die Gleise stürzte. Bei dem Unglück wurden fünf Personen verletzt, eine davon schwer. Der Zugverkehr zwischen Brig und Goppenstein ist bis voraussichtlich Samstag unterbrochen.

Hintergrund zur Zugentgleisung bei Goppenstein
Die Entgleisung ereignete sich am frühen Morgen gegen 7 Uhr zwischen Goppenstein und Hohtenn, auf der Südseite des Lötschbergtunnels. Ein Regioexpress der BLS (Berner-Lötschberg-Simplon-Bahn) wurde von einer Lawine erfasst und aus den Schienen gehoben. Die Kantonspolizei Wallis geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass ein Lawinenniedergang die Ursache für die Entgleisung ist. «An der Unfallörtlichkeit hatte es zwar Schnee,» so die Polizei.
Goppenstein ist ein wichtiger Knotenpunkt im Schweizer Bahnnetz, insbesondere für Züge, die den Lötschbergtunnel passieren. Die Strecke verbindet das Berner Oberland mit dem Wallis und ist sowohl für den nationalen als auch internationalen Reiseverkehr von Bedeutung. Der Lötschbergbasistunnel, ein 34,6 Kilometer langer Eisenbahntunnel, ist Teil dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen. Mehr Informationen zum Bahnverkehr in der Schweiz bietet die Webseite des Bundesamts für Verkehr. (Lesen Sie auch: Zug entgleist in Goppenstein: Mehrere Verletzte befürchtet)
Aktuelle Entwicklung nach dem Goppenstein Zug entgleist
Nach dem Vorfall waren umgehend Rettungskräfte im Einsatz. Zwei Ambulanzen, ein Helikopter und acht Rettungsspezialisten eilten zum Unglücksort. Die Verletzten wurden erstversorgt, eine Person musste zur weiteren Behandlung ins Spital nach Sitten geflogen werden. Die übrigen vier Verletzten konnten vor Ort behandelt werden. Rund 30 Passagiere befanden sich im Zug und wurden von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht. Die Kantonspolizei Wallis veröffentlichte ein erstes Bild des entgleisten Zuges.
Die Strecke zwischen Brig und Goppenstein bleibt voraussichtlich bis Samstag gesperrt, wie das Schweizer Fernsehen berichtet. Reisende müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen. Die BLS hat einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, um die betroffenen Abschnitte zu überbrücken. Es ist zu erwarten, dass es im Laufe des Tages zu weiteren Verspätungen und Ausfällen im Bahnverkehr kommen wird.
Die zehn schwersten Zugentgleisungen der letzten 20 Jahre in der Schweiz
Der Tages-Anzeiger hat eine Liste der zehn folgenschwersten Schweizer Zugentgleisungen der letzten 20 Jahre veröffentlicht. Diese zeigt, dass es immer wieder zu solchen Unglücken kommt, wenn auch selten mit so schwerwiegenden Folgen wie im aktuellen Fall. Die Ursachen sind vielfältig: Wind, Lawinen, Materialschäden und menschliches Versagen spielen oft eine Rolle. (Lesen Sie auch: Güterzug Linz Entgleist: in: Aufräumarbeiten laufen)
Zu den erwähnten Ereignissen gehören:
- 2006: Nassenwil ZH: Leere SBB-Personenwagen entgleisten auf einem Industriegleis aufgrund eines Kupplungsfehlers.
- 2007: Wasserauen AI: Ein Unfall nach dem Bahnhof Wasserauen AI.
Was bedeutet die Goppenstein Zug entgleist für die Region?
Die Zugentgleisung bei Goppenstein hat erhebliche Auswirkungen auf den regionalen und überregionalen Bahnverkehr. Die Sperrung der Strecke Brig-Goppenstein bedeutet für viele Reisende eine deutliche Verlängerung ihrer Reisezeit. Pendler, die täglich auf die Bahnverbindung angewiesen sind, müssen auf alternative Verkehrsmittel umsteigen oder mit erheblichen Verspätungen rechnen.

Auch für den Güterverkehr stellt die Streckensperrung ein Problem dar. Viele Güterzüge nutzen die Lötschbergachse als wichtige Transitroute durch die Alpen. Durch die Sperrung müssen diese Züge nun auf andere Strecken ausweichen, was zu Verzögerungen und höheren Transportkosten führen kann. (Lesen Sie auch: WDR in der Kritik: Karnevalssitzung in Düsseldorf…)
Ausblick auf die Bergungsarbeiten und die Zukunft der Strecke
Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich mehrere Tage dauern. Zunächst muss der entgleiste Zug geborgen und abtransportiert werden. Anschließend müssen die Gleise und die Fahrleitung repariert werden. Experten werden die Unfallstelle genau untersuchen, um die genaue Ursache der Entgleisung zu ermitteln und Maßnahmen zu ergreifen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Es ist zu erwarten, dass die BLS in den kommenden Tagen weitere Informationen zum Stand der Bergungsarbeiten und zur voraussichtlichen Dauer der Streckensperrung veröffentlichen wird.
Häufig gestellte Fragen zu Goppenstein Zug entgleist
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Was ist die Ursache für die Zugentgleisung bei Goppenstein?
Die Zugentgleisung wurde vermutlich durch einen Lawinenniedergang verursacht. Eine Lawine stürzte auf die Gleise und brachte den Zug der BLS zwischen Goppenstein und Hohtenn zum Entgleisen, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Die genauen Untersuchungen laufen noch.
Wie viele Personen wurden bei dem Unglück verletzt?
Bei der Zugentgleisung wurden insgesamt fünf Personen verletzt. Eine Person wurde schwerer verletzt und musste mit einem Helikopter ins Spital nach Sitten geflogen werden. Die anderen vier Verletzten wurden vor Ort von den Rettungskräften medizinisch versorgt. (Lesen Sie auch: Künstlerin Henrike Naumann mit 42 Jahren verstorben)
Bis wann ist die Bahnstrecke zwischen Brig und Goppenstein gesperrt?
Die Bahnstrecke zwischen Brig und Goppenstein ist voraussichtlich bis Samstag gesperrt, wie das Schweizer Fernsehen berichtet. Reisende müssen sich auf erhebliche Behinderungen einstellen. Es wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Welche Auswirkungen hat die Sperrung auf den Bahnverkehr?
Die Sperrung der Strecke hat erhebliche Auswirkungen auf den regionalen und überregionalen Bahnverkehr. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen. Auch der Güterverkehr ist betroffen, da viele Güterzüge die Lötschbergachse als Transitroute nutzen.
Wie geht es nach der Bergung des Zuges weiter?
Nach der Bergung des Zuges müssen die Gleise und die Fahrleitung repariert werden. Experten werden die Unfallstelle untersuchen, um die genaue Ursache der Entgleisung zu ermitteln. Anschließend werden Maßnahmen ergriffen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
